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Bugatti Gebrauchtwagen

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Unsere Bugatti Meldungen

Bugatti Divo

Letzter Bugatti Divo geht an einen europäischen Kunden

Mit der Auslieferung des vierzigsten individualisierten Divo endet die Produktion der exklusiven Bugatti-Baureihe ...
Die Auslieferung des 40. kundenspezifischen Divo markiert das Ende der Produktion der exklusiven 5-Millionen-Euro-Bugatti-Baureihe.
2008 Bugatti Grand Sport Restaurierung Außenansicht

Bugatti brauchte vier Monate, um diesen Veyron zu restaurieren

Es ist der erste 16.4 Grand Sport und jetzt hat er seinen perfekten Zustand von 2008 zurück
Bugatti zeigt, was mit seinem aufwendigen Restaurierungsprogramm möglich ist, anhand eines sehr speziellen Veyron von 2008.
Rimac Nevera

Rimac Nevera und Bugatti Chiron im Vergleich: Hyper-Brüder

Der eine ist elektrisch, der andere hat 16 Zylinder. Unglaublich sind sie beide.
Wir vergleichen den 1.914 PS starken elektrischen Rimac Nevera mit dem 1.500 PS starken "traditionellen" Bugatti Chiron. Wer wird gewinnen?
Rimac Nevera

Bugatti EV und Hybrid mit Rimac-Know-How bestätigt

Der Hybrid-Bugatti soll mehr sein als nur ein elektrifizierter Chiron. Verbrenner hat wohl Zukunft
Bugatti Rimac arbeitet an einem Elektro-Hypercar für die Molsheimer Marke, das anders sein soll als der Nevera. Aber der Verbrenner ist wohl noch nicht tot.
Bugatti EB 110 und Bugatti Centodieci

Ikonen-Treffen: Bugatti EB 110 und der Centodieci

Der 8-Millionen-Gigant trifft zwei seiner Vorfahren
Auf diesen Bildern versammeln sich mehrere Millionen Euro auf insgesamt 12 Rädern: Zwei Bugatti EB 110 begegnen in Nardo dem irren Centodieci.
Bugatti Chiron Super Sport: Finale Tests mit 440 km/h

Bugatti Chiron Super Sport: Finale Tests mit 440 km/h

So aufwendig werden 3,2 Millionen Euro auf Rädern erprobt
Der Bugatti Chiron Super Sport ist das extremste Modell der Marke. So wird der weit über 400 km/h schnelle Wagen final erprobt.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Bugatti Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Letzter Bugatti Divo geht an einen europäischen Kunden

Mit der Auslieferung des vierzigsten individualisierten Divo endet die Produktion der exklusiven Bugatti-Baureihe ...

Das glorreiche Ende eines einzigartigen Supersportwagens: Der letzte der 40 vorgesehenen Bugatti Divo wurde an seinen glücklichen Besitzer in Europa ausgeliefert. Ein Modell, das von Natur aus schon exklusiv war, das der Kunde aber mit einer weiteren signifikanten Anpassung modifizierte.

Wir kennen bereits die allgemeinen Eigenschaften des Bugatti Divo, mit dem Bugatti die in den 20er- und 30er-Jahren von Ettore Bugatti und vor allem von seinem Sohn Jean begründete Tradition, exklusive Karosserien auf eigenen Fahrgestellen zu bauen, wieder aufgenommen hat.

Ausgehend vom aktuellen "Standard"-Chiron wollte Stephan Winkelmann als Präsident von Bugatti ausgewählten Kunden des Chiron die Option auf etwas Besonderes bieten, was sofort Anklang fand, so dass die anvisierten 40 Fahrzeuge innerhalb weniger Wochen und noch vor der offiziellen Präsentation auf dem Pebble Beach Concours d'Elegance 2018 verkauft waren.

Ein Auto mit vertrauten technischen Merkmalen, beginnend mit dem 8-Liter-W16 mit 1.500 PS, aber mit einer anderen Karosserie als die des Chiron, die besonders exklusiv sein soll.

Von Anfang an war vorgesehen, dass die 40 Modelle zu On-Off-Versionen werden können, eine Option, die von den meisten Kunden bevorzugt wird: Das heißt, der Kunde selbst wählt die Farben, Materialien, Veredelungen und Polsterungen direkt aus und verfolgt den Produktionsprozess persönlich.

