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Bugatti Gebrauchtwagen

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Unsere Bugatti Meldungen

Bugatti EB112 (1993)

Vergessene Studien: Bugatti EB112 (1993)

Leider wurde die Super-Limousine nie in Serie verwirklicht
Mit der Limousine EB112 wollte die erste Neugründung von Bugatti ihr Programm ausweiten. Dann geriet man in die Krise.
Bugatti Atlantic

Bugatti in: Vertane Chancen: Diese Autos standen kurz vor der Serienreife

Ein BMW M5 Cabrio oder ein kleiner VW-Roadster wären was gewesen!
Jeder Hersteller war schon einmal kurz davor, ein Auto auf den Markt zu bringen, das er dann doch wieder zurückgezogen hat. Hier sind ein paar Beispiele.
Bugatti Divo "Lady Bug"

Bugatti Divo "Lady Bug": Mega-Marienkäfer mit 1.500 PS

Zu den regulären 5 Millionen Kaufpreis dürfte hier noch etwas dazugekommen sein
Vom Bugatti Divo werden nur 40 Fahrzeuge zu einem Stückpreis von 5 Millionen Euro verkauft. Dieses Exemplar sticht aus der Masse hervor.
2021 Bugatti Chiron Pur Sportprofil

Bugatti Chiron Pur Sport (2021) im Test: Sprung in den Hyperraum

Bugatti baut einen Chiron mit Handling-Fokus, gibt aber nur wenig der brutalen Performance auf
Der 2021 Bugatti Chiron Pur Sport ist eine weitere erstaunliche Leistung, zur unerreichten Antriebs-Performance gesellt sich ein Stück mehr Agilität.
Bugatti Chiron Terracross Rendering

Bugatti Chiron Terracross als Hyper-Off-Roader gerendert

Darf man sich so etwas überhaupt vorstellen?
Die Idee hinter dem Projekt ist es, zwei sehr unterschiedliche Autokategorien zu verschmelzen - Supersportwagen und Geländewagen.
Bugatti in: Bugatti Chiron Replika aus Metallschrott ist automobiler Steampunk

Bugatti Chiron Replika aus Metallschrott ist automobiler Steampunk

Wie cool ist das bitte?
Scrap Metal Art Thailand macht unglaubliche Kunst aus Metallschrott, unter anderem Roboter-Statuen lebensgroße Autos wie diesen Bugatti Chiron.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Bugatti Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Vergessene Studien: Bugatti EB112 (1993)

Leider wurde die Super-Limousine nie in Serie verwirklicht

Name: Bugatti EB112

Premiere: Genfer Autosalon 1993

Technische Daten: 6,0-Liter-V12, manuelles 6-Gang-Getriebe, Chassis vom EB110, 5.070 mm Länge, 3.100 mm Radstand

Hintergrund:

Mit dem kürzlich vorgestellten Citroën C5 X und dem neuen Ford Evos haben Marken begonnen, die traditionellen Limousine mit verschiedenen Karosseriedesigns zu kreuzen.

Die Geschichte von Bugatti war etwas turbulent, bevor die Marke 1998 vom Volkswagen-Konzern vollständig zum Leben erweckt wurde. Das EB112-Konzept, über das wir sprechen werden, stammt aus der Zeit des ersten Bugatti-Comebacks unter Federführung des italienischen Investors Romano Artioli durchgeführt wurde.

Der EB112, der auf dem damals von der Marke produzierten Supersportwagen EB110 basierte, war von Anfang an anders im Design. Das als viertüriges Fastback konzipierte Auto war 5.070 mm lang. Die Breite des EB112 von 1.960 mm und die Höhe von 1.406 mm gaben ihm seine einzigartige Form.

Die rundliche Fastback-Form zitierte zugleich die Vergangenheit in Gestalt des legendären 57 SC Atlantic. Die Karosserie wurde komplett aus Aluminium gefertigt, das Chassis aus Kohlefaser lieferte der EB110.

