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Unsere Bugatti Chiron Meldungen

Bugatti Chiron in: Bugatti Chiron Pur Sport entert die Rennstrecke, produziert sensationelle Bilder

Bugatti Chiron Pur Sport entert die Rennstrecke, produziert sensationelle Bilder

Das Rennstrecken-optimierte W16-Monster sieht in komplett schwarz absolut angsteinflößend aus.
Bugatti hat zwei Prototypen des neuen Chiron Pur Sport zur Rennstrecke Bilster Berg gebracht, wo das W16-Hypercars gerade feingeschliffen wird.
Bugatti Chiron Noire (2020)

Bugatti Chiron Noire: Sondermodell in zwei Versionen

Editionsmodell des Chiron als Hommage an La Voiture Noire
Der Bugatti Chiron Noire ist ein limitiertes Chiron-Sondermodell. Der Wagen stellt eine Hommage an La Voiture Noire dar und ist in zwei Versionen zu haben.
Bugatti Chiron

Bugatti Chiron in: Die Autos mit den größten Kühlergrills

Es sieht so aus, als wären riesige Mäuler ein Trend
Das BMW Concept 4 mit seinem riesigen Kühlergrill war ein Weckruf. Doch auch andere Autos reißen das Maul weit auf. Wir zeigen extremsten Beispiele.
Bugatti Chiron Sport

Der Bugatti Chiron SS hätte sogar Tempo 515 geschafft

Warum man sich gegen Nevada entschied
Mit Tempo 490 hat ein seriennaher Bugatti Chiron eine famose Bestmarke gesetzt. Jetzt verrät Bugatti, wo sogar 515 km/h möglich gewesen wären.
Bugatti Chiron Sport

Bugatti Chiron durchbricht 300 Meilen pro Stunde

Supersportler fährt über 490 km/h
Der Bugatti Chiron hat auf der Teststrecke in Ehra-Lessien erstmals die Marke von 300 Meilen pro Stunde durchbrochen. Der Supersportler schaffte 490 km/h.
Bugatti Chiron

Bugatti-Hypercars im Vergleich: EB110 vs Veyron vs Chiron

Obwohl sie fast 30 Jahre auseinander liegen, sind sich Bugattis moderne Hypercars überraschend ähnlich
Bugatti erschuf das Hypercar-Segment mit dem ultra-raren EB110. Er steht heute selbst im Vergleich zu seinen Geschwistern Chiron und Veyron noch sehr gut da.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Bugatti Chiron Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Bugatti Chiron Pur Sport entert die Rennstrecke, produziert sensationelle Bilder

Das Rennstrecken-optimierte W16-Monster sieht in komplett schwarz absolut angsteinflößend aus.

Obwohl wir wirklich schon eine gesunde Anzahl an Chiron-Derivativen zu Gesicht bekommen haben, gehen dem Erbauer des schnellsten Autos der Welt die Ideen zur Erweiterung seines Hypercar-Lineups offensichtlich nicht aus. Das neueste Mitglied der Familie ist der Pur Sport, eine Variante des W16-Monsters, die speziell für die Nutzung auf Rennstrecken entwickelt wurde.

Entsprechend wurde natürlich auch die Entwicklungsarbeit abgestimmt. Jüngstes Beispiel: Bugatti hat zwei Prototypen des Pur Sport ins niedersächsische Bad Driburg gebracht, um Molsheims Idee der "ultimativen Fahrmaschine" auf dem Bilster Berg feinzuschleifen.

Der Pur Sport soll viel mehr sein als nur ein weiterer Chiron mit leicht geänderter Optik. Das vierfach aufgeladene Biest hat extensive Hardware-Änderungen über sich ergehen lassen müssen. Dazu zählen ein steiferes Chassis und ein kürzer gestuftes Getriebe. Außerdem dreht der 8,0-Liter-Motor jetzt bis 6.900 Touren (+200 U/min) und die neu entwickelten Michelin Cup 2R-Pneus sollen für zehn Prozent mehr Grip sorgen.

Darüber hinaus profitiert der Pur Sport von einer 50-Kilo-Gewichtseinsparung, einer aggressiveren Aerodynamik, sowie Änderungen an der Fahrwerksgeometrie.

Bei derart tiefgreifenden Änderungen kommt man nicht ohne Testarbeit aus, bevor die Produktion beginnt. Bugatti wählte die Rennstrecke Bilster Berg aufgrund ihrer Komplexität. Der 4,2 Kilometer lange Kurs hat neun Rechts- und zehn Linkskurven, 44 Kuppen und Senken sowie einen Höhenunterschied von immerhin 70 Meter.

