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Opel Astra Gebrauchtwagen

Bild: Opel Astra  Gebrauchtwagen

Opel Astra

Der Opel Astra ist seit Jahrzehnten am österreichischen Automarkt ein "Fixstern": Schließlich heißt "Astra" Stern auf Latein. Vor allem die 5-türige Limousine und der geräumige Kombi (im Bild), der früher noch "Caravan" hieß, heutzutage aber "Sports Tourer" genannt wird, sind die 2 Top-Typen beim Opel Astra.

Die Astra Coupés und Cabrios, die aktuell nicht mehr im Neuwagen-Programm angeboten werden, bieten gebraucht individuelle Sportlichkeit zum günstigen Preis. Astra GSi und der mit bis zu 280 PS noch stärkere Astra OPC sind da ebenfalls zu erwähnen.

 

Gebrauchte Opel Astra auf automobile.at

Aktuell werden 324 Opel Astra Gebrauchtwagen auf automobile.at zu Preisen von 120,- bis 24.990,- Euro angeboten.

Neben gebrauchten Fahrzeugen gibt es bei uns zudem 25 Opel Astra Neuwagen-Angebote ab 15.977,- Euro.

Die Erstzulassung der angebotenen Gebrauchtwagen reicht von 1996 bis September 2019. Die größte Auswahl an gebrauchten Opel Astra gibt es im Moment mit einer Erstzulassung im Jahr 2019.

Der Kilometer-Stand der Opel Astra Gebrauchtwagen variiert von 3 bis 279.250 km. Die durchschnittliche Laufleistung beträgt 9.976 km pro Jahr.

Unter den Angeboten finden sich derzeit 159 Kombis.

Die Motorisierung der Gebraucht-Fahrzeuge beginnt bei 68 PS und geht bis maximal 280 PS. Auf Diesel-Motoren entfallen 55 Prozent, auf Benzin-Motoren 45 Prozent.

Mit Automatik-Getriebe sind 3 Prozent der Opel Astra ausgestattet.

Das Team von automobile.at wünscht Ihnen viel Erfolg beim Kauf Ihres gebrauchten Opel Astra beim Händler oder von Privat-Personen - übrigens: Ihren alten Gebrauchten können Sie kostenlos bei uns inserieren!

Aktuelle Opel Astra Gebrauchtwagen-Angebote

 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra Caravan Premiumline

Opel Astra Caravan Premiumline

11/2003
150.000 km
62 kW (84 PS)
€ 1.450
3451 Atzelsdorf
Händlerangebot
Kombi | Gebrauchtwagen
Benzin
grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Aut.

Opel Astra ST 1,6 CDTI Aut.

06/2016
77.567 km
100 kW (136 PS)
€ 13.184
4701 Bad Schallerbach
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel | Automatik
diamant blau met.
5 Türen
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 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Edition, Isofix, Sitzheizung, Klimatronik,

Opel Astra ST 1,6 CDTI Edition, Isofix, Sitzheizung, Klimatronik,

08/2015
70.000 km
81 kW (110 PS)
€ 9.240
5020 Salzburg
Händlerangebot
Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
weiss
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Ecotec Edit., Tempomat, Lenkradheizung, Si

Opel Astra ST 1,6 CDTI Ecotec Edit., Tempomat, Lenkradheizung, Si

05/2016
66.000 km
81 kW (110 PS)
€ 11.780
5020 Salzburg
Händlerangebot
Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
braun
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,6 SIDI Turbo Ecotec Sport Start/Stop System

Opel Astra 1,6 SIDI Turbo Ecotec Sport Start/Stop System

06/2013
55.000 km
125 kW (170 PS)
€ 9.499
5280 Braunau
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Benzin
Schwarz
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Cool&Sound

Opel Astra 1,4 Cool&Sound

10/2017
8.659 km
74 kW (101 PS)
€ 13.790
8051 Graz
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Argon Silber (M2)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Österreich Edition Start/Stop System

Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Österreich Edition Start/Stop System

03/2015
78.094 km
88 kW (120 PS)
€ 10.790
8051 Graz
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Silbergrau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Turbo Direct Injection Österreich Edition

Opel Astra 1,4 Turbo Direct Injection Österreich Edition

03/2019
9.075 km
92 kW (125 PS)
€ 18.990
4600 Wels
Händlerangebot
Limousine | Vorführwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Schnee Weiß (SL)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,0 Turbo ecoflex Direct Inj. Cool&Sound St./St.

Opel Astra ST 1,0 Turbo ecoflex Direct Inj. Cool&Sound St./St.