Der Kunde des vierzigsten Bugatti Divo hat also auch die ästhetische Charakterisierung des Wagens persönlich gewählt. Die Hauptfarbe, das Blau des Bugatti EB 110 LM, erinnert an den letzten Bugatti, der offiziell an Le Mans teilgenommen hat, während das kontrastierende Blue Carbon neu ist und die Modernität des Projekts unterstreicht.

Im Innenraum wurden die Farben French Racing blue und Deep Blue gewählt, zusammen mit Elementen in einem modernen matten Karbongrau. All dies hat natürlich seinen Preis: Tatsächlich ist bekannt, dass der Grundpreis des Divo auf 5 Millionen Euro festgelegt wurde, ohne optionale Extras und Personalisierungen. Das wird angesichts der Exklusivität des Modells leicht viel mehr werden.


Bugatti brauchte vier Monate, um diesen Veyron zu restaurieren

Es ist der erste 16.4 Grand Sport und jetzt hat er seinen perfekten Zustand von 2008 zurück

Aufwendige In-House-Restaurierungen scheinen bei Luxus-Automobilherstellern wirklich das nächste große Ding zu sein. Von Porsche haben wir das ja schon häufiger gesehen, wenn auch nicht immer so ganz originalgetreu.

Und bevor COVID-19 im letzten Jahr die Welt lahmlegte, hat auch Bugatti eine entsprechende Sparte namens La Maison Pur Sang ins Leben gerufen. Grob übersetzt werden kann das mit "Vollblüter-Haus", aber bleiben wir doch lieber beim französischen Ausdruck, der klingt dann doch deutlich besser.

Beim La Maison Pur Sang-Programm dreht sich alles darum, alten Autos wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Das Ganze mit extremer Liebe zum Detail und historischer Korrektheit. Nun wurde der erste klassische Bugatti enthüllt, der von der Verjüngungskur profitieren durfte. Wobei klassisch es vermutlich nicht so ganz trifft, denn angesprochener Veyron ist gerade mal 13 Jahre alt und damit kaum älter als das, was durchschnittlich so auf unseren Straßen herumgurkt. Aber es ist halt Bugatti und da ist ja alles grundsätzlich ein wenig anders.

Dieser Veyron aus dem Jahr 2008 ist nämlich ein 16.4 Grand Sport. Noch dazu ist er der erste Grand Sport und damit meinen wir: Der erste Prototyp. Nur zur Erinnerung: Es handelt sich dabei um dies Cabrio-Version des einstmals schnellsten Autos der Welt.

Sein Debüt feierte das offene Hypercar auf dem Concours in Pebble Beach. Und weil da bald die 2021er-Ausgabe ansteht, hätte der Zeitpunkt für die Vorstellung des frisch restaurierten Exemplars kaum besser gewählt sein können.

Was in all den Jahren genau mit diesem Veyron passierte, ist nicht ganz klar. Laut Bugatti tourte er nach seiner Vorstellung um die Welt. Danach verließ er offenbar sein trautes Heim, denn die Franzosen kauften das Auto erst im letzten Jahr zurück.

Zurück in Molsheim startete das La Maison Pur Sang-Team den Restaurationsprozess. Für Bugatti bedeutet das mehr, als einen frischen Lack aufzutragen und den Innenraum neu zu beledern. Im ersten Schritt wird die Authentizität des Fahrzeugs verifiziert. Das bedeutet nicht nur eine Bestätigung der VIN, auch ID-Stempel auf diversen Teilen des ganzen Fahrzeugs werden geprüft.

Solche Überprüfungen sind bei einem 13 Jahre alten Auto sicher deutlich einfacher auszuführen als bei einem Klassiker aus den 1930ern, aber der intensive Prozess der Authentifizierung ist wohl unabhängig vom Alter der gleiche.

Nach Überprüfung der Korrektheit wurde der Grand Sport komplett auseinandergenommen. Alle Karosserie-Paneele wurde im Original-Farbton White Silver Metallic lackiert. Auch das Interieur erhielt eine vollständige Überarbeitung. Mit neuem Leder in der Farbe Cognac und einer Auffrischung aller weiteren Leder- und Aluminium-Teile. Selbst eine nagelneue Mittelkonsole wurde installiert, um der originalen 2008er-Konfiguration des Wagens gerecht zu werden. Der gesamte Vorgang zog sich über vier Monate.