Außerdem gibt es ziemlich coole Bilder, wenn ein Auto mit Vollkaracho die sogenannte Mausefalle mit ihrem 26-prozentigen Gefälle hinunter stürzt. Das Bild des Chiron in der unten angehängten Galerie ist Beweis genug.

Acht Ingenieure verbringen diesen Monat drei Tage am Bilster Berg. Weitere Tests sollen später im Jahr auf der Nordschleife stattfinden, ehe die Produktion des Pur Sport in der zweiten Hälfte 2020 beginnt. Insgesamt entstehen 60 Fahrzeuge zum Stückpreis von drei Millionen Euro.


Bugatti Chiron Noire: Sondermodell in zwei Versionen

Editionsmodell des Chiron als Hommage an La Voiture Noire

Bugatti präsentiert mit dem Chiron Noire ein exklusives Editionsmodell des Chiron. Der Wagen soll eine Hommage an La Voiture Noire sein, womit aber nicht das Auto vom Genfer Autosalon 2019 gemeint ist, sondern primär der 30er-Jahre-Klassiker.

La Voiture Noire (Französisch für "das schwarze Auto") war ein Sondermodell des Type 57 SC Atlantic, einem der Ikonen der Automobilgeschichte. Geschaffen wurde die 30er-Jahre-Spezialedition von Jean Bugatti, dem älteste Sohn von Firmengründer Ettore. Nur vier Modelle entstanden zwischen 1936 und 1938, und alle verschwanden zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Eine Neuinterpretation des Wagens (mit der gleichen Bezeichnung) stand auf dem Genfer Autosalon 2019. Gestaltet von Bugatti-Chefdesigner Achim Anscheidt, war der Wagen ein Sondermodell des Chiron für einen Unbekannten.

Für einen etwas größeren Kreis ist nun ein Sondermodell des Chiron bestimmt, das es in zwei Varianten gibt: als Noire Élégance und als Noire Sportive.

Schwarzes Sichtcarbon überzieht die Karosserie des auf Eleganz getrimmten Noire Élégance. Das Grill-Gitter erhält ein neues Design, mittig sitzt das aus massivem Silber gefertigte und schwarz emaillierte Bugatti-Emblem Macaron. Hinter den Rädern lugen schwarz lackierte Bremssättel hervor. Die markentypische Kurve um die Türen hebt sich durch ihr Alu-Finish von der schwarzen Karosserie ab. Der Schriftzug Noire ziert die Seitenteile vor dem Hinterrad, sowie die Unterseite des Heckflügels. Auch innen dominiert Schwarz, akzentuiert mit Alu-Details. Dazu kommen Noire-Schriftzüge auf den Kopfstützen sowie eine Plakette in die Mittelarmlehne.

Beim Chiron Noire Sportive überzieht Bugatti die sichtbare Kohlefaser mit einem matt-schwarzen Finish, aber so, dass die Carbonstruktur sichtbar bleibt. Die vier Endrohre aus Titan werden ebenso schwarz lackiert wie Teile der Motorabdeckung. Innen dominiert Schwarz noch stärker als beim Noire Élégance. Noire-Schriftzüge gibt es hier jedoch ebenfalls.

Als Antrieb dient wie beim normalen Chiron der 8,0-Liter-Sechzehnzylinder mit 1.500 PS und 1.600 Newtonmeter Drehmoment. Der Chiron Noire ist gegen 100.000 Euro Aufpreis auch für den Chiron Sport verfügbar. Das auf 20 Fahrzeuge limitierte Editionsmodell wird ab dem zweiten Quartal 2020 ausgeliefert und kostet in der Basis drei Millionen Euro netto, also 3,57 Millionen mit Mehrwertsteuer.


Bugatti Chiron in: Die Autos mit den größten Kühlergrills

Es sieht so aus, als wären riesige Mäuler ein Trend
Kleinwagen haben meist einen kleinen Kühlergrill, aber wenn es um Giganten wie den BMW X7 oder den Mercedes GLS geht, dann sind doch größere Exemplare gefragt. Aber auch das neue BMW Concept 4 reißt das Maul weit auf. Wir haben die Fahrzeuge mit den größten Grills gesammelt.

