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Unsere Audi RSQ8 Meldungen

Abt Audi RS Q8

Abt Audi RS Q8 wird noch stärker und viel tiefer

Das Nordschleife-Rekord-SUV wird beängstigenderweise noch schneller
Falls Ihnen 600 PS und 800 Nm in einem XXL-SUV noch nicht reichen, bietet Abt für den Audi RS Q8 jetzt deutlich mehr Power. Und Tiefgang.
Abt RS 4 Avant, RS 6 Avant, RS 7 Sportback und RS Q8 2020

Audi RS 6, RS 7, RS Q8 und RS 4 (2020): Deftige Leistungssteigerung von Abt

Neue Aero-Felgen und bis zu 100 PS mehr für die neuesten Audi Sport-Modelle
ABT zeigt seine Leistungssteigerungen fürs Audi RS 4 Facelift, den RS 6 , den RS 7 sowie den RS Q8. Ein neuer RS6-R mit Mega-Bodykit steht kurz bevor.
Audi RS Q8 (2019) im Test

Test Audi RS Q8 (2020): Überzeugt der X6 M-Gegner wirklich?

Audis "Lamborghini Urus fürs Volk" stellt 600 PS und sehr viel Fahrwerkstechnik gegen 2,4 Tonnen Gewicht. Klappt das?
Mit dem RS Q8 geht Audi erstmals gegen X6 M und AMG GLE 63 ins Rennen. 600 PS treffen auf 2,4 Tonnen und viel Technik. Obs funktioniert, klärt der Test.
Audi RS Q8 (2020)

Audi RS Q8 (2020): SUV-Coupé mit 600 PS

Volle Breitseite gegen den neuen BMW X6 M
Dieses Auto wird nicht jeder mögen: Audi stellt den ersten RS Q8 vor. Wir waren live vor Ort und haben die Details zu Leistung, Marktstart und Preis.
Audi RSQ8 in: Audi RS Q8 ist das schnellste Serien-SUV auf dem Nürburgring

Audi RS Q8 ist das schnellste Serien-SUV auf dem Nürburgring

Der Mercedes-AMG GLC 63 S wurde entthront
Mit einer Zeit von 7 Minuten und 42,2 Sekunden hat der Audi RS Q8 am Ring den Mercedes-AMG GLC 63 S entthront und ist dort nun das schnellste Serien-SUV.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Audi RSQ8 Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Abt Audi RS Q8 wird noch stärker und viel tiefer

Das Nordschleife-Rekord-SUV wird beängstigenderweise noch schneller

Audi Sport kann ja im Prinzip machen, was sie wollen. Es wird immer Menschen geben, denen die Serienleistung eines RS-Modells - und sei sie noch so üppig - nicht ausreicht. Und es wird immer Tuner geben, die diesem Wunsch nur zu gerne nachkommen. In erster Linie natürlich Abt Sportsline, der weltgrößte Schnellermacher für so ziemlich alles aus dem VW-Konzern.

Jetzt ist ein Gefährt an der Reihe, bei dem man nun wirklich gar nicht auf die Idee kommen würde, dass es noch mehr von allem braucht. Die Rede ist vom 2,4 Tonnen schweren Nordschleife-SUV-Rekordhalter Audi RS Q8. Im Serientrimm ist er 600 PS und 800 Nm stark, marschiert in 3,8 Sekunden von 0-100 km/h, fährt maximal 305 km/h schnell und umrundet die Nordschleife in 7:42 Minuten.

Was passiert, wenn man ihm noch mehr Leistung aufbrummt, ist diskussionswürdig. Fängt die Straße zu brennen an? Bricht sie einfach auseinander? Abt wird es wissen, denn die Kemptener holen dank ihres Abt Engine Control-Zusatzsteuergeräts nochmal 100 PS und 80 Nm extra aus dem 4,0-Liter-Biturbo-V8. 700 PS und 880 Nm stehen nun insgesamt zur Verfügung. Fahrleistungen nennt der Tuner bisher nicht.

Dafür gibt es ein Upgrade fürs serienmäßige Luftfahrwerk des Performance-Monstrums. Die Tieferlegung kann dreistufig variiert werden. Im sogenannten Comfort-Level geht es 15 mm nach unten, im Dynamic-Level um 25 mm. Die dritte Einstellung bezeichnen die Äbte als Lade-Level oder auch als Coffee-Mode (damit er beim Cars&Coffee besonders imposant am Boden klebt?). Hier pumpt sich der RS Q8 heftige 65 mm nach unten und erwürgt damit vermutlich die armen Räder.

