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Unsere Audi 80 Meldungen

Audi 80 in: Zeitreise: Unterwegs im NSU Ro 80

Zeitreise: Unterwegs im NSU Ro 80

Wankel-Ikone und Design-Klassiker: Wir fahren die Zukunft von gestern
Der NSU Ro 80 sorgte 1967 mit futuristischem Design und seinem Wankelmotor für Aufsehen. Wie fühlt sich der Ro 80 heute an? Zeit für einen Fahrbericht!
Audi 80 in: Vergessene Studien: NSU Ro 80 Pininfarina (1971)

Vergessene Studien: NSU Ro 80 Pininfarina (1971)

Nicht jedes Design kann von Italienern verbessert werden
Noch heute begeistert der NSU Ro 80 von 1967 mit seinem modernen Design. 1971 entwarf Pininfarina einen Ro 80, der eher skurril anmutet.
Audi 80 B3/B4 (1986 bis 1995)

Audi 80 in: Altmetall für Einsteiger

Günstige Autos auf dem Weg zum Oldtimer
Wollen Sie endlich einmal wieder ohne Assistenzsysteme unterwegs sein? Auf Zeitreise in die 1980er- und 1990er-Jahre gehen? Dann schauen Sie sich mal unsere automobilen Geheimtipps an
Das mutigste Auto seiner Zeit: Der NSU Ro 80 war die Sensation des Jahres 1967

Legenden-Lektüre

Ein neues Buch über den NSU Ro 80
Wohl kaum ein anderes Auto war so kühn wie der 1967 erschienene NSU Ro 80. Formal war er um Jahrzehnte voraus, aber sein Wankelmotor geriet ins Zwielicht. Jetzt gibt es die ganze Geschichte als Buch
Audi 80 Avant (1992)

Audi 80 in: Geburtstage auf Rädern

Alle wichtigen Auto-Jubiläen des Jahres 2017
Wir kennen das alle von Geburtstagen: Die Zeit vergeht im Flug. Ähnlich ist es auch bei den Autos, die 2017 ein Jubiläum feiern. Einige hat man kaum noch auf dem Schirm, bei anderen erstaunt das Alter
30 Jahre Audi 80 B3

Audi 80 in: Happy Birthday!

Jubiläen vom BMW 507 bis zum Opel Astra
Auch 2016 gibt es im automobilen Bereich wieder viel zu feiern. 130 Jahre Benz-Dreirad und 100 Jahre BMW sind allseits bekannt. Aber es gibt auch Geburtstage, die kaum einer auf dem Schirm hat
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Audi 80 Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Zeitreise: Unterwegs im NSU Ro 80

Wankel-Ikone und Design-Klassiker: Wir fahren die Zukunft von gestern

Wir hier bei Motor1 Deutschland sind nicht nur scharf auf alles, was die Hersteller neu kredenzen oder uns als Neuheit verkaufen. Nein, auch altes Blech bekommt regelmäßig einen Ehrenplatz. Besonders dann, wenn wir Old- oder Youngtimer höchstpersönlich fahren können. Genauer gesagt, meine Wenigkeit. Denn die geschätzen Kollegen sind der Meinung, ich sei dafür besonders prädestiniert. Der "Ikonenbrandt" hätte doch Geschichte studiert, sammelt alte Autoprospekte, würde jeden mit nerdigem Oldtimerwissen nerven und dann noch diese Old-School-Mütze, hieß es. Also fahre ich nun diverses Altblech.

Zu Beginn habe ich eine deutsche Ikone (und meinen persönlichen Liebling) ausgesucht: den NSU Ro 80. Ein Auto, so ungewöhnlich wie jener Mann, der den Motor unter der Haube erdacht hatte: Felix Wankel. Vor vielen Jahren grub ich mich durch seinen immensen schriftlichen Nachlass. Ein irres Leben: 1902 geboren, Schulabbrecher als selbst ernanntes mathematisches Rindvieh (eine Parallele zwischen uns beiden). Und trotzdem Motorenerfinder. Wankels Idee: Warum kann sich beim Viertaktprinzip der Kolben nicht direkt drehen, anstatt den Umweg zur Kurbelwelle über Pleuelstangen zu machen? Weniger ist mehr, findet Felix.