Laut Luigi Galli, dem Chef des La Maison Pur Sang-Programms, zog der restaurierte 16.4 Grand Sport zügig das Interesse einiger Sammler auf sich und "wurde nahezu umgehend gekauft". Mit 1.000 PS, einer 0-100-km/h-Zeit von 2,6 Sekunden und einer Vmax von 407 km/h (mit geschlossenem Dach) ist dieses Auto also nicht nur sehr schnell, es war auch sehr schnell wieder weg.


Rimac Nevera und Bugatti Chiron im Vergleich: Hyper-Brüder

Der eine ist elektrisch, der andere hat 16 Zylinder. Unglaublich sind sie beide.

Die junge Geschichte von Rimac Automobili und seinem Gründer Mate Rimac ist inzwischen eng mit der von Bugatti verwoben. Die elsässische Marke für Hypercars der Extra-Luxusklasse wird von dem bosnisch-kroatischen Unternehmer in einem brandneuen Joint Venture mit Porsche geführt.

Die unglaubliche Herausforderung, vor der Rimac steht, ist die Entwicklung der Bugatti-Hypercars der Zukunft, wobei der Schwerpunkt auf der Elektrifizierung und, in einer noch ferneren Zukunft, auf dem reinen Elektroantrieb liegen wird. In ein paar Jahren werden wir also einen Hybrid-Bugatti sehen, aber wir wissen nicht, ob dieser elektrifizierte Erbe des Chiron noch den berühmten W16 verwenden wird.

In der Zwischenzeit versichert uns Mate selbst, dass die Bugattis von morgen keine Rimacs mit französischer Aufschrift sein werden. In diesem Sinne möchten wir die beiden aktuellen Hypercars des Joint Ventures, den Rimac Nevera und den Bugatti Chiron, miteinander vergleichen. Elektro gegen Verbrenner also, eine Herausforderung, die auf dem Papier erstaunliche Zahlen bietet. Sehen wir sie uns gemeinsam an.

Es klingt seltsam, aber zwei der leistungsstärksten und schnellsten Autos der Welt verwenden diametral entgegengesetzte Technologien. Da ist zum einen der Rimac Nevera, der mit einer Leistung von 1.914 PS die Messlatte für emissionsfreie Elektro-Hypercars noch höher legt.

Auf der anderen Seite steht der Bugatti Chiron, die vielleicht extremste Form der Verbrennungsmotoren, mit seinem außergewöhnlichen W16-Benziner mit 8,0 Liter Hubraum und 1.500 PS. Es ist ein wahres Meisterwerk des Maschinenbaus, das einst vom verstorbenen Volkswagen-Konzernchef Ferdinand Piech in Auftrag gegeben wurde.

Von den Abmessungen her liegen die beiden extremsten Hypercars auf dem Markt, die sich mechanisch so sehr unterscheiden, sehr nahe beieinander: Der Nevera ist 20 cm länger als der Chiron, aber auch etwas schmaler und gleich hoch.

Der Nevera wird in einer Auflage von 150 nummerierten und von Mate Rimac signierten Exemplaren produziert. Vom Bugatti Chiron werden voraussichtlich 500 Stück gefertigt, darunter Sonderserien und Derivate wie der Super Sport oder der Pur Sport.


Bugatti EV und Hybrid mit Rimac-Know-How bestätigt

Der Hybrid-Bugatti soll mehr sein als nur ein elektrifizierter Chiron. Verbrenner hat wohl Zukunft

Es ist vermutlich die größte Nachricht des Jahres in der Autoindustrie - Bugatti und Rimac stecken nun unter einer Decke und sollen gemeinsam die nächste Hypercar-Generation entwickeln. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf der Elektrifizierung, was aber nicht bedeutet, dass Bugatti den Verbrennungsmotor in absehbarer Zeit aufgeben wird.