Der Bugatti Chiron SS hätte sogar Tempo 515 geschafft

Warum man sich gegen Nevada entschied

Am 2. August 2019 hat Le-Mans-Sieger und Bugatti-Testfahrer Andy Wallace einen eigens dafür gebauten Chiron auf der VW-Teststrecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 304,7 mph (490,4 km/h) gebracht. Vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit, da sich Bugatti nun aus dem High-Speed-Rennen verabschiedet hat. Als letzten Gruß hat die Marke jetzt weitere Details zur Rekordfahrt bekanntgegeben und enthüllt, dass an einem anderem Ort sogar bis zu 515 km/h möglich gewesen wären.

Bugatti hat mit dem Rekord wieder einmal gezeigt, wozu wir in der Lage sind, trotz der enormen hohen Hürden, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti. Denn wir sind nicht nur der erste Hersteller, der mit 304,773 mph (490,484 km/h) schneller als 300 Meilen pro Stunde gefahren ist. Wir haben das auch auf einer Teststrecke getan, die einen entscheidenden Nachteil für Geschwindigkeitsversuche aufweist.

Vier Dinge sind für einen Rekordversuch entscheidend. Das Fahrzeug, die Strecke, der Ort und das Wetter. Alle vier müssen stimmen, optimal vorbereitet werden, damit alles passt. Nur das Wetter können wir nicht beeinflussen, sagt Stefan Ellrott, Vorstand Entwicklung bei Bugatti.

Bei so viel Leistung muss für höchste Sicherheit gesorgt sein. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ehra-Lessien in Niedersachsen ist der einzige Ort weltweit, an dem die Sicherheitsstandards bei Rekordversuchen so hoch liegen. Die insgesamt 21 Kilometer lange dreispurige Schnellfahrbahn wird von Leitplanken umsäumt, am Nord- und am Südende stehen Rettungskräfte bereit. Spezielle Matten reinigen die Fahrbahn vor jedem Versuch. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Wir haben im Vorfeld alles unternommen, um das Risiko für unseren Testfahrer zu minimieren, sagt Ellrott.

Dafür nahm Bugatti einen großen Nachteil in Kauf: Die Teststrecke in Ehra-Lessien liegt 50 Meter über Normalnull, fast auf Meeresspiegel-Niveau. Im Gegensatz zu höhergelegenen Orten, die in der Vergangenheit für Hochgeschwindigkeitsfahrten genurtzt wurden, wie in Nevada, liegt die Luftdichte bei nahezu Normalnull von 1013,25 Hectopascal (hPa). Mit zunehmender Entfernung vom Meeresspiegel wird die Luft dünner, die Anzahl der Moleküle der Luft pro Einheitsvolumen nimmt ab. Grund ist das Luftdruckgefälle in der Atmosphäre, weil die oberen Luftschichtmassen auf den unteren lasten. Unten liegende Luft mit seinen Molekülen wird stärker komprimiert als höher gelegene, der Druck liegt also höher. Ungefähr je 8 Meter sinkt der Luftdruck um etwa 1 hPa. Im Vergleich zu Normalnull beträgt der Luftdruck auf 1.000 Meter nur noch rund 88 Prozent, bei etwa 890 hPa. Eine exakte mathematische Beschreibung des Druckverlaufs ist wegen der Wetterdynamik und anderen Einflussfaktoren allerdings nicht möglich.

Wenn Luftdruck und Luftdichte also abnehmen, verringert sich auch der Luftwiderstand. Gegenstände wie Autos, Luftschiffe oder Flugzeuge benötigen weniger Kraft. In einer Höhe von 5.000 Meter sinkt die Dichte zirka auf die Hälfte, damit halbiert sich auch der Widerstand. Vereinfacht gesagt, muss das Auto auf Meeresspiegelhöhe mehr Kraft aufbringen, um durch die Luft zu fahren, als wenn es auf rund 1.000 Meter unterwegs wäre.

Hingegen spielt der Einfluss der Gravitation keine Rolle. Dass sich zwar zusätzlich auch der Sauerstoffanteil von 21 auf rund 19 Prozent in der Luft verringert, der wichtig für die Verbrennung des Kraftstoffes im Motor, ist jedoch vernachlässigbar - perfekt darauf abgestimmte Turbolader pressen mehr Luft in die Brennräume.

Unsere Berechnung haben ergeben, dass wir in Nevada rund 25 km/h schneller gewesen wären, sagt Stefan Ellrott. Dennoch entschied sich Bugatti dagegen. Sicherheit geht bei Bugatti vor. Die Strecke in Nevada ist sehr lang und geht nur in eine Richtung, Sicherheitskräfte hätten im Notfall zu lange zum Einsatzort gebraucht. Dazu weist die Strecke ein leichtes Gefälle von etwa drei Prozent an. Es hätte sich nicht richtig angefühlt, hier einen Rekord aufzustellen.