09/2016
15.315 km
77 kW (105 PS)
€ 10.500
4040 Linz-Urfahr
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Schneeweiß
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,0 Turbo Dir. Inj. St./St. ECOTEC 120 Jahre Edition 1

Opel Astra 1,0 Turbo Dir. Inj. St./St. ECOTEC 120 Jahre Edition 1

09/2019
10 km
77 kW (105 PS)
€ 20.990
4040 Linz-Urfahr
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Jahreswagen
Benzin | Schaltgetriebe
Onyx Schwarz (M2)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Österreich Edition Start/St

Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Österreich Edition Start/St

05/2013
68.500 km
88 kW (120 PS)
€ 9.790
2380 Perchtoldsdorf
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Benzin
grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra Sports Tourer Cool & Sound 1,6 CDTI

Opel Astra Sports Tourer Cool & Sound 1,6 CDTI

08/2016
124.000 km
70 kW (95 PS)
€ 9.497
4341 Arbing
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel
silber
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST CDTI Ecotec Edition LED NAVI WINTERPAKET

Opel Astra ST CDTI Ecotec Edition LED NAVI WINTERPAKET

05/2017
125.000 km
100 kW (136 PS)
€ 11.980
4407 Steyr-Gleink in Oberösterreich
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel
blau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,7 Edition CDTI ecoFlex *SOFORT FINANZIERUNG MÖGLICH*

Opel Astra 1,7 Edition CDTI ecoFlex *SOFORT FINANZIERUNG MÖGLICH*

07/2009
87.800 km
81 kW (110 PS)
€ 6.700
2500 Baden
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
Schwarz Metallic
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Österreich Edition St./St.

Opel Astra ST 1,6 CDTI Österreich Edition St./St.

06/2019
8 km
81 kW (110 PS)
€ 20.990
8530 Deutschlandsberg
Händlerangebot
Kombi | Jahreswagen
Diesel | Schaltgetriebe
Onyx Schwarz
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Österreich Edition S/S

Opel Astra ST 1,6 CDTI Österreich Edition S/S

12/2018
9.288 km
100 kW (136 PS)
€ 19.990
8530 Deutschlandsberg
Händlerangebot
Kombi | Vorführwagen
Diesel | Schaltgetriebe
Onyx Schwarz Metallic
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,7CDTI Ecoflex Cosmo

Opel Astra ST 1,7CDTI Ecoflex Cosmo

06/2013
53.000 km
81 kW (110 PS)
€ 7.970
8750 Judenburg
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
schwarz-met.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,6 CDTI ECOTEC Edition

Opel Astra 1,6 CDTI ECOTEC Edition

08/2019
10 km
81 kW (110 PS)
€ 22.490
4600 Wels
Händlerangebot
Limousine | Jahreswagen
Diesel | Schaltgetriebe
Schnee Weiß (SL)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Turbo Direct Injection Österreich Edition

Opel Astra 1,4 Turbo Direct Injection Österreich Edition

05/2019
5.496 km
92 kW (125 PS)
€ 21.390
4020 Linz
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Limousine | Vorführwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Schnee Weiß (SL)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,6 CDTI ECOTEC Edition

Opel Astra 1,6 CDTI ECOTEC Edition

12/2018
2.180 km
81 kW (110 PS)
€ 17.990
4020 Linz
Händlerangebot
Limousine | Vorführwagen
Diesel | Schaltgetriebe
Argon Silber (M2)
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Cosmo Start/Stop System

Opel Astra 1,4 Turbo Ecotec Cosmo Start/Stop System

04/2012
72.611 km
88 kW (120 PS)
€ 8.780
1200 Wien
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Benzin
braun
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 120 Jahre Edition D14XFL 6G 125PS

Opel Astra ST 120 Jahre Edition D14XFL 6G 125PS

03/2019
13.000 km
92 kW (125 PS)
€ 17.990
4664 Laakirchen
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Benzin
Schneeweiß
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,6 CDTI Ecotec Innovation St./St.

Opel Astra ST 1,6 CDTI Ecotec Innovation St./St.

03/2017
30.227 km
81 kW (110 PS)
€ 16.490
4020 Linz
Händlerangebot
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
Diamantblau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 2,0 CDTI ECOTEC Edition Aut. *1.Besitz*

Opel Astra ST 2,0 CDTI ECOTEC Edition Aut. *1.Besitz*

03/2014
80.000 km
121 kW (165 PS)
€ 10.980
4600 Wels
Händlerangebot
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel | Automatik
silbermet.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Opel Astra ST 1,4 Turbo Ecotec Direct Injection Innovation Aut.

Opel Astra ST 1,4 Turbo Ecotec Direct Injection Innovation Aut.

01/2017
18.000 km
110 kW (150 PS)
€ 19.990
2322 Zwölfaxing
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Gebrauchtwagen
Benzin | Automatik
weiss
4 Türen

Unsere Opel Astra Meldungen

Opel Astra Facelift (2019) im Test

Opel Astra Facelift (2019): Mit neuem 1,2-Liter-Turbobenziner im Test

Was taugt das 130-PS-Aggregat in Kombination mit Handschaltung?
der Opel Astra erhält ein Facelift und völlig neue Motoren. Wir haben uns bei den Opel-Fachleuten informiert und das Auto mit 130-PS-Turbo getestet.
Opel Astra in: Opel Astra und Insignia (2018) mit neuen Motoren im Test

Opel Astra und Insignia (2018) mit neuen Motoren im Test

Biturbo-Diesel im Astra, 200-PS-Benziner im Insignia
Opel pflegt seine konventionellen Baureihen: Sowohl der Astra als auch der Insignia bekommen neue Motoren. Wir haben beide Aggregate getestet.
Im Test: Der Opel Astra als Erdgas-Version

Opel Astra mit Erdgas im Test

Lohnt sich der Griff zum alternativen Kraftstoff?
Mit einem geringen CO2-Ausstoß wollen Erdgasautos punkten. Jetzt schickt Opel einen CNG-Astra ins Rennen. Welche Vorteile zeigen sich im Alltagstest?
Rund 12.000 Kilometer wurden von uns im Opel Astra mit Einliter-Turbobenziner zurückgelegt

Reine Formsache?

