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Bugatti Gebrauchtwagen

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Unsere Bugatti Meldungen

Bugatti Baby II

Bugatti Baby II: 2,80 Meter langes Kinder-Auto mit Elektroantrieb

Neuinterpretation eines 20er-Jahre-Klassikers für rund 30.000 Euro
Der Bugatti Baby II ist ein 2,80 Meter langes Kinder-Auto mit Elektroantrieb in der Optik eines 20er-Jahre-Klassikers dar. Der Preis: rund 30.000 Euro.
Bugatti Chiron Sport

Der Bugatti Chiron SS hätte sogar Tempo 515 geschafft

Warum man sich gegen Nevada entschied
Mit Tempo 490 hat ein seriennaher Bugatti Chiron eine famose Bestmarke gesetzt. Jetzt verrät Bugatti, wo sogar 515 km/h möglich gewesen wären.
Bugatti Chiron Sport

Bugatti: Rückzug von der Jagd auf Geschwindigkeitsrekorde

Tempo 490 sind erstmal genug
Bugatti hat erst kürzlich mit 490 km/h einen Weltrekord für seriennahe Sportwagen aufgestellt. Laut Firmenboss Winkelmann war es die letzte Rekordfahrt.
Bugatti Chiron Sport

Bugatti Chiron durchbricht 300 Meilen pro Stunde

Supersportler fährt über 490 km/h
Der Bugatti Chiron hat auf der Teststrecke in Ehra-Lessien erstmals die Marke von 300 Meilen pro Stunde durchbrochen. Der Supersportler schaffte 490 km/h.
Bugatti Veyron 16.4 (2005)

Bugatti in: Ferdinand Piëch: Seine berühmtesten Entwürfe

Vom Porsche 917 zum 1-Liter-Auto von VW
Ferdinand Piëch ist tot. Der berühmt-berüchtigte Automanager steht hinter manch umstrittenen Modell. Wir zeigen seine wichtigsten Fahrzeuge.
Bugatti Centodieci

Bugatti Centodieci: Hyper-Hommage an den EB110

Zehn Exemplare mit je 1.600 PS sind geplant
Premiere in Pebble Beach: Mit dem extremen Bugatti Centodieci erinnert die Marke an den EB110 aus den 1990er-Jahren. Wir haben alle Infos und Bilder.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Bugatti Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Bugatti Baby II: 2,80 Meter langes Kinder-Auto mit Elektroantrieb

Neuinterpretation eines 20er-Jahre-Klassikers für rund 30.000 Euro

Bugatti hat den ersten Prototyp des Bugatti Baby II enthüllt. Das nur 2,80 Meter lange Auto für kleine und große Kinder kommt im Design eines 20er-Jahre-Klassikers daher, besitzt aber einen Elektroantrieb.

Der originale Bugatti Baby war eine verkleinerte Version des Bugatti Typ 35, einem wichtigen Modell aus der Bugatti-Historie. Das Wägelchen war für Kinder gedacht und war im Maßstab 1 zu 2 gehalten. Entwickelt wurde es 1926 von Ettore Bugatti persönlich für seinen jüngsten Sohn Roland, der das Wägelchen zu seinem vierten Geburtstag erhielt:

Der Baby II auf Basis des gleichen Modells entstand in Zusammenarbeit mit The Little Car Company. Damit er nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen gefahren werden kann, wurde der vergrößert: Das Auto erreicht nun 75 Prozent der Originalgröße. Außerdem verfügt das Fahrzeug über verschiebbare Pedale für Groß und Klein.

Als 3D-Druck-Modell wurde der Bugatti Baby II schon auf dem Genfer Autosalon 2019 gezeigt:

Der erste Schritt für das Entwicklungsteam bestand darin, jedes Bauteil eines 1924er Typ 35 Lyon Grand Prix Wagens zu scannen. Daraus erschufen die Designer das Auto neu. Schließlich wurde das Auto mit einem Elektroantrieb mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet.

