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Unsere Rolls Royce Cullinan Meldungen

Rolls Royce Cullinan in: Rolls-Royce Cullinan 1:8-Modell  kostet mehr als ein echtes Auto

Rolls-Royce Cullinan 1:8-Modell kostet mehr als ein echtes Auto

Das Auto besteht aus mehr als 1.000 Teilen
Rolls-Royce hat ein 1:8-Modell seines SUVs Cullinan vorgestellt. Es ist komplett individualisierbar und der Zusammenbau dauert 450 Stunden.
Spofec Rolls-Royce Cullinan

Schon wieder wird ein Rolls-Royce Cullinan getunt!

Tuner Spofec gibt denen, die alles haben, noch ein bisschen mehr
Bereits der normale Rolls-Royce Cullinan ist ziemlich auffällig. Doch das imposante SUV lässt sich noch markanter aufmotzen, wie Spofec nun demonstriert.
Rolls-Royce Black Badge Cullinan

Rolls-Royce Black Badge Cullinan: ?King of the night?

Nicht das schwärzeste Auto überhaupt, aber sehr schwarz
Rolls-Royce stellt das Sondermodell Black Badge Cullinan vor. Mit diesem besonders düsteren SUV ist die 2016 gestartete Black-Badge-Reihe nun komplett.
Rolls-Royce Cullinan (5,34 Meter)

Rolls Royce Cullinan in: Der BMW X7 und seine Rivalen (Update)

Unsere Übersicht über die großen SUVs enthält nun auch den neuen Mercedes GLS
Der neue BMW X7 mit seinen 5,15 Meter Länge kommt Ihnen monströs vor? So einzigartig ist er gar nicht, wie unser Vergleich mit der Konkurrenz zeigt
Rolls-Royce Cullinan 2019

Rolls-Royce Cullinan 2019 im Test

Man muss das Konzept nicht mögen, aber die Ausführung ist einfach brillant
Der Rolls-Royce Cullinan 2019 im ersten Test. Kann das teuerste Serien-SUV der Welt sein monumentales Preisschild rechtfertigen?
Gestretchter Rolls-Royce Cullinan von Klassen: Ein ultralanges Luxus-SUV, wahrscheinlich vor allem für den russischen Markt

Gestretchter Rolls-Royce Cullinan von Klassen

101 Zentimeter mehr Radstand, Panzerung und jede Menge Luxus
Die Firma Klassen hat sich auf Stretch-Automobile spezialisiert. Nun war das SUV von Rolls-Royce dran. Der Klassen-Cullinan ist aber nicht nur länger
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Rolls Royce Cullinan Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Rolls-Royce Cullinan 1:8-Modell kostet mehr als ein echtes Auto

Das Auto besteht aus mehr als 1.000 Teilen

Der Cullinan ist hauptverantwortlich dafür, dass Rolls-Royce 2019 das beste Verkaufsergebnis seiner 116-jährigen Geschichte eingefahren hat. Gegenüber 2018 gab es einen Anstieg von 25 Prozent. Rolls hat den Luxus-SUV-Markt mit einem streitbaren, aber offensichtlich sehr beliebten Produkt geentert und jetzt können Kunden ihr Fahrzeug auch im Maßstab 1:8 bekommen.

Natürlich hat Rolls-Royce das detailverliebteste Modell aller Zeiten entworfen. Es besteht aus mehr als 1.000 individuellen Komponenten und der Zusammenbau dauert bis zu 450 Stunden, was laut Rolls mehr als die Hälfte der Zeit ist, die es benötigt, um das echte Auto zu fertigen.

Nichts ist offiziell bestätigt und wahrscheinlich hängt es stark vom Grad der Individualisierung ab, aber man munkelt, dass ein Exemplar um die 35.000 Euro kostet - mehr als viele Menschen bereit sind, für ihr echtes Auto auszugeben.

Mehr als 40.000 Lackfarben sind für den 1:8-Cullinan verfügbar. Kunden können sich auch das Finish ihres echten Cullinan nachbauen oder das Modell komplett individualisieren lassen. Jedes Exemplar wird per Hand zusammengesetzt und bemalt.