1967 wird seine Motorenrevolution in eine passende Hülle gesteckt. Verantwortlich dafür ist Claus Luthe, der später zu BMW geht und dort Legenden wie den 7er (E32) und den ersten 8er zeichnet. Vor über 50 Jahren wirkte die Form des Ro 80 inmitten der vielen VW Käfer wie pure Science-Fiction. Dazu kam, welche Marke den Ro 80 entwickelte: NSU aus Neckarsulm, einst weltgrößter Motorradhersteller, der nur zehn Jahre vorher wieder mit dem Automobilbau begonnen hatte. In Gestalt des Prinz, einem Kleinstwagen mit Heckmotor für die unteren Ligen.

Und dann das. Stellt euch am besten vor, heute würde Smart eine Oberklasse-Limousine präsentieren. Die Journalisten waren vom Ro 80 begeistert und wählten ihn als ersten deutschen Vertreter zum Auto des Jahres. Das Volk eher weniger: 14.150 Mark waren damals Mercedes-Niveau. Zu viel Geld für die NSU-Stammkunden mit ihren Kleinwagen, zu wenig Prestige für Benz- und BMW-Liebhaber.

Sie haben alle etwas verpasst. Ich werde instruiert, die Maschine warmlaufen zu lassen. Durchaus sinnvoll, schließlich starben seinerzeit viele Ro-80-Aggregate einen frühen Tod, weil sie im Kurzstreckenbetrieb verschlissen. Wie passend: Er muss warm werden und du musst mit ihm warm werden. Das geht einfacher als gedacht. Um vom Fleck zu kommen, fasse ich nur den Schalthebel an und schiebe ihn nach hinten. Dort liegt der erste Gang des H-Schemas. Kuppeln wird überflüssig, denn das Ro-80-Getriebe ist eine Halbautomatik. Es ruckt leicht und ich höre den Wankelmotor nicht mehr. Ist er aus? Nein, nur unter 1.000 Umdrehungen gefallen. So leise ist er aber nicht immer: Unter 3.000 Touren vernehme ich ihn deutlich. Erst darüber wird der KKM 612 (so die offizielle Bezeichnung) allmählich zur Turbine. Hinzu kommt eine vorzügliche Straßenlage, wenngleich die Seitenneigung auf unseren Fotos dramatischer aussieht, als sie ist.

Denk nicht in heutigen Maßstäben! hämmere ich mir ein. 1967 lärmten die Autos ihre Fahrer noch voll. Lange Distanzen auf der Autobahn sind die Domäne des Ro 80. Also quasi der TDI der 1960er-Jahre. Nur nicht so sparsam. 11 bis 12 Liter gelten in Fan-Kreisen schon als wenig, in zeitgenössischen Tests wurden 17 Liter als völlig normal bewertet, zumal ein vergleichbarer Mercedes 230 mit Sechszylinder ähnlich trinkfreudig zu Werke ging.

Kommando der Fotografin: Nimm die Steigung dort! Pustekuchen. Die 115 PS versacken komplett im Wandler. Ich will meinen Freund Ro nicht quälen und rolle langsam rückwärts hinunter. Wie passend: Auch der Ro 80 schaffte es nicht über den Berg. NSU (chronisch in Geldnot) wurde 1969 vom VW-Konzern gekauft. Dort gab es den gleich großen, aber günstigeren Audi 100 mit normalem Motor. (Ihn werden wir in einer späteren Folge dieser Rubrik kennenlernen.) 1977 war nach rund 38.000 gebauten Ro 80 Schluss. Also ein Flop? Jein, denn nicht alle Probleme waren hausgemacht wie die anfänglichen Motorenprobleme im Kurzstreckenbetrieb. Hinzu kamen der immer höhere Preis für einen Ro 80, die Ölkrise 1973 und eine eher sparsame Modellpflege seitens der neuen NSU-Mutter. Letztlich biss sich die Katze in den Schwanz: Ein teures Auto mit zu Unrecht ruiniertem Ruf fand immer weniger Käufer, sodass von Konzernseite her kaum in den Verlustbringer investiert wurde. Dabei hatte man inzwischen sogar einen tollen Wankelmotor im Regal: Den KKM 871, wahlweise auch mit Einspritzung und in Audi-200-Prototypen bis zu 180 PS stark. Das wäre "Vorsprung durch Technik" gewesen. Jener Slogan tauchte übrigens zum ersten Mal in einer Werbung für den NSU Ro 80 auf.