Die Achtspeichen-Leichtmetallräder wurden mit modernen Reifen bestückt. Die hohle Vorderachse wurde nachgebaut, ebenso die elegante Aufhängung und der charakteristische Lenkmechanismus. Im Cockpit gibt es ein Vierspeichen-Lenkrad und ein Aluminium-Armaturenbrett. Statt Tank- und Ölstandsanzeige wurde eine Ladestand- und Leistungsanzeige eingebaut, die Uhr zum Messen der Rundenzeiten wurde übernommen. In der Mitte des Armaturenbretts prangt eine Plakette mit der Fahrgestellnummer des Baby II. Außerdem verfügen alle Autos über Hupe, Rückspiegel, Handbremse und Scheinwerfer.

Eine Fernsteuerung erlaubt es den Eltern, den Antrieb lahmzulegen, falls ein Kind damit Unsinn anstellt. Das geht aus bis zu 50 Metern Entfernung. Das Fahrzeug hat Hinterradantrieb und verfügt über einen Kinder-Modus (1 kW Leistung, 20 km/h Spitze) sowie einen Erwachsenen-Modus (4 kW, 45 km/h Spitze). Optional gibt es einen Speed Key wie beim großen Bruder Chiron. Damit lässt sich die Leistung auf 10 kW steigern und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufheben. Die (herausnehmbare) Standardbatterie speichert 1,4 kWh, optional gibt es einen 2,8-kWh-Akku. Die ungefähre Reichweite der größeren Batterie soll bei etwa 30 Kilometer liegen. Der Baby II ist 2,80 Meter lang und 1,00 Meter breit. Das Leergewicht ohne Fahrer liegt bei etwa 230 Kilo.

Das Auto in French Racing Blue lackiert und mit einer schwarzen Lederausstattung geliefert. Optional gibt es andere Farben für innen wie für außen. Jeder Besitzer eines Baby II wird automatisch Mitglied im The Little Car Club, der Events auf bekannten Rennstrecken veranstaltet, wo man dann mitsamt Kindern und Enkeln das Auto fahren kann. Die Preise beginnen bei 30.000 Euro (zuzüglich Steuern und Auslieferung).

Schon seit dem Genfer Autosalon konnte man den Bugatti Baby II bestellen. Die limitierte Auflage von 500 Stück war in nur drei Wochen ausverkauft. Doch kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen, falls ein Käufer seine Entscheidung zurückzieht. Die Produktion durch The Little Car Company läuft im Frühjahr 2020 an und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.


Der Bugatti Chiron SS hätte sogar Tempo 515 geschafft

Warum man sich gegen Nevada entschied

Am 2. August 2019 hat Le-Mans-Sieger und Bugatti-Testfahrer Andy Wallace einen eigens dafür gebauten Chiron auf der VW-Teststrecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 304,7 mph (490,4 km/h) gebracht. Vermutlich ein Rekord für die Ewigkeit, da sich Bugatti nun aus dem High-Speed-Rennen verabschiedet hat. Als letzten Gruß hat die Marke jetzt weitere Details zur Rekordfahrt bekanntgegeben und enthüllt, dass an einem anderem Ort sogar bis zu 515 km/h möglich gewesen wären.

Bugatti hat mit dem Rekord wieder einmal gezeigt, wozu wir in der Lage sind, trotz der enormen hohen Hürden, sagt Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti. Denn wir sind nicht nur der erste Hersteller, der mit 304,773 mph (490,484 km/h) schneller als 300 Meilen pro Stunde gefahren ist. Wir haben das auch auf einer Teststrecke getan, die einen entscheidenden Nachteil für Geschwindigkeitsversuche aufweist.

Vier Dinge sind für einen Rekordversuch entscheidend. Das Fahrzeug, die Strecke, der Ort und das Wetter. Alle vier müssen stimmen, optimal vorbereitet werden, damit alles passt. Nur das Wetter können wir nicht beeinflussen, sagt Stefan Ellrott, Vorstand Entwicklung bei Bugatti.

Bei so viel Leistung muss für höchste Sicherheit gesorgt sein. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Ehra-Lessien in Niedersachsen ist der einzige Ort weltweit, an dem die Sicherheitsstandards bei Rekordversuchen so hoch liegen. Die insgesamt 21 Kilometer lange dreispurige Schnellfahrbahn wird von Leitplanken umsäumt, am Nord- und am Südende stehen Rettungskräfte bereit. Spezielle Matten reinigen die Fahrbahn vor jedem Versuch. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Wir haben im Vorfeld alles unternommen, um das Risiko für unseren Testfahrer zu minimieren, sagt Ellrott.

