Der BYD Seal U ist in Deutschland nicht mehr als Elektroauto konfigurierbar. Das geht aus der Website des chinesischen Herstellers hervor. Als Plug-in-Hybrid ist das Auto unter der Bezeichnung Seal U DM-i weiter erhältlich.
Das 4,79 Meter lange Mittelklasse-SUV wurde Ende 2023 in Deutschland eingeführt. Trotz des Namens hatte das Modell technisch nichts mit der Limousine BYD Seal zu tun. Es wurde ausschließlich als 160 kW starker Fronttriebler angeboten; damit dauerte der Sprint auf 100 km/h 9,3 bzw. mit der größeren Batterie 9,6 Sekunden. Wählen konnte man zwischen zwei LFP-Akkus von BYD selbst: 72 kWh für 420 km Reichweite im Modell Comfort und 87 kWh für 500 km im Modell Design.
Die DC-Ladedauer war mit 42 bzw. 43 Minuten extrem lang. Dafür begannen die Listenpreise schon bei 42.990 Euro, die 500-km-Version gab es ab 46.490 Euro. Im laufenden Jahr wurden bis einschließlich September über 12.000 Seal U in Deutschland neu zugelassen, aber weniger als 1.200 Stück waren rein elektrisch. Ähnlich war es 2025: Es wurden fast 9.600 Neuzulassungen des Seal U verzeichnet, aber nur 888 mit reinem Elektroantrieb. Im Jahr 2024 kamen weniger als 500 Neuzulassungen für den Seal U insgesamt zustande. Der Seal U wurde nach einem Beitrag im BYD-Seal-Forum bereits im Juni vom Markt genommen.
An die Stelle des Seal U dürfte nun der Anfang 2025 gestartete Sealion 7 treten, der mit 4,83 Metern Länge eine ähnliche Größe hat. Die Batterien sind mit 82,5 bzw. 91,3 kWh größer, doch bei der Reichweite (456 bis 502 km) gibt es nur ein kleines Plus. Ein deutlicher Fortschritt zeigt sich jedoch bei den Ladezeiten: Die kleine Batterie lässt sich in 32 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen, die große in 24 Minuten.
Auch die Antriebe sind stärker: Die Basisversion hat einen 230-kW-Heckantrieb, die anderen beiden Varianten haben einen 390-kW-Allradantrieb und wahlweise die kleine oder die große Batterie. Die Preise beginnen bei 49.990 Euro. Damit ist er deutlich teurer als der Seal U.
Unter dem Strich
Der BYD Seal U wird in Deutschland nicht mehr als Elektroauto angeboten. Ein Verkaufsrenner war das Modell in seiner Elektroversion nie. Zu den Gründen dürften das langsame Laden und die höchstens mittelprächtige Reichweite gehört haben. Die Plug-in-Hybrid-Version dagegen ist begehrt - kein anderes Modell der chinesischen Marke verzeichnet so hohe Zulassungszahlen.








