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Unsere Opel Manta Meldungen

Stellantis EV Day 2021: Der Opel Manta-e

Opel Manta Elektro kommt um das Jahr 2025 herum

Allerdings wird er sich wohl recht stark vom Manta-A-Restomod unterscheiden
Der Stellantis-Konzern gab am heutigen 8. Juli seine Elektrifizierungspläne bekannt. Ein Highlight: Opel wird 2028 zur reinen Elektromarke.
Opel Manta GSe ElektroMOD (2021) im Test

Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Spannendes Einzelstück im Test

Ein Stromer mit Schaltgetriebe ist gar nicht mal so dumm ...
Ob Opel wirklich eine elektrische Neuauflage des Manta bringt, ist nicht klar. Das Restomod-Einzelstück soll jedoch einen Ausblick geben. Wir sind es gefahren.
Opel Manta GSe ElektroMOD: Erste Sitzprobe

Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Erste Sitzprobe

Wieso die Rüsselsheimer diesen Retro-Renner unbedingt in Erwägung ziehen müssen ...
Mit einem Manta A aus den 1970ern als Basis und Mokka-Technik von heute macht uns Opel Lust auf eine moderne Interpretation des kultigen Coupés.
Opel Manta GSe ElektroMOD

Opel Manta in: 10 Auto-Legenden, die als Elektroauto ein Comeback erleben

Die Bandbreite reicht von der BMW Isetta bis zum Hummer
Sind Elektroautos der natürliche Feind des Oldtimer-Fans? Nicht unbedingt: Einige berühmte Klassiker kehren nämlich als Stromer zurück.
Opel Manta A: 50. Geburtstag am Timmendorfer Strand

Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Comeback als Elektroauto

Sensation: Das Kult-Coupé der 1970er-Jahre ist zurück!
Schon lange wurde darüber spekuliert, ob der legendäre Opel Manta zurückkommen könnte. Jetzt zeigt eine Studie den Manta A des 21. Jahhunderts.
Opel Manta A: 50. Geburtstag am Timmendorfer Strand

Opel Manta A: 50. Geburtstag am Timmendorfer Strand

1970 testete die Weltpresse noch bescheiden an der Ostseee
Der Opel Manta wird 50 Jahre alt. Zur Geburtstagsparty traf man sich an Ort der Vorstellung des Manta A: 1970 war der noch bescheiden gewählt.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Opel Manta Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Opel Manta Elektro kommt um das Jahr 2025 herum

Allerdings wird er sich wohl recht stark vom Manta-A-Restomod unterscheiden

Opel wird ab dem Jahr 2028 zur reinen Elektromarke. Das gab Markenchef Michael Lohscheller nun beim Stellantis EV Day 2021 am heutigen 8. Juli bekannt.

Außerdem soll der Elektro-Manta in Serie gehen - allerdings erst Mitte des Jahrzehnts. Die Optik ist offenbar aber ganz anders als bei dem kürzlich präsentierten ElektroMOD, der auf dem Manta A (1970-1975) basierte. Ein erstes Renderung, das Lohscheller im Rahmen der Präsentation zeigte, lässt die alten Manta-Generationen nur rudimentär erahnen.

Ein reines Retro-Auto wie etwa der Renault 5 und der Renault 4ever soll der neue Manta also nicht werden. Vielmehr geht man in die Richtung eines größeren SUVs mit gewissen Manta-Einflüssen, wie es bereits bei der Vizor-Frontpartie des neuen Mokka und Astra der Fall ist. Den gut 4,50 Meter großen und frisch gelifteten Grandland gibt seit 2017, hier dürfte ein Nachfolger eher früher kommen.

Analog zur Geschichte des Manta, der einst der sportliche Bruder des Opel Ascona war, könnte der Neo-Manta vom Nachfolger des Ascona-Erben Insignia abgeleitet werden. Dieser kommt voraussichtlich 2023 oder 2024 und beerbt dann das letzte GM-Modell im Opel-Programm.