Immerhin lebten Teile des Designs weiter. Vergleicht den Audi 100 C3 von 1982 mit dem Ro 80, dann wisst ihr, was ich meine. Andere Autohersteller mussten übrigens bei NSU ab 1959 eine Lizenz für den damals neuen Wankelmotor kaufen, Felix Wankel verdiente daran kräftig mit. Die Liste war lang: Mazda, Daimler-Benz, GM, Alfa Romeo, Toyota, Citroën und Rolls-Royce, um nur einige Namen zu nennen. Sogar die DDR griff zu, dort liefen flotte Trabis im Versuch. Doch weder in Ost noch in West bekam man den Wankel so richtig in den Griff, Ölkrisen und kritische Finanzabteilungen stellten weitere Sargnägel dar.

Nur bei Mazda konnten sich die kreisenden Kolben durchsetzen. Mit Fleiß und Akribie machten die Männer um den späteren Firmenchef Kenichi Yamamato den Wankelmotor nicht nur zum Bestseller im RX-7, sondern auch 1991 zum Le-Mans-Sieger. (Das Siegerauto, der 787B, steht in Hiroshima. Ansonsten empfehle ich Euch das unglaublich gut bestückte Mazda-Museum in Augsburg.) Aber auch in Japan liegt seit dem Ende des RX-8 im Jahr 2012 der Wankel auf Eis.

Inzwischen bekommt die Wankel-Idee aber wieder Mund-zu-Mund-Beatmung: Audi überraschte zwar 2011 mit einem A1 e-tron, in dessen Heck eine Scheibe wankelte. Aber dort verfolgte man das Konzept nicht weiter. Anders Mazda: 2019 bringen die Japaner ein Elektroauto mit Wankelmotor als Range Extender. Vielleicht wird ja sogar aus der atemberaubenden Studie RX-Vision von 2015 was. Bis dahin spare ich auf den eigenen Ro 80. Absurd teuer sind diese Autos nicht, sehr gute Exemplare bewegen sich bei rund 15.000 Euro. Es wird Zeit für mehr Wankel-Mut ...


Vergessene Studien: NSU Ro 80 Pininfarina (1971)

Nicht jedes Design kann von Italienern verbessert werden

Name: NSU Ro 80 2 Porte +2 / NSU Ro 80 Pininfarina

Premiere: Turiner Autosalon 1971

Daten: unbekannt, vermutlich Zweischeiben-Wankelmotor wie Ro 80

Hintergrund:

Es gibt Formen, die kann man nicht verbessern. Mit diesem Slogan bewarb VW einst den Käfer. Auch für ein anderes Auto gilt der Satz: Mehr als 50 Jahre nach seiner Premiere im Jahr 1967 wirkt der NSU Ro 80 zeitlos. Umso erstaunlicher wirkt da der Umstand, dass sich Pininfarina schon 1971 daran machte, einen potenziellen Nachfolger des Ro 80 zu entwerfen.

Das Ergebnis wurde auf dem Autosalon Turin vorgestellt die Studie Ro 80 2 Porte +2. Noch heute, wo sich der Wagen im Besitz von Audi befindet, erstaunt seine doch ziemlich bizarre Optik. Pininfarina, bekannt für seine Ferrari-Entwürfe, muss damals einen schlechten Tag gehabt haben. Genauer gesagt, Paolo Martin, aus dessen Feder auch so tolle Sachen wie das Fat 130 Coupé, der Peugeot 104 oder der megaflache Ferrari 512S Modulo stammen.

Warum gab es dicke Lüftungsschlitze in der C-Säule, die auch noch gespiegelt wurden, obwohl der Wankelmotor vorne untergebracht war? Warum musste die dunklere Fläche in der Seite den Verkauf des Daches widerspiegeln. Heutzutage fallen auch die kantige Form und die dicken Stoßstangen aus PU-Schaum mit Breitband-Scheinwerfern auf, doch das war 1971 durchaus in Mode.

Die technischen Daten waren weitestgehend vom Ro 80 übernommen. Eine Besonderheit stellten die hinteren Türen dar, die gegenläufig, also an der C-Säule, angeschlagen waren. Diese im Volksmund als Selbstmördertüren bekannten Türen sind in Deutschland seit 1961 grundsätzlich verboten, weil sie bei unbeabsichtigtem Öffnen während der Fahrt nicht durch den Fahrtwind zugedrückt, sondern schlagartig aufgerissen werden. Aus diesem Grund wurden die hinteren Türen des Ro 80 2 Porte +2 von den vorderen ein Stück überlappt, sodass sie nur bei offenen Vordertüren geöffnet werden konnten. (Daher auch der Name "2 Türen +2") Kurioserweise griff ausgerechnet ein Wankelauto diese Idee über 30 Jahre später in abgewandelter Forn wieder auf: der Mazda RX-8.