Noch aufwendiger wird es im Interieur. Dort sehen Sie etwa bestickte Kopfstützen und Paneele aus echtem Holz. Illuminierte Einstiegsleisten ermöglichen einen besseren Blick auf irre Details wie die Ledersitze, deren Steppung genauso ausgeführt werden kann wie beim richtigen Cullinan eines jeden Kunden.

Wie es sich bei einem High-End-Modell gehört, verfügt der Rolls über funktionierende Scheinwerfer und Rückleuchten, die per Fernbedienung betätigt werden. Alle Türen lassen sich öffnen und der 6,75-Liter-V12 ist eine perfekte Kopie des echten Aggregats.

Das Auto kommt in einem Schaukasten, der in der Länge beinahe einen Meter misst und über ein entfernbares Fenster Zugang zu Modell gewährt.


Schon wieder wird ein Rolls-Royce Cullinan getunt!

Tuner Spofec gibt denen, die alles haben, noch ein bisschen mehr

Gerade hatten sich unsere Augen an den Rolls-Royce Cullinan gewöhnt und vom Schock des Mansory Coachline erholt, da biegt Spofec mit einem weiteren XXL-Umbau des Mega-Luxus-SUVs um die Ecke.

Per Breitbau-Bodykit zieht der Tuner den Cullinan auf monströse 2,12 Meter (plus 12 cm). Gut, dass der Rolls wohl eh nie den Muff eines öffentlichen Parkhauses ertragen muss, da wird es mit solchen Hüften nämlich verdammt eng. Immerhin scheint Spofec über eine angenehme Portion Selbstironie zu verfügen, denn das opulente Karosseriepaket trägt den passenden Namen "Overdose".

Außerdem ist so endlich genug Platz für die fetten Schmiederäder in 10x24 Zoll, die der deutsche Tuner gemeinsam mit den US-Felgengurus von Vossen entwickelt hat. Die Reifen messen rundum 295/30 R24.

Dass so wenig Luft im Radhaus dieses Cullinan übrig ist, liegt am Steuermodul fürs Luftfahrwerk, mit dem Spofec den Cullinan um 40 mm tiefer legt. Der Tuner verspricht dadurch ein "agileres und sichereres" Fahrverhalten.

Für ein deutlich schnelleres Fahrverhalten dürfte die Leistungssteigerung für den monumentalen Biturbo-V12 des Rolls sorgen. Aus 571 PS und 850 Nm werden per Zusatzsteuergerät 685 PS und 1.010 Nm. Spofec verspricht eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 4,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei elektronisch begrenzten 250 km/h.

Und wenn Sie die penible Arbeit des englischen Herstellers in puncto Geräuschkomfort völlig zu Nichte machen wollen, bietet Ihnen der Veredler auch eine Edelstahl-Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung an. Dazu gibt es ein elektronisches Soundmanagment, mit dem Sie per Fernbedienung einstellen können, wie krawallig Ihr Rolls klingen soll.

Ergänzt wird das Spofec-Angebot zum Cullinan durch die Veränderung des Interieurs nach Kundenwunsch.


Rolls-Royce Black Badge Cullinan: ?King of the night?

Nicht das schwärzeste Auto überhaupt, aber sehr schwarz

Das schwärzeste Auto der Automobilgeschichte ist er wohl nicht, diese Ehre gebührt dem BMW X6 mit Vantablack-Lackierung. Aber ziemlich schwarz ist er schon, der Black Badge Cullinan. Hersteller Rolls Royce bezeichnet ihn als die bislang dunkelste Interpretation aller Black-Badge-Modelle.

Die Reihe der Black-Badge-Sondermodelle gibt es seit 2016. Laut Rolls-Royce ist sie gedacht für "Menschen, die bereit sind, Risiken einzugehen, Regeln zu brechen und die den Erfolg nach eigenen Maßstäben aufbauen." 2016 debütierten Black Badge Wraith und Black Badge Ghost, 2017 der Black Badge Dawn. Nun wird die Familie mit dem Black Badge Cullinan vervollständigt. Er basiert auf dem 2018 vorgestellten Cullinan, dem SUV von Rolls-Royce.

Obwohl man auch bei den Black-Badge-Modellen auf 44.000 Lackfarben zurückgreifen oder eine individuelle Farbe kreieren kann, entscheiden sich viele Käufer für ein spezielles Schwarz, das in mehreren Lackschichten aufgetragen und zehnmal von Hand poliert wird. So soll eine unvergleichliche Farbtiefe und -intensität entstehen.