Um das Jahr 2025 herum hat der Stellantis-Konzern dann auch neue Elektro-Plattformen im Programm, von denen der Elektro-Manta profitieren könnte. Diese Plattformen erlauben Reichweiten von 500 bis 800 km und das Nachladen von 32 km pro Minute - laut Stellantis "Best in Class". Die dritte Neuheit von Opel ist, dass die Marke nach China gehen wird.

Bei dem Online-Event stellte Stellantis seine Elektrifizierungs-Strategie genauer vor. Neben den drei Opel-Highlights gab der Konzern bekannt, dass Dodge im Jahr 2024 das erste rein elektrische Muscle Car auf den Markt bringen will. Gerüchte dazu waren bereits kürzlich laut geworden. RAM will ebenfalls ab 2024 eine Elektroversion seines Pick-ups Ram 1500 bringen. Auch ein elektrisch angetriebener Ram Pro Master ist geplant - vermutlich eine baugleiche Version des Fiat Ducato-e.

Generell will Stellantis in den nächsten vier Jahren 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren. Bis 2030 sollen Low Emission Vehicles (LEVs, vermutlich Plug-in-Hybride und Elektroautos zusammen) 70 Prozent der Verkäufe in Europa ausmachen und 40 Prozent in den USA.

Ausführliche Informationen zu den Elektro-Planungen von Stellantis finden Sie auf InsideEVs.de, unserer Schwesterseite rund um das Thema Elektromobilität.


Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Spannendes Einzelstück im Test

Ein Stromer mit Schaltgetriebe ist gar nicht mal so dumm ...

Es ist noch gar nicht so lange her, dass uns Opel in einer der alten Produktionshallen im Rüsselsheimer Stammsitz ein erstes persönliches Meet-and-Greet mit dem Manta GSe ElektroMOD gewährte. Schon damals waren wir beeindruckt von dem E-Umbau des Manta A aus den Siebzigern. Und die Vorstellung, damit über öffentliche Straßen zu stromern, fühlte sich irgendwie surreal an.

Was wir bei der statischen Präsentation schon über das Concept Car mit Straßenzulassung herausfinden konnten, wie die technischen Daten des Coupés zustande kommen, wie es überhaupt zu dem Umbau kam und was diesen auszeichnet, lesen Sie übrigens hier im Detail. Doch jetzt wird aus grauer Hallen-Theorie tatsächlich grellgelbe Praxis im öffentlichen Straßenverkehr. Opel lädt zur Testfahrt im Manta GSe ElektroMOD.

Man drückt uns also den originalen Schlüssel von vor 40 Jahren in die Hand, der an einem kleinen Manta-Anhänger baumelt. Aufgeschlossen wird also nicht per Funk oder gar Keyless-Go. Der Schlüssel muss ins Schloss. Umdrehen, drücken, einsteigen. Auch für das Zündschloss wird das antiquarische Teil benötigt.

Und nachdem der Schlüssel in die Startposition gedreht wurde, erwacht das aus dem Opel Mokka-e entliehene "Pure Panel" zum Leben und zeigt 100 Prozent Akkustand sowie eine Reichweite von 200 Kilometern.

Schaltgetriebe und E-Auto? Was für eine Kombi ...

Normalerweise würden wir jetzt - wie bei Elektroautos sonst so üblich - irgendeinen Kipphebel, Drehregler oder Gangwahlschalter auf "D" stellen und lautlos losrollen. Bei Opels E-Coupé ist der Prozess allerdings etwas anders, denn der Hersteller hat zwar den 4-Zylinder-Benziner unter der Motorhaube entfernt und dafür eine 108 kW (147 PS) starke E-Maschine eingesetzt, doch das Getriebe blieb unangetastet.

