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Unsere Alfa Romeo Tonale Meldungen

Alfa Romeo Tonale (2022) im Test

Alfa Romeo Tonale (2022) im ersten Test: Spät, aber gut?

Wir sind den Italo-Tiguan mit 160-PS-Mildhybrid-Benziner gefahren
Nach gefühlt ewiger Zeit bringt Alfa Romeo mit dem Tonale ein neues Modell auf den Markt. Wie schlägt sich das SUV mit 160 PS und Mildhybrid?
Alfa Romeo Tonale (2022) Sitzprobe

Alfa Romeo Tonale (2022): Erste Sitzprobe im neuen SUV

Kann der Rivale des BMW X1 auf Anhieb überzeugen?
Mit dem Tonale bringt Alfa Romeo sein zweites SUV-Modell auf den Markt und erweitert sein Modellprogramm nach unten. Wir haben Platz genommen.
2023 Alfa Romeo Tonale Veloce Front Three Quarters

Alfa Romeo Tonale (2022) debütiert mit 275-PS-Plug-in-Hybrid

Mildhybrid-Benziner plus Diesel bekommt das SUV unterhalb des Stelvio aber auch
Der Tonale ist endlich serienreif. Mit drei Motoren, "Best-in-Class"-Handling, neuem Infotainment und NFT-Blockchain-Technologie. Die E-Reichweite klingt gut.
Alfa Romeo Tonale, Live-Fotos

Alfa Romeo Tonale (2022): Serienversion debütiert im September

Bestellstart soll ebenfalls noch in diesem Jahr sein
Die Tonale-Studie ist beinahe zwei Jahre alt, jetzt scheint sich aber endlich was zu tun. Ein neuer Bericht will die Daten für Debüt und Marktstart kennen.
Alfa Romeo Tonale, Live-Fotos

Alfa Romeo Tonale (2020): So könnte er in Serie gehen

Die Studie war der Star von Genf, aber wird die Serienversion genug Käufer abholen?
Die Studie war sehr vielversprechend, jetzt zeigen wir, wie die Serienversion des Alfa Romeo Tonale aussehen könnte, bevor sie 2020 debütiert.
Alfa Romeo Tonale in: Alfa Romeo Tonale nimmt elektrifiziertes Kompakt-SUV vorweg

Alfa Romeo Tonale nimmt elektrifiziertes Kompakt-SUV vorweg

Man kann nur hoffen, dass auch die Serienversion so gut aussieht
Alfa Romeo zeigt in Genf die Studie eines Kompakt-SUV mit Plug-in-Hybrid.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Alfa Romeo Tonale Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Alfa Romeo Tonale (2022) im ersten Test: Spät, aber gut?

Wir sind den Italo-Tiguan mit 160-PS-Mildhybrid-Benziner gefahren

Ein ganz neues Modell von Alfa Romeo! Das ist mittlerweile so selten wie eine Meisterschaft von Schalke 04. Der Tonale soll in der SUV-Mittelklasse wildern und die zuletzt überschaubaren Verkäufe der Marke (knapp 3.000 Neuzulassungen anno 2021 in Deutschland) ankurbeln. Ob das gelingen kann, klärt unsere erste Testfahrt.

Was ist das?

Der "Toni", wie ich ihn heimlich getauft habe, soll die Herzen der Alfisti erobern, aber auch Neukunden zur Marke locken. Steckt also genügend Musik drin? "Sempre, sempre tu" (Al Bano & Romina Power) für die Fans und "Bene, Bene, Bene" (Rita Pavone) für Umsteiger?

Fest steht: Optisch ist der Tonale ohne Zweifel gelungen. Niemand würde merken, dass der "Typ 965" (so heißt er intern) die Plattform des Jeep Compass nutzt. Länger, breiter und flacher haben ihn die Italiener designt, das Resultat gefällt nicht nur mir ausgesprochen gut. Speziell in der dunkelgrünen Lackierung "Verde Montreal" ist "Toni" ein Hingucker.

"Unaufgeregt männlich" passt irgendwie, obgleich natürlich auch Frauen sich von diesem Romeo angezogen fühlen dürften. Jede Wette: Manch einer wird den Tonale nur wegen seines Aussehens kaufen. Mode können sie einfach jenseits des Brenner.