Beim Black Badge Cullinan ist die Spirit of Ecstasy nicht in Silber, sondern in hochglänzendem Schwarzchrom ausgeführt. Zum ersten Mal erstreckt sich dieses Finish auch auf den Sockel und hat die bisher dunkelste Ausprägung. Auch das markante Doppel-R erscheint hier in Silber auf Schwarz statt umgekehrt. Chromteile wie die Einfassungen von Kühlergrill und Scheiben sowie der Heckklappengriff und die Abgasendrohre sind ebenfalls abgedunkelt. Silbrig und hell bleiben dagegen die vertikalen Streben im Grill. Die imposanten Proportionen des 5,34 Meter langen SUVs werden durch neue 22-Zoll-Schmiederäder, die dem Black Badge Cullinan vorbehalten sind.

Das schwarze Design schafft die perfekte Bühne für den ersten farbigen Bremssattel der Marke. Der rote Lack wurde speziell entwickelt, um hohen Temperaturen stand zu halten. Darauf sticht ein weißes Markenlogo hervor.

Auch innen setzt Rolls-Royce auf überraschend krasse Farben wie dieses Gelb:

Außerdem setzen die Designer auf ein Carbon-Furnier, aber kein normales: Jede Carbon-Fläche wird mit sechs Lackschichten versehen, bevor sie 72 Stunden lang aushärtet und von Hand auf Hochglanz poliert wird. Dieser Vorgang dauert 21 Tage und das Ergebnis wird eigens von einem Spezialisten inspiziert, der die gleichmäßige Reflexion aller 23 Carbonteile im Fahrzeug bestätigen muss.

Der Starlight Headliner, also der Sternenhimmel am Dach, gehört zu den markentypischen Eigenheiten, die auch der Cullinan besitzt. Im Black-Badge-Modell verstärkt er das besondere Ambiente, indem er ein schwaches Licht auf die aufwändigen Ledersitze wirft. 1.344 Glasfaserlichter leuchten aus dem schwarzem Leder heraus. Sogar an Sternschnuppen haben die offensichtlich astronomisch interessierten Designer gedacht: Sie regnen vorwiegend über den vorderen Insassen herab.

Das Kennzeichen der Black-Badge-Reihe ist das mathematische Symbol für Unendlichkeit, die liegende Acht. Sie ist in die hintere Armlehne eingestickt. Das gleiche Symbol ist auch in die beleuchteten Einstiegsleisten eingearbeitet.

Angetrieben wird der Cullinan von einem 6,75-Liter-Twinturbo-V12. Dessen Leistung wurde hier um 29 PS auf genau 600 PS gesteigert. Gleichzeitig wuchs das maximale Drehmoment um 50 auf 900 Newtonmeter. Neue Bremsscheiben sorgen zudem für eine optimale Verzögerung. Der Black Badge Cullinan besitzt auch ein speziell abgestimmtes Getriebe und eine modifizierte Drosselklappensteuerung. Drückt der Fahrer die Taste Low auf dem Automatikwahlhebel, tönt zudem das Abgassystem in einem besonders tiefen Bass. Der Black Badge Cullinan kann ab sofort in Auftrag gegeben werden. Zum Preis äußert sich Rolls-Royce nicht.


Rolls Royce Cullinan in: Der BMW X7 und seine Rivalen (Update)

Unsere Übersicht über die großen SUVs enthält nun auch den neuen Mercedes GLS
"Mann, ist der riesig", sagte mein Kollege, als er die ersten Bilder des BMW X7 zu sehen bekam. "5,15 Meter!" Ein Blick in unsere Datenbank jedoch zeigt: Es gibt durchaus SUVs, die ebenso lang sind, und sogar noch längere. Wir zeigen Ihnen die Oberklasse-SUVs, die es auf dem deutschen Markt gibt -- und damit gleichzeitig die Konkurrenten des BMW-Neulings. Dabei hangeln wir uns an der Größe entlang, wir beginnen beim nur fünf Meter langen "Kleinsten" unter den Riesen und steigern uns bis zum längsten SUV.