Wir sitzen also in einem E-Auto und drücken eine Kupplung, legen den ersten Gang ein und ... lassen die Kupplung bei gleichzeitig gedrückter Bremse vorsichtig wieder kommen. Was bei einem Verbrenner nun dazu führen würde, dass der Motor mit einem unsanften Rucken wieder abstirbt, ist beim Manta GSe eine reine Vorsichtsmaßnahme dem originalen 4-Gang-Getriebe gegenüber. Denn obwohl die Kupplung verstärkt wurde, muss der alte Teil des Antriebssystems mit 255 Newtonmeter ab 0 U/min klarkommen. Zum Vergleich: Selbst ein Manta GT/E mit 1,9-Liter-Benziner kam damals auf nur maximal 153 Newtonmeter bei 4.200 Touren.

Nichts wirkt wie ein Kompromiss

Sobald das Auto aber fährt, fährt es sich wie ein normales Auto, versichert uns Opel. Wir lassen also die Bremse los und der Manta setzt sich mit leisem und vorschriftsmäßigem Summen in Bewegung. Für die Kennenlernphase lässt uns der Hersteller eine kleine Runde unter Aufsicht auf dem Werksgelände drehen.

Bereits hier und bis maximal Tempo 50 fällt auf, wie schnell man sich an die Kombination aus E-Antrieb plus Schaltgetriebe gewöhnt und wie natürlich sich alles anfühlt. Nichts wirkt wie ein schlechter Kompromiss und es würde sich wohl eher falsch anfühlen, wenn wir nicht schalten müssten.

Dann geht es endlich raus in den öffentlichen Straßenverkehr auf unsere knapp 40 Kilometer lange Testrunde. Die Schranke an Tor 60 öffnet sich, die Ampel an der darauffolgenden Kreuzung schaltet auf Grün und schon vergessen wir vor lauter Aufregung, dass wir eigentlich eingekuppelt losfahren sollten. Verdammt. Aber zum Glück passiert nichts. Kupplung sowie Getriebe halten und wir versprechen uns innerlich, in Zukunft noch mehr an dieses ungewöhnliche Anfahr-Ritual zu denken.

Zeit, zu beschleunigen. Wie schnell es auf Landstraßentempo geht, können wir allerdings nur mit dem Popometer messen. Offizielle Zahlen gibt es keine von Opel. Unter zehn Sekunden sind es aber in jedem Fall. In den 1970ern war ein Manta mit 15 Sekunden schon ein ziemlich sportliches Geschoss. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Opel ebenfalls nicht preis. Wir sind maximal 120 km/h gefahren. Kraftreserven wären da noch genug vorhanden gewesen für deutlich mehr.

Dabei bleibt es in dem Manta nie wirklich flüsterleise wie in einem E-Auto von der Stange. Man merkt die alten Komponenten. Das Reiben der Lager und Achsen hört sich an wie bei jedem Auto von vor 40 oder 50 Jahren, die Windgeräusche sind nicht überhörbar und das dünnwandige Blech lässt einen quasi jedes zerplatzende Insekt spüren.

Eine Klimaanlage gibt es natürlich auch nicht. Fenster runter, Arm auf die Kante, Manta fahren. So war das früher. Nicht nur im Sommer. Das mag sehr negativ klingen, sorgt aber für einen unglaublichen Retro-Charme und ein ziemlich unmittelbares sowie ungefiltertes Fahrerlebnis.

Dazu trägt auch die Lenkung bei, die natürlich ohne Servounterstützung auskommen muss. Mini redet von Go-Kart-Feeling? Opel baut mit dem E-Manta ein Go-Kart! Und zwar obwohl die für die Radkästen-Verhältnisse riesigen Ronal-Felgen verbaut sind, die ziemlich einschränkend in Sachen Wendigkeit aussehen. Doch der Wendekreis ist enorm klein. Einem Radstand aus den 70ern sei Dank.

Ebenfalls Go-Kart-verdächtig: die Straßenlage. Das Fahrwerk lässt den Manta satt über den Asphalt gleiten. Kein Schaukeln, kein Poltern. Dazu die straffen Sitze. Das Ur-Modell fuhr sich trotz Sportcoupé-Optik nach heutigen Verhältnissen eher wie ein Sofazimmer.