Dafür nahm Bugatti einen großen Nachteil in Kauf: Die Teststrecke in Ehra-Lessien liegt 50 Meter über Normalnull, fast auf Meeresspiegel-Niveau. Im Gegensatz zu höhergelegenen Orten, die in der Vergangenheit für Hochgeschwindigkeitsfahrten genurtzt wurden, wie in Nevada, liegt die Luftdichte bei nahezu Normalnull von 1013,25 Hectopascal (hPa). Mit zunehmender Entfernung vom Meeresspiegel wird die Luft dünner, die Anzahl der Moleküle der Luft pro Einheitsvolumen nimmt ab. Grund ist das Luftdruckgefälle in der Atmosphäre, weil die oberen Luftschichtmassen auf den unteren lasten. Unten liegende Luft mit seinen Molekülen wird stärker komprimiert als höher gelegene, der Druck liegt also höher. Ungefähr je 8 Meter sinkt der Luftdruck um etwa 1 hPa. Im Vergleich zu Normalnull beträgt der Luftdruck auf 1.000 Meter nur noch rund 88 Prozent, bei etwa 890 hPa. Eine exakte mathematische Beschreibung des Druckverlaufs ist wegen der Wetterdynamik und anderen Einflussfaktoren allerdings nicht möglich.

Wenn Luftdruck und Luftdichte also abnehmen, verringert sich auch der Luftwiderstand. Gegenstände wie Autos, Luftschiffe oder Flugzeuge benötigen weniger Kraft. In einer Höhe von 5.000 Meter sinkt die Dichte zirka auf die Hälfte, damit halbiert sich auch der Widerstand. Vereinfacht gesagt, muss das Auto auf Meeresspiegelhöhe mehr Kraft aufbringen, um durch die Luft zu fahren, als wenn es auf rund 1.000 Meter unterwegs wäre.

Hingegen spielt der Einfluss der Gravitation keine Rolle. Dass sich zwar zusätzlich auch der Sauerstoffanteil von 21 auf rund 19 Prozent in der Luft verringert, der wichtig für die Verbrennung des Kraftstoffes im Motor, ist jedoch vernachlässigbar - perfekt darauf abgestimmte Turbolader pressen mehr Luft in die Brennräume.

Unsere Berechnung haben ergeben, dass wir in Nevada rund 25 km/h schneller gewesen wären, sagt Stefan Ellrott. Dennoch entschied sich Bugatti dagegen. Sicherheit geht bei Bugatti vor. Die Strecke in Nevada ist sehr lang und geht nur in eine Richtung, Sicherheitskräfte hätten im Notfall zu lange zum Einsatzort gebraucht. Dazu weist die Strecke ein leichtes Gefälle von etwa drei Prozent an. Es hätte sich nicht richtig angefühlt, hier einen Rekord aufzustellen.


Bugatti: Rückzug von der Jagd auf Geschwindigkeitsrekorde

Tempo 490 sind erstmal genug

Im Juli 2010 schrieb Bugatti Geschichte, als der offizielle Testfahrer Pierre Henri Raphanel mit einem unbeschränkten Veyron Super Sport einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, indem er im Durchschnitt 430,9 km/h auf dem Hochgeschwindigkeitsoval von Volkswagen in Ehra-Lessien erreichte. Wenige Jahre später stellte der chinesische Rennfahrer Anthony Liu mit dem Veyron Grand Sport Vitesse einen Rekord für das schnellste offene Serienfahrzeug auf, indem er 408,8 km/h auf dem gleichen Testgelände in Niedersachsen absolvierte.

Am 2. August 2019 brachte Le-Mans-Sieger und Bugatti-Testfahrer Andy Wallace einen eigens dafür gebauten Chiron am gleichen Ort auf eine Höchstgeschwindigkeit von 304,7 mph (490,4 km/h).

Weitere Höchstgeschwindigkeitsrekorde von Bugatti werden wir in absehbarer Zeit aber nicht mehr sehen, denn Firmenchef Stephan Winkelmann hat bekannt gegeben, dass die Molsheimer Marke keine weiteren Geschwindigkeits-Bestmarken verfolgt. Bugattis Ziel war es, der erste Autohersteller zu sein, der die 300-Meilen-Marke durchbrach, und jetzt, da sie es mit dem Chiron Longtail geschafft haben, ist die Aufgabe beendet.