Italdesign war verantwortlich für all diese Designspiele und für den EB112, der 1993 vom Automobile Magazine als "das schönste Auto der Welt" eingestuft wurde. Verschiedene aerodynamische Aktualisierungen wurden auch im Prototyp des Fahrzeugs berücksichtigt, das von Giorgetto Giugiaro hergestellt wurde und ursprünglich in Blau lackiert war. Zum Beispiel waren der Frontsplitter und der Spoileraufsatz direkt unter den Heckscheiben bei anderen Testmodellen nicht verfügbar.

Angetrieben von einem V12 (den Volkswagen konzipierte) steigerte der EB112 seinen Hubraum im Vergleich zum EB110 von 3,5 auf 6,0 Liter. Auf diese Weise konnte das Fahrzeug eine Leistung von 456 PS (335 kW) und ein Drehmoment von 649 Nm erzeugen. Das Bugatti-Team, das daran arbeitete, den Schwerpunkt mit dem Motor direkt hinter der Vorderachse zu optimieren, stattete den EB112 mit einem permanentem Allradantrieb aus. Auf diese Weise war in 4,3 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreicht, maximal waren 300 km/h drin.

Bugatti, das 1995 Insolvenz anmeldete, wurde vom Geschäftsmann Gildo Pallanca Pastor gekauft, bevor die Marke zum Volkswagen-Konzern kam. Ein schwarzer EB112 (Seriennummer 39003), im Besitz von Gildo Pallanca Pastor, dem derzeitigen CEO und Besitzer der französischen Autofirma Venturi, wurde 2013 in Monaco bei einer Fahrt gesichtet. Das Auto wurde 2016 versteigert.

Der erste funktionierende Prototyp (rot, 39001) ist im Besitz von Italdesign, während ein drittes Auto in dunkler Anthrazit-Lackierung von Pastors Firma Monaco Racing Team an eine russische Privatperson verkauft wurde, die das Auto fertigstellte.

Der EB112 wurde dann mit zwei Nachfolgekonzepten etwas weiterentwickelt. Das erste davon war der 1999 eingeführte EB218. Dem größeren Fahrzeug mit W18-Motor und dem größeren Auto folgte 2009 das 16C Galibier-Konzept. In letzter Zeit gab es verschiedene Gerüchte über Bugattis "Einstiegsmodell". Wer weiß, vielleicht wird der EB112 nach 28 Jahren als elektrischer Fastback zum Leben erweckt ...


Bugatti in: Vertane Chancen: Diese Autos standen kurz vor der Serienreife

Ein BMW M5 Cabrio oder ein kleiner VW-Roadster wären was gewesen!
Nicht selten starten Automobilhersteller Projekte, die leider nie das Licht der Welt erblicken. So erging es Tausenden von Autos, die uns eigentlich hätten beglücken sollten, es aber aus dem einen oder anderen Grund nie bis zum Händler geschafft haben. Die Liste ist lang, deshalb haben wir uns entschlossen, sie etwas zu verkürzen, damit diese Diashow leicht zu verdauen ist. Wir mussten eine Auswahl treffen, es war nicht einfach. Aber hätte Ihnen nicht auch ein kleiner Mittelmotor-Roadster von VW gut gefallen? Na gut, auf ein Porsche Cayenne Cabrio konnte die Menschheit dann doch ganz gut verzichten. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Bildergalerie, die wir zusammengestellt haben, gefallen wird.

Bugatti Divo "Lady Bug": Mega-Marienkäfer mit 1.500 PS

Zu den regulären 5 Millionen Kaufpreis dürfte hier noch etwas dazugekommen sein

Wie bestellen Sie und ich ein neues Auto? Klar, Motor, Farbe und Felgen aussuchen, dazu ein paar Extras. Doch bei Bugatti läuft das ein wenig anders. Zumal dann, wenn Sie einer der 40 Kunden sind, die gut 5 Millionen Euro für einen von 40 Divo hinblättern. Heraus kommt dann so etwas wie das hier: der Bugatti Divo "Lady Bug".