Rolls-Royce Cullinan 2019 im Test

Man muss das Konzept nicht mögen, aber die Ausführung ist einfach brillant

Ich sehe eine tiefe, matschige Pfütze und haue das Gaspedal in den Boden, dann lenke ich das Auto richtig schön hinein. Wasser spritzt über die riesige Haube und übergießt die fein verchromte Spirit of Ecstasy mit brauner, trüber Brühe.

Normalerweise ist das nicht die Art, wie ich ein 315.000-Euro-Auto behandle, aber das Team hinter dem neuen Rolls-Royce Cullinan hat eine derartige "Spezialbehandlung" förmlich herausgefordert. Schließlich geht die Hälfte dieser Testfahrt über raue, zerfurchte und sehr schmutzige Feldwege, wie man sie fast überall findet in der Umgebung von Jackson Hole, Wyoming und dem Grand Teton National Park.

Unbefestigte Straßen erscheinen Ihnen wie ein etwas seltsamer Ort, um einen Rolls-Royce zu testen? Nun, der Cullinan ist für einen Rolls-Royce auch ziemlich seltsam. Er ist anders als alles, was in den letzten 114 Jahren aus einer Werkshalle in Goodwood gefahren kam. Sehr anders. Das liegt nicht nur daran, dass er über einen Allradantrieb, einen Knopf mit der Aufschrift "Off Road" oder eine luftige Bodenfreiheit verfügt (Rolls-Royce hat schließlich eine Gelände-Geschichte, die auf T.E. Lawrence zurückgeht). Aber Rolls-Royce sagt auch, dass der Cullinan ein Familienauto sein soll. Bisher erstreckte sich das Roller-Modellprogramm ja ausschließlich auf Limousinen, die von einem Chauffeur gefahren werden und auf zweitürige Mega-GTs für ultrareiche Paare. Offenbar funktioniert diese neue Richtung ganz hervorragend: Rolls-Royce sagt, dass man bei Kundenveranstaltungen ausgezeichnetes Feedback von sehr wohlhabenden Verbrauchern mit Familien erhalten habe und dass über die Hälfte der derzeit bestellten Cullinans von Neukunden erworben wurden.

"Wir wollten viel Freiraum und einen Kofferraum mit genügend Platz, um alles für die Kinder und die Familie unterbringen zu können", sagt mir Caroline Krismer, die technische Leiterin des Cullinan.

"Rolls-Royce könnte wohl auch Rolf Benz noch ein bis sechs Dinge über Sitzkomfort beibringen."

Der angesprochene Freiraum ist spürbar sobald Sie die Selbstmörder-Türen öffnen und das Fahrzeug mühelos über die dünnen Einstiegsleisten entern. Ein- und Ausstieg gehen mehr als komfortabel von der Hand und der Innenraum ist schon physisch gewaltig. Aber weil Rolls die Karosse mit riesigen, sehr aufrechten Fensterflächen und einem großen Panorama-Glasdach versieht, ist es hier drin auch gefühlt extrem luftig. Die Rundumsicht ist von jedem Platz aus fantastisch und wenig überraschend ist jeder Platz hier drin ein sehr guter Platz.

Rolls-Royce könnte wohl auch Rolf Benz noch ein bis sechs Dinge über Sitzkomfort beibringen. Die Rücksitze des Cullinan sind absolut glorreich, unabhängig davon, ob das betreffende Auto über "Lounge"- oder "Individual"-Sitze verfügt. Mit ersterem ist eine stinknormale Rückbank gemeint (so stinknormal wie etwas in einem Rolls-Royce eben sein kann). Sie ist nicht verstellbar, aber unendlich bequem. Außerdem lässt sie sich elektronisch umklappen, um den Laderaum zu vergrößern. 560 bis 1.930 Liter Stauraum sollten für die meisten Gelegenheiten ausreichen. Wie viele Kisten Schampus das sind, werden wir noch herausfinden. Der Vorgang selbst wirkt recht theatralisch, vor allem, wenn die Kopfstützen automatisch einklappen, um sicherzustellen, dass sie nicht an den Rückenlehnen der Vordersitze hängen bleiben.

Die optionale Einzelsitzanlage verfügt über eine feste Mittelkonsole und zwei verstellbare Rücksitze, die traditionelleren Rolls-Royce-Besitzern (oder gestressten Eltern, die eine physische Barriere zwischen ihren Kindern gar nicht so schlecht finden) gefallen dürften. Bei dieser Anordnung gibt es auch eine Glastrennwand zwischen Kabine und Gepäckraum, die hilft, das lächerlich niedrige Geräuschniveau im Auto nochmals zu verringern.