4,53 Meter misst der Tonale in der Länge, 1,84 Meter ist er breit und 1,60 Meter hoch. Damit ist er einige Zentimeter größer als etwa ein BMW X1 oder VW Tiguan. Drehen wir eine Runde um den Wagen: Vorne prangt natürlich prominent das "Scudetto", darüber schmiegt sich das Alfa-Emblem in eine vorwitzige Ausbuchtung in der Motorhaube. Das dreiteilige Innenleben der Scheinwerfer mit adaptiver Voll-LED-Matrix soll an den RZ und SZ (1989-1993) erinnern.

Typisch für aktuelle Alfa-Modelle sind die über das eigentliche Türblatt hinaus gewölbten hinteren Seitenfenster. Am Heck des Tonale greift ein schmales LED-Leuchtenband die Dreiteilung von vorne auf. In den Kofferraum passen im Normalzustand 500 Liter, ein guter Wert. 1.550 Liter beträgt der Maximalwert.

Ich betrachte die Möblierung und schreite zur Sitzprobe. Die Beinfreiheit im Fond ist okay, allerdings nicht so überragend wie etwa in einem VW Tiguan. Eine Reihe weiter vorne ist das Raumgefühl ähnlich. Obwohl das Armaturenbrett wie auch die Türen ihr Hartplastik kaum kaschieren, hat Alfa Romeo es dennoch geschafft, ein ansprechendes Ambiente mit markentypischer Note zu kreieren.

Unser Tonale hatte die gehobene Veloce-Ausstattung, optionales Alcantara im Cockpit und auf den Sitzen wertete die Qualitätsanmutung spürbar auf. Für Retro-Chic sorgen die gewölbten Abdeckungen über dem stets serienmäßig 12,3-Zoll-Instrumentendisplay. Dort erscheinen bei Bedarf Rundinstrumente im Retro-Design. Schön. Ebenso der Startknopf im Lenkrad. Auf der Mittelkonsole thront ebenfalls immer ein 10,25-Zoll-Touchscreen.

Die Bedienung insgesamt: Nicht hundertprozentig informativ, aber auch nicht unangenehm rätselhaft. Einziger Aussetzer: Alexa mochte nicht so recht ...

Wie fährt er sich?

Jetzt aber los! Mit dem Tonale hat Alfa Romeo erstmals einen Hybrid im Programm, genauer gesagt einen 48V-Mildhybrid. 118 kW gleich 160 PS aus 1,5 Liter Hubraum standen bei uns unter der Haube bereit, hinzu kommt (wie auch beim Tonale mit 130 PS) ein 15 kW (20 PS) starker Elektromotor. Er kann auf 0,77 kWh Saft aus einem 13,5 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku zurückgreifen und liefert 55 Nm Extra-Drehmoment.

Über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gelangt die Kraft von maximal 240 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße. Das klingt alles auf dem Papier fein, ist es aber in der Realität nur teilweise. Aus dem Stand oder bei spontaner Leistungsanforderung benötigt der Antrieb eine gefühlte Gedenksekunde, auch der Übergang vom Elektro- zum Verbrennerbetrieb gelingt nicht harmonisch. Speziell das Getriebe wirkt unmotiviert und dreht die Gänge teilweise lang aus. Die Folge: Manchmal heult der Motor beim Gasgeben auf, als hätte man den Führerschein erst seit drei Tagen.

Wer also schnell nach Kraft verlangt, sollte vielleicht auf den Diesel oder den Plug-in-Hybrid warten. 8,8 Sekunden auf Tempo 100 gibt Alfa Romeo für den 160-PS-Benziner an, es wirkt gefühlt langsamer. Der Hersteller schwärmt zudem von "der direktesten Lenkübersetzung im Segment" (13,6:1). Hier möchte ich einwerfen: Jein. Im Dynamic-Modus des Alfa-typischen DNA-Systems spricht die Lenkung etwas besser an, im Normalfall bleibt sie mir etwas zu indifferent.

Allzuhoch sind Tonis sportliche Ambitionen nicht, wenngleich das Handling nicht mal so schlecht ist. Gut gelungen ist die trotz der 20-Zoll-Räder unseres Wagens durchaus komfortable Federung. Musikalisch passend wäre hier entspannter Jazz von Paolo Conte. Wer entsprechend fährt, wird beim Verbrauch belohnt: Exakt 5,0 Liter nach einer Mischung aus entspannten Dahingleiten und Bergabfahrt mit manch elektrischem Anteil. Bei der Hatz über enge Bergstraßen waren es 7,5 Liter sowie die Hoffnung auf eine Quadrifoglio-Version.