Selbige wird Abt in Kürze durch eigene Ausführungen ersetzen, die dann wohl bis zu 23 Zoll groß sind.


Audi RS 6, RS 7, RS Q8 und RS 4 (2020): Deftige Leistungssteigerung von Abt

Neue Aero-Felgen und bis zu 100 PS mehr für die neuesten Audi Sport-Modelle

Es ist uns nicht bekannt, dass Audis RS-Modelle leistungstechnisch in argen Nöten wären und trotzdem lechzen die Kunden ständig nach mehr Dampf. Zumindest weiß man, dass Abt keine großen Probleme hat, seine Leistungssteigerungen für die schnellsten Ingolstädter unters Volk zu bringen. Jetzt erhält das Phänomen neue Nahrung. Viel neue Nahrung.

Der Kemptener Tuner hat nämlich die neueste RS-Riege in die Finger bekommen. RS 6 Avant, RS 7 Sportback, RS Q8 sowie das Facelift des RS 4 Avant erhalten durch die Bank mehr Power.

Die Leistungsspritze für den 2,9-Liter-Biturbo-V6 des RS 4 ist bereits vom Vorfacelift bekannt. Aus den 450 PS und 600 Nm machen die Äbte per Zusatzsteuergerät 510 PS und 660 Nm. Das gleiche Prozedere führt beim neuen 4,0-Liter-Biturbo-V8 des RS 6, RS 7 und RS Q8 zu dicken 700 PS und 880 Nm was hier ein Plus von 100 PS und 80 Nm bedeutet.

Aktuell beschränken sich sich die optischen Änderungen noch auf verschiedene Abt-Radsätze. Am auffälligsten sind sicher die am RS 7 verbauten 22-Zöller. Die laut eigener Aussage "weltweit ersten Serien-Aero-Räder" folgen auf die noch aufwendigeren 21-Zöller, die die Äbte damals in limitierter Auflage für den RS 4 und RS 5 angeboten haben - für 11.690 Euro den Satz.

Zumindest im Falle des neuen RS 6 ist das Power-Upgrade aber erst der Anfang. Abt arbeitet bereits an einem neuen RS6-R inklusive ultra-offensiver Holzhammer-Optik und vermutlich noch ein bisschen mehr Leistung. Der Vorgänger brachte es ja bereits auf bis zu 730 PS. Damit ist er übrigens weit weg vom stärksten Audi, den die Allgäuer je auf die Räder gestellt haben. Diese Ehre gebührt dem irrwitzigen RS6-E-Hybrid, der - zumindest kurzzeitig - mit 1.018 PS um sich wirft.


Test Audi RS Q8 (2020): Überzeugt der X6 M-Gegner wirklich?

Audis "Lamborghini Urus fürs Volk" stellt 600 PS und sehr viel Fahrwerkstechnik gegen 2,4 Tonnen Gewicht. Klappt das?

Was ist das?

Audi hat endlich reagiert und den Kickern des FC Bayern das Auto gebaut, das sie wirklich wollen. Sagen Sie Hallo zum neuen RS Q8. Während die Welt fleißig übers Klima streitet, klingt er wie ein Hort der Rationalität und Vernunft. Ein 5,01 Meter langes SUV-Coupé mit 2,4 Tonnen Gewicht und 600 PS, das die 0-100 km/h in 3,8 Sekunden platt macht, 305 Spitze fährt und den Nürburgring in 7:42 Minuten unter sich begräbt. Damit hat sich der Über-Q8 den Nordschleife-SUV-Rekord gekrallt und das ganz nebenbei mit einer Zeit, für die man vor zehn Jahren noch einen Porsche 911 GT3 gebraucht hätte. Wir leben in wahrhaft verrückten Zeiten.

Der größte je gebaute RS steht auf 23 (!) Zöllern und wird vermutlich als Deutschlands mächtigster und schnellster Grill aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Ein bescheidenes, fast schon schüchternes Kerlchen also, das sich in bester und stetig wachsender Gesellschaft befindet: AMG kommt bald mit dem neuen GLE 63 S ums Eck und BMW schickt die Performance-Rhinos X5 M und X6 M ins Rennen. Ähnlich ungezogene Angebote gibt es in Form der Konzern-Verwandschaft um Porsche Cayenne Coupé Turbo, Bentley Bentayga und Lamborghini Urus oder in Bälde auch von Aston Martins erstem SUV namens DBX. Letzteres ist mit 550 PS und nur 2,2 Tonnen aber fast schon schwachbrüstig.