Die Molsheimer fit für die Zukunft zu machen, wird auf der anderen Seite jedoch mehr verlangen, als einfach den Rimac Nevera mit einem anderen Logo zu versehen. Die französische Luxusmarke wird eigene Entwicklungen brauchen und auch bekommen.

Joint-Venture-CEO Mate Rimac gelobte bereits, den ersten elektrischen Bugatti zu einem eigenständigen und von Grund auf neu entwickelten Produkt zu machen: "Manche Leute erwarten vielleicht, dass wir einen Nevera nehmen und ein Bugatti-Logo draufklatschen und das Ganze dann Bugatti nennen. Das wird definitiv nicht passieren. Das werden wir nicht machen. Ich bin ein Autoverrückter und während wir natürlich ein profitables Unternehmen kreieren wollen, werden wir nicht einfach das recyceln, was wir bereits haben."

Der erste Bugatti, der komplett ohne Verbrenner auskommt, soll vor Ende des Jahrzehnts vorgestellt werden. Bis dahin soll es bereits ein separates Modell mit einem "stark hybridisierten" Benzinmotor geben. Es ist unklar, ob das elektrifizierte Auto weiterhin auf den 8,0-Liter-Quadturbo-W16 aus dem Chiron setzen wird oder man es doch für schlauer hält, ein weniger pompöses Aggregat einzusetzen.

Wie es letztlich auch kommt, bei Bugatti wird sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Das betrifft auch Neuerungen, die über den Wandel zu mehr Elektrifizierung hinausgehen. Die aktuelle Ein-Modell-Politik soll nämlich bald der Vergangenheit angehören. Laut Mate Rimac werden die angesprochenen Neuzugänge "nicht nur Hypercars sein". Zu deren Identität verriet der kroatische Unternehmer zwar noch nichts Konkretes, aber er sagte, sie würden "anders" und "sehr aufregend" sein.

Aktuell konzentriert sich Bugatti weiter auf die Produktion des Chiron. Es geht ja nach wie vor darum dessen geplante 500 Einheiten fertigzustellen. Das 300. Exemplar wurde in diesem Jahr bereits gefertigt. Einen langen Weg hat man mit dem Verkauf und Bau der restlichen Autos aber trotzdem noch vor sich. Weitere Sondereditionen dürften hier Abhilfe schaffen. Es scheint nämlich keinen Mangel an wohlhabenden Kunden zu geben, die nach der ultimativen Ausbaustufe des Verbrenners suchen, bevor die Elektromobilität endgültig das Zepter übernimmt.


Ikonen-Treffen: Bugatti EB 110 und der Centodieci

Der 8-Millionen-Gigant trifft zwei seiner Vorfahren

Hochgeschwindigkeitskurs und herausfordernder Handlingskurs: Die Prüf- und Teststrecken im süditalienischen Nardo? dienen seit Jahrzehnten Bugatti als idealer Ort für die Abstimmung seiner Fahrzeuge. Hier testen Ingenieure die Hypersportwagen unter extremen Bedingungen. Jetzt treffen sich erstmals der exklusive Bugatti Centodieci und zwei Bugatti EB 110 zu einer dynamischen Ausfahrt.

Bevor der Centodieci im nächsten Jahr in Kleinstserie produziert wird, nutzten die Bugatti-Ingenieure nun die Gelegenheit, auf dem Testgelände in Nardò im süditalienischen Apulien intensiv am endgültigen Setup des hochexklusiven Hypersportwagens zu feilen.

Die Runden auf der Teststrecke dienen der dynamischen Kontrolle, bevor der Bugatti Centodieci im Atelier in Molsheim per Handarbeit entsteht - als Hommage an den legendären EB 110 und Zeichen der Coachbuilding-Expertise von Bugatti. Der EB 110 war ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Wiederbelebung der Marke Bugatti im Jahr 1998 in Molsheim.

Neben dem Hochgeschwindigkeitskurs zeigt sich der Handlingskurs mit seinen vielen, abwechslungsreichen Kurven ideal für Fahrwerks-Abstimmungen. Die schnellen Rechts-Links-Rechts-Kombinationen auf dem anspruchsvollen 6,2 Kilometer langen Track fordern Fahrzeug und Fahrer, früher wie heute.