Das Großartigste ist allerdings die Kraftübertragung. Natürlich hat der Manta Hinterradantrieb. Und da die E-Motor-Kraft erst über eine Kupplung, ein altes Getriebe und eine Antriebswelle geschickt werden muss, bevor die Räder bedient werden, entsteht eine gewisse Trägheit in dem gesamten System, die einer natürlichen Saugmotor-Drehmomentkurve irgendwie sehr nah kommt. Der Manta GSe ist also das Saugmotor-Coupé unter den Elektroautos. Baut ihn so Opel. Genau so.

Was ebenfalls Eindruck hinterlässt ist die Aufmerksamkeit, die dieses Auto generiert. So surreal uns die Ausfahrt schon vorkommt, so surreal muss das Einzelstück auf die anderen VerkehrsteilnehmerInnen wirken. Wir werden fotografiert und gefilmt.

Mehrere Personen in einem Fahrzeug machen sich gegenseitig auf die Erscheinung aufmerksam. Lichthupen oder wilde Winkmanöver sind ebenso ganz normal. Und das im Großraum von Rüsselsheim. Mit einem Opel.

Dabei sind wir uns nicht ganz sicher ob die Leute nur auf den Manta an sich, die Farbe, den digitalen Vizor oder den lässig aus dem Fenster gehängten Arm reagieren. Oder kennen sie das Modell schon aus der Presse, von Social Media oder aus Erzählungen? Ob sie wirklich realisieren, dass dieses Einzelstück elektrisch fährt? Das E-Kennzeichen verrät es eigentlich. Aber am Ende könnte es sich auch nur um einen verrückten Manta-Fan handeln, der den Kühlergrill durch einen Bildschirm ersetzt hat.

Wieso und warum die Menschen so positiv auf das Auto reagieren, ist uns aber eigentlich egal. Und Opel dürfte es ebenfalls egal sein. Für so viel Aufsehen sorgt nämlich nicht einmal ein Porsche Taycan Cross Turismo ... oder irgendein anderes beliebiges Elektroauto.

Ob dieser Umstand ausreicht, damit Opel die Bemühungen weiter vorantreibt? Wir wissen es nicht. Die Anfragen sind laut Hersteller aber enorm. Und das obwohl für so einen Umbau schnell ein sechsstelliger Betrag zusammenkommen dürfte - ohne Spenderfahrzeug.

Die Lösung? Ein Serienmodell. Dann gerne auch auf EMP2 mit 136 elektrischen PS wie im Mokka-e. Und sind wir doch einmal ehrlich: Dem schicken SUV würde ein Coupé-Bruder mit ähnlich moderner Optik und der gewissen Portion Retro-Charme ziemlich gut stehen.


Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Erste Sitzprobe

Wieso die Rüsselsheimer diesen Retro-Renner unbedingt in Erwägung ziehen müssen ...

Sogenannte Restomods - also Autos mit alter und teils legendärer Optik, aber brandneuer Technik - sind schon eine ganze Weile lang ziemlich angesagt. So muss man für aktuelle Beispiele aus der Mod-Szene nicht einmal weit zurückgehen. Nehmen wir etwa die Firma Kimera Automobili, die erst vergangene Woche ankündigte, den Lancia 037 als Restomod zurückbringen zu wollen. Oder Fioravanti, die einen Ferrari Testarossa in einen Restomod verwandelt haben.

Das Problem bei neuen Fahrzeugen im Klassik-Look? Meist stehen recht kleine Betriebe oder gar Hobbywerkstätten hinter diesen umgebauten oder neu aufgebauten Modellen, die in Handarbeit nur minimale Stückzahlen für zahlungskräftige Fans produzieren können.