Okay, die Ironie darf jetzt wieder ausgemacht werden. Was ist neu?

Kurz bevor er Sie auf der linken Spur auffrisst, werden Sie ihn eventuell noch kurz in einem sehr stark ausgefüllten Rückspiegel erblicken. Sie erkennen ihn dann daran, dass er aussieht wie Bane (der Bösewicht aus Batman). Das liegt am monumentalen schwarzen Singleframe inklusive schwarzer Kühlermaske. Außerdem ist er vorne 20 und hinten 10 mm breiter. Irgendwie müssen die größeren Räder schließlich reinpassen. Hinten gibt es einen größeren Dachspoiler und den üblichen Diffusor mit Platz für die üblichen Oval-Endrohre.

Vorne drin steckt der aus RS 6 und RS 7 bekannte 4,0-Liter-Biturbo-V8 mit 48-Volt-Mildhybridsystem. Er liefert 600 PS bei 6.000 U/min und 800 Nm zwischen 2.200 und 4.500 U/min. Nur ganz vielleicht könnte dieses Setup bei einigen wenigen Menschen für ein schlechtes Gewissen sorgen, weshalb das Aggregat eine Zylinderabschaltung hat. Außerdem kann der RS Q8 rekuperieren und beim vom Gas gehen zwischen 55 und 160 km/h mit abgeschaltetem Motor segeln. Auch ein Start-Stopp-System mit erweitertem Wirkungskreis ist an Bord. Das spart laut Audi bis zu 0,8 Liter auf 100 km ein. 12,1 Liter nimmt er sich trotzdem alle 100 Kilometer. So steht es zumindest im Prospekt. Wie gewohnt geht die Kraft über Audis fähigste und stärkste 8-Gang-Box an alle vier Räder. Je nachdem, was die Umwelt dem Auto so entgegenschmeißt, kann es bis zu 70 Prozent der Power nach vorne und bis zu 85 Prozent nach hinten leiten.

Der RS Q8 kriegt ein strafferes Luftfahrwerk, das sich bis zu 40 mm absenkt, wenn Sie schnell fahren und bis zu 50 mm anhebt, wenn Sie aus Versehen in die Botanik abbiegen. Ja auch hier gibt es einen Offroad-Modus, aber Sie werden vermutlich die 23-Zöller bestellen, also lassen Sie es einfach bleiben. Außerdem gibt es eine eigene Applikation für Dämpfer und Lenkung, steifere Lager und Buchsen und eine Allradlenkung, die in diesem Fall klugerweise serienmäßig ist. Auch die übrigen (optionalen) Fahrdynamik-Booster dürften Sie inzwischen kennen. Es handelt sich dabei um die elektromechanische Wankstabilisierung (eAWS) und das Sportdifferenzial an der Hinterachse. Wie Sie sehen, ist also mal wieder alles angerichtet, um der armen Physik zu demonstrieren, dass sie keine Ahnung hat.

Natürlich kapituliert die Physik einmal mehr vor der technischen Brillanz eines teutonischen Performance-SUVs, oder?

Bis zu einem gewissen Punkt ganz sicher. Dieser Punkt ist erschreckend hoch angesiedelt. Im Prinzip ist die Physik schon wieder so weit zu sagen: Ach komm weißte was RS Q8, hör mir auf mit deiner Angeberei, ich geh jetzt heim. Einfach weil auch dieser Kasalla-Panzer mühelos Kurvengeschwindigkeiten erreicht, die auf absolutem Top-Sportwagenniveau liegen. Aber zum kompletten Sieg über die Schwerkraft reicht es erleichtenderweise auch in diesem Auto nicht ganz. Irgendwann nach sehr sehr viel Grip und Neutralität weicht auch im RS Q8 die Vorderachse auf und er schiebt sanft nach außen ab.