Unsere italienischen Nachbarn jedenfalls freuen sich fast ein Loch in den Bauch, dass Alfa Romeo etwas Neues hat. Praktisch jeder Wagen der Tonale-Testflotte wurde von Passanten begutachtet. Unser Highlight: Auf dem Bürgersteig wird ein kleines Kind im Buggy vorbeigeschoben. Es sieht unser blaues Auto und ruft verzückt: "ALFA!"

Und der Preis?

Was sollten Papi oder Mami auf dem Konto haben? Nun, ausführliche Preise für den deutschen Markt hält Alfa Romeo noch nicht bereit. Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Summe für das üppig ausgestattete Sondermodell "Edizione Speciale" zum Marktstart im Juni 2022. Mit 130-PS-Benziner kostet es exakt 39.000 Euro.

Fazit:

Beim neuen Tonale hat Alfa Romeo das Beste aus der Jeep-Plattform gemacht. Wer auch nur ein wenig Herz für italienische Autos und die Marke im Speziellen hat, muss sich über frisches Blut für Alfa freuen. Schon allein wegen der Optik, aber auch aufgrund der Preise dürfte der Tonale neue Kunden anlocken.

Diese werden sich womöglich trotz mangelnder Feinabstimmung im Orchester nicht an der Charakteristik des (Mild-)Hybrid-Benziners stören. Eingefleischte Alfisti, die Giulia oder Stelvio gewohnt sind, könnten aber nach einem Stethoskop für das "Cuore Sportivo" suchen. Solch einen Alfista haben wir bei uns in der Redaktion. Wir werden ihm einen Tonale zum ausgiebigen Test besorgen ...


Alfa Romeo Tonale (2022): Erste Sitzprobe im neuen SUV

Kann der Rivale des BMW X1 auf Anhieb überzeugen?

Spät kommt Ihr - Doch Ihr kommt! Beinahe könnte man meinen, Friedrich Schiller habe bei seinem "Wallenstein" an Alfa Romeo gedacht. Vor 223 Jahren, wohlgemerkt. Tatsächlich ist die italienische Traditionsmarke in Sachen SUV spät dran: Zwar hatte man schon 2003 mit dem Kamal ein schickes SUV als Studie gezeigt, doch erst 2017 rollte der Stelvio aufs Parkett.

Jetzt wird dem Stelvio ein kleineres Modell zur Seite gestellt. Auch der Tonale ist nach einem Alpenpass genannt, der Passo del Tonale liegt zwischen Trient und der Schweizer Grenze. 1.882 Meter liegt er hoch und ebenso so hoch sind die Erwartungen an den gleichnamigen Alfa. Er soll deutlich mehr Kunden anlocken, als es bislang bei Giulia und Stelvio der Fall war. Kann das gelingen? Wir haben uns den Tonale jetzt genauer angesehen.

Blicken wir zunächst auf die wichtigsten Eckdaten, im Detail haben wir den Tonale hier bereits vorgestellt. Technisch nutzt er die Plattform des Jeep Compass, welche aber bei Alfa Romeo nochmal auf links gedreht und stark modifiziert wurde. Das erklärt auch, warum zwischen der gleichnamigen Studie und dem Serienmodell drei Jahre lagen. Performance, Fahrdynamik, elektrische Reichweite: In all diesen Bereichen hat Alfa den Tonale nachgeschärft. Elektrische Reichweite? Exakt. Das hier ist der erste Alfa mit Plug-in-Hybrid.

4,53 Meter misst der Tonale in der Länge, 1,84 Meter ist er breit und 1,60 Meter hoch. Damit ist er einige Zentimeter größer als etwa ein BMW X1 oder VW Tiguan. Drehen wir eine Runde um den Wagen: Vorne prangt natürlich prominent das "Scudetto", darüber schmiegt sich das Alfa-Emblem in eine vorwitzige Ausbuchtung in der Motorhaube. Das dreiteilige Innenleben der Scheinwerfer mit adaptiver Voll-LED-Matrix soll an den RZ und SZ (1989-1993) erinnern.