Eine weitere Besonderheit stellte das Dach dar, das zu einem großen Teil nach hinten geklappt und auf der Kofferraumklappe abgelegt werden konnte. Diese Konstruktion war ein Vorläufer der heute üblichen Klappdächer. Zur Verbesserung des Seitenaufprallschutzes wurden die Türen speziell verstärkt. 1971 gehörte NSU aber schon zu Audi, wo man nicht mehr viel Zukunft im unrentablen Ro 80 sah. Schon deswegen kam eine Neuentwicklung nicht in Frage. Selbst angedachte Facelifts unterblieben bis auf größere Rückleuchten im Jahr 1975.


Audi 80 in: Altmetall für Einsteiger

Günstige Autos auf dem Weg zum Oldtimer
Kennen Sie das? Man beobachtet eine Oldtimer-Rallye und kommt ins Träumen. So ein eigener Klassiker wäre ja ganz schön, aber die Kosten? Keine Panik: Es gibt viele interessante Autos, die langsam in Richtung Oldie marschieren, aber noch günstig zu haben sind.

Legenden-Lektüre

Ein neues Buch über den NSU Ro 80
Haar, 26. April 2017 - Was würde Ihnen zum Thema "Berühmte deutsche Autos" einfallen? Klar: VW Käfer, Mercedes 300 SL, Porsche 911. Und vielleicht auch der NSU Ro 80. Obwohl zwischen 1967 und 1977 nur rund 37.000 Exemplare gebaut wurden, fasziniert der Wankel-Wagen noch heute. Pünktlich zum 50. Geburtstag kommt jetzt ein neues Buch auf den Markt, das sich ausführlich mit dem Ro 80 beschäftigt.

Eine Lücke wird geschlossen
Fans und Liebhaber des großen NSU mussten viele Jahre auf ansprechende Ro-80-Lektüre warten. Anfang der 1990er-Jahre erschien eine sehr umfangreiche Modellchronik von Wankel-Intimus Dieter Korp, die heute für gut 200 Euro gehandelt wird. Später ergänzte ein Bildband mit Ro-80-Fotos von Paul Botzenhardt das Angebot, ansonsten gab es bislang nur allgemeine Werke zur Geschichte der Marke NSU. Eines davon stammt aus der Feder von Klaus Arth, der sich nun speziell mit dem Ro 80 auseinandersetzt.

Klein im Format, groß im Inhalt
Der Einstieg ist gelungen, er handelt von der Wahl des NSU Ro 80 zum ersten deutschen "Auto des Jahres" anno 1968. Großformatige Fotos zu Beginn lassen Seitenschinderei befürchten, doch weit gefehlt: Obwohl der Umfang des handlichen Buches nur 112 Seiten beträgt, werden Entstehung, Produktion und Ende des Ro 80 in angemessener Weise abgehandelt. Extreme Detail-Fetischisten könnten zwar enttäuscht sein, doch gerade in der Kompaktheit liegt hier die Würze.

Audi 80 in: Geburtstage auf Rädern

Alle wichtigen Auto-Jubiläen des Jahres 2017
Jeder von uns kennt es: Die Zeiger der Uhr drehen sich unerbittlich. Und so denkt man sich gelegentlich "Was, das war schon 2015? Nicht neulich erst?" Ähnliches kann beim Blick auf die automobilen Geburtstage des Jahres 2017 passieren. Einigen Modellen sieht man ihr Alter an, andere hatte man gefühlt gerade kürzlich beim Händler als Neuwagen bewundert. Und dann gibt es noch die Sorte Autos, die still und heimlich von der Bildfläche verschwunden sind. Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise der besonderen Art.

Audi 80 in: Happy Birthday!

Jubiläen vom BMW 507 bis zum Opel Astra
Auch das Jahr 2016 hält wieder einige spannende Geburtstage im Auto-Sektor bereit. Diverse Jubiläen wie etwa 100 Jahre BMW werden bereits im großen Maßstab zelebriert, andere sind kaum bekannt. Oder hätten Sie gewusst, dass der erste Opel Astra auch schon 25 Jahre alt wird? Wir zeigen Ihnen, wo es Grund zum Feiern gibt.
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