Alles, was bis dahin passiert, ist jedoch aller Ehren wert und dürfte auch bei Ihnen für nicht nur einen dicken Schmunzler sorgen. Ja, er lenkt extrem kurz angebunden ein und nein, da wankt nix (oder zumindest nicht besonders viel) in der Kurve. Auch wenn man selbige mal so fährt, wie man es nicht tun sollte, wenn man weiterhin ein Leben in Freiheit anstrebt. Der RS Q8 zieht den Bauch ein, spannt die Muckis an, und dann knallt er eben durch durch die Kurve. Fühlt sich das groß und schwer an? Ja, schon irgendwie, das lässt sich nicht leugnen. So ein Cayenne, der handelt schon leichtfüßiger und spielerischer. Aber dass man so viel Masse und Wucht so akkurat, präzise, urstabil und letztlich auch beängstigend agil bewegen kann, das hinterlässt schon Eindruck.

Tja, und dann ist da noch diese Bremse, diese irre große Keramik-Bremse mit ihren 10-Kolben-Sätteln und den 440-mm-Scheiben, die diese 2,4 Tonnen so dermaßen zusammenstaucht, dass Sie laut anfangen werden zu lachen, weil es so unwirklich ist. Normalerweise stirbt so ein Schlachtschiff ja auf der Bremse, aber hier ist es genau andersherum. Das Motto viel hilft viel zieht also auch hier. Nicht nur was die empfehlenswerten Carbon-Keramik-Stopper (sparen obendrein 34 Kilo) betrifft, sondern auch die ganze Armada an schlauer Elektronik, die diesen monumentalen Körper zusammenpresst wie ein riesiger Schraubstock. Der RS Q8 könnte gar nicht anders fahren, selbst wenn er wollte.

Sie können sich vorstellen, dass diese Vorgehensweise sehr effektiv ist, besonders natürlich fühlt sich das Ganze aber freilich nicht an. Die Lenkung ist dabei übrigens nicht das Problem. Sehr angenehm und präzise mit gutem, eher leichtem Handmoment. Aber man sitzt halt letztlich auch im RS Q8 schon eher drauf als drin, kämpft ein bisschen mit den abgehakten, etwas hüftsteifen Bewegungen. "Nur falls Du es vergessen hast, ich bin nach wie vor ein SUV", ruft einem der Dicke in diesen Momenten ein bisschen trotzig zu. Es sei ihm gegönnt. Falls Sie gewandtere Bewegungsabläufe schätzen, kaufen Sie sich doch einfach den neuen RS 6 Avant.

Hier wie da zeigen die Audi Sport-Ingenieure eine neu entflammte Liebe für feine Federungen. Auch der RS Q8 sänftet in aller Regel, dass es eine wahre Freude ist. Selbst mit dem 23-Zoll-Monumental-Schuhwerk verkrampft er nicht. Klar, wenn Sie alle Fahrdynamik-Systeme auf "Maximum Attack" schalten und das Auto den Quadrizeps durchspannt, kann es schon mal ein bisschen rumpeln im Stüberl, aber richtig gravierend ist auch das nicht.

Und der Motor?

Wenig überraschend ist es in etwa das gleiche Spiel wie im RS 6/RS 7. In allem außer dem Dynamic-Modus reagiert dieser Achtzylinder ungewohnt behäbig auf Gas und gähnt Ihnen ein Turboloch entgegen als wäre es 1987. Wenn Sie mitzählen wollen: 3,2,1 ... Booom! Im RS Q8 ist das Thema gefühlt noch ein wenig ausgeprägter. Und natürlich tätowiert Sie der Antritt nach der Gedenksekunde dann doch noch recht unbarmherzig ins Gestühl, dreht der Motor schön gierig aus. Sie können diese Wildheit aber auch gleich von Anfang an haben. Stellen Sie den Antrieb dafür einfach auf Dynamic und plötzlich ist der Vierliter-Biturbo hellwach, kappt die Zündschnur komplett, lässt sich extrem fein dosieren. So kommt er dann auch auf ein Level mit den hervorragenden Biturbo-V8s von AMG und BMW M. Ganz ähnlich ist das bei der verstärkten ZF-8-Gang-Automatik, die auch im RS Q8 genau so werkelt, wie man das haben will bei einer guten Sportbox: Schnörkellos rauf, schnell und ohne Schluckauf runter, im Alltag unmerklich.

In puncto Klanggestaltung braucht er die Konkurrenz ebenfalls nicht zu fürchten. Der Konzern-Allzweck-V8 (Porsche, Lambo, Bentley) holt hier das ganz grobe Sägeblatt raus und von vorne zischen gut vernehmbar zwei wütende Turbos. Natürlich auch hier nicht so ganz echt, aber recht emotional allemal.

Und innen?