Typisch für aktuelle Alfa-Modelle sind die über das eigentliche Türblatt hinaus gewölbten hinteren Seitenfenster. Beim Heck des Tonale kommt mir spontan der Begriff "Ärschle" in den Sinn, natürlich positiv gemeint. Ein schmales LED-Leuchtenband greift die Dreiteilung von vorne auf. Gesamteindruck: Design können sie bei Alfa Romeo.

Wie sieht es innen aus? Ich fange von hinten an: Großzügige 500 Liter Gepäck passen in den Kofferraum. Im Fond hingegen würde ich nicht von großzügig sprechen, eher von ordentlich. Platzangst muss ich mit meinen 1,88 Meter nicht haben, aber die Weitläufigkeit diverser Modelle aus dem Volkswagen-Konzern wird nicht erreicht.

Hinter dem Lenkrad sitze ich relativ tief, wie ein guter italienischer Anzug ist der Tonale hier auf Taille geschneidert. Nichts für den gemütlich gebauten Herrn, wohl aber für den sportlichen Alfisto. Dazu passt die Umfassung der Instrumente nach Röhren-Art eines alten Alfa Romeo 1750, tatsächlich bieten die digitalen Anzeigen auch eine Retro-Optik für Tacho und Drehzahlmesser.

12,3 Zoll misst das Digitalcockpit, daneben prangt ein 10,25-Zoll-Touchscreen. Das Infotainment setzt auf ein Android-Betriebssystem, auch Amazon Alexa steht auf Kommando bereit. Netterweise verzichtet Alfa nicht komplett auf analoge Knöpfe. Apropos: Schön sind auch der Startknopf am Lenkrad, die runden Lüftungsdüsen und die kleine italienische Trikolore hinter dem Gangwahlhebel. Minuspunkte gibt es für die teils schlichten Kunststoffe, speziell die grobe Narbung über den Instrumenten wirkt auf mich wenig premiös.

Manuell geschaltet wird übrigens kein Tonale. Los geht es mit einem 130 PS starken Mildhybrid-Benziner mit 48-Volt-Technik. Hier ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe serienmäßig, ebenso bei der größeren 1,5-Liter-Maschine mit 160 PS. Dieser Antrieb ist eine Neuentwicklung mit 48-Volt-Elektromotor, der zusätzlich 15 kW und 55 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Hier kann man elektrisch anfahren oder einparken.

Wer weitere Strecken mit Strom zurücklegen will, muss zum ersten Plug-in-Hybrid der Marke Alfa Romeo greifen. Dieser kombiniert 202 kW (275 PS) Systemleistung mit Allradantrieb und ermöglicht im kombinierten Zyklus eine E-Reichweite von rund 60 Kilometer. In 6,2 Sekunden beschleunigt der Stecker-Tonale mit Sechsgang-Wandlerautomatik auf Tempo 100.

Diesel-Freunde bekommen im Tonale einen 1,6-Liter mit 130 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment. Hier hat das DKG nur sechs Gänge, es gibt den Selbstzünder vorerst nur mit Frontantrieb. Bei den Hybrid- (130 PS und 160 PS) und 130-PS-Dieselversionen, die alle mit Frontantrieb ausgestattet sind, gehört das elektronische Selbstsperrdifferenzial von Alfa Romeo zur Serienausstattung.

Im Sommer 2022 kommt der Tonale auf den Markt, die Einstiegsausstattung "Super" könnte bei gut 30.000 Euro starten. Darüber rangieren "Ti", "Sprint" und "Veloce". Und Quadrifoglio? Ganz ausgeschlossen wird das nicht, aber man wird nicht einfach nur 50 PS zusätzlich reinpacken und das Kleeblatt aufs Auto pappen. Motto: Entweder ganz oder gar nicht.

Zum weiteren Ausbau des Programms plant Alfa jedes Jahr eine neue Baureihe. Bis 2024 könnte der Brennero kommen, ein noch kleineres SUV auf Basis des kürzlich gezeigten Elektro-Jeep. Er wäre das erste reine E-Auto von Alfa. Oder um es mit Schiller zu sagen: Tag wird es auf die dickste Nacht, und kommt die Zeit, so reifen auch die spätsten Früchte!


Alfa Romeo Tonale (2022) debütiert mit 275-PS-Plug-in-Hybrid

Mildhybrid-Benziner plus Diesel bekommt das SUV unterhalb des Stelvio aber auch

Ob Sie es glauben oder nicht, aber das hier ist wirklich und tatsächlich die Serienversion des Alfa Romeo Tonale. Gut drei Jahre nach Vorstellung der Studie auf dem Genfer Autosalon 2019 und unzähligen Verschiebungen ist Alfas erster Kompakt-Crossover nun endlich fertig.