Auf und außerhalb des Testgeländes spult der Centodieci seine Runden ab. "Aufgrund der anderen Straßen und unterschiedlichen Beläge können wir den Centodieci rund um Nardo? im Bereich Komfort noch genauer abstimmen und das Fahrverhalten weiter verbessern", erklärt Lars Fischer, Leiter Fahrwerkversuch und Applikation bei Bugatti.

Rund zwei Wochen arbeitet ein 20-köpfiges Team in Süditalien an dem neuen Modell, neben Fahrwerks-Experten auch Spezialisten für Antrieb und Karosserie. "Wir überprüfen alle vorher simulierten Daten im realen Betrieb, bei hohen Geschwindigkeiten und hohen Außentemperaturen, damit der Centodieci für alle Regionen perfekt abgestimmt ist", sagt Lars Fischer. Dabei widmen die Ingenieure dem seltenen Centodieci das gleiche Maß an Aufmerksamkeit wie dem Chiron. Die Feinabstimmung grenzt immer am Optimum dessen, was technisch möglich ist.

Wie vor 30 Jahren. Es ist eine Zeitreise. "Als der Transporter die beiden Bugatti EB 110 Rennwagen abgeladen hat, fühlte ich mich gleich um 30 Jahre jünger", sagt Loris Bicocchi. Als Erprobungsfahrer entwickelte er den EB 110 Anfang der 90er-Jahre von Grund auf mit, spult unzählige Kilometer auf Prüf- und Teststrecken ab, wie im süditalienischen Nardo?. "Im Laufe der Jahre ist Nardo? zu meiner zweiten Heimat geworden. Ich kenne hier wirklich jede Kurve und Kuppe, kann die Strecke fast blind fahren", erklärt Bicocchi. Er entwickelte den Verlauf mit, um damit noch besser Fahrzeuge abstimmen zu können.

Wie den blau lackierten EB 110 LM, ein ganz besonderes Modell: Es ist einer von nur zwei gebauten offiziellen Werksrennwagen. Mit dem EB 110 LM startete Bugatti 1994 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Bis zu 660 PS leistet der V12 mit vier Turboladern, Fahrwerk und Fahrgastzelle richtet Bugatti kompromisslos auf das Langstreckenrennen aus. Von 0 bis 100 km/h beschleunigt der Rennwagen in rund 3,2 Sekunden.

Auch der silberfarben lackierte EB 110 Sport Competizione (SC) zählt zu den besonderen Modellen. Gentleman Driver Gildo Pallanca-Pastor nahm damit ab 1995 in der IMSA-Serie in den USA und bei anderen BPR-Langstreckenrennen teil. Augenmerk bei der Entwicklung: gewichtsreduziert, neu gedacht und unglaublich schnell.

Genau das war der Anspruch, als Romano Artioli Bugatti nach langer Abstinenz zu neuem Leben erweckte. Am 15. September 1990 weiht Artioli eine neue Fabrik in Campogalliano ein. Ein Jahr später, am 15. September 1991, es wäre Ettore Bugattis 110. Geburtstag, präsentiert Artioli den modernsten und fortschrittlichsten Supersportwagen seiner Zeit - den EB 110. Ein Coupé mit 3,5-Liter-V12, 610 PS, vier Turboladern, Allradantrieb und einem leichten Monocoque aus Carbon. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei bis zu 351 km/h. Weltrekord für einen Seriensportwagen.

"Mit dem EB 110 verbinde ich die beste Zeit meines Arbeitslebens. Obwohl ich schon ab 1974 als Testfahrer bei einer anderen Marke gearbeitet hatte, konnte ich bei Bugatti ab 1989 sehr viel lernen, bin mit dem Auto und meinen Aufgaben gewachsen", erzählt Loris Bicocchi. Auf einem Blatt Papier entsteht der Supersportwagen, alles muss neu entwickelt werden: Motor, Allrad, Fahrwerk, Monocoque, Karosserie. Bis 1995 arbeitet der Italiener für Bugatti, bis zuletzt in Nardo?.

Dicht hintereinander fahren die drei Ikonen, wedeln flink um den engen Kurs. Kurz anbremsen, einlenken und wieder voll beschleunigen. "Für mich ist es wirklich ein sehr emotionaler Moment, die Fahrzeuge wieder zu sehen und fahren zu dürfen, dazu den neuen Centodieci zu fahren", sagt Loris Bicocchi nach ein paar schnellen Runden in den verschiedenen Modellen.