Bugatti Chiron durchbricht 300 Meilen pro Stunde

Supersportler fährt über 490 km/h

Bugatti hat als erster Hersteller die 300-Meilen-pro-Stunde-Marke durchbrochen. Auf der Teststrecke in Ehra-Lessien (bei Wolfsburg) schaffte ein seriennaher Prototyp auf Basis des Chiron ein Tempo von 304,773 mph. Das entspricht 490,484 km/h. Damit hat der Supersportwagen einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Laut TopGear wurde der neue Rekord bereits am 2. August aufgestellt, also vor einem Monat. Die Fahrt wurde vom TÜV zertifiziert. Zu den bisher schnellsten Supersportlern gehören der SSC Tuatara (256,18 mph im Jahr 2007), Hennessey Venom F5 (270,49 mph im Jahr 2013) und Koenigsegg Agera RS (284,55 mph im Jahr 2017). Koenigsegg strebt mit dem Jesko ebenfalls ein Durchbrechen der 300-mph-Marke an.

Der Rekordwagen von Bugatti wurde laut TopGear tiefergelegt und auch sonst in puncto Luftwiderstand optimiert. Unter anderem wurden der Heckflügel und die Air Brakes entfernt. Auch wurde der Beifahrersitz aus- und dafür ein Überrollbügel eingebaut. Der 8,0-Liter-Quadturbo-W16 mit 1.500 PS wurde dagegen mitsamt dem Allradantrieb aus dem Serienauto übernommen. Gefahren wurde der Wagen vom britischen Rennprofi Andy Wallace.

Was für ein Rekord! Wir sind überglücklich als erster Hersteller überhaupt die Geschwindigkeit von mehr als 300 Meilen pro Stunde erreicht zu haben. Ein Meilenstein für die Ewigkeit. Ich danke dem ganzen Team und dem Fahrer Andy Wallace für diese herausragende Leistung, jubelte Bugatti-Chef Stephan Winkelmann.

Quellen: Bugatti, TopGear.com


Bugatti-Hypercars im Vergleich: EB110 vs Veyron vs Chiron

Obwohl sie fast 30 Jahre auseinander liegen, sind sich Bugattis moderne Hypercars überraschend ähnlich

Bugatti hat in seiner wechselvollen Geschichte nicht wirklich viele Autos gebaut, dafür ist jedes einzelne Modell in höchstem Maße bemerkenswert. Der Begriff "Hypercar" wird heute relativ häufig verwendet, aber es war wohl der französische Hersteller, der ihn bereits vor etlichen Jahren aus der Taufe hob. Wir sprechen von der Klasse oberhalb der "profanen" Supercars, wo Technologie und Performance-Werte nochmal ein komplett anderes Level erreichen. Bestes Beispiel ist der Veyron, der den Hypercar-Begriff bei seinem Erscheinen im Jahr 2005 wieder auf die Landkarte brachte. Sein 2016 vorgestellter Nachfolger Chiron zog die Zügel ein weiteres Mal kräftig an. Beide sind uns bestens vertraut. Allerdings fliegt ihr Urahn, der in allen Belangen faszinierende EB110, in der Regel völlig unter dem Radar. Ganz und gar unberechtigterweise, wie wir finden.

Erst kürzlich erinnerte uns Bugatti wieder daran, wie erstaunlich der EB110 - nicht nur für seine Zeit - eigentlich war und wir wollten diese Erinnerung einfach mit Ihnen teilen. In Form dieser kurzen aber interessanten Gegenüberstellung von Bugattis heiliger Dreifaltigkeit der letzten 30 Jahre.

Chiron

Beginnen wollen wir mit dem neuesten Serien-Bugatti. Und ja, wir wissen, dass diese Ehre eigentlich dem Divo gebührt. Unter seiner sündteuren Hülle jedoch steckt der gleiche Chiron, der die Sportwagenwelt 2016 im Sturm eroberte und weltweit noch immer für offene Münder sorgt. Das Filetstück des 1.995-Kilo-Monstrums ist noch immer der 8,0-Liter-16-Zylinder mit vier Turboladern, der 1.500 PS und 1.600 Nm Drehmoment per Siebengang-Doppelkupplung auf alle vier Räder verteilt.