Bugatti hat einmal mehr gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Mit diesem neuen Rekord des Chiron betreten wir erneut absolutes Neuland. Nie zuvor hat ein Serienhersteller diese hohe Geschwindigkeit erreicht, so Winkelmann. Unser Ziel war es die magischen 300 Meilen pro Stunde zu erreichen, als erster Hersteller überhaupt. Das haben wir nun geschafft und macht uns, die gesamte Mannschaft, und mich, unheimlich stolz. Gleichzeitig war es für Bugatti die letzte Rekordfahrt. Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir die schnellsten Autos der Welt bauen. Künftig legen wir unseren Focus auf andere Bereiche.

Das bedeutet, dass Koenigsegg mit dem Jesko, Hennessey mit dem Venom F5 und SSC North America mit dem Tuatara die verbleibenden Autohersteller sind, die daran interessiert sind, um den Höchstgeschwindigkeitsrekord unter den Serienfahrzeugen zu kämpfen. Es lohnt sich, alle daran zu erinnern, dass der im letzten Monat verwendete Chiron Sport nicht zum Verkauf steht, daher ist er technisch gesehen kein Serienauto. Allerdings wird allgemein angenommen, dass ein Chiron Super Sport folgen wird und dieser ähnliche Spezifikationen haben wird.

Ein solcher Schritt wäre keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass Bugatti bereits eine Veyron SS World Record Edition auf den Markt brachte, obwohl diese auf 415 km/h begrenzt war. Die bereits erwähnte Grand Sport Vitesse brachte auch eine WRE-Edition hervor, um den Open-Top-Geschwindigkeitsrekord zu feiern.

Bugatti hat unterdessen weitere Details über den modifizierten Chiron-Prototyp, insbesondere die Reifen, veröffentlicht. Die vom regulären Chiron verwendeten Hochgeschwindigkeitsgummis des Michelin Pilot Sport Cup 2 mussten noch einmal verstärkt werden, um die beeindruckenden Geschwindigkeiten zu bewältigen. Die Gurte wurden für die extremen g-Kräfte verstärkt, während sie noch straßenzugelassen sind, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass tatsächlich ein Chiron SS kommt.

Die Reifen drehen sich in einer Minute bis zu 4.100 mal und wurden in den USA mit Geschwindigkeiten von bis zu 317,5 mph (511 km/h) getestet. Jeder Reifen wurde durchleuchtet, um eine maximale Optimierung zu gewährleisten, und das Set wurde kurz vor dem rekordverdächtigen Lauf auf dem Longtail-Chiron installiert.

Was den Fahrer betrifft, ist Andy Wallace kein Unbekannter im Aufstellen von Geschwindigkeitsrekorden: Im März 1998 jagte der Le-Mans-Sieger von 1988 einen McLaren F1 auf 386,2 km/h. Für seinen neuen Versuch beschleunigte er den Chiron auf 300 km/h in 50-km/h-Schritten, um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist, bevor er das Gaspedal des Prototypen auf der 8,8 Kilometer langen Geraden ins Bodenblech nagelte, um die 490 km/h zu erreichen. Bei maximaler Geschwindigkeit legte das Auto jede Sekunde 136 Meter zurück.


Bugatti Chiron durchbricht 300 Meilen pro Stunde

Supersportler fährt über 490 km/h

Bugatti hat als erster Hersteller die 300-Meilen-pro-Stunde-Marke durchbrochen. Auf der Teststrecke in Ehra-Lessien (bei Wolfsburg) schaffte ein seriennaher Prototyp auf Basis des Chiron ein Tempo von 304,773 mph. Das entspricht 490,484 km/h. Damit hat der Supersportwagen einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Laut TopGear wurde der neue Rekord bereits am 2. August aufgestellt, also vor einem Monat. Die Fahrt wurde vom TÜV zertifiziert. Zu den bisher schnellsten Supersportlern gehören der SSC Tuatara (256,18 mph im Jahr 2007), Hennessey Venom F5 (270,49 mph im Jahr 2013) und Koenigsegg Agera RS (284,55 mph im Jahr 2017). Koenigsegg strebt mit dem Jesko ebenfalls ein Durchbrechen der 300-mph-Marke an.