Der Opel Astra mit Dreizylinder im Dauertest
Auch Opel springt auf den Dreizylinder-Zug auf und bietet im Astra einen 1,0-Liter-Benziner mit 105 PS an. Eine gute Wahl für den Alltagsbetrieb? Unser Dauertest zeigt die Stärken und Schwächen
Das ist der neue Opel Astra TCR. Er soll Opel auf die große Weltbühne des Motorsports zurückführen. Wir sind den neuen Renner bereits gefahren

Opel und die Zukunft der Tourenwagen

Tracktest: Opel Astra TCR
Opel hat eine sehr lange Motorsport-Tradition, vor allem der Tourenwagensport liegt den Rüsselsheimern am Herzen. Jetzt gibt es einen neuen Renn-Opel. Wir fühlen dem Astra TCR am Nürburgring auf den Zahn
Das ist der neue Opel Astra Sports Tourer. Wir sind den kompakten Kombi schon Probe gefahren

Familienfreundliches Flottenfahrzeug

Der neue Opel Astra Sports Tourer mit Top-Diesel im Test
Der frisch zum "Car of the Year" gewählte neue Astra konnte als Fünftürer bereits viele begeistern. Vom neuen Sports Tourer erwarten wir deshalb jetzt Ähnliches. Ob sich die Erwartungen mit der Realität decken? Test!
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Opel Astra Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Opel Astra Facelift (2019): Mit neuem 1,2-Liter-Turbobenziner im Test

Was taugt das 130-PS-Aggregat in Kombination mit Handschaltung?

"Wir sind in einer Übergangszeit", sagt Opel-Sprecher Patrick Munsch, und man merkt ihm an, dass es derzeit nicht immer leicht ist, die daraus resultierende Gemengelage zu erklären: Bis vor Kurzem war Opel noch General-Motors-Tochter, nun gehört man zu PSA. Ein Teil der Modelle basieren noch auf GM-Plattformen, andere schon auf PSA-Technik. Der 2015 gestartete Astra K gehört zu den GM-Modellen. Bevor die 2021 startende nächste Generation Astra L auf die PSA-Basis gestellt wird, erhält er nun noch mal ein Facelift und neue Motoren. Wir haben das Auto mit dem 130 PS starken Turbobenziner und Handschaltung getestet.

Welche Modelle sind denn noch GM-Autos?

Aber zunächst nochmal kurz zur generellen Marschrichtung: Die Kleinstwagen Adam und Karl sowie der Cascada sind kürzlich ausgelaufen, der neue Corsa beruht auf PSA-Technik, genauso wie der 2020 startende Mokka-X-Nachfolger und derzeit schon die SUVs Crossland X und Grandland X.

"Die GM-Modelle werden auch GM-Motoren kriegen, nur die PSA-Modelle bekommen auch PSA-Motoren."

GM-Modelle bleiben vorerst noch der Astra und der Insignia. Die GM-Modelle werden auch GM-Motoren kriegen, nur die PSA-Modelle bekommen auch PSA-Motoren. Das hat offenbar nicht nur technische Gründe, sondern beruht auch auf den Lizenzbestimmungen: Opel darf in das GM-Modell Astra nicht einfach PSA-Motoren einbauen, auch wenn sie passen. So bekommt auch das Astra-Facelift GM-Motoren. Es handelt sich um Aggregate, die von Opel noch unter GM-Ägide entwickelt wurden, und die bisher bei Opel noch nicht zum Einsatz kommen, wohl aber bei asiatischen GM-Modellen. Man darf vermuten, dass dieselben Aggregate auch dem (2017 gestarteten) Insignia B zugute kommen, wenn er (wahrscheinlich 2021) ein Facelift bekommt.

Was hat sich bei den Motoren geändert?

Den Astra gibt es künftig nur noch mit Dreizylinder-Motoren. Auf der Dieselseite wird der 1,6-Liter-Vierzylinder durch einen 1,5-Liter-Dreizylinder ersetzt. Bei den Benzinern gab es bisher einen Einliter-Turbobenziner mit 105 PS, einen 1,4-Liter-Turbo mit 150 PS sowie einen 1,6-Liter-Turbo mit 200 PS. Eine Powerversion mit 200 PS wird es mangels Nachfrage künftig nicht mehr geben, genauso wenig übrigens wie eine Erdgasversion, wie Benzinmotoren-Entwickler Matthias Alt mir sagt. Und bei den schwächeren Aggregaten? Hier liegt der Nachfrageschwerpunkt laut Opel bei 120 bis 130 PS. Das lässt sich mit einem 1,2-Liter-Turbo besser darstellen als mit einem 1,0-Liter oder einem 1,4-Liter, so Alt. Daher wird vor allem ein 1,2-Liter-Turbo mit drei Zylindern angeboten.

Wirklich nur noch Dreizylinder?

