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Opel GT Gebrauchtwagen

Opel GT gebraucht günstig kaufen

Opel GT Gebrauchtwagen und Oldtimer - Testberichte - die aktuellsten gebrauchten Opel GT von Händlern und Privat in Ihrer Nähe.

Aktuelle Opel GT Gebrauchtwagen-Angebote

 Bild zum Fahrzeug: Opel GT GT 1900

Opel GT GT 1900

01/1970
88.420 km
90 PS (66 kW)
€ 29.990,-
4084 Sankt Agatha
4084 Sankt Agatha
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Benzin | -/- (l/100km) | -/- (g CO2/km)
Vorführwagen | Kombi | 2 Türen
Schaltgetriebe
Silbermetallik
Benzin | -/- (l/100km) | -/- (g CO2/km)
 Bild zum Fahrzeug: Opel GT 2,0 Turbo

Opel GT 2,0 Turbo

Schiebedach  Sportsitze  Leder  Tempomat  Klima  LM-Felgen 
02/2008
64.250 km
264 PS (194 kW)
€ 18.900,-
4134 Putzleinsdorf / Oberösterreich
4134 Putzleinsdorf / Oberösterreich
Händlerangebot
Benzin | 9,2 l/100km (komb.) * | 218 g CO2/km (komb.) *
Gebrauchtwagen | Limousine | 3 Türen
silber
Benzin | 9,2 l/100km (komb.) * | 218 g CO2/km (komb.) *
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Unsere Opel GT Meldungen

Opel GT in: Vergessene Studien: Opel Aero GT (1969)

Vergessene Studien: Opel Aero GT (1969)

Zu schade, dass der Baby-Targa nicht in Serie ging
Der Opel GT ist legendär und wurde im Tuning gerne zum Cabrio umgebaut. Ab Werk hatte man einen Targa entworfen, der nie in Serie ging.
10 günstige Cabrios für Frischluft-Freunde: Opel GT

Opel GT in: 10 günstige Gebraucht-Cabrios für Frischluft-Freunde

Offener Fahrspaß muss nicht teuer sein
Pünktlich zum Sommer kommt hier eine Liste mit 10 günstigen gebrauchten Cabrios, die Sie im Freien genießen können.
Erhard Schnell ist tot

Erhard Schnell: Der Designer des Opel GT ist tot

Er entwarf auch den ersten Corsa und den Calibra
Seinen Namen kennen nur Fans, seine Autos hingegen wurden millionenfach gebaut: Opel trauert um Erhard Schnell, den Vater von GT, Corsa und Calibra.
IAA 1969 Rückblick: Opel Aero GT

Opel GT in: IAA 1969: Das waren die Neuheiten vor 50 Jahren

Highlights vom VW-Porsche 914 bis zum Mercedes C 111
Mit Spannung erwarten wir die IAA 2019. Doch was stand vor 50 Jahren in Frankfurt im Rampenlicht? Wir zeigen in einer Bildergalerie die Neuheiten von 1969.
Opel GT in: Zeitreise: Unterwegs im Opel GT von 1968

Zeitreise: Unterwegs im Opel GT von 1968

Als nur Fliegen noch schöner war
1968: Das Jahr der Umbrüche. Ein automobiler Revoluzzer war der Opel GT. Wir sind die "Baby-Corvette" gefahren und erzählen die Geschichte.
1965 Opel Experimental GT

Vergessene Studien: Opel Experimental GT

1965 glaubte niemand daran, dass dieses Auto in Serie geht
1965 überraschte Opel die Öffentlichkeit mit einer heißen Designstudie: dem Experimental GT. Aus ihm wurde 1968 der GT. Wir erzählen seine Geschichte
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Opel GT Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Vergessene Studien: Opel Aero GT (1969)

Zu schade, dass der Baby-Targa nicht in Serie ging

Name: Opel Aero GT
Premiere: IAA Frankfurt 1969
Technische Daten: 1,9-Liter-Vierzylinder, 90 PS, 149 Nm Drehmoment, 185 km/h Höchstgeschwindigkeit, Targadach; zwei Prototypen in Blau und Orange

Hintergrund:

Der Opel GT, der 1968 auf den Markt kam, ist bis heute eines der beliebtesten historischen Modelle des Unternehmens. Der 1,9-Liter-Motor mit obenliegender Nockenwelle der Spitzenversion (es gab auch einen 1.1, aber nicht für alle Märkte) und das Layout mit Frontmotor und Hinterradantrieb machten ihn zu einem spaßigen kleinen Sportwagen, das an die Corvette erinnernde Styling tat sein Übriges. (Spitzname: Maurer-Corvette)

In seinen sechs Produktionsjahren wurde das coole Coupé zwar in diversen Versionen angeboten, allerdings gab es nie andere Karosserievarianten, obwohl das Unternehmen daran gedacht hatte. Der Opel Aero GT, ein Konzept, das 1969 auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellt wurde, war nur eine Idee davon

Es war ein einfacher, zeitgemäßer Versuch, den GT in ein offenes Auto zu verwandeln. Da klassische Cabrios zu jener Zeit wegen der Sicherheit stärker in die Kritik gerieten, setzte Opel auf eine Targa-Lösung wie beim Porsche 911 oder dem auch auf der IAA 1969 vorgestellten VW-Porsche 914. Bedeutet: Ein fester Überrollbügel plus abnehmbares Dach.

Der Motor war derselbe wie beim GT: ein 1,9-Liter-Vierzylinder, der zunächst auf 102 PS gesteigert, dann aber aufgrund von Emissionsbeschränkungen auf die ursprünglichen 90 PS reduziert wurde. Die Fahrleistungen waren hervorragend: Dank des geringen Gewichts, das nicht durch die für offene Autos üblichen Verstärkungen belastet wurde, und des guten Drehmoments von 149 Nm beschleunigte der Aero GT in 11,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte wie das Coupé eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h.

So gesehen ist es schwer zu verstehen, warum das Auto nicht in Produktion ging, besonders wenn man die große öffentliche Resonanz denkt. Womöglich aus Angst, mit dem Porsche 914 zu konkurrieren, verzichtete Opel darauf, das Projekt weiterzuverfolgen.

Vielleicht war die Entscheidung gar nicht so falsch, wenn man die Verkaufszahlen des 914 betrachtet, von dem bis 1976 immerhin 118.987 Exemplare produziert wurden.

Ein weiterer Grund war die aufwendige Produktion des normalen GT: Fertigung der Karosserie in Frankreich, Komplettierung in Bochum. Für den Aero GT hätte man zusätzliche Kapazitäten schaffen und neue Presswerkzeuge anschaffen müssen. Zudem wäre wohl der Verkaufspreis zu hoch ausgefallen.


Opel GT in: 10 günstige Gebraucht-Cabrios für Frischluft-Freunde

Offener Fahrspaß muss nicht teuer sein
Jetzt, da der Sommer seine Türen öffnet, kann das Fahren eines Cabriolets ein wahres Vergnügen sein. Deshalb haben wir beschlossen, Ihnen eine Liste von 10 gebrauchten Cabriolets zusammenzustellen, die erschwinglich sind und auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind.Darüber hinaus ist es, obwohl es sich um ältere Modelle handelt, leicht, Fahrzeuge in gutem Zustand zu finden, und in den meisten Fällen sind sie wirtschaftlich in der Wartung. Unsere Preise orientieren sich an wirklich guten Exemplaren, mit denen man sofort losfahren kann. Natürlich geht es auch noch günstiger, sofern man selbst schraubt oder gute Beziehungen zur Werkstatt hat.Falls Sie sich an den Kauf eines Cabrios wagen, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall, den Zustand des Stoffverdecks oder des versenkbaren Hardtops genau zu überprüfen, da deren Erneuerung oder Reparatur genauso viel kosten können wie das Auto selbst.Bei der Überprüfung eines Stoffdachs gibt es drei Schlüsselpunkte: dass das Verdeck nicht verfärbt ist, dass kein Knistern zu hören ist, wenn der Mechanismus betätigt wird, und das kein Wasser eindringt. Jedes dieser drei Symptome deutet darauf hin, dass Sie das Dach in kurzer Zeit reparieren müssen.Auch die eingebaute Heckscheibe sollte gecheckt werden. Inzwischen ist sie meist aus Glas. Doch einige ältere Cabrios, die wir aus Platzgründen weggelassen haben, weisen noch eine Scheibe aus Plastik aus. Beispiele: Der erste Mazda MX-5 oder das Fiat Punto Cabriolet.Bei Modellen mit "hartem Verdeck" muss hingegen unbedingt geprüft werden, ob der meist sehr komplexe Mechanismus reibungslos funktioniert und ob er, einmal geschlossen, perfekt sitzt. Dieser letzte Punkt ist äußerst wichtig, da sich die Karosserie im Laufe der Jahre verwunden haben kann, wenn der Besitzer das Auto stark beansprucht hat. Wichtig ist auch, ob alle Dichtungen mit Blick auf Regen intakt sind.