Er kommt als Plug-in-Hybrid, Mildhybrid-Benziner und Diesel, kriegt ein sehr modernes Infotainment, soll natürlich das beste Handling der Klasse liefern und erhält als erstes Auto der Welt ein NFT-Zertifikat (Non-Fungible-Token), nutzt also hyper fancy Blockchain-Technologie. Was das alles im Detail bedeutet, sagen wir Ihnen jetzt. 

Design/Ausmaße

Man muss es den Herrschaften vom Centro Stile Alfa Romeo ja wirklich lassen - weit weg von der ziemlich spektakulären 2019er-Studie (in der Galerie unter diesem Absatz) ist die Serienversion des Tonale nicht. Das hier die Italo-Version eines Jeep Compass fährt, hat man auf jeden Fall ziemlich gut kaschiert. Das sexy Geschwisterchen des Ami-SUVs ist 4,53 Meter lang, 1,84 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Damit ist der Tonale vom großen Bruder Stelvio (4,68 Meter) gar nicht so weit weg. 

Wie der Stelvio wirkt er auf den riesigen Rädern (20 Zoll; dazu gibt es 18- und 19-Zöller) etwas hochbeinig. Wer es so sieht wie die Marketing-Abteilung des Cuore Sportivo, erkennt in ihm zahlreiche Reminiszenzen an berühmte Vorfahren, darunter Giulia GT, 8C Competizione oder SZ Zagato. Wer hätte es nicht sofort bemerkt?

Freuen darf sich die werte Kundschaft über adaptive Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer, deren drei Module auch Tagfahrlicht und dynamische Blinker beinhalten. Die Rückleuchten nehmen die gleichen Designmerkmale wie die vorderen Scheinwerfer auf und bilden ein durchgehendes Leuchtenband. 

Antrieb

So wie man Alfa nun mal kennt (und liebt), preist die Pressemitteilung den ersten Plug-in-Hybrid der Marke, als hätte man gerade das Rad neu erfunden. Immerhin soll sich die Elektrifizierung "in den Dienst der Marke und ihrer DNA stellen, um die Sportlichkeit für das 21. Jahrhundert neu zu erfinden". Kleiner macht man es nicht bei den Mailändern, ist klar.

Die Neuerfindung der Sportlichkeit geschieht in diesem Fall in zwei Stufen der Elektrifizierung. Es gibt zwei Mild-Hybrid-Benziner mit 48-Volt-Technologie (die kurz rein elektrisch fahren sollen) sowie einen Plug-in-Hybrid. Ein Diesel ist ebenfalls erhältlich.

Der 160-PS-Mildhybrid ist ein "exklusiv für Alfa Romeo entwickelter" 1,5-Liter-Motor mit variabler Turbinengeometrie (VTG). Er wird von einem 48-Volt-E-Motor unterstützt, der es auf 15 kW und 55 Nm bringt. Dazu gibt es eine Variante ohne VTG mit 130 PS/240 Nm. Geschaltet wird per 7-Gang-Doppelkupplung. Alfa verspricht das Anfahren und Fahren im Elektromodus bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Beispiel beim Parken.

Ein 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS/320 Nm und 6-Gang-TCT-Doppelkupplung komplettiert das Angebot. Alle drei Versionen kommen mit Vorderradantrieb und elektronischem Sperrdifferenzial.

Vorläufiges Topmodell ist der Plug-in-Hybrid mit 275 PS und Allradantrieb. Dabei handelt es sich um eine optimierte Variante des PHEV-Antriebs aus dem Jeep Compass 4xe (maximal 240 PS Systemleistung). Die Combo besteht aus einem 1,3-Liter-Turbobenziner, einem Elektromotor im Heck und einem 6-Gang-Automatikgetriebe. Die Batterie hat eine Kapazität von 15,5 kWh. Mit dem 7,4-kW-Schnellladegerät dauert eine volle Ladung der Batterie laut Alfa gut 2,5 Stunden.

Der Tonale mit Stecker soll in 6,2 Sekunden von 0-100 km/h beschleunigen und im kombinierten Zyklus über 60 Kilometer rein elektrisch fahren. Im Stadtzyklus sollen es bis zu 80 Kilometer sein. Laut Hersteller sind das Bestwerte im Segment. 