Der Rekordwagen von Bugatti wurde laut TopGear tiefergelegt und auch sonst in puncto Luftwiderstand optimiert. Unter anderem wurden der Heckflügel und die Air Brakes entfernt. Auch wurde der Beifahrersitz aus- und dafür ein Überrollbügel eingebaut. Der 8,0-Liter-Quadturbo-W16 mit 1.500 PS wurde dagegen mitsamt dem Allradantrieb aus dem Serienauto übernommen. Gefahren wurde der Wagen vom britischen Rennprofi Andy Wallace.

Was für ein Rekord! Wir sind überglücklich als erster Hersteller überhaupt die Geschwindigkeit von mehr als 300 Meilen pro Stunde erreicht zu haben. Ein Meilenstein für die Ewigkeit. Ich danke dem ganzen Team und dem Fahrer Andy Wallace für diese herausragende Leistung, jubelte Bugatti-Chef Stephan Winkelmann.

Quellen: Bugatti, TopGear.com


Bugatti in: Ferdinand Piëch: Seine berühmtesten Entwürfe

Vom Porsche 917 zum 1-Liter-Auto von VW
Ferdinand Piëch ist tot. Der berühmt-berüchtigte Automanager und Entwickler starb im Alter von 82 Jahren. Nach seinem Studium an der ETH Zürich trat der Enkel von Ferdinand Porsche in das Unternehmen Porsche ein. Abgesehen von einem ganz kurzen Intermezzo für Mercedes (wo er später Entwicklungschef hätte werden können, aber aufgrund des Kostendrucks ablehnte), fand seine weitere Karriere im Volkswagen-Konzern statt. Über den Posten als Audi-Chef gelangte Piëch schließlich auf den VW-Vorstandsvorsitz.Als Hobby nannte Ferdinand Piëch einmal "Autos bauen". Oft lotete er die Grenzen des technisch Machbaren aus, etwa beim Bugatti Veyron. Viele seine Entwicklungen waren wegweisend und beschäftigen uns noch heute im Positiven wie Negativen: Der Rennwagen in moderner Form (Porsche 917), Allrad im Pkw (quattro), die TDI-Dieseltechnik mit dem Extrem des VW 1-Liter-Auto, Plattformstrategie und Premium-Ausrichtung. Dabei war Piëch anregend wie aufregend, streitbar und selbstbewusst. In unserer Bildergalerie blicken wir zurück auf seine wichtigsten Fahrzeuge. Kommentiert werden diese von ihm selbst. Die Zitate stammen aus der 2002 erschienenen Autobiographie mit dem passenden Namen "Auto.Biographie" (Verlag Hoffmann und Campe, 288 Seiten, nur noch antiquarisch erhältlich, zwischen 15 und 20 Euro).

Bugatti Centodieci: Hyper-Hommage an den EB110

Zehn Exemplare mit je 1.600 PS sind geplant

Lange dachte man, dass sich Bugatti in seiner heutigen Form nicht für die Zeit unter Romano Artioli in den 1990er-Jahren interessiert. Dabei legte Artioli mit dem EB110 den Grundstein für das moderne Comeback der legendären Marke. Doch weit gefehlt: In Pebble Beach zeigt Bugatti den neuen Centodieci auf Basis des Chiron.

Wir sind stolz auf unsere lange Bugatti-Geschichte, zu der auch der EB110 zählt. Deshalb feiern wir mit dem Centodieci, italienisch für 110, eine Neuinterpretation des einstigen außergewöhnlichen Fahrzeugs, sagt Firmenchef Stephan Winkelmann. Der EB110 entstand zwar im italienischen Campogalliano, wollte von Anfang an aber seine französischen Einflüsse nicht verleugnen. Der damalige Besitzer Romano Artioli eröffnete das Werk am 109. Geburtstag von Ettore Bugatti, am 15. September 1990. Den Supersportwagen EB 110 stellte Artioli der Öffentlichkeit am 110. Geburtstag Ettore Bugattis vor. Daher auch die Typenbezeichnung: EB für Ettore Bugatti, 110 für dessen 110. Geburtstag.