Erhard Schnell: Der Designer des Opel GT ist tot

Er entwarf auch den ersten Corsa und den Calibra

Viele werden seinen Namen nicht kennen, obwohl sie eine seine Schöpfungen besessen haben: Erhard Schnell ist am vergangenen Wochenende im hessischen Trebur gestorben. Der Vater des Opel GT wurde 92 Jahre alt. Bis zuletzt war er Opel eng verbunden und auf vielen Veranstaltungen präsent. So feierte der Designer noch 2018 mit Oldtimerfans aus aller Welt am Hockenheimring 50 Jahre Opel GT. Gesprächspartner schätzten seinen feinen Humor, der sich auch in den schelmischen Karikaturen des gebürtigen Frankfurters wiederfand.

Erhard Schnell, Jahrgang 1927, studierte vor seiner Karriere als Designer Gebrauchsgrafik an der Werkkunstschule Offenbach. 1952 fing er als "Entwerfer" bei Opel an. Zu jener Zeit bekam Opel die fertigen Fahrzeugentwürfe aus den USA geliefert, in Rüsselsheim wurden nur Details angepasst. Als leidenschaftlicher Grafiker war Schnell immer stolz darauf, die geschwungenen Schriftzüge von Opel Kapitän und Rekord entworfen zu haben. Auch der stilisierte Manta-Rochen am Manta A stammt von ihm. 1961 perfektionierte Schnell im damals führenden GM Tech Center in Detroit seine gestalterischen Fähigkeiten.

Zur Geltung kamen sie nach der Vorstellung des Opel Kadett A im Jahr 1962. Dem erste Opel-Designchef Clare McKichan, der von der GM-Marke Chevrolet kam und von 1962 bis 1967 in Rüsselsheim wirkte, gefiel die Frontpartie nicht. Zügig zeichnete Schnell eine Alternative, die erstmals beim September 1963 erschienenen Coupé zum Einsatz kam. Die Frontmaske mit den integrierten Scheinwerfern nahm bereits Elemente des Kadett B vorweg.

1962 begann Schnell mit der Entwicklung der ersten Studie eines europäischen Automobilherstellers. Seine Visionen bekamen im 1964 eröffneten Opel Styling Studio in Rüsselsheim Gestalt: Der Experimental GT wurde geboren und seine dynamischen Formen brachten der Silhouette den Namen Coke-Bottle-Shape ein. Im gleichen Jahr wurde er Leiter des "Advanced Design Studios" von Opel.

1965 wurde der Experimental GT auf der IAA vom Publikum gefeiert, nur drei Jahre später rollte der fertige Opel GT vom Band. Rassig, edel, ästhetisch, harmonisch. Höcker vorne und hinten, ähnlich der damaligen Corvette, war der Vater des GT begeistert von seinem großen Wurf.

Später gab Schnell unter anderem der ersten Generation des Opel Corsa ihre Gestalt und entwickelte die Form des Aerodynamik-Weltmeisters Opel Calibra. Mein Lieblingsauto. Eine neue, moderne Formensprache. Hier hatte ich komplett freie Hand, sagte Schnell über das Kultcoupé. Mit Studien wie dem Tech 1 von 1981 beeinflusste Schnell das Opel-Design der 1980er-Jahre.

Von Ruhestand wollte Erhard Schnell auch nach seinem Ausscheiden 1992 bei Opel nichts wissen. Auf die Frage, ob er denn irgendwann seinen Zeichenstift aus der Hand legen würde, antwortete der Designer 2014: Ganz und gar nicht. Ich habe meine Arbeit einfach auf mein Zuhause übertragen und gestalte den Garten oder mein Haus. Oft aquarelliere ich auch noch. Ganz werde ich die Finger wohl niemals davon lassen können.


