Jeep bringt den Renegade zurück und bestätigt damit, dass bis zum Ende des Jahrzehnts eine neue Generation seines kleinsten SUVs auf den Markt kommen wird - als Teil eines ehrgeizigen Plans zum Ausbau seiner europäischen Modellpalette.
Der ursprüngliche Renegade ist seit 2014 ein wichtiger Akteur für die Marke. 2025 endete die Produktion in Europa, in Brasilien wird er weiterhin produziert. Sein Nachfolger muss sich in einem zunehmend umkämpften Markt behaupten, in dem die Elektrifizierung immer schwerer zu ignorieren ist.
"Jeep wird auf seine starken Werte setzen, von der erfolgreichen Markteinführung des neuen Avenger und des neuen Compass profitieren und seine Position in Europa festigen, indem die Modellpalette bis 2030 auf sechs Modelle erweitert wird - basierend auf verschiedenen Antriebsarten und Plattformen." (Xavier Peugeot, Leiter der Marke Jeep® für die Region Enlarged Europe)
Das Comeback, das diese Woche auf dem Pariser Autosalon angekündigt wurde, ist Teil der umfassenderen Strategie von Jeep, bis 2030 bis zu sechs Modelle in Europa anzubieten. Der Automobilhersteller hat zwar noch nicht bekannt gegeben, wann die nächste Generation des Renegade auf den Markt kommen wird, und auch keine technischen Details genannt, aber deutlich gemacht, dass die Elektrifizierung in seiner Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.
Jeep gibt an, allein in Europa seit der Markteinführung des ersten Modells im Jahr 2014 mehr als 610.000 Renegade verkauft zu haben. Das ist eine beachtliche Zahl für eine Marke, die auf robuste Geländewagen setzt, und erklärt, warum die Stellantis-Marke nicht bereit ist, das Segment der kleinen SUVs aufzugeben.
Der nächste Renegade soll für jeden etwas bieten
Die nächste Renegade-Generation soll ein breiteres Publikum ansprechen und gleichzeitig die Kernidentität der Marke bewahren. Jeep hat noch nicht bestätigt, welche Antriebe angeboten werden. Die europäische Roadmap betont jedoch eine Multi-Energie-Strategie, was darauf hindeutet, dass Kunden verschiedene Antriebsoptionen zur Auswahl haben könnten, anstatt auf eine einzige Technologie festgelegt zu sein.
Dieser Ansatz ist sinnvoll für einen Markt, auf dem die Elektrifizierung in den einzelnen Ländern unterschiedlich schnell voranschreitet. Ob der neue Renegade mit Benzin-, Hybrid-, Plug-in-Hybrid- oder vollelektrischem Antrieb angeboten wird, bleibt abzuwarten. Jeep hat sich noch nicht auf bestimmte Konfigurationen festgelegt.
Der neue Renegade wird voraussichtlich auf der STLA-One-Plattform von Stellantis basieren, einer modularen Architektur, die für eine breite Palette von Fahrzeugen und Antriebssträngen ausgelegt ist. Diese Flexibilität dürfte es Jeep ermöglichen, den kleinen SUV mit unterschiedlichen Elektrifizierungsstufen anzubieten, und seiner Muttergesellschaft Stellantis helfen, die Entwicklungskosten durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten über mehrere Marken und Modelle hinweg im Rahmen zu halten.
Puristen haben den Renegade kritisiert und argumentieren, dass ein kleiner Crossover, der an den fast in Vergessenheit geratenen Fiat 500X angelehnt ist, kein echter Jeep sei. Die Verkaufszahlen erzählen jedoch eine andere Geschichte. Seit seiner Markteinführung vor 12 Jahren hat sich der kleine SUV weltweit mehr als zwei Millionen Mal verkauft. Speziell in Italien ist der Renegade sehr populär.
Gleichzeitig trug er dazu bei, dass Jeep Käufer anziehen konnte, die die Marke zuvor vielleicht nie in Betracht gezogen hätten, und bewies damit, dass es einen Markt für ein kleineres, erschwinglicheres Modell gab, das einen Teil der Robustheit des Wrangler gegen Alltagstauglichkeit eintauschte. Ob man ihn nun liebt oder hasst, der Renegade war ein kommerzieller Erfolg, und Jeep ist offensichtlich davon überzeugt, dass die Nachfrage weiterhin stark genug ist, um eine zweite Generation zu rechtfertigen.
Alle Jeep-Modelle in Europa werden über Allradantrieb verfügen
Die Rückkehr des Renegade ist Teil der umfassenderen Expansion von Jeep in Europa. Bis 2030 plant die Marke, die SUV-Segmente B, C und D mit bis zu sechs Modellen abzudecken, um etwa 90 Prozent des europäischen SUV-Marktes zu erreichen.
Der Avenger hat sich im B-SUV-Segment bereits etabliert (seit seiner Markteinführung wurden fast 300.000 Einheiten verkauft), während der neueste Compass die Präsenz von Jeep bei den kompakten Crossover-Modellen stärkt. Am anderen Ende der Modellpalette wird der vollelektrische Recon die Rückkehr der Marke in das D-SUV-Segment anführen; 2028 soll ein weiteres neues Modell hinzukommen.
Jeep bekräftigte zudem sein Bekenntnis, den Kunden eine Auswahl an Antriebssträngen zu bieten, wobei für jedes Modell eine 4x4-Version geplant ist. Dieses Versprechen könnte dazu beitragen, die Modellpalette von der Konkurrenz abzuheben, die bei ihren kleineren SUVs zunehmend auf Frontantrieb setzt.
Mit Blick auf die Zeit nach 2030 erkundet Jeep neue Modelle, die von seiner Tradition inspiriert sind, darunter auch der ursprüngliche Willys. Die Herausforderung wird darin bestehen, diese DNA an einen zunehmend urbanen Lebensstil anzupassen, ohne dabei die Geländegängigkeit zu verlieren, die die Marke auszeichnet.