Das große Konzerne es wagen, konsequentes Retro-Design mit moderner Technik zu verheiraten ist dagegen ziemlich selten und meist schaffen es die wilden Phantasien der Concept Cars am Ende nur als einzelne Gestaltungselemente der vergangenen Tagen in die fertigen Serienprodukte.

Doch es gibt Ausnahmen. Denken Sie beispielsweise an den Versuch von Jaguar, den ikonischen E-Type zu elektrifizieren. Die Resonanz der Kundschaft nach der Premiere des Modells mit I-Pace-Technik im Jahr 2018 war überwältigend, sodass der Hersteller tatsächlich in Erwägung zog, eine Kleinserie aufzulegen. Am Ende wurde dann aber wieder nichts daraus. Keine Kapazitäten.

Opel geht jetzt einen ähnlichen Weg wie Jaguar. Und dabei greifen die Rüsselsheimer auf ein ähnliche legendäres Fahrzeug zurück: Den Manta A, der vor über 50 Jahren mit Vierzylinder-Benzinmotor gestartet ist und sich im Laufe der Zeit zu einer echten Ikone für die Marke mit dem Blitz gemausert hat.

Ja, Opel hat nun den ersten Restomod der Firmengeschichte gebaut und nach unserer ersten Sitzprobe im hessischen Stammwerk hoffen wir innständig, dass aus dem elektrischen Einzelstück namens Opel Manta GSe ElektroMOD in naher Zukunft ein Serienmodell werden wird. Die Chancen dafür stehen jedenfalls gut.

"Der Manta GSe zeigt eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung wir bei Opel Autos bauen. Er verbindet unsere großartige Tradition mit dem heutigen Wunsch nach emissionsfreier Mobilität für eine erstrebenswert nachhaltige Zukunft. Opel ist bereits mit vielen Modellen elektrisch - und jetzt ist es der legendäre Manta auch", freut sich Opel-Chef Michael Lohscheller über den Neoklassiker aus Rüsselsheim.

Wie das Projekt bei Opel entstanden ist, was den ElektroMOD ausmacht, ob es in Zukunft bei ein GSe-Lable auf Modellen aus Rüsselsheim geben könnte, wie viel Mokka wirklich im neuen Manta steckt, wieso das Einzelstück noch nicht auf der CMP-Basis aufbaut und warum am Ende trotzdem die Hoffnung bleibt, dass Opel das positive Feedback mitnimmt und eventuell doch in eine eigenständige Neuauflage des sportlichen Coupés weiterdenkt?

Bei unserer ausführlichen Sitzprobe haben wir all dies herausgefunden. Die Antworten finden Sie jetzt auf unserer Schwesterseite für Elektromobilität InsideEVs.de.


Opel Manta in: 10 Auto-Legenden, die als Elektroauto ein Comeback erleben

Die Bandbreite reicht von der BMW Isetta bis zum Hummer
Müssen sich Oldtimer-Fans und Liebhaber klassischer Marken vor der Elektromobilität fürchten? Nicht unbedingt: Immer mehr Autohersteller besinnen sich ihrer eigenen Vergangenheit und bringen E-Modelle auf den Markt, die mehr oder minder stark legendäre Fahrzeuge zitieren. Für besonders viel Aufsehen hat die Ankündigung von Renault gesorgt, ab 2023 den 5 zurückzubringen. Und zwar in der Optik der 1970-/1980er-Jahre.Und die Franzosen stehen damit nicht allein. Auch andere Klassiker der Autogeschichte erleben ihre Wiederauferstehung, manchmal auch gleich eine ganze Marke. Der Gedanke dahinter ist einleuchtend: Entweder sehen Elektroautos extrem futuristisch aus, was aber so manchen Kunden verschreckt. Oder man setzt auf ein Retro-Design, um positive Erinnerungen an die (vermeintlich) "gute alte Zeit" zu wecken. Wir zeigen Ihnen 10 Elektroautos, die bereits auf der Retro-Welle surfen oder in den nächsten Jahren bei den Händlern stehen werden. Und es dürfen gerne noch mehr kommen ...