Die Vordersitze des Cullinan bieten nicht das absurde Maß an Verstellbarkeit wie das bei einigen anderen Edel-Gefährten der Fall ist, aber das Gestühl selbst ist so perfekt, dass einstellbare Nackenrollen und 28-Wege-Verstellungen einfach nicht notwendig sind. Natürlich ist auch die Materialqualität von schier unglaublicher Güte. Rolls-Royce verbaut Ihnen gerne Leder in jedem nur erdenklichen Farbton, aber egal für welche Tierhaut Sie sich letztlich entscheiden, sie wird von Bullen stammen, die weit weg von jeglichem Stacheldraht aufgezogen wurden, um ihre wertvollen Häute nicht zu beschädigen.

Angesprochenes Super-Leder dominiert den Cullinan-Innenraum. Es ist wohl das beste Material, das man heute in einem neuen Auto finden wird. Weich, geschmeidig und üppiger als ein 10-Kilo-Block Schweizer Schokolade, könnte das Leder des Cullinan wohl auch die PETA davon überzeugen, dass Tierhaut eine ziemlich coole Sache ist. Dazu kommt jede Menge Chrom und Holz in der best möglichen Qualität. All das zusammengesetzt mit unendlicher Präzision und Handwerkskunst.

In einer Welt, in der die Autohersteller ihre Kabinen mit immer Technik zurichten, muss ich die Haltung von Rolls-Royce bewundern. Anders als zum Beispiel eine Mercedes S-Klasse mit ihrem digitalen Surfbrett auf dem Armaturenbrett, kommt der Cullinan mit einem einfachen, aber sehr schönen und gut integrierten Display. Sein Kombiinstrument ist komplett digital, sieht aber nicht so aus und versprüht dadurch bei aller Moderne einen angenehm traditionellen Charme. Die Klimasteuerung wird noch mit echten Knöpfen bedient und das Infotainment ist im Prinzip BMWs iDrive System mit Rolls-Royce-Grafik .

Die zurückhaltende, aber intelligente Integration von Technologie zeigt sich am deutlichsten in der unauffälligen Off-Road-Taste des Cullinan. Der kleine, hochglanzschwarze Knopf auf dem iDrive-Rädchen spannt die Systeme des Cullinan für leichte Geländetätigkeiten zusammen, indem er die Luftfederung auf ihre Offroad-Einstellung anhebt und die Elektronik anweist, die verschiedenen Offroad-Modi entsprechend dem gerade befahrenen Untergrund zu steuern.

"Du drückst einen Knopf, und das war's, das Auto erledigt alles andere für dich", sagt Cullinan-Designer Alex Innes. "Du wirst nicht damit belastet, verschiedene Modi für verschiedene Bedingungen auszuwählen und herauszufinden, was diese Bedingungen sein könnten."

"Du bist auf der Straße und hast einen Modus. Du gehst ins Gelände, drückst einen Knopf, und das Auto erledigt alles andere für dich."

Diese Art von Komfort durchdringt im Prinzip jedes System des Cullinan, insbesondere den majestätischen Antriebsstrang. Ein 6,7-Liter- (bei Rolls-Royce sagt man lieber 6,75-Liter oder noch besser "Sechs-und-dreiviertel-Liter") Biturbo- V12 samt ZF-Achtgang-Automatik ist vermutlich das, was man standesgemäß nennt. Er leistet 571 PS und 850 Nm Drehmoment.

Vermutlich könnte man damit auch die Queen Mary II. antreiben. Beim Cullinan reicht es allemal für recht soliden Vortrieb. Dabei tritt das Automatikgetriebe in den Hintergrund wie ich es bisher bei keinem anderen Getriebe erlebt habe. Wenn man das Rolls-SUV nicht gerade aus dem Stand kickdownt sind die Schaltvorgänge schlicht nicht wahrnehmbar.