Über 30 Jahre Entwicklung lassen sich bei Supersportwagen wie dem EB 110 und dem Hypersportwagen Centodieci nur schwer miteinander verbinden. "Auch wenn der EB 110 als Supersportwagen vor 30 Jahren schon 610 PS leistete, was sehr viel ist, leistet der Centodieci fast 1.000 PS mehr. Das ist unglaublich. Die auf die Straße zu bringen und fahrbar zu machen, ist eine immense Leistung der Ingenieure", staunt Loris Bicocchi.

Die Fahrzeuge gleichen sich vor allem beim permanenten Allrad, den vier Turboladern, dem Karbon- Monocoque und für die jeweilige Zeit unglaubliche Leistung. "Beim EB 110 gibt es so gut wie keine Elektronik, es ist ein purer Supersportwagen, der vom Fahrer alles verlangt, sich aber gleichzeitig gutmütig, schnell und sicher fahren lässt", erklärt Bicocchi.

Bei modernen Hypersportwagen regeln nahezu in Echtzeit elektronische Systeme das Fahrwerk, Assistenzsysteme helfen, die immense Leistung in Vortrieb umzuwandeln und dabei ein sicheres Fahrverhalten zu gewährleisten. Den größten Unterschied sieht der Experte auch bei den Reifen - das Grip-Level moderner Reifen wie beim Centodieci sei extrem hoch, was wiederum hohe Querbeschleunigung erlaubt.

Die Auslieferungen der hochexklusiven Kleinstserie erfolgen im kommenden Jahr. Nur zehn Fahrzeuge des Few-off-Projektes zum Stückpreis von acht Millionen Euro entstehen für eine exklusive Klientel.


Bugatti Chiron Super Sport: Finale Tests mit 440 km/h

So aufwendig werden 3,2 Millionen Euro auf Rädern erprobt

Tiefes Grummeln liegt in der Luft, das sich zu einem unnachahmlichen Donnern steigert. Nur einen kurzen Augenblick später vibriert der Boden und der Bugatti Chiron Super Sport zischt vorbei, verschwindet am Horizont. Mit bis zu 440 km/h wird der neue Hypersportwagen aus Frankreich auf der Schnellfahrbahn getestet.

Im Cockpit sitzen erfahrene Entwicklungs-Ingenieure, um dem Chiron Super Sport den letzten Feinschliff zu geben. Einstellungsfahrten, um die einzigartige Kombination aus Höchstgeschwindigkeit, Luxus und Komfort auch bei Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 400 km/h zu erreichen.

Beim Schnellfahrtest über mehrere Tage hinweg legen die Ingenieure die Abstimmung von Mechanik, Dämpfung und Aerodynamik final fest, bevor die ersten Modelle des neuen Chiron Super Sport ab Ende August 2021 in Molsheim ausgeliefert werden.

"Nach erfolgreichen Straßentests bis 380 km/h verfeinern wir nun das Fahrverhalten bis zu 440 km/h, damit der Chiron Super Sport auch bei dieser unglaublichen Topspeed sehr sicher fährt und dem Piloten ein gutes und vor allem sicheres Gefühl bei extrem hohen Geschwindigkeiten gibt", erklärt Jachin Schwalbe, Leiter der Fahrwerkentwicklung bei Bugatti.

Dafür sind viele technische Veränderungen und Optimierungen verantwortlich. Anhand von variablen Einstellgrößen bei Heckflügel-Winkel, Fahrzeughöhe, Dämpfung und elektrisch unterstützter Lenkung lassen sich verschiedene Parameter variieren und miteinander vergleichen. Runde für Runde. Und das im Topspeed-Modus.

Bis zu sechs Ingenieure diskutieren anschließend über die perfekte Abstimmung. "Mit dem Mehr-Augen-Prinzip stellen wir durch die Teilnahme von Ingenieuren aus unterschiedlichen Fachgebieten sicher, bei größtmöglicher Sicherheit das bestmögliche Ergebnis und damit die größtmögliche Perfomance für künftige Besitzer bereitzustellen", sagt Jachin Schwalbe. Eine exklusive Arbeit: Mit 440 km/h ist der Chiron Super Sport der schnellste Seriensportwagen der Welt.