Richtig, nur noch Dreizylinder-Motoren. Alle sind völlig neu. Alle sind noch unter GM-Ägide entstanden, haben nichts mit PSA zu tun, wie Alt mehrmals betont. Die Palette beginnt bei 110 PS. Beim VW Golf beginnt die Benziner-Riege schon bei 85 PS. Gefragt, ob beim Astra nicht noch eine 90-PS-Version nachkommt, schüttelt Alt den Kopf. Da müsste man den Motor schon arg herunterregeln, das wäre schade, meint er. Offenbar ist die Hardware bei den drei Versionen des 1,2-Liter-Motors immer die gleiche, die unterschiedliche Leistung von 110, 130 oder 145 PS kommt nur durch die Motorsteuerung zustande. Mit anderen Worten, die Kosten für Opel sind bei allen Motoren die gleichen, die Leistung wird einfach per Software heruntergeregelt, und die Preise macht die Marketingabteilung. Eine 90-PS-Version müsste wohl (bei gleichen Kosten) so günstig sein, dass es sich nicht mehr rechnet.

Wie fährt er sich denn, dieser Dreizylinder?

Gut. Schon als Beifahrer spüre ich den Vorwärtsdrang des Motors. Auch als ich später selbst am Steuer sitze, gefällt mir das Aggregat. Es klingt (trotz der Ausgleichswelle) ein kleines bisschen rau, und zwar in allen Drehzahlbereichen, aber mich stört das keineswegs. Vor allem ist der Schub aus dem Drehzahlkeller beeindruckend. 225 Newtonmeter sind für einen 1,3-Tonner ja schon ordentlich. Zum Vergleich: Der Golf mit 130-PS-Benziner bietet 200 Nm.

Stolz ist man bei Opel auch auf die geringen CO2-Emissionen. Dafür hat man erstens an der Aerodynamik gefeilt und zweitens an den Motoren. So liegen die Diesel im Astra nach NEFZ-Norm unter 95 Gramm pro Kilometer, die Benziner allesamt unter 99 Gramm. Das sind in der Tat gute Werte. Der 130-PS-Turbobenziner im Golf emittiert 116 Gramm, also 17 Prozent mehr Kohlendioxid.

Und Fahrwerk, Lenkung?

Mein Testwagen hat das optionale Sportfahrwerk mit Watt-Gestänge. Es soll für mehr Komfort sorgen, weil das Gestänge die Zentrifugalkräfte in der Kurve aufnimmt. Das Fahrwerk ist auf manchen Oberflächen vielleicht ein kleines bisschen zu hart, geht aber völlig in Ordnung. Auch die etwas indirekte Lenkung stört mich nicht.

Wie sieht das Cockpit aus?

Ordentlich. Auf Anhieb gefällt mir das Infotainmentdisplay mit seiner Brillanz; es spiegelt auch nicht.

Das Instrumentendisplay ist allerdings nicht mit dem Active Info Display alias Virtual Cockpit des VW-Konzerns vergleichbar. Vor dem Fahrer gibt es zwei konventionelle Rundinstrumente in Chromringen, und nur der mittlere Bereich ist ein Display, wenngleich das ganz gut kaschiert ist:

Was die Materialien angeht, so enttäuscht die Konsole zwischen den Vordersitzen mit ihrem kruden Hartplastik. Da sieht ein VW Golf doch deutlich schicker aus.

Was mir gut gefällt: Wenn man die Zweizonen-Klimaautomatik hat, werden Sitzheizung und Sitzbelüftung (ja, die gibt es) automatisch mitgesteuert, wenn man das will. Stellt man bei 30 Grad im Schatten die Temperatur auf 20 Grad, dann wird anfangs automatisch auch die Sitzbelüftung auf maximal gestellt, später reduziert sich die Stärke auf Stärke 1.

Auch sonst hat Opel an die kalte Jahreszeit gedacht: Es gibt eine Frontscheibenheizung und eine Lenkradheizung. Die Sitze mit ihrem guten Seitenhalt gefallen mir ebenfalls. Auch das Platzangebot im Fond ist für mich als 1,75 Meter großen Sitzriesen in Ordnung:

Und der Kofferraum?

Das Volumen (370 bis 1.210 Liter) ist minimal kleiner als beim Golf (380 bis 1.270 Liter). Die Nutzbarkeit geht in Ordnung. Störende Details sind die Schwelle, die beim Herausziehen von Ladegut stört, und die Matte, die den Kofferraumboden bildet, wirkt arg billig. Was mir gut gefällt, ist das Umlegesystem: Mein Testwagen hat drei einzeln klappbare Sitzlehnen im Fond, so dass man lange Gegenstände wie Skier "durchladen" kann. Serienmäßig ist das nicht, es kostet aber verschmerzbare 240 Euro Aufpreis. Wie das Umklappen damit klappt, sieht man in meinem kleinen Video:

Was bietet der Astra in puncto Hightech?

Das Hightech-Angebot ist etwas mau. Es gibt zwar Matrix-LED-Scheinwerfer, normale LED-Scheinwerfer, ein ordentlich funktionierende Spurhalteassistenten, eine Rückfahrkamera und mehr. Aber es fehlt auch einiges, so das Instrumentendisplay (bei VW nun schon eine Klasse niedriger verfügbar) und adaptive Dämpfer (obwohl ich da selten Unterschiede spüre). Einen Abstandstempomaten gibt es zwar, aber bei den Testautos war nur in die Version mit CVT einer eingebaut. Auf Nachfrage hieß es vom Opel-Testwagen-Chef, dass es für den 1,2-Liter-Turbo mit 130 PS und Handschaltung keinen Abstandstempomaten gäbe. Wovon die Preisliste allerdings nichts sagt. Mein Tipp: Wenn das System wichtig für Sie ist, sollten Sie vor der Bestellung beim Händler nachfragen.