"Lady Bug" ist die englische Bezeichnung für den Marienkäfer und tatsächlich ähnelt das Unikat in seiner Farbgebung dem kleinen Krabbler. Innerhalb von rund zwei Jahren entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden ein ganz besonderer Divo mit einer eigens für ihn entwickelten Lackierung.

"Jeder Bugatti Divo ist ein Unikat. Mit dem Kundenfahrzeug 'Lady Bug' zeigt Bugatti seine gesamte Individualisierungskompetenz. Was anfänglich unmöglich erschien, haben Designer und Entwickler gemeinsam mit dem Kunden in Perfektion geschaffen", sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti.

Die Arbeit an diesem automobilen Meisterwerk ist eine Symbiose aus Kunst, Design und Technik. Ganz im Sinne von Firmengründer Ettore Bugatti, der einst sagte: "Wenn es vergleichbar ist, ist es kein Bugatti."

In Zusammenarbeit mit dem Kunden entstand kurz nach Weltpremiere des Divo im August 2018 die Idee für ein geometrisch-dynamisches, algorithmisches Ausblendmuster (engl. geometric-dynamic algorithmic fading pattern) auf der Karosserie. Dem Sammler aus den USA schwebte ein streng geometrisches Raster von rautenförmigen Diamanten in einem speziellen Farbkontrast vor.

Gemeinsam mit ihm entwickelte das Bugatti Design- und Entwicklungs-Team daraufhin die Sonderfarben "Customer Special Red" und "Graphite" - beides metallische Töne -, die den Effekt kontrastieren sollen. Von der Front über die Seiten bis hin zum Heck soll das Rautenmuster verlaufen - exakt und auf die Silhouette des Divo angepasst.

Die Suche nach technischen und grafischen Lösungen sowie deren Umsetzung beschäftigte das Team über anderthalb Jahre. Doch dass es derart komplex und schwierig sein wird, die Rauten präzise und genauestens definiert auf die Karosserie zu lackieren, damit hatte keiner vor Projektbeginn gerechnet.

Denn die digitalen Muster im CAD-Programm haben nur wenig mit der Realität zu tun: Wegen der dreidimensionalen, skulpturalen Form des Divo mit seinen Krümmungen, Kurven und Sicken verzerrten sich die Rauten des 2D-Drucks auf der Oberfläche des exklusiven Hypersportwagens. Sie mussten daher digital angepasst werden.

Ein Millimeter Differenz genügte bereits, um den Gesamteindruck der Optik zu zerstören. Für einen sauberen optischen Abschluss müssen zudem die Rauten perfekt an Dachlinie, Türen und hinterer Kotflügelkante anliegen. In Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickeln und simulieren CAD-Modelleure ein Design des Diamantenmusters mit rund 1.600 Rauten. Eine hochkomplizierte und zeitaufwändige Arbeit.

Bei den ersten Berechnungen stimmen Software und Realität nicht hundertprozentig überein, es entstehen noch leichte Verzerrungen. Bis die Designer mit dem Ergebnis zufrieden sind, vergehen Wochen. Sechs Meter lange Folien, die präzise auf der Karosserie eines Versuchsfahrzeugs angelegt werden, dienen der Kontrolle des Musters.

Mit viel Geduld, handwerklichem Geschick und Können finden die Designer schließlich einen Weg, die CAD-Daten der Realität anzupassen und die Folie über die stark konkave Fläche zu ziehen, ohne dass Rauten verzerren oder Falten werfen.

Die Diamanten in der Folie werden ausgelöst und auf eine Transferfolie übertragen, die anschließend auf die Karosserie geklebt wird. Jede einzelne der rund 1.600 Rauten wird überprüft, teilweise neu ausgerichtet. Anfang 2020 vergehen unzählige Stunden an einem Versuchsfahrzeug, bis das Procedere Entwickler wie Designer zufriedenstellt.