Fahrdynamik

Hier versprechen die Italiener ganz uneitel den Klassenbestwert. Schuld sind "eine perfekte Gewichtsverteilung zwischen den Achsen", womit wohl eine 50:50-Balance gemeint ist, und die direkteste Lenkung im Segment (Übersetzung 13,6:1). Dazu kommen elektronisch geregelte Adaptiv-Dämpfer und bei den Fronttrieblern das bereits erwähnte E-Sperrdiff an der Vorderachse. 

Der Tonale verfügt über ein integriertes Bremssystem (das elektromechanische System
kombiniert die Funktionen der elektronischen Stabilitätskontrolle mit der
mechanischen Bremse). Zu möglicher Rekuperation beim Plug-in-Hybrid wird nichts erwähnt. Brembo steuert eine Vier-Kolben-Bremsanlage mit belüfteten Scheiben vorne bei. 

Interieur

Wie es sich für einen echten Kompakt-Crossover gehört, richtet sich das Design des Innenraums an "junge, großstädtische und dynamische Kunden". Wir freuen uns eher über das schön kleine Sportlenkrad mit den aus Giulia und Stelvio bekannten Aluminium-Schaltwippen.

Dahinter verbirgt sich - erstmals in einem Alfa - ein digitales Instrumentendisplay mit 12,3 Zoll. Der Infotainment-Touchscreen misst 10,25 Zoll. Mehr kombinierte Zoll hat kein anderer im Segment, sagt Alfa. Gut: Es scheint richtige Tasten für die Klimabedienung zu geben. Noch besser: Auch ein Dreh-Drück-Schalter ist an Bord. 

Auf dem Mitteltunnel sehen wir den Automatik-Wählhebel und den typischen DNA-Schalter zur Verstellung der Fahrmodi. Das geht im Tonale in den in den Stufen All-Weather, Normal, Dynamic und ESC off. 

Serienmäßig verfügt das SUV über ein skalierbare Android-Betriebssystem und
4G-Konnektivität mit Over-the-Air-Updates, die Sprachfunktionen von Amazon Alexa sowie kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Bis zu acht Endgeräte können die Internetverbindung des Autos nutzen.

Zur (teils optionalen) Komfortausstattung gehören Zweizonen-Klimaanlage, belüftete und beheizbare Vordersitze, Ambiente-Beleuchtung sowie ein Harman/Kardon-Soundsystem mit 14 Lautsprechern. Dazu kommten ein halbautomatisches Parksystem, das eine verfügbare Parklücke anzeigt und auf Wunsch das Ein- und Ausparkmanöver automatisch durchführt, eine elektrisch betätigte Heckklappe und eine kabellose Ladestation für Smartphones. 

Der Tonale ermöglicht autonomes Fahren der Stufe 2. Auf Wunsch gibt es einen Totwinkel-Assistent, eine hintere Querbewegungserkennung und eine 360-Grad-Kamera.

Für die Crypto-Geeks

Als erstes Auto ist der Tonale mit der NFT-Technologie (Non-Fungible Token) versehen. Alfa Romeo ist damit der erste Hersteller, der ein Fahrzeug mit einem fälschungssicheren, digitalen Zertifikat ausstattet. Die Technologie basiert auf dem Konzept der Blockchain.

Mit dem NFT werden - mit Einverständnis des Besitzers - die wichtigsten Etappen im Leben des Fahrzeugs zugriffgesichert und nicht veränderbar aufgezeichnet, darunter beispielsweise auch die ordnungsgemäße Wartung des Fahrzeugs. Das soll etwa auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal darstellen, auf das sich Besitzer oder Händler verlassen können und das außerdem den Restwert des Gebrauchtwagens steigern könnte.

Preise und Marktstart

Der neue Tonale ist ab sofort bestellbar, der Marktstart erfolgt im zweiten Quartal 2022. Zu den Preisen äußert sich Alfa Romeo bisher nicht. Wir tippen auf einen Start zwischen 35.000 und 40.000 Euro.


Alfa Romeo Tonale (2022): Serienversion debütiert im September

Bestellstart soll ebenfalls noch in diesem Jahr sein

Giulia und Stelvio haben Alfa Romeos Erwartungen nicht wirklich erfüllen können. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Mutter FCA gut eine Milliarde Euro investiert hat, um die neue Giorgio-Plattform für die beiden Preziosen zu entwickeln.