Wie sind die Preise?

Den gefahrenen Opel Astra 1.2 Direct Injection Turbo mit 130 PS und Handschaltung gibt es ab 22.950 Euro. Dafür bekommt man die Ausstattung Edition, die bereits mehr als das Nötigste umfasst. Serie sind ein Radio, einen 7,0-Zoll-Touchscreen, eine Klimaanlage und sogar ein Tempomat sowie Parkpiepser vorn und hinten. Einen VW Golf mit 130 PS und etwa gleichem Drehmoment bekommt man erst ab 25.260 Euro. Dafür bekommt man die Version Comfortline, die eine vergleichbare Ausstattung bietet (mit Leichtmetallrädern, dafür ohne Tempomat). Die getestete Motorisierung ist also rund zehn Prozent günstiger als der Golf. Positiv auch: Man kann den Astra ziemlich detailliert konfigurieren, jedenfalls weitaus besser als asiatische Importeursautos.

Fazit: 7/10

Wirklich begeistert hat mich der geliftete Opel Astra nicht, aber einen Fehler macht man mit einem Kauf nicht. Die Motoren (neben dem 130-PS-Benziner fuhr ich kurz den Kombi mit dem 122 PS starken Diesel und Neungang-Automatik) bieten viel Schwung und sind (zumindest auf dem Papier) sparsam. Auch Fahrwerk, Cockpit und Innenraumangebot gehen in Ordnung. Der Preis ist im Vergleich zum Erzkonkurrenten VW Golf attraktiv. Ein wenig mau ist aber das Hightech-Angebot.

+ schwungvolle neue Motoren, durchdachte Sitzventilation, zweifach geteilte Fondsitzlehne

- kein Instrumentendisplay, keine adaptiven Dämpfer, unklare Verfügbarkeit des Abstandstempomaten


Opel Astra und Insignia (2018) mit neuen Motoren im Test

Biturbo-Diesel im Astra, 200-PS-Benziner im Insignia

SUV hier, SUV dort: Gefühlt gibt es aktuell nur noch ein Thema. Doch was ist eigentlich mit den klassischen Segmenten? Opel pflegt sie und bringt nun für den Astra und den Insignia jeweils einen neuen Motor auf den Markt. Wir konnten beide Aggregate testen.

Um was geht es überhaupt?

Bis zum Jahr 2024 will Opel in jeder Baureihe neben konventionellen Motoren auch einen Hybrid oder reinen Elektroantrieb anbieten. Zwar kommt schon 2020 ein Strom-Corsa, trotzdem fließt bis dahin noch einiges Wasser den Main hinunter. Also gilt es, die klassischen Verbrenner zu pflegen und zu optimieren. Keine leichte Arbeit, denkt man an die Abgasnorm Euro-6d-Temp und den neuen WLTP-Verbrauchszyklus. Herausgekommen sind nun ein Biturbo-Diesel mit 150 PS im Opel Astra und ein Turbobenziner mit 200 PS im Insignia.

Erzähl mir erstmal etwas zum Astra!

Bitte sehr: Der Golf-Gegner empfängt einen innen mit einem neu gestalteten Multifunktionslenkrad, die Tasten sind nun klarer zu verstehen. Ansonsten ist die Bedienung einfach und logisch, vielleicht gerade weil Opel im Astra noch nicht auf ein großflächiges Digitalcockpit setzt. In Sachen Haptik und Verarbeitung überrascht der Innenraum positiv, manch Premium-Konkurrent des Astra kriegt das auch nicht besser hin. Hinten gibt es genug Platz für die Beine, 370 Liter Kofferraumvolumen sind beim Fünftürer vorhanden. Wer noch mehr braucht, greift zum "Sports Tourer" genannten Kombi mit mindestens 540 Liter. Dick und rot würden wir die hervorragenden AGR-Sitze anstreichen, es gibt sie sogar mit Belüftung. Dann ist aber Leder inklusive und der Aufpreis gerät mit 2.300 Euro recht heftig. So gesehen reichen die normalen AGR-Möbel (je nach Ausstattungsniveau zwischen 685 und 295 Euro) völlig aus. Auch in Sachen Assistenten lässt sich Opel nicht lumpen: Von der Verkehrszeichenerkennung bis zum Totwinkelwarner ist vieles möglich.

Wie fährt sich der Diesel und wie sauber ist er?

Nun, die Laufkultur geht in Ordnung, wirklich laut wird der 1,6-Liter-Biturbo nie. Allerdings ist das typische Diesel-Nageln stets dezent im Hintergrund hörbar. Unabhängig davon spricht der Selbstzünder gut an, die sequenzielle Turbotechnik mit einem großem und einem kleinen Lader macht es möglich. Zwischen 1.500 und 2.250 Umdrehungen stehen die maximalen 350 Newtonmeter bereit. Zur sportlichen Note passen die präzise Lenkung und die relativ straffe Federung. Zwei Zahlen zeigen, was der Motor draufhat: In 7,1 Sekunden geht es von 80 auf 120 km/h, maximal sind 225 Sachen drin. Respekt! Einziger Wermutstropfen: Anstelle der stets serienmäßigen Sechsgang-Schaltung wäre ein Automatikgetriebe als Option nicht schlecht.