Kurz vor der Anlieferung des Kunden-Fahrzeugs erfolgt die Generalprobe an einem weiteren Versuchsfahrzeug. Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl setzen die Mitarbeiter millimetergenau die Folie zunächst an der Dachlinie an, kontrollieren permanent die richtige Position zur Türspaltlinie und dem Heck.

Als der Divo "Lady Bug" schließlich final bearbeitet wurde, traten keine größeren Komplikationen mehr auf. Mitarbeiter kontrollierten mehrere Tage jede Raute auf ihren exakten Sitz, schnitten zum Teil händisch nach oder tauschten die Formen aus. Anschließend erfolgte die eigentliche Lackierarbeit und das mühsame, penible Entfernen jeder einzelnen Raute.

Auf die Effektlackierung "Customer Special Red" folgen "Graphite" und Klarlack, um die Struktur zu invertieren. Dazwischen: schleifen, einebnen, kontrollieren, korrigieren und wieder schleifen. Über zwei Wochen benötigte der Lackkünstler, bis das Resultat seiner Arbeit endgültig perfekt war.

Der Divo als solcher wird vom bekannten 1.500 PS starken 8-Liter-W16 angetrieben und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h begrenzt. Insgesamt werden nur 40 Divo zu einem Stückpreis von je 5 Millionen Euro zuzüglich Optionen netto im Atelier von Molsheim hergestellt. Die ersten Auslieferungen des Hypersportwagens fanden im August 2020 statt und bereits in den ersten Monaten von 2021 werden alle Divo an ihre Besitzer übergegangen sein.


Bugatti Chiron Pur Sport (2021) im Test: Sprung in den Hyperraum

Bugatti baut einen Chiron mit Handling-Fokus, gibt aber nur wenig der brutalen Performance auf

Zwei Sekunden. Tätowiere das Gas bei normaler Landstraßen-Geschwindigkeit und spätestens jetzt hat der Bugatti Chiron Pur Sport einen Speed drauf, der den lieben Wachtmeister in Zivil am Straßenrand in den vollendeten Panik-Modus versetzt.

Und dabei war ich bis dahin sooo brav.

Der Pur Sport ist weltweit auf 60 Exemplare limitiert. Er kostet um die 3,15 Millionen Euro. Und er verlangt von dir ein komplett neues Level an Respekt, Aufmerksamkeit und Vorsicht. Die ersten zehn Minuten meiner gut zwei Stunden hinterm Steuer fuhr ich folglich wie ein Greis. Ein Greis auf dem Weg zum Mittagsschlaf nach einem Fast-Food-All-you-can-eat.

Aber irgendwann erinnerst du dich dann doch an den 8,0-Liter-Quadturbo-W16 in deinem Rücken und dann öffnet sich da vor dir plötzlich diese lange breite Gerade ... was soll ich sagen, ich bin halt auch nur ein Mensch.

Wundersamer- und barmherzigerweise hat es der Officer bei einer strengen Warnung belassen. Allerdings musste er auch zugeben, dass er sich das "verrückte Raumschiff", das da so ansatzlos hinter ihm auftauchte schon gerne mal genauer ansehen wollte.

Trotz des glimpflichen Ausgangs ist der Vorfall eine gute Erinnerung, in welch kurzer Zeit dich 1.500 PS in sehr große Schwierigkeiten bringen können. Und das, obwohl Beschleunigungsorgien noch nicht einmal die Kernkompetenz des Pur Sport sind.

So pur wie möglich

Während der "normale" Chiron als Allround-Überhammer und Brecher sämtlicher Geschwindigkeitsrekorde entwickelt wurde, liegt der Fokus beim Pur Sport deutlich mehr auf den Themen Handling und Agilität. Dafür geht er sogar noch einige Schritte weiter als der Divo. Das Ziel war es, das bisher Rennstrecken-tauglichste Bugatti-Hypercar zu kreieren.