Grundsätzlich hat der Q8 den Vorteil, dass er, selbst gegenüber anderen SUV-Coupés der 5-Meter-Liga, über ein wahrhaft königliches Platzangebot verfügt. Das ist beim RS-Modell natürlich nicht anders. Verarbeitungsqualität, Bedienung und der Grad an Technologie im Cockpit sind über jeden Zweifel erhaben. Wie schon in RS 6 und RS 7 gibt es jetzt auch hier einen RS-Taster am Volant, den Sie mit Ihren präferierten Voreinstellungen bezüglich aller relevanten Fahrdynamik-Parameter (Motor, Fahrwerk, Klang, ESP usw.) belegen können. Die RS-Sportsitze hinterlassen einen sehr guten und bequemen Eindruck. Für uns geben das optionale Alcantara-Lenkrad und das Carbon-Dekor nochmal einen willkommenen Haptik-Boost, aber das bleibt wie immer Geschmackssache.

Soll ich ihn kaufen?

Sie kennen vermutlich die Argumente, die jetzt kommen. Sowohl die positiven, wie auch die nicht ganz so schönen. Brauchen tut so ein immens proportioniertes 600-PS-SUV natürlich niemand. So ein Audi RS 6 Avant beispielsweise kurvt natürlicher und intensiver. Und weniger verbrauchen wird er auch, da kann man noch so viel mildhybridisieren und zylinderdeaktivieren (was der RS 6 ganz nebenbei ja auch macht). Ein gesteigertes Verlangen nach höhergelegten Brachialsportlern scheint es auf dem Weltmarkt ganz offensichtlich dennoch zu geben. Da spielen bequemerer Einstieg, bessere Übersicht und das zweifelsfrei üppigere Platzangebot definitiv eine Rolle. Anscheinend auch immer noch der Status. Ist halt so. Punkt.

Fahrdynamisch - auch das kennen Sie - ist dem RS Q8 wenig vorzuwerfen. Die Errungenschaften der modernen Fahrwerkstechnologie machen es möglich, dass auch dieses Mega-SUV hauptsächlich Verblüffung zurücklässt. Ob man jetzt dem Angebot von AMG, BMW M oder eben Audi Sport erliegt, ist auf diesem hohen Niveau sicher Geschmackssache. Selbst verglichen mit einem Cayenne Turbo oder einem Lambo Urus gibt es - wen wundert's bei gleicher Plattform - wenig Unterschiede. Letzteren gegenüber geht der RS Q8 jedoch als wahres Schnäppchen durch.

Fazit: 7/10

+ in Anbetracht der Größe irrsinnig gute Fahrdynamik; extrem potenter, wohlklingender V8; gute Komfort-Eigenschaften; qualitativ hochwertiger, überaus großzügiger Innenraum; brachiale Keramikbremse (optional)

- hohes Gewicht; Motor in den normalen Modi mit Anfahrschwäche; konzeptbedingter Mangel an natürlichem und involvierendem Fahrverhalten


Audi RS Q8 (2020): SUV-Coupé mit 600 PS

Volle Breitseite gegen den neuen BMW X6 M

Mächtig gewaltig! Mit diesen Worten kommentierte einst Benny von der dänischen Olsen-Bande die Pläne seines Chefs Egon. Und auch mir kommt der Kult-Spruch spontan in den Sinn, als ich zum ersten Mal den neuen Audi RS Q8 sehe. Trotz geballtem Know-How der Ingenieure: Dieses SUV dürfte nicht bei jedem Beobachter soziale Akzeptanz finden. Seine Messepremiere erlebt der Audi RS Q8 auf einem seiner wichtigsten Absatzmärkte im Rahmen der Los Angeles Auto Show.

Aber wenden wir uns lieber den harten Fakten zu: 600 PS und 800 Nm Drehmoment zwischen 2.200 und 4.500 Umdrehungen liefert der 4,0-Liter-V8 im Audi RS Q8. Den turboaufgeladenen Benzin-Direkteinspritzer kennen Fans schon vom neuen RS 6 Avant und dem RS 7 Sportback. Er beschleunigt das große SUV-Coupé in lediglich 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h und in 13,7 Sekunden von null auf 200 km/h. Bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Mit dem optionalen Dynamikpaket plus liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 305 km/h. Welche Rivalen man im Blick hat? Unter anderem den neuen BMW X6 M oder auch das Porsche Cayenne Coupé mit 550 PS. Wie flott der Audi RS Q8 unterwegs sein kann, zeigte kürzlich ein Prototyp, der eine Rundenzeit von 7:42.253 Minuten in die Nürburgring-Nordschleife stanzte.