Panik vor Umweltzonen muss man nicht haben, der Astra 1.6 Biturbo-Diesel erfüllt die Abgasnorm Euro-6d-Temp. Zu diesem Zweck ist ein SCR-Kat mit AdBlue-Einsprtzung an Bord. Preislich beginnt der neue Top-Diesel im Astra bei 27.720 Euro für den Fünftürer als Sondermodell "120 Jahre", der Kombi kostet exakt 1.000 Euro mehr.

Und was ist mit dem Insignia?

Neu sind hier zwei Sachen: Ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 200 PS und Partikelfilter sowie ein verbessertes Infotainmentsystem. Unverändert ist dagegen das dicke Format des Insignia. Bringt es schon das hübsche Fließheck ("Grand Sport" genannt) auf eine Länge von 4,90 Meter, so streckt sich der Kombi (wie beim Astra "Sports Tourer" gerufen) auf fast fünf Meter. Amerikanische Abmessungen also, tatsächlich läuft der Insignia in Rüsselsheim auch als Buick Regal vom Band. 560 bis 1.665 Liter Kofferraumvolumen plus gute Nutzbarkeit prädestinieren den Kombi zum Familienkombi, aber hier wie auch auf den Sitzplätzen denkt man sich: Da wäre noch etwas mehr drin.

Zwar raumgreifend, aber doch ansehnlich ist das Cockpit gestaltet, netterweise feiert Opel hier im Gegensatz zur Konkurrenz keine Display-Orgien. Was natürlich nicht heißt, das der Insignia in Sachen Infotainment hinterherhinkt. Ganz im Gegenteil: Neu sind Systeme namens "Multimedia Radio" und "Multimedia Navi Pro" mit bis zu acht Zoll großen Touchscreen. Bedient wird das Ganze per Wischgesten oder am Lenkrad. Bis zu fünf Fahrer können ihr eigenes Nutzerprofil anlegen. Weitere Funktionen sind vernetzte Navigationsdienste, mit denen der Weg vorausschauend geplant wird. Sehr zu empfehlen ist übrigens das große Head-up-Display, welches je nach gewählter Ausstattung serienmäßig an Bord ist.

200-PS-Benziner? Klingt ja ganz gut ...

Der 1,6-Liter-Turbobenziner im Insignia klingt nicht ganz gut, er klingt gar nicht. Aber ich meine das als großes Kompliment. Das Aggregat ist sehr laufruhig und beim langsamen Anfahren fast nicht zu hören. Dazu passt die optionale Sechsgang-Automatik, bei der man beim Tritt auf den Pinsel aber doch mehr Gänge vermisst. Schließlich muss sie mit 280 Newtonmeter zwischen 1.650 und 4.500 Umdrehungen auf die Straße bringen. Seltsam, gibt es doch für einige der Diesel auch eine Achtgang-Automatik. Da ich gerade im Mecker-Modus bin: Für meinen Geschmack ist die Lenkung etwas zu schwammig. Um auch ein Lob auszusprechen: Bei durchaus nicht lahmer, aber vorausschauender Fahrweise kam ich im Automatik-Insignia auf einen Verbrauch von 6,2 Liter. Stichwort Umwelt: Euro-6d-Temp inklusive Benzinpartikelfilter. Stichwort Preis: 35.195 Euro als Grand Sport mit manuellem Getriebe und wie beim Astra 1.000 Euro mehr für den Kombi.

Fazit: 8 von 10

Still und heimlich hat Opel hervorragende Motoren konstruiert. Besonders der 200-PS-Benziner empfiehlt sich als sparsame Alternative in Zeiten der Diesel-Verunsicherung. Ob man den Selbstzünder mit 150 PS im Astra dringend braucht, muss man individuell entscheiden. Generell ist der Opel Astra ein unterschätztes Highlight in der Kompaktklasse.


Opel Astra mit Erdgas im Test

Lohnt sich der Griff zum alternativen Kraftstoff?
Haar, 21. Dezember 2017 - Lange hat man nichts mehr vom Erdgasantrieb in Autos gehört. Klar, es gibt entsprechende Fahrzeuge, doch sie liefen bislang eher unter dem Radar der Kundschaft. Im Zuge der Diesel-Debatte wittert die CNG-Fraktion (Compressed Natural Gas, das offizielle Kürzel für Erdgas) wieder Morgenluft. Durchaus im wörtlichen Sinne: Erdgasautos emittieren weniger CO2 als vergleichbare Ottomotoren, ideal also für Innenstädte. Hinzu kommt eine bis 2026 festgeschriebene Steuervergünstigung für den Kraftstoff als solchen. Besonders der Volkswagen-Konzern bewirbt gerade seine Erdgas-Modelle als Diesel-Alternative. Fast untergegangen ist dabei, dass Opel jetzt den Astra CNG auf den Markt gebracht hat. Ob sich dieses Modell lohnt, klärt unser Test.