Die Aggressivität im Erscheinungsbild hat man merklich nach oben geschraubt, aber die äußerlichen Veränderungen verfolgen natürlich auch einen Zweck. Die größeren Lufteinlässe sollen die Vielzahl an Kühlern mit Nahrung versorgen und der größere Carbon-Splitter an der Front erhöht den Abtrieb.

Auf der anderen Seite opfert Bugatti den aktiven Heckspoiler des Chiron zugunsten eines großen, feststehenden Heckflügels, der mehr Highspeed-Stabilität gewährleistet und die auch ein paar Kilo einspart.

1.500 PS sind in der Lage, dich in sehr kurzer Zeit in sehr große Schwierigkeiten zu bringen.

Alles in allem konnten die Ingenieure laut Bugatti gut 50 Kilo aus dem Auto nehmen. Allerdings inklusive der optionalen Magnesium-Räder, die alleine 16 Kilo an ungefederten Massen einsparen, am Testwagen jedoch nicht verbaut waren.

Zugegeben, das mag nicht revolutionär klingen bei einem Auto, das gut zwei Tonnen auf die Waage bringt, aber ein relativ beeindruckender Kraftakt ist es allemal, wenn man bedenkt, dass bereits der normale Chiron ohne Kosten-Rücksicht auf Gewichtsoptimierung getrimmt wurde.

Das Interieur spielt hier ebenfalls eine Rolle. Reduziert auf das Nötigste (oder was bei einem 3,15-Millionen-Euro-Auto als das Nötigste durchgeht) und übersäht mit Alcantara, hilft es, überschüssige Pfunde abzubauen. Gleichzeitig soll der Fahrer von mehr Halt und Kontrolle bei extremeren Fahrmanövern profitieren.

Und besagte Manöver erhalten durch einige ziemlich substanzielle Fahrwerks-Optimierungen ganz neue Nahrung. Neu kalibrierte Dämpfer und steifere Federn (65 Prozent vorne, 33 Prozent hinten) sollen die Kontrolle über den Aufbau verbessern. Zudem wurde an der Vorderachs-Geometrie geschraubt, was hier zu bemerkenswerten 2,5 Grad Negativ-Sturz führt. Zusammen mit steiferen Buchsen und einem Satz extremer Michelin Pilot Sport Cup 2 R-Pneus tauscht der Chiron Pur Sport Teile seiner GT-Skills gegen ein sensibleres, beweglicheres Fahrverhalten und deutlich mehr Grip.

Der Motor wiederum wird nahezu unverändert vom Standard-Chiron übernommen. Lediglich die Maximaldrehzahl hat man um 200 auf 6.900 Touren angehoben. Außerdem erhielt das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe eine neue Abstufung. Eine um 15 Prozent kürzere Übersetzung soll das Ansprechverhalten verbessern.

In jeglichem Szenario außerhalb Volkswagens acht Kilometer langer Test-Gerade in Ehra-Lessien fühlt sich der Pur Sport noch instinktiver an als der normale Chiron.

All das Track-Tuning bringt jedoch auch Einbußen in einem anderen Performance-Zusammenhang, einfach weil der Pur Sport elektronisch auf "nur noch" 350 km/h Höchstgeschwindigkeit begrenzt ist. Obwohl sicher auch die Aero-Maßnahmen und die kürzere Übersetzung eine Rolle spielen, geht die Limitierung laut Bugatti weitgehend auf das Konto der klebrigen Cup-Reifen.

In jeglichem Szenario außerhalb Volkswagens acht Kilometer langer Test-Gerade in Ehra-Lessien fühlt sich der Pur Sport jedoch noch instinktiver an als der normale Chiron. Nach meinem spontanen Interview mit dem Arm des Gesetzes konnte ich das im Angeles National Forest, einem Netzwerk gewundener Bergstraßen einige Meilen nordöstlich von Downtown Los Angeles, zumindest ansatzweise herausfahren.