Die zweiflutige Abgasanlage mündet auf jeder Seite in einem fetten ovalen Endrohr. Der Fahrer kann den Klang des Motors über das System "Audi drive select" beeinflussen. Die optionale RS-Sportabgasanlage mit schwarzen Endrohrblenden liefert ein noch sportlicheres Klangbild.

Der V8-Biturbo soll auch effizient sein. Sein Mildhybrid-System (MHEV) basiert auf einem 48 Volt-Hauptbordnetz. Das MHEV-Herzstück bildet ein Riemen-Starter-Generator, der mit der Kurbelwelle verbunden ist. Beim Verzögern und Bremsen kann er bis zu 12 kW Leistung in die kompakte Lithium-Ionen-Batterie rekuperieren. Geht der Fahrer im Geschwindigkeitsbereich zwischen 55 und 160 km/h vom Gas, wählt das Antriebsmanagement je nach Fahrsituation und Einstellung im Fahrdynamiksystem Audi drive select eine von zwei Lösungen: Der neue RS Q8 rekuperiert oder segelt bis zu 40 Sekunden lang mit ausgeschaltetem Motor. Die MHEV-Technologie erlaubt den Start-Stopp-Betrieb bereits ab 22 km/h Restgeschwindigkeit. Für noch mehr Effizienz ist das Mildhybrid-System mit der Kamera-Sensorik vernetzt. Aus dem Stand heraus springt der Motor auch bei getretener Bremse an, sobald die Frontkamera detektiert, dass sich das Fahrzeug vor dem neuen RS Q8 in Bewegung setzt. Das Zusammenspiel der MHEV-Komponenten besitzt Audi zufolge das Potenzial, den Verbrauch im Alltagsbetrieb bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer zu senken.

Als weiterer Effizienz-Baustein ist das System cylinder on demand (COD) an Bord. Bei geringer bis mittlerer Last und Drehzahl deaktiviert es in den oberen Gängen die Zylinder 2, 3, 5 und 8, indem es Einspritzung und Zündung abschaltet und die Ein- und Auslassventile schließt.

Über eine serienmäßige Achtgang-Automatik fließt die Kraft des 4.0 TFSI auf den permanenten Allradantrieb quattro. Die Antriebskräfte werden über das rein mechanisch arbeitende Mittendifferenzial, das als Planetenradgetriebe aufgebaut ist, in der Regel im Verhältnis 40:60 auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Tritt Schlupf auf, gelangt automatisch mehr Antriebsmoment an die Achse mit der besseren Traktion - bis zu 70 Prozent können nach vorn, bis zu 85 Prozent nach hinten geleitet werden.

Die radselektive Momentensteuerung verbessert das Handling des neuen RS Q8 zusätzlich. Bei dynamischer Kurvenfahrt verschiebt das optionale quattro Sportdifferenzial die Antriebsmomente je nach Bedarf zwischen den Hinterrädern.

Serienmäßig ist eine Luftfederung namens "adaptive air suspension sport" mit geregelter Dämpfung an Bord. Ihre RS-spezifische Dämpferabstimmung erlaubt eine besonders großzügige Spreizung zwischen einer komfortbetonten und einer extrem sportlichen Auslegung. Je nach Fahrsituation und Fahrerwunsch variiert die Trimmlage der Karosserie um bis zu 90 Millimeter. Die auf Wunsch erhältliche elektromechanische Wankstabilisierung (EAWS) minimiert bei schneller Kurvenfahrt die Seitenbewegungen der Karosserie. Die EAWS ist in das 48-Volt-Hauptbordnetz eingebunden und dient als ein rekuperierendes System. Sie kann über die Elektromotoren sogar wieder Leistung zurück gewinnen und als elektrische Energie in den Akku zurückspeisen.

Mit dem optionalen "Dynamikpaket plus" mit der elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h bekommt der Kunde ein auf maximale Sportlichkeit ausgelegtes Fahrwerk: darin sind die elektromechanische aktive Wankstabilisierung, das quattro Sportdifferential und die RS-Keramikbremsanlage enthalten.

Die serienmäßige Allradlenkung bewegt die Hinterräder über einen elektrischen Spindeltrieb und zwei Spurstangen. Bei niedrigem Tempo lenken die Hinterräder bis zu 5 Grad gegensinnig zu den Vorderrädern und steigern so die Agilität. Zugunsten der Stabilität bei schnellen Spurwechseln schlagen sie bei hohen Geschwindigkeiten bis zu 1,5 Grad gleichsinnig zur Lenkrichtung der Vorderräder ein.