Ist die Launch Control aktiviert, beamt sich der Chiron in 2,4 Sekunden von 0-100 km/h und in noch viel unwirklicheren 6,1 Sekunden auf 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit von elektronisch begrenzten 420 km/h dürfte in 99 Prozent der Fälle theoretischer Natur sein. Nicht wenige vermuten jedoch, dass dieses Auto auch den 300 Meilen pro Stunde (also gut 480 km/h) recht nahe kommen könnte, würde man ihm genügend Platz zum Spielen und entsprechend Stress-resistente Reifen an die Hand geben.

Die Produktion des Chiron läuft langsam aber stetig. Insgesamt wird es 500 Exemplare geben.

Veyron

In der Automobil-Geschichte gibt es wohl wenige Fahrzeuge, die man als wahre Game Changer bezeichnen kann. Als der Veyron 2005 mit 1.000 PS (später dann bis zu 1.200 PS) auftauchte, gab es absolut nichts, was auch nur annähernd vergleichbar gewesen wäre. Unter der Leitung von Volkswagen entwickelt, sorgte der neue 8,0-Liter-W16 mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb für Performance-Werte, die jenseits von allem waren, was man bis dato in einem Serienauto gesehen hatte. Der Veyron konnte in 2,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Nach 7,3 Sekunden standen 200 km/h auf dem Tacho.

Der Veyron holte sich mit 407 km/h den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge. Später legte Bugatti mit dem Veyron SS nach und schaffte 431,1 km/h - eine Geschwindigkeit, die mit dem Chiron offiziell bis heute nicht erreicht werden konnte. Dabei geriet das Auto aus diversen Gründen deutlich schwerer als geplant. 1.550 Kilo peilte man ursprünglich an, knapp 1.900 Kilo wurden es letztlich. Auch der cW-Wert des Hypercars war in der normalen Konfiguration mit 0,39 alles andere als vorbildlich. In einer speziellen Highspeed-Konfiguration mit abgesenkter Bodenfreiheit und flacher gestelltem Heckflügel konnte man den Wert auf 0,36 reduzieren.

Zwischen 2005 und 2015 entstanden 470 Exemplare des Veyron. Horrende Entwicklungskosten aufgrund diverser technischer Probleme machten das Auto hochdefizitär. Laut britischen Medienberichten fuhr man gut 1,7 Milliarden Euro Verlust ein. VW wollte mit dem Veyron jedoch hauptsächlich seine technische Kompetenz unter Beweis stellen und nahm die Verluste billigend in Kauf.

EB110

Ironischerweise sorgten ausgerechnet Italiener für das moderne Revival von Bugatti. Im Speziellen war es Romano Artioli. Der Bugatti-Sammler und erfolgreiche Automobil-Importeur kaufte die untergegangene Marke in den späten 1980er Jahren und verlagerte den Produktionsstandort nach Campogalliano in der Emilia Romagna. Dort wurde dann auch der EB110 gefertigt. Ja, er sieht deutlich anders aus als die Bugattis der VW-Ära. Die ersten Designentwürfe stammen vom legendären Marcello Gandini, Schöpfer des Lamborghini Miura und des Countach. Mit maximal 610 PS ist er natürlich nicht annähernd so stark wie seine jüngeren Geschwister. Allerdings ist der erste moderne Bugatti seinen beiden Nachfolgern in vielerlei Hinsicht verblüffend ähnlich.

Zum einen wäre da der 3,5-Liter-V12 des EB110, der wie der spätere W16 mit gleich vier Turboladern zwangsbeatmet wurde. Bei seinem Erscheinen im Jahr 1991 war das eine Sensation. Geschaltet wurde noch alte Schule per manueller Sechsgang-Box, aber wie Veyron und Chiron verfügte der EB110 über Allradantrieb. Außerdem machte er Gebrauch von aktiver Aerodynamik, ein Feature mit dem er seiner Zeit ebenfalls weit voraus war. Die stärkere SS-Version (Super Sport) spurtete in gerade mal 3,26 Sekunden von 0-100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 354 km/h.

Inklusive zweier Werksrennwagen entstanden vom EB110 bis 1995 lediglich 128 Exemplare. Damals zu wenig für ein profitables Geschäft (auch wieder eine Parallele zum späteren Veyron), heute gut für den Status als größte Rarität dieser drei äußerst seltenen, hoch exklusiven Maschinen.

Wenn Sie sich für nur eines dieser automobilen Kunstwerke entscheiden müssten, welches würden Sie wählen?

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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