1.500 PS-Track-Star

Die Beschleunigung ist, da erzähle ich sicher nichts bahnbrechend Neues, Comic-haft brutal. Obwohl Bugatti ein weitgehend flaches Drehmoment-Plateau zwischen 2.000 und 6.000 Touren anführt, scheint sich der absurde Schub in zwei eigenständigen, kurz aufeinander folgenden Stufen zu entfesseln. Stufe Eins beeindruckt, Stufe Zwei verschlägt einem den Atem.

Der Pur Sport verfügt über die Fahrmodi EB, Autobahn und Handling. Dazu gibt es einen ESC Sport Plus-Modus, der die Stabilitätskontrolle lockert und ein wenig Nervosität im Heck zulässt, wenn Sie das wollen. Bugatti will allerdings wirklich sicher sein, dass Sie das wollen: Die ersten drei Fahrstufen sind über das Drehrädchen am Lenkrad anwählbar, für Sport Plus müssen Sie allerdings zuerst einen speziellen Handling-Modus auswählen und anschließend den ESP-Knopf links neben der Lenksäule drücken.

Den Großteil meiner Fahrzeit verbrachte ich im EB-Modus, der als Standard-Einstellung fungiert. In der Stadt fühlt sich das Auto spürbar straffer an als der normale Chiron, richtig strapaziös wird es allerdings nicht. Der Autobahn-Modus ist natürlich vornehmlich für Hochgeschwindigkeitsfahrten gedacht, entsprechend setzt sich hier die Front des Autos ein wenig, um den Luftwiderstand zu optimieren. Allerdings konnte ich ja schon auf der Landstraße in Erfahrung bringen, welche Folgen derartige Spielereien haben.

Der Handling-Modus ist die aggressivste der drei Einstellungen und das Dämpfer-Setting geht hier eher in Richtung "topfebener Grand-Prix-Kurs". Also eher nichts für den welligen, leicht kaputten Belag des Angeles Crest Highway. Oder für die Nordschleife, wo ein bisschen Federung ja auch nicht unbedingt schadet. Sollten Sie also mal einen Pur Sport am Ring sehen, sagen Sie dem Fahrer bitte Bescheid.

Ganz unabhängig vom gewählten Fahrmodus beißt sich der Pur Sport dank des größeren Sturzes und der Cup 2 R-Reifen mit deutlich mehr Hartnäckigkeit in die Kurve als das Auto, auf dem er basiert. Dank der steiferen Buchsen fühlt man zudem mehr Rückmeldung von der Lenkung. Grundsätzlich fühlt sich diese Version auf kurvigen Abschnitten einfach lebendiger und mehr in ihrem Element an.

Eines bleibt aber - trotz all der Optimierungen, die im Namen des Handlings vorgenommen wurden- wie es auch bei all den anderen Chiron-Varianten ist: Der W16 stiehlt noch immer die Show. Im Zuge der Diät-Maßnahmen und der allgemein eher Race-orientierten Kalibrierung, vernichteten die Molsheimer beim Pur Sport auch eine ordentliche Menge an Dämmmaterial. Entsprechend dringt deutlich mehr von der Auspuffanlage (mit ihren neuen, 3D-gedruckten Titan-Endrohren) ins Innere des Autos.

Ein sehr eigenständiges Grollen, in gewisser Weise V8-like, aber irgendwie düsterer, wütender. Da hat Bugatti schon einen Klang erfunden, den man sonst so nirgendwo anders finden wird. Naja, und über den Schub, den diese 1.500 PS anrichten, haben wir uns ja vorher schon unterhalten. Es ist absolut schockierend, jedes einzelne Mal.