Über das Fahrdynamiksystem "Audi drive select" kann der Fahrer den Charakter seines RS Q8 gezielt beeinflussen. Acht Profile stehen zur Wahl: comfort, auto, dynamic, efficiency, allroad, offroad und die individuell konfigurierbaren RS-spezifischen Modi RS1 und RS2, die sich direkt über die RS-MODE-Lenkradtaste aktivieren lassen. Audi drive select nimmt unter anderem Einfluss auf das Motor- und Getriebemanagement, die Lenkunterstützung, die Luftfederung, die Allradlenkung, den Motorsound sowie die Charakteristik der Klimaautomatik.

Der neue RS Q8 steht standardmäßig auf 22-Zoll-Aluminiumrädern im 10-Speichen-Stern-Design mit Reifen der Breite 295/40 - die größten, die jemals an einem Audi-Modell ab Werk in Serie montiert wurden. Exklusiv für den RS Q8 gibt es optional auch diverse 23-Zoll-Felgen. Hinter den großen Rädern arbeitet eine RS-Bremsanlage mit innenbelüfteten Verbundbremsscheiben (420 Millimeter vorn, 370 Millimeter hinten). Ihre 10-Kolben-Bremssättel sind serienmäßig schwarz lackiert, auf Wunsch in Rot. Die Bremssättel der optionalen RS-Keramikbremse sind wahlweise in Grau, Rot oder Blau ausgeführt, ihre Scheiben haben die Dimension 440 Millimeter (vorn) und 370 Millimeter (hinten).

RS-spezifische Aufsatzleisten in Wagenfarbe verbreitern die Karosserie vorne um 10 Millimeter, hinten um 5 Millimeter und schaffen so Raum für die großzügigere Spurweite. Standardmäßig sind die umlaufenden RS-Schweller in "Manhattangrau" ausgeführt. Oben bildet ein RS-Dachkantenspoiler einen markanten Abschluss, zur Fahrbahn hin setzt die RS-spezifische Heckschürze mit einer Diffusor-Spange in schwarz Hochglanz und den RS-typischen ovalen Endrohren ein Ausrufezeichen. Der RS-Dachkantenspoiler sorgt für Abtrieb an der Hinterachse und damit einer ausgewogenen Balance auch bei hohen Geschwindigkeiten.

Die Außenspiegelgehäuse sind standardmäßig in Schwarz ausgeführt, optional auch in Wagenfarbe, Aluminium oder Carbon. Die Optikpakete Aluminium und Carbon setzen gezielte Akzente an Kühlermaske, Blades, Diffusor-Spange und Heckleuchtenband (nur Carbon). In Verbindung mit den Optikpaketen Schwarz und Carbon sind die Audi-Ringe und die RS-Schriftzüge vorne und hinten auf Wunsch ebenfalls in schwarz ausgeführt.

Bei den Scheinwerfern in LED-Technologie können die Kunden zwischen zwei Ausführungen wählen. Die optionalen abgedunkelten RS-Matrix LED-Scheinwerfer haben eine dreidimensionale Tagfahrlicht-Signatur mit einem digitalen Charakter, ähnlich wie beim LED-Schlusslicht. Ein Leuchtenband, das mit einer schwarz hochglänzenden Fläche unterlegt ist, verbindet die Einheiten am Heck miteinander. Die RS-Matrix LED-Scheinwerfer und die Heckleuchten verfügen über dynamisches Blinklicht und liefern beim Ent-und Verriegeln eine RS-spezifische Animation.

Spezielle RS-Anzeigen in Audi virtual cockpit und MMI Display informieren unter anderem über Reifendruck, Drehmoment, Leistung, Temperatur, Rundenzeiten und g-Kräfte. Die Schaltblitz- Darstellung fordert den Fahrer beim Erreichen der Drehzahlgrenze zum Hochschalten auf. Auch das optionale Head-up-Display bietet einige RS-spezifische Grafikdarstellungen.