Sichere Tanks, weniger Kofferraum
Sehen wir uns den Erdgas-Astra zunächst genauer an. Hätte Opel nicht fette "Erdgas"-Aufkleber auf unseren Testwagen gepappt, wüsste man nichts von dem alternativen Antrieb unter dem Blech. Den Astra CNG gibt es als Fünftürer und als Kombi, wir fuhren das 4,37 Meter lange Steilheckmodell. Erst beim Blick ins Innere verrät sich der Spezial-Astra. Aufgrund der Tanks ist der Kofferraum flacher und fasst im Normalzustand nur 241 Liter Gepäck anstatt der normalen 370 Liter. Darunter befinden sich zwei sogenannte Typ-4-Tanks aus Kohlefaser-Verbundstoffen. Letztere verhindern Durchrostungen und nehmen die Angst vor spontaner Abfackelung des Autos, wie es bei VW-Modellen einst vorkam. Das Gewicht des Astra CNG liegt etwa 100 Kilogramm über einem normalen Benziner.

Schwerpunkt auf Erdgas
In die beiden Tanks passen insgesamt 19 Kilogramm Erdgas, als Sicherheitsreserve ist ein Benzinreservoir mit 13,7 Liter Kapazität mit an Bord. Im Cockpit aktiviert eine Taste den CNG-Betrieb. Dann zeigt die Tankuhr den Erdgas-Füllstand an, im Benzin-Modus dessen Spritvorrat. Der Bordcomputer teilt zudem die gesamte und die einzelnen Reichweiten exakt mit. Rund 460 Kilometer sind es mit vollem Erdgas-Tank. Damit setzt der Astra stärker als der Erdgas-Golf von VW auf den Betrieb mit CNG. Der Opel ist monovalent ausgelegt, der VW hingegen bivalent, denn er hat einen kompletten 50-Liter-Tank für Super und nur 15 Kilogramm CNG an Bord.

Reine Formsache?

Der Opel Astra mit Dreizylinder im Dauertest
Haar, 22. Dezember 2016 - Meine Nachbarin ist begeistert: "So ein elegantes Auto!" sagt sie spontan beim Anblick unseres Dauertestwagens, einen aktuellen Opel Astra Fünftürer in Kokusnussbraun-Metallic. Die Dame muss es wissen, schließlich fährt sie das Vorgängermodell. Vor lauter Begeisterung hat sie ihr Auto gleich neben GG-BO 162 geparkt. Ideal also, um einen ersten direkten Vergleich anzustellen. Schließlich hat der neue Astra viele Vorschusslorbeeren geerntet, wurde gar zum Auto des Jahres 2016 gewählt.

Optische Evolution
Sofort fällt auf: Opel hat das bisherige Astra-Design geschickt weiterentwickelt. Gut so, denn im Gegensatz zum golfigen Erzfeind von VW war bislang jede Astra-Generation komplett anders gestaltet. Beim K-Modell sorgt eine im hinteren Bereich etwas flacher verlaufene Dachlinie für weniger Pummeligkeit. Gleichzeitig wirkt der Astra nun nicht mehr so beliebig. Denn ganz ehrlich: Die alte Ausgabe sah immer nach Mitsuyota-Hondabaru-Kiadai aus. Das Cockpit ist um Welten aufgeräumter als beim alten Astra, wenngleich auch hier etwas Eingewöhnung nicht schadet. Was allerdings bei Sonnenschein auffällt: Die an sich feinen Chromzierleisten blenden enorm, gleichzeitig leidet der Blick auf den Touchscreen. Kritikwürdig sind auch die recht klein geratenen Anzeigen von Tacho und Drehzahlmesser, sie sind etwa im Mokka X besser ablesbar.

Einmal mit allem, bitte!
Apropos: Bei der Ausstattung hat sich Opel nicht lumpen lassen und uns die große Hafenrundfahrt spendiert, Kostenpunkt ab Werk 27.490 Euro. An Bord sind zum Beispiel das 900er-IntelliLink-Navi mit Acht-Zoll-Touchscreen sowie die feinen AGR-Sitze vorne inklusive Leder, Massagefunktion und Belüftung. Wohlgemerkt: Wir reden hier über einen Kompaktwagen! LED-Scheinwerfer und eine Frontkamera mit Verkehrszeichen-Erkennung plus Spurhalte-Assistent runden die Komplettheit ab. Halt! Fast hätte ich noch den Duftzerstäuber vergessen. 50 Euro kostet die Schnupperei für sensible Riechkolben. Eine Rückfahrkamera ist in der Topausstattung "Innovation" bereits serienmäßig. Diese ist auch deswegen empfehlenswert, weil der Aufpreis zum darunterliegenden Niveau nur 800 Euro beträgt. Bei unserem Astra würde man mit mindestens 18.360 Euro zur Kasse gebeten werden, denn er hat den Einliter-Turbobenziner mit 105 PS. Motto: Willkommen im Dreizylinder-Club. Doch statt der mageren Basisausstattung (immerhin mit Klimaanlage) sollte es schon mindestens der "Edition" für 20.180 Euro sein. Er bietet ein farbiges Touchscreen-Radio, Parksensoren hinten und einen Tempomat.