Bei der Rückfahrt zum vereinbarten Abgabepunkt, denke ich schließlich über den Platz des Chiron Sport in der automobilen Welt nach. Realistisch gesehen verwischt das Level an jederzeit verfügbarer Performance jeglichen Gedanken an einen normalen Gebrauch auf öffentlichen Straßen. Nicht nur, weil man sich ständig mit eineinhalb Beinen im Knast wähnt, sondern weil die meisten Straßen einfach nicht für diese Art von Tempo gemacht sind. Auf der anderen Seite wird er mit einem Gewicht von gut 1.950 Kilo vermutlich auch keine epischen Rundenrekorde aufstellen.

Vermutlich mehr als jeder andere moderne Bugatti vor ihm wurde der Pur Sport gebaut, um hart gefahren zu werden und den Fahrer für seine Bemühungen zu belohnen.

Stattdessen existiert der Chiron Pur Sport, wie die diversen Chiron- und Veyron-Modelle vor ihm, wirklich als Beispiel dafür, was möglich ist, wenn der absolute Superlativ als Ziel ausgegeben wird, wenn man die Grenzen der Extreme weiter verschiebt. Und all das auch noch mit überraschender Alltagstauglichkeit und einer Optik zum Niederknien. Selbst die Polizei kann nicht anders als ihren Hut zu ziehen (Gott sei Dank war das in meinem Fall alles, was sie zog).

Nun werden vom Chiron Pur Sport natürlich nur ein paar Dutzend Fahrzeuge hergestellt. Jedes einzelne davon mit einem Preisschild, das selbst Oligarchen die Schamesröte ins Gesicht treibt. Daher ist wohl oder übel davon auszugehen, dass der große Teil davon ein distinguiertes, klimatisiertes Leben führt. Mit einem Kilometerstand, der sich über die Jahre kaum verändern wird. Und das ist wirklich mehr als schade.

Vermutlich mehr als jeder andere moderne Bugatti vor ihm wurde der Pur Sport gebaut, um hart gefahren zu werden und den Fahrer für seine Bemühungen zu belohnen. Es bleibt zu hoffen, dass die 16 im Zentrum des Hufeisengrills eines jeden Exemplars - eine Verneigung vor der Motorsport-Geschichte der Marke - die Chance bekommt, in ihrem Leben zumindest ein paar Start-/Ziel-Linien zu sehen.


Bugatti Chiron Terracross als Hyper-Off-Roader gerendert

Darf man sich so etwas überhaupt vorstellen?

Wir müssen wohl nicht erklären, wie wild die Idee eines höher gelegten Bugatti Chiron ist, oder? Ein Auto, das darauf ausgelegt ist, so dicht wie möglich auf der Straße zu liegen, mit einer Aerodynamik, die es bei hohen Geschwindigkeiten noch weiter nach unten drückt.

Aber in der Welt der virtuellen Renderings ist nichts sicher und unantastbar, denn in dieser neuen Zeichnung wird das französische Hypercar ein Opfer des SUV-Wahns. Rafa? Czaniecki, ein Industriedesigner mit Sitz in Shenzhen, China, schickte uns dieses atemberaubende Chiron Terracross-Projekt mit dem einzigen Ziel, die Realität in Frage zu stellen.

Wie er anmerkt, besteht die Idee hinter dem Auto darin, zwei sehr unterschiedliche Autokategorien zu verschmelzen - Supersportwagen und Geländewagen. Und ganz ehrlich, er hat es ziemlich gut geschafft. Vielleicht sollte Bugatti doch mal über ein SUV nachdenken ...

Wo sollen wir überhaupt anfangen? Das Rendering behält die ursprüngliche Grundform des Chiron bei, verändert aber fast jedes andere äußere Detail. Das Fahrzeug fährt auf neuen großen Felgen, die mit speziellen Off-Road-Reifen ummantelt sind, und die Aufhängung ist ungleich höher als beim ursprünglichen Chiron. All das versteckt sich unter 3D-gedruckten Radkästen mit einem transparenten Skelettdesign auf Hexagon-Basis.