Rolls-Royce veröffentlicht keine Informationen zu solch unzivilisierten Daten wie einem 0-100-km/h-Wert, aber ich schätze, dass der Cullinan diese Übung in Fünf-und-nicht-viel-Sekunden erledigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Die Fülle an Kraft ist ohnehin nicht das, was mich am meisten beeindruckt hat (um es mit dem alten Rolls-Royce-Gedanken zu halten: Sie ist "ausreichend"). Nein, was wirklich verblüfft, ist der völlige Mangel an Lärm. Sowohl aus dem Motorraum als auch aus dem Chassis, dem Luftfahrwerk oder allem anderen, was mit dem Fahren in diesem Auto zu tun hat. Der Cullinan muss das leiseste SUV auf diesem Planeten sein.

Mindestens ein Drittel der 2.660 Kilo des Cullinan müssen auf das Konto der Dämmung gehen. Dieses Auto ist leiser als ein Tempel voller schweigender Mönche. Eine vierrädrige Isolationskammer, die mit Lärm das anrichtet, was eine Bazooka mit einem Eichhörnchen tun würde: es vollständig vernichten. Nur wenn man das Gaspedal voll begräbt und den großen, luxuriösen V12 ordentlich durchwalkt, kriecht ein wenig Motorengeräusch in die Kabine. Ein überaus sanftes, feines Motorengeräusch wohlgemerkt, also keine Panik, liebe Kunden.

Diese Stille passt prächtig zum legendären Rolls-Royce "Magic Carpet Ride". Hinter diesem etwas gewöhnungsbedürftigen Ausdruck steckt auch im Cullinan der plüschigste, luxuriöseste und edelste Fahrcharakter, den man derzeit gegen Geld bekommt. Auf normalen Straßen schwebt der Cullinan dank der adaptiven Luftfederung (samt Kamera, die die vorausliegende Straße scannt und das Fahrwerk entsprechend konditioniert) einfach über Straßenunebenheiten. Er absorbiert Schlaglöcher et cetera nicht einfach, er ignoriert völlig deren Existenz. Mehr geht eigentlich nicht.

Vor allem, weil es im Gelände kaum schlechter wird. Klar, kein Autohersteller der Welt kann das Geräusch von Steinen im Radkasten oder Geröll unter/über/auf 22-Zöllern komplett ausblenden, aber wenn der Cullinan eine unbefestigte Straße hinunterfegt, lässt er selbst einen Range Rover aussehen wie einen Jeep Wrangler.

"Wenn der Cullinan eine unbefestigte Straße hinunterfegt, lässt er selbst einen Range Rover aussehen wie einen Jeep Wrangler."

Allerdings gibt auch Rolls-Royce zu, dass der Cullinan eher eine Art All-Terrain-Fahrzeug ist und keine Bergziege mit Kotflügeln und Motor. In seinem Verteilergetriebe fehlt eine Geländeuntersetzung und seine Differenziale können nicht sperren. Darüber hinaus sind seine Reifen eher auf Ruhe und Komfort ausgerichtet und nicht auf das Besteigen spitzer Felsen.

"Wir haben uns dafür entschieden, ein geländegängiges Auto zu bauen, mit einem Antriebssystem, das dafür gerüstet ist, aber wir wollten keinen extremen Offroader", sagt Krismer. "Das würde nicht zum Charakter unseres Unternehmens passen. Wir wollen maximalen Komfort auf der Straße und im Gelände bieten und eine unerreichte akustische Performance. Das ist eine grundlegende Entscheidung, die wir im Voraus getroffen haben."

Wenn Sie der Meinung sind, dass das Befahren von Gelände mit einem Rolls-Royce noch nicht genug des Missbrauchs ist, dann können Sie den Cullinan auch onroad fahren wie ein Hooligan. Naja fast zumindest. Die Luftfederung sorgt grundsätzlich für ein sehr ausgewogenes, vorhersehbares Handling. Und für ein Fahrzeug dieser Größe und dieses Gewichts ist auch der Grenzbereich überraschend hoch. Ich habe den Cullinan in mehrere enge Kurven geworfen und war überrascht, wie "leichtfüßig" er sich schlug. Seine Vierradlenkung dürfte einen großen Anteil an diesem Umstand haben. Sehr positiv: Die Allradlenkung von Rolls-Royce arbeitet so unauffällig, dass ich sie fast vergessen hätte. Ein Mensch aus dem Cullinan-Marketingteam erwähnte sie glücklicherweise, sonst wäre sie in diesem Test vielleicht nicht aufgetaucht. Aber im Ernst: Das System arbeitet wesentlich besser als die etwas unbeholfene Implementierung im neuen BMW X5 - München täte gut daran, ein wenig Nachhilfe in Goodwood zu nehmen.