Mit dem Abschied vom 4C und dem baldigen (überfälligen) Ende der Giulietta benötigt das Cuore Sportivo dringend eine Blutauffrischung in Form eines neuen Modells. Zumindest, wenn man nicht gleich wieder komplett in der Prä-2015-Ära verschwinden will.

Aus diesem Grund liegt eine ordentliche Menge Druck auf dem kommenden Tonale. Der kompakte Crossover kann im Prinzip gar nicht früh genug kommen. ein Debüt in Studien-Form feierte er auf dem Genfer Autosalon 2019 - das ist beinahe zwei Jahre her. Seitdem gab es wenig Neues, aber das könnte sich jetzt ändern. Offenbar soll die offizielle Vorstellung des kleinen SUVs im September über die Bühne gehen.

Motor.es will von einer internen Quelle ebenfalls erfahren haben, dass der VW-T-Roc-Gegner europaweit ab November bestellbar ist. Frühentschlossene will man mit einer limitierten Launch Edition ködern.

In dem Bericht heißt es weiter, dass Alfa Romeo-Händler das Auto ab Februar 2022 in ihren Showrooms haben werden. Der fertige Tonale soll sich kaum von der Studie unterscheiden. Man rechnet damit, dass etwa 90 Prozent des Showcar-Designs erhalten bleiben werden. Größte Änderungen dürften die größeren Scheinwerfer und Seitenspiegel sein.

In der Tat sind im Oktober 2019 bereits Bilder von Vorserien-Modellen aufgetaucht, die das weitgehend bestätigen.

Was eine Quadrifoglio-Variante betrifft, wären wir übrigens nicht all zu euphorisch. Lokalen Berichten zufolge soll eine Performance-Version keine Priorität haben, weil Alfa Romeo besorgt sei, dass sie in dieser Klasse nicht genügend Käufer finden würde.

Aller Voraussicht nach wird der Tonale die Antrieb des Jeep Renegade übernehmen. Topmodell wäre demnach ein Plug-in-Hybrid mit um die 250 PS.

Der Tonale ist nicht der einzige kleine Crossover, der bei Alfa auf der Agenda steht. Darunter soll es ein weiteres SUV namens Brennero geben, das ebenfalls 2022 als Schwestermodell des Fiat 500X und Jeep Renegade an den Start gehen soll.


Alfa Romeo Tonale (2020): So könnte er in Serie gehen

Die Studie war der Star von Genf, aber wird die Serienversion genug Käufer abholen?

Willst du deine Chancen auf wachsende Verkfaufszahlen erhöhen, gibt es dieser Tage eine relativ einfache Formel: Bau ein kompaktes SUV beziehungsweise einen kompakten Crossover. So gesehen ist der Tonale genau das, was Alfa Romeo jetzt dringend braucht. Und das nicht erst seit wir wissen, dass das Cuore Sportivo in Europa gerade weniger Autos verkauft als Lancia (!). Der schöne Audi-Q2-Gegner wurde als beindruckend scharfe Studie auf dem diesjährigen Genfer Autosalon vorgestellt. Wenn uns die Vergangenheit jedoch eins gelehrt hat, dann das: Serienversionen verlieren in aller Regel einen Großteil des Studien-Glamours. Außer natürlich, wir reden vom BMW i8.

Wie der Tonale aussehen könnte, wenn er dann tatsächlich zu den Händlern rollt? Darüber haben sich nun die Herrschaften von INDAV Design Gedanken gemacht. Mit einem insgesamt etwas weniger wilden, realistischeren Erscheinungsbild für den kleinen Bruder des Stelvio. Vorne sehen wir etwas größere, weniger schlitzartige Scheinwerfer und Nebelleuchten in den Lüftungsgittern des Stoßfängers. Die Kamera-Seitenspiegel gehören der Vergangenheit an und machen Platz für eine konventionelle Variante. Gleiches gilt für die elektrische ausfahrenden Türgriffe. Die versteckten Griffe für die hinteren Türen bleiben, das hat man so aber auch schon bei diversen älteren Modellen von Alfa Romeo gesehen.