Opel GT in: IAA 1969: Das waren die Neuheiten vor 50 Jahren

Highlights vom VW-Porsche 914 bis zum Mercedes C 111
1969 war ein gutes Jahr für die Automobilindustrie: 3,5 Millionen neue Automobile wurden unter die Bürger der Bundesrepublik gebracht. Sprach man von ausländischen Marken, meinte man keine Koreaner oder Japaner, sondern Fiat oder Renault. Kein Wunder also, dass auf der IAA vor 50 Jahren mächtig auf die Pauke gehauen wurde. Kurz vor der aktuellen IAA blicken wir deshalb in einer Bildergalerie zurück in die Vergangenheit und zeigen die Highlights von der IAA 1969.

Zeitreise: Unterwegs im Opel GT von 1968

Als nur Fliegen noch schöner war

Meine Güte, ist das hier drin heiß! Unser Fotograf vertritt die Meinung, dass geschlossene Fenster besser aussehen. Eine glorreiche Idee bei über 30 Grad, weshalb meine Oberbekleidung so feucht wird wie ein Küchenschwamm. Wobei das Adjektiv heiß eigentlich sehr gut zum Wesen des allerersten Opel GT passt. (Zwischen 2007 und 2009 gab es einen umgelabelten Ami-Roadster als Opel GT, wir decken gnädig den Mantel des Schweigens darüber.)

Nie zuvor hatte ein Auto aus Rüsselsheim für derartiges Aufsehen gesorgt wie der Ur-GT. Rückblick an den Anfang der 1960er-Jahre: Endlich bekommt Opel ein eigenes Designstudio, vorher ging es lediglich darum, fertige Entwürfe des Mutterkonzerns General Motors in Details anzupassen. So war der spätere Vater des GT, Erhard Schnell, damit beschäftigt, Schriftzüge zu gestalten. Doch nun will das Advanced Design Team zeigen, was es drauf hat. Die Idee: Ein kleiner Sportwagen, den sich jeder leisten kann. 1965 landet Opel mit der Studie Experimental GT den Knaller auf der IAA in Frankfurt. Nicht wenige Betrachter fühlen sich spontan an eine Corvette erinnert. Doch zugleich denken sich die meisten Messebesucher: Das Teil bauen die NIEMALS in Serie.

Taten sie aber doch. 1968 rollt der optisch nochmals verbesserte GT zu den Händlern. Sein Konzept erinnert frappierend an den MG B oder den Mazda MX-5: Einfache Großserientechnik, garniert mit einer attraktiven Hülle. Kurios: Das neue Modell kann nicht unerkannt zu Testfahrten aufbrechen, denn die aerodynamische Form der GT-Erlkönige ließ eine Tarnung durch Attrappen nicht zu, bekennt Opel nach der Premiere. Anders formuliert: Der GT ist einfach zu scharf.

Die technischen Zutaten für den 4,11 Meter langen GT liefert der brave Kadett B. Also Hinterradantrieb plus Vierzylinder mit 1,1 und 1,9 Liter Hubraum. So können die Preise schon bei 10.767 Mark beginnen. Doch nur eine Handvoll Kunden wählen den dafür angebotenen 60-PS-Motor, schließlich kostet die größere Maschine nur rund 1 000 Mark mehr. Offiziell gab es den GT übrigens nie als Roadster. Auf der IAA 1969 zeigte Opel aber als Studie den targaähnlichen Aero GT. Doch die notwendigen Änderungen an der Karosserie hätten ein Serienmodell viel zu teuer gemacht.

Gefertigt wird der GT größtenteils beim französischen Karosseriebauer Brissoneau & Lotz, lediglich Fahrwerk und Motor werden in Bochum hinzugefügt. Doch nun muss ich mich erst einmal selbst dem GT hinzufügen. Gar nicht so einfach bei einer Fahrzeughöhe von nur 1,22 Meter. Aber ich schaffe es, mich auf die rutschigen Kunstledersitze zu schlängeln. In einer sehr witzigen GT-Werbung von damals gelingt das einem beleibten Herrn nicht. Der Trost aus dem Off: Auch für Sie haben wir den passenden Opel.

Aber ob der so adrett eingerichtet ist wie der GT? Mehrere Rundinstrumente erfreuen das Auge. Ziemlich schnell fällt mein Blick auf den Hebel vor dem kurzen Schaltknüppel. Mit etwas Nachdruck ziehe ich daran und mit einem Klonk! kommen die Scheinwerfer nach einem Dreh um die eigene Achse zum Vorschein. Wie ging nochmal der alte Witz? Warum haben GT-Fahrer so einen dicken rechten Arm? Licht an, Licht aus. Doch das waren oft jene GT-Besitzer, die viel später fette Dreiliter-Blöcke aus dem Opel-Regal einbauten und die Karosserie verschlimmbesserten.