Opel und die Zukunft der Tourenwagen

Tracktest: Opel Astra TCR
Nürburgring, 6. Mai 2016 - "Die TCR-Klasse ist die Zukunft. Auch für uns bei Opel", erklärt mir Jörg Schrott, der Chef für den Bereich Motorsport beim Rüsselsheimer Autohersteller. Wir lehnen an der Boxenmauer der Nürburgring Grand-Prix-Strecke. Der Wettergott ist diesmal sehr gnädig mit uns. Für die nächste Woche ist schon wieder Schnee gemeldet, aber heute strahlt die Sonne über der Eifel und hüllt das Fahrerlager in frühlingshafte Temperaturen. In der Boxengasse, nur ein paar Meter von uns entfernt, werfen die Mechaniker gerade zwei brandneue Opel Astra TCR an.

TCR: Die Zukunft?
Doch wofür steht dieses "TCR", das momentan die Motorsport-Gemüter so freudig erhitzen lässt? Nun, das Kürzel steht für "Touring Car Racer Series" - zu Deutsch also "Tourenwagen-Motorsport" - und soll in Zukunft die Basis für günstigen, spannenden und optisch ansprechenden Rennsport bieten. Die Regularien beschränken die Fahrzeugauswahl der Hersteller auf fünftürige Hot-Hatches mit Frontantrieb, die in der Rennspezifikation maximal 330 PS und 410 Newtonmeter Drehmoment aus ihrem Zweiliter-Turbo-Aggregat holen dürfen. Die Kraftübertragung ist freigestellt, bis auf das 2015er-Modell des Seat Leon TCR mit DSG sind allerdings bereits alle Autos mit einem sequenziellen Getriebe ausgerüstet - auch der Opel. Momentan - Stand Mai 2016 - gibt es sieben verschiedene Hersteller, die ein TCR-Auto im Portfolio haben: Opel, Seat, VW, Honda, Subaru, Alfa Romeo, Opel und Kia. Ford soll noch folgen.

Die DNA stammt vom Serien-Astra
Die Basis für den neuen Renner aus Rüsselsheim stellt der aktuelle Astra J dar. "Die Karosse läuft im Werk über das gleiche Band wie die Serienautos und wandert schließlich zu unserem Partner Kissling-Motorsport, der für den Aufbau der Rennfahrzeuge verantwortlich ist. Mit dem neuen Astra, der in der Basis 200 Kilogramm weniger wiegt, als der Vorgänger, haben wir die perfekte Grundlage für das Rennauto geschaffen". Um diese These von Jörg Schrott auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, werde ich - bevor es ins Rennauto geht - mit einem stinknormalen Straßen-Astra auf die Piste geschickt. 200 Turbo-PS müssen heute fürs Warm-up reichen. Und tatsächlich, schon das Serienpendant zeigt sich auf der Rennstrecke äußerst gutmütig und standfest - die Neugier auf den TCR-Renner wächst.

Familienfreundliches Flottenfahrzeug

Der neue Opel Astra Sports Tourer mit Top-Diesel im Test
Porto (Portugal), 16. März 2016 - Man sollte eigentlich nicht mit einem Artikel anfangen, noch bevor man das Auto, um das es gehen soll, gefahren ist. Normalerweise ist das auch nicht meine Art, aber beim neuen Opel Astra Sport Tourer bin ich mir fast sicher, was ich zu erwarten habe. Ich habe zwar keine hellseherischen Fähigkeiten, doch vor gut einem halben Jahr hatte ich das Vergnügen, den neuen Fünftürer zu fahren. Damals war ich begeistert und schrieb: "Mit dem Astra der elften Generation ist Opel ein großer Wurf gelungen. Der aktuell Zweitplatzierte im deutschen Kompaktwagensegment wird kürzer, flacher und verliert deutlich an Gewicht. Das Ergebnis fährt sich souverän wie ein Mittelklässler und bleibt gleichzeitig agil wie ein Kleinwagen." Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine, denn mittlerweile wurde der Astra zum "Car of the Year 2016" gewählt. Ob der Astra auch als Sports Tourer überzeugt? Schauen wir mal, ob sich Erwartung und Realität decken.

Design und Streiten? Nein, danke
Zugegeben, als ich den Astra-Kombi das erste Mal auf Fotos gesehen habe, war ich in einer gewissen Art und Weise zwiegespalten. Die Front gefällt - wie auch beim Fünftürer -, aber das Heck? Ja, der Hintern des Kombis ist wohl mit Abstand der gewöhnungsbedürftigste Teil des Autos. Dachte ich. Denn wenn der Wagen dann vor einem steht, ist die nach unten über die C-Säule auslaufende Chromleiste der oberen Fensterlinie gar nicht so störend, wie zuerst befürchtet.

Deutlich mehr Platz im Innenraum
Im Gegensatz zum Fünftürer (der bei seinem Generationswechsel 50 Millimeter in der Länge einbüßte) wuchs der Kombi vier Millimeter auf jetzt insgesamt 4.702 Millimeter. Zusammen mit dem neuen Innenraumkonzept und dem Radstand von 2.662 Millimeter bekämpfte Opel eine Astra-Krankheit der J-Baureihe: Platzmangel. In Zahlen: Der Kombi hat 26 Millimeter mehr Kopffreiheit vorne, 38 Millimeter mehr Kopffreiheit hinten und die Beine der Fondpassagiere haben 28 Millimeter mehr Spielraum. Merkt man diese theoretischen Zahlen auch praktisch? Ja, die Fahrgastzelle fühlt sich jetzt einfach viel luftiger an.
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