Auch was die Räder betrifft, schaltet das hier gezeigte Rendering einen Gang zurück. Die klassische Alfa-Wählscheibe, auf dem Tonale in Concept-Car-würdigen 21 Zoll verbaut, macht Platz für eine Speichenfelge, die man so aber ebenfalls von Alfa Romeo kennt. Groß sieht auch diese Lösung aus, womöglich wären es für die Serie 20-Zöller. Dazu gibt es etwas mehr Flanke für die Reifen.

Was wir vorher über die Scheinwerfer gesagt haben, gilt auch für die Rückleuchten. Sie sind in diesem Fall nicht so schmal und futuristisch wie beim der Studie. Außerdem hat man das Leuchtenband entfernt. In Kombination mit den konventionelleren, nun runden Auspuffendrohren sieht das Heck deutlich mehr nach Stelvio aus. Ehrlich gesagt, gefällt uns die ursprüngliche Form wie beim Concept Car wesentlich besser.

Läuft alles nach Plan, wird FCA seinen funkelnden neuen Kompakt-Crossover im Laufe des Jahres 2020 auf den Markt bringen. Es ruhen große Hoffnungen auf dem Tonale, denn er soll der neue Bestseller der Marke werden. Technische Spezifikationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch ein äußerst rares Gut. Wir wissen allerdings, dass das kleine Alfa-SUV den Hybridantrieb von Jeep Renegade und Compass übernehmen soll.

Sollte Alfas Produkt-Roadmap eingehalten werden, steht bis Ende 2022 auch noch ein größeres SUV oberhalb des Stelvio auf dem Programm. Der Stelvio selbst wird bis dahin ein Facelift erhalten haben und soll dann auch in einer geräumigeren Version mit langem Radstand verfügbar sein.


Alfa Romeo Tonale nimmt elektrifiziertes Kompakt-SUV vorweg

Man kann nur hoffen, dass auch die Serienversion so gut aussieht

Dass Alfa Romeo ein neues Auto vorstellt, kommt eher selten vor. Entsprechend groß war unsere Vorfreude, als wir hörten, dass das Cuore Sportivo auf dem Genfer Autosalon 2019 endlich mal wieder zur Tat schreiten würde. Das Ergebnis sehen Sie hier, den neuen Tonale. Obwohl er nur in Studien-Form präsentiert wurde, ist nun klar, wo die Reise hingeht. Alfa wird sein Portfolio um ein kleineres SUV unterhalb des Stelvio erweitern.

Obwohl der Tonale einen Blick in die Zukunft der Marke geben soll, ist sein Design ziemlich retro, mit diversen Verneigungen vor den schönsten Alfas der Vergangenheit. Ein typisches Beispiel sind die 21-Zoll-Wählscheiben-Felgen, die an den 33 Stradale der späten 1960er erinnern sollen. Vorne erkennt man im Arrangement der Scheinwerfer Gemeinsamkeiten mit dem SZ und dem Brera, hier allerdings mit einem modernen Twist, wie es sich für ein Crossover für das nächste Jahrzehnt gehört.

Laut Alfa Romeo trägt das seitliche Profil Züge des Duetto und Disco Volante Spider. Das Heck mit seinem durchgehenden Leuchtenband wiederum zitiert den Alfa 164 und den 916 (Spider und GTV). Wie so oft bei Alfa-Studien kann man nur hoffen, dass möglichst viel des spektakulären Designs auch in die Serie hinüber gerettet wird.

Das Interieur des Tonale Concept wirkt wie eine modernere, durchgestyltere Variante von dem, was aktuell bei Giulia und Stelvio zu finden ist. Neben der breiten, bis ins Armaturenbrett gezogenen Mittelkonsole fallen vor allem die beiden großen Screens auf. Erstmals in einem Alfa sehen wir ein digitales 12,3-Zoll-Instrumentendisplay. Das Infotainment wird auf einem 10,25-Zoll-Bildschirm angezeigt. Knöpfe und Schalter scheinen auf ein Minimum reduziert.

Technische Daten zum Tonale sind bis hierhin ein großes Mysterium. Immerhin sagt Alfa, dass das Auto als Plug-in-Hybrid vorgesehen ist. Der Autobauer hatte ja bereits angekündigt, bis Ende 2022 sechs elektrifizierte Fahrzeuge im Programm haben zu wollen. Eines davon wird sicher der tonale sein.

Neben seiner neuen Crossover-Studie zeigt Alfa in Genf auch die Alfa Romeo Racing Editions von Giulia Quadrifoglio und Stelvio Quadrifoglio.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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