Opel Manta GSe ElektroMOD (2021): Comeback als Elektroauto

Sensation: Das Kult-Coupé der 1970er-Jahre ist zurück!

Seit langem wurde darüber gemunkelt, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Opel baut wieder einen Manta. Das Wort "einen" ist hier wörtlich zu nehmen, denn man hat ein Unikat auf die Räder gestellt. Es wirkt wie eine Kreuzung aus Manta A und dem neuen Mokka-e. Allerdings handelt es sich bislang nur um ein Rendering und kein echtes Auto.

Opel gewährt einen ersten Blick auf ein weiteres spannendes E-Projekt: Der Opel Manta GSe ElektroMOD ist eine Reminiszenz an den legendären Opel Manta von 1970. Zugleich spiegelt das Auto die Faszination einer wachsenden Fangemeinde wider, die Klassiker wie den Manta mit modernen Technologien und neuem Design in so genannte RestoMods verwandelt.

Der rein batterie-elektrische Manta GSe ElektroMOD mit seinem volldigitalen Cockpit ist sportlich wie ein echter Opel GSe und trägt dabei stolz seine Ambitionen im Namen. MOD steht für Veränderung, für technische wie stilistische MODifikationen sowie einen MODernen nachhaltigen Lebensstil. Die deutsche Schreibweise "Elektro" erinnert zudem an den Opel Elektro GT, der bereits vor 50 Jahren Weltrekorde für E-Fahrzeuge aufstellte.

Nun wird der Opel Manta mit dem neuen, voll alltagstauglichen Elektroantrieb quasi unsterblich - unabhängig von Ersatzteilen für Motor und Getriebe sowie drohenden Fahrverboten für ältere Verbrenner. In der Verwandlung zum ElektroMOD zeigt sich zudem, wie zeitlos die Linienführung von 1970 ist.

Zitat des Herstellers: Was vor einem halben Jahrhundert bereits skulptural und schnörkellos war, passt auch heute noch perfekt zur Opel-Designphilosophie. Mutig und klar steht der Opel Manta GSe ElektroMOD da und startet selbstbewusst in eine neue Zukunft: elektrisch, emissionsfrei - voller Emotionen.

Der bildschöne 1970er Manta hat zuletzt das Design des neuen Opel-Markengesichtes inspiriert - dies greift auch der Manta GSe ElektroMOD auf. Der so genannte Opel-Vizor vereint den Fahrzeuggrill, die Scheinwerfer und Sensoren sowie das Markenlogo nahtlos in einem Element.

Der Vizor wird so zum Markenzeichen aller künftigen Opel-Modelle - die jüngsten Newcomer Opel Crossland und Mokka tragen ihn bereits in Serie. Auch der nächste Astra dürfte ihn bekommen, wie erste Erlkönigbilder zeigen.

Farblich erinnert der Neo-Manta an den Manta A GT/E aus dem Jahr 1974, der damals 105 PS stark war. Der Manta A ist mit 4,34 Meter übrigens fast 20 Zentimeter länger als der aktuelle Opel Mokka, dafür wies er 12 Zentimeter weniger Radstand auf.

Sofern der Manta GSe ElektroMOD tatsächlich auf der Mokka-Plattform steht, scheinen die Opel-Designer dennoch die Proportionen gut getroffen zu haben. Der elektrische Antrieb könnte 136 PS stark sein und 330 Kilometer Reichweite bieten.

Mit dem ersten Manta auf Basis des damals ebenfalls neuen Ascona reagierte Opel anno 1970 auf den Erfolg des Ford Capri. Obwohl es im Manta keine Sechszylinder gab, verkaufte auch er sich blendend. 1975 folgte die zweite Generation, die später zur Zielscheibe der berühmt-berüchtigten Manta-Witze wurde.