Trotz seiner 48-Volt-Wankstabilisierung wankt der 5,30 Meter große Rolls durchaus ganz gerne mal, aber schlampig oder gar unvorhersehbar wird es nie. Wenn Sie es mit dem Gas oder dem Lenkwinkel ein wenig übertreiben, wird Sie das Auto einfach sehr sanft anstubsen und Ihnen, ähnlich wie Desmond Llewelyn's Q (Der Bond-Q), vorschlagen, dass Sie "erwachsen werden". Die Art und Weise, wie die ultrasteife Karosserie des Cullinan Feedback gibt, ist so nuanciert und progressiv, dass sich das Auto nie instabil anfühlt - es ist für seine Größe sehr kommunikativ.

Der Rolls-Royce Cullinan ist ein erhabenes Fahrzeug, das alles tut, was man vom ersten SUV einer Marke mit 114-jähriger Geschichte im Bau der besten Luxuslimousinen erwartet würde. Auf der anderen Seite zahlen Sie für diesen illustren Spaß auch 315.000 Euro. Mindestens. Sollten Sie sich einmal in dem gigantischen Wust von Farb-, Polster- und Oberflächenindividualisierungen verloren haben, wird der Preis schnell ins Unermessliche steigen. So prestigeträchtig und erlaucht dieses Fahrzeug auch ist, ich finde es - naja, sagen wir ... ungewohnt, um die 400.000 Euro für ein Familienauto auszugeben. Aber ganz ehrlich: Vermutlich hätte ich auch schon einen Cullinan bestellt, wenn mir gerade zufällig eine halbe Million in Scheinen ein Loch in die Hosentasche brennen würde. Das erste Rolls-SUV ist einfach zu gut, zu ruhig, zu raffiniert und in jeglicher Hinsicht zu atemberaubend.

Das gilt natürlich irgendwie für jeden Rolls-Royce. Aber der Cullinan ist der einzige im Rolls-Trupp, der auch noch richtig Spaß daran hat, sich dreckig zu machen. Ist das ein sinnloser Grund, sich für dieses Auto zu entscheiden? Vermutlich. Aber wenn man einen mittleren sechsstelligen Betrag für ein SUV ausgibt, sollte man nicht unbedingt über Sinn reden.


Gestretchter Rolls-Royce Cullinan von Klassen

101 Zentimeter mehr Radstand, Panzerung und jede Menge Luxus

Nein, dies ist nicht nur eines von diesen verrückten Photoshop-Renderings, bei dem rein hypothetische Modelle wie ein Cullinan Pickup, ein Cullinan Cabrio oder ein Cullinan Coupé herauskommen. Was Sie hier sehen, sind offizielle Bilder der Mindener Firma Klassen, die sich auf das Stretching von High-End-Automobilen spezialisiert hat. Die Firma hat bereits zahlreiche Luxusmodelle verlängert, darunter die Mercedes-Maybach S-Klasse, der Range Rover Autobiography, der Bentley Bentayga und sogar die Mercedes G-Klasse. Jetzt ist das von Rolls-Royce-SUV dran, der Cullinan

Klassen hat den Cullinan offenbar schon einmal verlängert, und zwar um 58 Zentimeter. Dabei ergab sich ein Radstand von 3,88 Meter und eine Gesamtlänge von 5,92 Zentimeter. Das hat offenbar den Kunden noch nicht gereicht, und Klassen schiebt eine um 101 Zentimeter gestretchte Version nach. So wächst der Radstand auf stolze 4,31 Meter, die Gesamtlänge erreicht 6,36 Meter. Als Optionen sind ein Hochdach sowie ein Panzerglas-Panoramadach erhältlich. Das Interieur ist mit "Luxus-Trennwänden" und einem Multimedia-Center, einem Bang&Olufsen-Soundsystem sowie LED-Ambientebeleuchtung ausgestattet. Alle relevanten Funktionen können über ein iPhone gesteuert werden. Der Stretch-Cullinan von Klassen ist auf Mobile.de für 1,8 Millionen Euro zu haben. Zum Vergleich: Einen ganz normalen Cullinan gibt es schon ab 315.350 Euro.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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