Mit den neuen Centodieci zitiert Bugatti den einstigen Supersportwagen der 1990er-Jahre in vielen Bereichen. Die Herausforderung lag darin, sich nicht von dem Design des historischen Fahrzeugs gefangen nehmen zu lassen und nur in der Retrospektive zu arbeiten, sondern eine moderne Interpretation der damaligen Form und Technik zu kreieren, sagt Achim Anscheidt, Chefdesigner bei Bugatti.

Bei der Entwicklung und dem Design des Centodieci standen wir vor mehreren technischen Herausforderungen, sagt Anscheidt. Der EB110 ist ein sehr flacher, keilförmiger und grafisch quasi zweidimensionaler Supersportwagen der späten 1980er-Jahre. Diese klassische Optik in ein neues Jahrtausend zu transportieren, ohne sie zu kopieren, war nicht zuletzt technisch kompliziert.

Der vorne flache, hufeisenförmige Kühler gibt seine Tiefe erst in der Seitenansicht preis, dazu passen der neuentwickelte, tief sitzende Frontspoiler und die dreigeteilten Lufteinlässe. Die Front des Centodieci duckt sich sehr tief. Das ikonenhafte Bugatti-Hufeisen wurde dementsprechend verkleinert, das Bugatti-Logo sitzt auf der Haube, die in der Mitte durch ein schwarzes Element unterbrochen wird.

Die Front ordnet sich der gesamten niedrigen Geometrie des Fahrzeugs unter, trotz seiner ursprünglichen dominanten Kühlfläche. Dazu passen die neuentwickelten, komplexen sowie sehr schmalen Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht. Dank der neu entwickelten Leuchtelemente waren wir im Front- und Heckbereich stilistisch frei, einer Hommage an den EB110 respektvoll gerecht werden und gleichzeitig diese sympathische visuelle Reminiszenz technologisch modern zu übersetzen, so Achim Anscheidt.

Wir haben bei der Entwicklung das keilförmige Design aufgenommen, gehen aber in eine neue Richtung, sagt der Designer. Die sonst dominante Bugatti-Linie, die C-Linie an der B-Säule, weicht einem neuen Design. Deutlich kleiner als beim Chiron sorgen fünf runde Lufteinsätze nach dem Vorbild des EB110 SS - als Raute platziert - für die ausreichende Luftansaugung des Sechszehnzylinder-Aggregats.

Wie beim EB110 präsentiert sich das Triebwerk hinter einer transparenten Glasfläche. Das Heck formiert sich zu einem einzigen Lüftungsloch, geprägt durch die acht Rücklichtelemente, übereinander platzierten schwarz matt eloxierten Auspuffendrohren und einem Abtrieb verbessernden Performancediffusor. Der überspannende Heckflügel ist in Anlehnung an den EB110 SS fest montiert, jedoch mechanisch in seinem Anstellwinkel einstellbar. Unterstützt wird dieser durch die aerodynamische Heckklappe und eine strömungsoptimierte Heckscheibe.

Da der Bugatti Chiron die Basis für den Centodieci liefert, ist auch hier der acht Liter große W16-Motor an Bord, leistet nun aber 1.600 PS bei 7.000 U/min. Ein zusätzlicher Lufteinlass im Bereich des Ölkühlers reguliert die Temperatur des leistungsgesteigerten Motors. Von 0 auf 100 km/h spurtet der Centodieci in 2,4 Sekunden, auf 200 km/h in 6,1 Sekunden und auf 300 km/h in 13,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 km/h elektronisch begrenzt.

Im Vergleich zum Chiron spart der Centodieci 20 Kilogramm Leergewicht ein, zum Chiron Sport immerhin zwei Kilogramm. So kommen unter anderem ein leichter Scheibenwischer und Stabilisatoren aus Carbon sowie filigrane Außenspiegel zum Einsatz. Das ermöglicht ein Leistungsgewicht von nur 1,13 Kilogramm pro PS. Mit einem Abtrieb von über 90 Kilogramm bietet der Centodieci eine ähnlich hohe Querbeschleunigung wie der Divo.

Die auf zehn Fahrzeuge limitierte und handgefertigte Kleinserie des Centodieci soll in zwei Jahren ausgeliefert werden, zu Stückpreisen ab acht Millionen Euro zusätzlich Mehrwertsteuer.

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