Der Hyundai Ioniq 3 ist ab sofort bestellbar. Die Preise beginnen bei 28.950 Euro, für die Variante mit großer Batterie werden mindestens 32.950 Euro fällig. Insgesamt stehen fünf Ausstattungslinien und acht Außenfarben zur Wahl.
Mit 4,16 Metern Länge tritt der Ioniq 3 als kompakter Elektro-Fünftürer an. Technisch basiert er auf der E-GMP-Plattform mit Frontantrieb und 400-Volt-Technik. Bei den Antrieben und Batterien gibt es offenbar viele Gemeinsamkeiten mit dem neuen Kia EV2. Je nach Version sind bis zu 497 Kilometer Reichweite nach WLTP möglich.
Optisch orientiert sich der "Aero-Hatch" stark an der Studie, die Hyundai auf der IAA gezeigt hatte. Eine wichtige Neuerung im Serienmodell ist das Infotainmentsystem Pleos Connect. Überraschend ist dagegen, dass das kleine Instrumentendisplay nicht bei allen Varianten serienmäßig an Bord ist. Auch im Sinne der Sicherheit (große Ablenkungsgefahr) eigentlich ein absolutes Unding.
Exterieur und Platzangebot
Mit einer Länge von 4.155 Millimetern, 1.800 Millimetern Breite und 1.505 Millimetern Höhe bleibt der Ioniq 3 noch klar unterhalb des SUV-Formats. Der Radstand beträgt 2.680 Millimeter. Beim Kofferraum nennt Hyundai 441 bis 1.213 Liter. Darin enthalten ist das 119 Liter große Unterbodenfach namens "Megabox".
Bei der Gestaltung setzt Hyundai auf eine möglichst gute Aerodynamik. Die niedrige Front leitet die Luft zur flach stehenden Windschutzscheibe, während die Dachlinie bis weit nach hinten nahezu parallel zum Boden verläuft. Das soll gleichzeitig der Aerodynamik und dem Platzangebot zugutekommen.
Der cW-Wert liegt bei 0,263. Dazu tragen unter anderem ein optimierter Unterboden, Air-Curtains, steuerbare Kühllufteinlässe und aerodynamisch optimierte Räder bei. Die Front greift die aktuelle Hyundai-Designsprache mit einer schmalen Lichtsignatur auf. Vier Lichtpunkte erinnern dabei an das "H" im Morsealphabet.
Innenraum und Pleos Connect
Im Cockpit feiert Pleos Connect seine Premiere. Das auf Android Automotive basierende System arbeitet serienmäßig mit einem 12,9-Zoll-Touchscreen. Das schmale 9,9-Zoll-Instrumentendisplay direkt vor dem Fahrer gibt es dagegen erst ab der Trend-Ausstattung. In den N-Line-Versionen wächst der zentrale Bildschirm auf 14,6 Zoll.
Damit verabschiedet sich Hyundai von den bislang typischen zwei gleich großen Displays, die auch in vielen anderen Elektromodellen der Marke zu finden sind.
Beim Innenraum verfolgt Hyundai ein "Furnished Space"-Konzept, das eher an einen Wohnraum erinnern soll. Je nach Ausstattung sind unter anderem Relaxation Seats mit Sitzheizung und -belüftung, ein Bose-Soundsystem, Zweizonen-Klimaautomatik und Ambientebeleuchtung erhältlich.
Antriebe und Batterien
Zum Marktstart gibt es zwei Batteriegrößen. Die Standard-Range-Version besitzt einen rund 42 kWh großen Akku mit LFP-Chemie und leistet 108 kW (147 PS). Die Long-Range-Variante kommt auf rund 61 kWh und nutzt NMC-Zellen. Hier stehen 99 kW (135 PS) zur Verfügung.
| Technische Daten | Hyundai Ioniq 3 Standard Range | Hyundai Ioniq 3 Long Range |
| Antrieb | FWD; 108 kW; 250 Nm | FWD; 99 kW; 250 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 8,7 Sekunden / 170 km/h | 9,5 Sekunden / 170 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 14,1 - 14,4 kWh | 13,7 - 15,8 kWh |
| Akku netto / brutto | ca. 41 / 42,2 kWh LFP | ca. 58 / 61,0 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 340-344 km | 434 - 497 km |
| max. Ladeleistung DC / AC | 11 / 119 kW | 11 / 110 kW |
Die maximale DC-Ladeleistung liegt je nach Version bei 119 beziehungsweise 110 kW. Von 10 auf 80 Prozent soll der Ladevorgang 29 beziehungsweise 30 Minuten dauern. Wechselstrom wird mit bis zu 11 kW geladen, bei der Long-Range-Version sind optional 22 kW möglich.
Hinzu kommen Plug & Charge, Vehicle-to-Load (V2L) und ein integrierter Elektroauto-Routenplaner.
Preise und Ausstattung
Die Standard-Range-Version ist ausschließlich als Select und Trend erhältlich. Mit großem Akku stehen zusätzlich N Line, Prime und N Line Evo zur Verfügung.
| Ausstattung / Preise |
Hyundai Ioniq 3 Standard Range |
Hyundai Ioniq 3 Long Range |
| Select | 28.950 Euro | 32.950 Euro |
| Trend | 31.950 Euro | 35.950 Euro |
| N-Line | 39.650 Euro | |
| Prime | 40.950 Euro | |
| N-Line Evo | 42.450 Euro |
Bereits die Basisversion bietet 16-Zoll-Aluräder, LED-Licht, Parksensoren vorn und hinten, Rückfahrkamera, Zweizonen-Klimaautomatik, Smart Key, Abstandsregeltempomat und Totwinkelassistent.
Ab Trend kommen unter anderem 17-Zoll-Räder, das Instrumentendisplay, Sitz- und Lenkradheizung, ein Batterieheizsystem sowie kabelloses Smartphone-Laden hinzu. Wärmepumpe und Typ-2-Ladekabel kosten bei Select und Trend jeweils als Paket 1.000 Euro.
Bilder von: Hyundai
Die N-Line-Version erhält 18-Zoll-Räder, ein eigenständiges Design und den 14,6-Zoll-Bildschirm inklusive Navigation. Die Prime-Version setzt auf eine ähnlich umfangreiche Ausstattung, ergänzt diese aber unter anderem um Matrix-LED-Scheinwerfer und ein Bose-Soundsystem. Bei der N Line Evo kommen 19-Zoll-Räder und ein künstlicher Motorsound hinzu.
Zu den weiteren verfügbaren Helfern gehören Highway Driving Assist 2, ein Rundumsichtsystem, ein Totwinkelwarner und der Remote Smart Parking Assist.
Der Hyundai Ioniq 3 wurde in Europa entwickelt und wird im türkischen Hyundai-Werk in İzmit rund 100 Kilometer südöstlich von Istanbul gebaut. Wann die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, hat Hyundai bislang noch nicht exakt bekannt gegeben.