Gut eine Million Opel Manta wurden bis 1988 gebaut, gute Exemplare beider Baureihen steigen im Preis. Als ideeller Nachfolger galt der Calibra, seit seinem Ende im Jahr 1997 hatte Opel keinen expliziten Sportwagen mehr im Programm. 2016 überraschte die Marke mit dem GT Concept, welches aber sowohl bei GM als auch bei PSA keine geeignete Plattform mit Hinterradantrieb fand.

Der Manta GSe ElektroMOD folgt konsequent dem Opel-Weg hin zur Elektrifizierung der Marke - bei Pkw wie bei leichten Nutzfahrzeugen. Bis 2024 wird jede Baureihe des deutschen Herstellers elektrifiziert sein.


Opel Manta A: 50. Geburtstag am Timmendorfer Strand

1970 testete die Weltpresse noch bescheiden an der Ostseee

Vom Volks-Sportler zum Witzobjekt und inzwischen veritablen Oldtimer: Der Opel Manta hat eine Karriere voller Höhen und Tiefen hinter sich. Zum 50. Geburtstag trafen sich nun Manta-A-Besitzer dort, wo einst ihr Auto im bescheidenen Ambiente der Presse vorgestellt worden war. Nämlich am Timmendorfer Strand.

Das sportliche Coupé mit dem Teufelsrochen-Emblem feiert im September 1970 Premiere. Die Vorstellung findet artgerecht an der Ostsee am Timmendorfer Strand statt. Für Opel ist der Manta Neuland. "Das Auto, das wir Ihnen heute präsentieren, stempelt kein anderes Modell zum alten Eisen, sondern gesellt sich zu unserem bisherigen Programm als wirkungsvolle Ergänzung und zur Deckung eines neu entstandenen Bedarfs", heißt es im Pressetext von damals.

400 Journalisten gaben auf den Teststrecken "Maritim" und "Schweiz" tüchtig Gas. Diese nach dem Veranstaltungshotel und der malerischen Holsteinischen Schweiz benannten Routen standen auch 50 Jahre später wieder im Mittelpunkt einer Veranstaltung. 38 Manta mit ihren Besitzern und zwei Originale von Opel Classic rollten auf den Teststrecken und zu den Originalschauplätzen der damaligen Weltpremiere.

Ehrengast am Ostseestrand war der Vater des Manta A - George Gallion. Der Designer hatte für jeden Teilnehmer eine besondere Überraschung dabei: Eine Zeichnung aus eigener Feder, die als auf 50 Stück limitierter Sonderdruck an die Teilnehmer übergeben wurde.

Von den 40 Manta am Timmendorfer Strand reiste das Gros auf Achse an; einer der Teilnehmer brachte seinen Oldie jedoch per Trailer an die Ostsee - stilsicher gezogen vom aktuellen Opel-Flaggschiff Insignia. Das Feld reichte von Motorsportumbauten bis zu Modellen mit ausgefallen Lackierungen - vier Beispiele der besonderen Art:

Organisator Manfred Henning: "Ich haben den schwarzen D.O.T. Turbo von Broadspeed mitgebracht. Dieses Fahrzeug gab es ausschließlich auf dem britischen Markt, und es wurden nur 28 gebaut. Weltweit sind noch sechs Fahrzeuge bekannt; teilweise in desolatem Zustand. Meiner war nur von 1975 bis 1978 auf der Straße und im Rallye-Einsatz. Danach war das Auto Jahrzehnte in einer Garage abgestellt. Seit dem Abschluss meiner Restaurierung 2015 zeigt sich das Auto wieder im Neuwagenzustand."

Jürgen Schwartz, Manta-Fan der ersten Stunde: "Das Auto trägt eine individuelle Lackierung, bei der ein stilisierter Manta auf der ansonsten schwarzen Motorhaube zu sehen ist. Meinen ersten ebenfalls zitrusgelben Manta habe ich 1973 neu gekauft. Diesen hier habe ich 1980 genauso lackiert und fahre das Auto seit nunmehr 40 Jahren."