Dabei ist ein originaler GT mit 90 PS spaßig genug. Okay, der bürgerliche Motor klingt ziemlich rauh, aber dafür sind die Schaltwege überraschend kurz. Ich muss nicht viel an dem für damalige Verhältnisse recht kleinen Lenkrad kurbeln, denn der GT zieht mit wenig Seitenneigung in die Kurven. Vom MX-5 der 1960er-Jahre zu sprechen, ist nicht ganz abwegig. Zumal der GT ähnlich erfolgreich war: Bis 1973 wurden 103.373 Fahrzeuge gebaut. Ein Eigentümerwechsel in Frankreich und immer schärfere Vorschriften in den USA, wohin der GT-Löwenanteil ging, bedeuteten das Aus. Doch Geschichte wiederholt sich: Im Frühjahr 2016 zeigte Opel das GT Concept mit Dreizylinder-Turbo. Und mancher sagt: Den bauen die NIEMALS! Warten wir mal ab.


Vergessene Studien: Opel Experimental GT

1965 glaubte niemand daran, dass dieses Auto in Serie geht

Name: Opel Experimental GT

Premiere: Internationale Automobil-Ausstellung Frankfurt, September 1965

Daten: unbekannt

Hintergrund:

Vor 54 Jahren war Opel noch die Marke der Hutträger: Kadett, Rekord und Kapitän galten als solide Autos, aber ohne jeden Hauch von Extravaganz. Umso größer ist die Überraschung auf der IAA 1965 in Frankfurt. Dort präsentiert Opel einen zweisitzigen Sportwagen, der mit seiner aufregenden Karosserielinie, dem flachen Bug mit Klappscheinwerfern, bauchigen Kotflügeln und scharfer Abrisskante am Heck die Vorstellungskraft europäischen Automobildesigns sprengt. Vielmehr erinnert sein Äußeres an die stark taillierte Form der klassischen Coca-Cola-Flasche, deshalb auch Coke Bottle Shape genannt. Nicht wenige Besucher fühlen sich an die Chevrolet Corvette erinnert. Die Verantwortlichen weisen den Experimental-GT - das erste Konzeptfahrzeug eines deutschen Herstellers - zunächst als einzelne Hochleistungsstudie aus. Entworfen haben das außergewöhnliche Fahrzeug die Designer um Erhard Schnell im nigelnagelneuen Rüsselsheimer Styling-Studio - dem ebenfalls ersten Designcenter eines Automobilherstellers in Europa.

Erhard Schnell erinnert sich, wie geheim die Entwicklung des Experimental GT war: Am Anfang war sie ein Alleingang von uns im Styling. Mein Chef hatte den Vorstand nicht eingeweiht. Als die Studie dann fast fertig war und auf der IAA gezeigt werden konnte, kam er aber nicht drum herum, seine Vorgesetzten zu informieren. Wir hatten wirklich große Bedenken, als der Experimental GT zum ersten Mal intern vorgeführt wurde. Uns ist dann ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, als die hohen Herren spontan applaudiert haben und völlig hingerissen waren.

Und sie damit genau das richtige Gespür beweisen. Denn das Publikums- und Medienecho auf der IAA kurz darauf ist überwältigend: Niemals hätte man von Opel einen derart extravaganten Sportwagen erwartet. Von dem mutigen Design sind Presse und Besucher mehr als beeindruckt. Und so kommt es, dass sechs Jahre nach den ersten Designskizzen und nur drei Jahre nach der Initialzündung auf der IAA der GT-Prototyp in Rekordzeit zum Serienauto reift. 1968 kommt der Opel GT auf den Markt, unter der im Vergleich zur Studie von 1965 etwas gestrafften Hülle arbeiten Großserienmotoren: 1,1 Liter Hubraum und 60 PS sowie 1,9 Liter und 90 PS. Bis 1973 baut Opel etwas über 100.000 Exemplare. Der Name Experimental GT feiert 2018 sein Comeback in Gestalt des Experimental GT X, einer SUV-Studie.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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