Damit neben subjektiven Eindrücken auch objektive Daten ausgewertet werden, kümmert sich Michael Bode vom Bugatti-Team Gesamtfahrzeug-Erprobung bei den Testfahrten um die Messtechnik. Etwa 100 zusätzliche Sensoren zeichnen während der Fahrten verschiedene Daten wie Temperatur und Drücke auf.

"Bei der enormen Leistung und den hohen Geschwindigkeiten verändert sich neben dem Auftrieb bei unterschiedlichen Drücken auch die Thermik. Daher kontrollieren wir bei Topspeed unter Volllast sämtliche Bauteile und optimieren sie gegebenenfalls. Den hohen Aufwand sind wir unseren Kunden für dieses außergewöhnliche und exklusive Fahrzeug schuldig", erklärt Michael Bode.

Denn im Vergleich zum "normalen" Chiron, unterscheidet sich der Chiron Super Sport unter anderem durch eine verlängerte und aerodynamisch optimierte Karosserie, die für extreme Hochgeschwindigkeitsfahrten jenseits der 420 km/h ausgelegt ist.

Das verlängerte Heck lässt die Laminarströmung länger am Auto anliegen und bietet ein deutlich verkleinertes Abrissgebiet. Damit verringert sich der Luftwiderstand und die Aerodynamik verbessert sich. Bei Höchstgeschwindigkeit jenseits der 400 km/h eine diffizile Arbeit.

Die Idee zum Longtail entstand im Sommer 2019, als der Bugatti Chiron Super Sport 300+3 als erstes Serienauto die Grenze der 300 Meilen pro Stunde durchbrach und seitdem den Geschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge hält: Mit exakt 304,773 mph (490,484 km/h) ist es nun er schnellste Seriensportwagen überhaupt. Allerdings wurde die Strecke nur einfach in eine Richtung befahren. Die 30 Einheiten der Serienversion des Super Sport 300+ waren sofort ausverkauft.

Neben der neu konzipierten Aerodynamik ändert Bugatti auch den Antrieb. Darum, dass der Chiron Super Sport selbst bei über 400 km/h weiter stark beschleunigt, kümmert sich unter anderem Marco Schulte. Als Motor-Applikator in der Bugatti-Entwicklungsabteilung passt er die Arbeit der vier Turbolader exakt an die Belastung an.

Im Chiron Super Sport leistet der 8,0-Liter-W16-Motor 1.176 kW (1.600 PS). Das sind exakt 100 PS mehr als im Chiron. Durch die gesteigerte Leistung, hervorgerufen unter anderem durch größere Turbolader mit effizienteren Verdichterrädern, schaltet das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unter Volllast und voller Beschleunigung nun erst bei 403 km/h vom sechsten in den siebten Gang. Zudem wurde der siebte Gang um 3,6 Prozent länger übersetzt.

"Für den Fahrer ist es entscheidend, dass die Zugkraftunterbrechung beim Schalten bei 7.100 Umdrehungen nicht spürbar ist. Daher stellen wir die Ladedruckregelung in den letzten drei Gängen feiner ein", erklärt Marco Schulte. So fällt der Ladedruck beim Schalten nur minimal zurück, um sofort wieder den vollen Ladedruck von 2,8 bar bereitzustellen.

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Chiron Super Sport in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 5,8 Sekunden - und damit 0,3 Sekunden schneller als ein Chiron. Noch deutlicher wird der Unterschied von 0 auf 300 km/h: in 12,1 Sekunden statt 13,1 Sekunden. Von 0 auf 400 km/h beschleunigt der Chiron Super Sport in 28,6 Sekunden - und damit vier Sekunden schneller als der Chiron. Über 420 km/h fährt der Chiron Super Sport in einer neuen Liga - der reguläre Chiron regelt bei 420 km/h sanft ab.

Der Chiron Super Sport beginnt bei einem Nettopreis von 3,2 Millionen Euro und ist Teil der 500 Einheiten des Bugatti Chiron. Für die persönliche Individualisierung kann aus einer nahezu unendlichen Anzahl von Optionen gewählt werden.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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