"Greenkeeper" Torsten Hack: "Meinen Manta A GT/E habe ich vor ein paar Jahren sehr originalgetreu restauriert. Das Auto ist in Signalgrün einfach wunderschön. Diese Farbkombination würde heute kein Hersteller mehr anbieten." (Nun ja, er möge sich den neuen Opel Mokka betrachten, möchten wir da anmerken ...)

Sportfahrer Roland Barleben: "Mein Steinmetz-Manta hat die typischen Verbreiterungen aus den Siebzigern und zeigt weitere klassische Tuningmerkmale. An meinem aufwendig restaurierten Auto sieht man deutlich, dass der Manta auch gerne für Motorsportzwecke eingesetzt wurde."

Rückblende: An einem Samstagmorgen im Jahr 1969 bestieg George Gallion ein Flugzeug mit Ziel Paris. Der amerikanische Designer in Opel-Diensten hatte sich mit dem Team eines französischen Superstars verabredet, mit dem Team des Meeresforschers Jacques Cousteau.

"Wir hatten uns für den Namen Manta entschieden. Tiernamen passten damals zum Zeitgeist. In den USA waren der Ford Mustang und die Corvette Stingray sehr erfolgreich. Ein solches Ponycar auf europäische Art war ja auch der Manta. Nun hatten wir noch zehn Tage Zeit, ein Emblem für unser Auto zu gestalten, doch wir fanden keine geeigneten Vorlagen dafür", erzählt Gallion 51 Jahre nach seiner Paris-Mission.

Also stieg er in den Flieger und sichtete in der französischen Hauptstadt das Bildmaterial Cousteaus. Stundenlang. Bis endlich eine Einstellung zu sehen war, in der ein gigantischer Teufelsrochen von unten gegen den hellen Himmel gefilmt war. Bingo. Das war es. Ein Riesenfang. Der Opel Manta hatte seine Identität gefunden und bekam fortan ein verchromtes Emblem vom Feinsten an die vorderen Kotflügel geschraubt.

Schon im ersten vollen Verkaufsjahr 1971 setzt Opel vom Manta 56.200 Einheiten allein in Deutschland ab; insgesamt entstehen 498.553 Exemplare. Bodengruppe, Fahrwerk und Motoren teilt sich der Manta mit dem Schwestermodell Ascona. Ein neuer Vertreter der aktuellen Motorengeneration ist der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 68 PS - in der S-Ausführung sogar mit 80 PS. Der leistungsstärkste Motor im Manta ist schließlich der 1,9-Liter-S-Vierzylinder mit 90 PS, bekannt aus dem Opel Rekord.

Den Einstieg in die Manta-Baureihe markiert ab 1972 die 1,2-Liter-Version mit 60 PS. Im November des gleichen Jahres ergänzt mit dem Manta Berlinetta eine luxuriös ausgestattete Variante das Modellprogramm. Sportlenkrad, heizbare Heckscheibe, Halogen-Scheinwerfer, elektrische Scheibenwaschanlage und Vinyldach gehören beim Berlinetta zum Serienumfang.

Zahlreiche Sondermodelle ergänzen das Portfolio in der fünfjährigen Bauzeit: "Holiday", "Plus", "Swinger" und "Sommer-Bazar" kombinieren gehobene Ausstattungsmerkmale mit einem niedrigen Preis. 1974 erscheint das Topmodell Manta GT/E, dessen 1,9-Liter-Einspritzmotor mit Bosch L-Jetronic 105 PS leistet. Im Stil der Zeit verzichtet der Manta GT/E auf jeden Chromschmuck und setzt auf mattschwarzen Zierrat.

Im April 1975, kurz vor dem Debüt des Manta B, erscheint das letzte Sondermodell: Der Manta "Black Magic" basiert auf dem GT/E, ist ganz in schwarz lackiert und trägt rot-orange Zierstreifen auf den Flanken.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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