Das gleiche Designmotiv findet sich auch am Dachladesystem mit integrierten LED-Leuchten, sowie an den Scheinwerfern und Rückleuchten. Ein sehr ähnliches Muster wird für die Reifenlauffläche verwendet und sogar die Auspuffrohre haben eine sechseckige Form. Für den Fall einer Reifenpanne gibt es ein Reserverad, das hinten auf der Motorabdeckung montiert ist.

Der Designer erklärt, dass er "zusätzliche Details wie digitale Scanner anstelle von klassischen Spiegeln hinzugefügt hat, so dass das Auto das Gelände scannen und Vorschläge machen oder helfen kann, bei schwierigen Bedingungen vorwärts zu kommen." Ein riesiger Schutzbügel, der sich über die gesamte Frontpartie erstreckt, rundet die optischen Neuerungen ab.


Bugatti Chiron Replika aus Metallschrott ist automobiler Steampunk

Wie cool ist das bitte?

Sollten Sie das nächste Mal zufällig in der Thailändischen Chachoengsao Provinz vorbeikommen, hätten wir da einen guten Tipp für einen kleinen Ausflug. Bei Scrap Metal Art Thailand erwacht alter Metallschrott auf faszinierende Art zu neuem Leben.

Rund zwei Stunden östlich von Bangkok befindet sich dieser Blech-Himmel aus gigantischen Robotern, unglaublichen Statuen und lebensgroßen Nachbildungen von Autos an denen kaum jemand ungerührt vorbeigehen können wird. Vor allem nicht am wohl seltsamsten Bugatti Chiron der Welt. Naja, eigentlich an den zwei seltsamsten Bugatti Chirons der Welt.

YouTuber CB Media nimmt uns mit auf eine Tour durch den Workshop und die Ausstellungsfläche und unser Rat wäre, sich zurückzulehnen und sich den ganzen Irrsinn gemütlich reinzuziehen. Kunstobjekte aus wiederverwertetem Altmetall dürfte jeder schon mal irgendwo zu Gesicht bekommen haben, aber die ungemein detaillierten Skulpturen aus dieser Werkstatt sind wirklich atemberaubend.

Lange bevor wir zum erwähnten Chiron kommen, sehen wir Hollywood-Sci-Fi-Nachbauten von Robocop, den T-800 aus Terminator oder alle möglichen Roboter aus Michael Bays Transformers Franchise.

Aus dem Autobereich sehen wir neben den Bugattis einen epischen Mercedes 300 SL Flügeltürer, der nahezu ausschließlich aus Zahnrädern, Muttern und Schrauben besteht. Ganz ähnlich verhält es sich beim Nachbau eines Ferrari 250 GTO. Nichtsdestotrotz ist es der Chiron, der heraussticht.

Mit seinem Mix aus alten Rahmen- und Karosserieteilen, Bodengruppen-Stücken, Zahnrädchen und anderem winzigen Altmetall sieht er beinahe aus wie eine Lego-Technik-Kreation in 1:1-Größe. Ein zweiter Chiron wird uns ebenfalls kurz gezeigt. Es handelt sich dabei um eine eher dystopische Interpretation des Hypercars. Direkt daneben geparkt steht eine massive Skulptur von Bumblebee, die einmal mehr das gigantische Talent hinter diesen Projekten zeigt.

Der Scrap Metal Art Thailand Website zur Folge stehen viele der Skulpturen zum Verkauf. Freizeitparks und private Sammler werden hier als Kunden genannt. Die Kreationen wurden bereits an Käufer in mehr als 40 Ländern verschickt.

Im Video heißt es, ein Auftrag wie der Chiron würde bei etwa 30.000 Dollar, also um die 25.000 Euro kosten. Vergleichen Sie das mal mit der siebenstelligen Zahl, die man für das Original berappen muss. Klingt nach einem ziemlich guten Deal, oder?

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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