Die RS-Sportsitze sind standardmäßig schwarz, auf Wunsch "Cognac Granitgrau". Die beiden RS-Designpakete färben die Kontrastnähte an Kniepads, Lenkradkranz, Fußmatten, Wählhebel und die Ränder der Gurtbänder rot oder grau. Mittelkonsole, Wählhebel und Lenkrad sind in beiden Designpaketen in Alcantara ausgeführt. Dekoreinlagen in Carbon Matt, Holz Eiche grau oder Alu Spektrum sind weitere Wahlmöglichkeiten. Das erweiterte Lederpaket schließt auch die oberen Türverkleidungen mit ein.

Die dreiteilige Rücksitzbank lässt sich serienmäßig längs verschieben. Klappt man ihre Lehnen um, fasst der Gepäckraum unter der elektrisch betätigten Heckklappe bis zu 1.755 Liter. Der neue RS Q8 kommt in Deutschland und weiteren europäischen Ländern im Laufe des ersten Quartals 2020 zu den Händlern. Die Preisliste beginnt bei 127.000 Euro.


Audi RS Q8 ist das schnellste Serien-SUV auf dem Nürburgring

Der Mercedes-AMG GLC 63 S wurde entthront

Die Gerüchte waren wahr - sagen Sie Hallo zum neuen Herrn des Ringes unter den SUVs. Mit einer offiziellen Zeit von 7 Minuten und 42,2 Sekunden hat der Audi RS Q8 den Mercedes-AMG GLC 63 S entthront und einen neuen Rekord für das schnellste Serien-SUV am Nürburgring aufgestellt. Das Affalterbacher Hochleistungsmodell stellte den jetzt deutlich von Audi verbesserten Rekord vor fast einem Jahr auf, als es die Nordschleife in 7 Minuten und 49,3 Sekunden überholte. Zur besseren Einordnung: Der wesentlich leichtere Renault Mégane R.S. Trophy-R hatte Mitte des Jahres mit 7:40.100 Minuten eine neue Bestzeit für frontangetriebene Serienfahrzeuge auf der legendären Nürburgring-Nordschleife aufgestellt.

Der RS Q8 wurde noch nicht einmal richtig enthüllt, aber er setzt bereits Rekorde, indem er dem bislang schnellsten SUV in der Grünen Hölle mal eben etwas mehr als sieben Sekunden abnimmt. Es war ein arbeitsreiches Jahr für Audi Sport mit den Premieren von RS Q3, RS Q3 Sportback, RS 6 Avant und RS 7 Sportback, aber es wird noch ein weiterer RS folgen und zwar die Topversion des Q8.

Die sportliche Luxusyacht auf Rädern übernimmt den Twinturbo-4,0-Liter-V8 vom RS 6 Avant und RS 7, was bedeutet, dass es der RS Q8 auf 600 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment aufbringen wird. Das dicke SUV dürfte in gut 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet und über 300 km/h erreichen könnte, was nicht schlecht ist, wenn man bedenkt, dass der RS Q8 ungefähr so viel wie der Mond wiegt.

Das britische Magazin Autocar hatte bereits die Gelegenheit, mehr über Audis bisher größten und sportlichsten SUV zu erfahren, der die Luftfederung und die 48V-Stabilisatoren des SQ8, der Anfang dieses Jahres mit einem Dieselmotor auf den Markt kam, übernehmen wird. Räder bis zu einer Größe von 23 Zoll werden mit 295/35 ZR23 Pirelli P Zero-Reifen erhältlich sein, ebenso wie ein drehmomentabhängiges Hinterachsdifferenzial und eine Allradlenkung. Im Vergleich zum SQ8 werden die Ingenieure von Audi Sport das Fahrwerk straffer gestalten, um den RS Q8 beim Kurvenfahren agiler zu machen.

Erlkönigbilder haben bereits gezeigt, dass die Styling-Anpassungen im Vergleich zu den kleineren Q8-Versionen subtil sein werden, mit nur einem dezenten Bodykit und den typischen ovalen Endrohren, um die RS-Version von den anderen abzuheben. Um den leicht aktualisierten Frontgrill herum wird es auch eine Verkleidung aus Kohlefaser geben, während die RS-Version hinten mit einem sportlichen Diffusor ausgestattet sein wird. Im Inneren verfügt das Fahrerdisplay über einige RS-spezifische Bildschirme und einige andere Feinheiten, die für das Topmodell reserviert sind.

Mit der Bestätigung eines Debüts im November 2019 für den RS Q8 durch Audi sehen wir vielleicht auf der Los Angeles Auto Show in der zweiten Monatshälfte das schnellste SUV, das je von den vier Ringen entwickelt wurde.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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