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Unsere Citroen Ami Meldungen

Citroen Ami

Citroen Ami in: Elektroautos 2021/2022: Alle Modelle in der Übersicht

Neu: Hyundai Kona Elektro Facelift, Preis des Opel Mokka-e, VW ID.4
Vom VW e-Up bis zum Tesla Model X: Wir zeigen alle Elektroautos, die es derzeit zu kaufen gibt. Zu Jedem Modell nennen wir Reichweite, Leistung und Preis.
Citroen Ami

Citroen Ami in: Auto-Neuheiten 2021/2022: Alle neuen Modelle der letzten Zeit im Überblick

Neuvorstellungen in alphabetischer Reihenfolge, von Audi bis VW
Von den neuen Kompaktklasse-Modellen des VW-Konzerns über SUV-Novitäten bis hin zu Facelifts: Hier finden Sie die Auto-Neuheiten 2021 und 2022.
Citroen Ami

Citroen Ami in: Auf diese 10 Autos freuen wir uns 2021 besonders

Von 8 (ja, acht!) bis 630 PS, hier ist wirklich alles dabei ...
Auch im Jahr 2021 werden wieder hochkarätige Auto-Neuheiten zu den Händlern rollten. Wir haben die 10 rausgesucht, auf die wir uns am meisten freuen.
Citroën Ami (2020) im Test

Citroën Ami (2020) im Test: Play-Mobil

Was kann der winzige Elektro-Würfel?
Kann man hier überhaupt von einem Auto sprechen? Der neue Citroën Ami ist extrem klein, elektrisch und nur 45 km/h schnell. Wir sind ihn gefahren.
Citroën Ami (2020)

Citroën Ami (2020): Kleiner Elektro-Würfel geht in Serie

Nur 45 km/h schnell, nur 70 Kilometer Reichweite, aber ab 16 fahrbar
Citroën präsentiert die Serienversion der Studie Ami One von 2019. Das Elektro-Wägelchen sieht deutlich anders aus, die Reichweite schrumpfte auf 70 km.
Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Dieser schräge Typ war 1966 das meistverkaufte Auto Frankreichs
Aus heute Sicht wirkt das Design des Citroën Ami 6 ziemlich seltsam. Doch die kleine Limousine war ein voller Erfolg, Wir haben den Fahrbericht.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Citroen Ami Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Citroen Ami in: Elektroautos 2021/2022: Alle Modelle in der Übersicht

Neu: Hyundai Kona Elektro Facelift, Preis des Opel Mokka-e, VW ID.4
Volkswagen setzt voll auf Elektromobilität, Tesla fertigt das Model 3 in großen Mengen und die CO2-Emissionen sollen nach den Vorgaben der Europäischen Union extrem sinken. Dies und viele andere Nachrichten zeigen, dass Elektroautos gewaltig auf dem Vormarsch sind.Dazu trägt auch die erhöhte Umweltprämie von nun 9.000 Euro (mit einem Teil der Mehrwertsteuer sind es 9.480 Euro) bei. Sie gilt rückwirkend ab 3. Juni 2020 für Fahrzeuge bis 40.000 Euro Listenpreis. Für Autos ab 40.000 Euro beträgt die Förderung 7.500 Euro plus einen Teil der Mehrwertsteuer, ab 65.000 Euro gibt es keine Prämie mehr.Hier zeigen wir zeigen Ihnen die heute verfügbaren und demnächst erscheinenden Modelle, sortiert nach Größe. Größere Transporter und Lieferwagen fehlen allerdings (noch). Die letzten zehn Änderungen in der Übersicht:VW ID.3: Günstigere VersionenTesla Model 3: Niedrigere PreiseMercedes EQAPorsche Taycan: Neue BasisversionHyundai Kona Elektro FaceliftDacia Spring ElectricOpel Mokka-e: Preis ergänztVW ID.4Citroen Ami: 45 km/h schnelles KleinstmobilLucid Air: Neuer Tesla-Model-S-KonkurrentDie wichtigsten Daten zu jedem Auto fügen wir in Form einer Bullet-List an. Auch den Basispreis haben wir aufgenommen. Die letzte Komplett-Aktualisierung haben wir im Oktober/November vorgenommen. Den Stand von Preisen und sonstigen Informationen finden Sie jeweils in der letzten Zeile.

Citroen Ami in: Auto-Neuheiten 2021/2022: Alle neuen Modelle der letzten Zeit im Überblick

Neuvorstellungen in alphabetischer Reihenfolge, von Audi bis VW
Die Spannweite der neuen Autos ist groß: vom Kleinwagen bis zum SUV, von Aston Martin bis VW. Wir haben die spannendsten Fahrzeuge für Sie zusammengestellt und mit Bild und den wesentlichen Grundinformationen versehen. Geordnet sind die Modelle alphabetisch.Auto-Neuheiten nehmen wir auf, sobald es ein richtiges Bild gibt und die Grunddaten feststehen. Entfernt werden sie wieder, wenn sie drei Monate auf dem Markt sind. Markteinführung heißt hier: Auslieferung an Händler und Kunden, bestellbar sind die Autos meist früher.Im November 2020 haben wir alle Angaben aktualisiert, auch zu den Preisen. Die zehn letzten Änderungen in der Übersicht:Toyota Highlander: Preise und DatenMercedes EQAHyundai Tucson: PreisHyundai Kona Facelift: PreisMercedes-Maybach S-KlasseSuzuki Swaze: PreisMitsubishi Eclipse Cross Facelift: PreisSubaru XV FaceliftDacia Sandero: PreisePeugeot 5008 Facelift: PreiseÜbrigens: Bloße Motorvarianten bleiben in diesem Special außen vor, nur in seltenen Fällen (wie einem neuen VW Golf GTI oder einem BMW M5) machen wir ab und zu mal eine Ausnahme. Auch Autos, zu denen es noch keine richtigen Bilder gibt oder Kleinserien-Fahrzeuge wie der Bentley Bacalar müssen leider draußen bleiben ...

Citroen Ami in: Auf diese 10 Autos freuen wir uns 2021 besonders

Von 8 (ja, acht!) bis 630 PS, hier ist wirklich alles dabei ...
2020 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr zum Vergessen, darüber dürften sich die meisten Menschen einig sein. Aus automobilem Blickwinkel jedoch war es überaus spannend. Und es brachte - mit Hilfe massiver staatlicher Prämien - ordentlich Bewegung in die Zulassungsstatistiken.Noch nie wurden mehr Hybrid- und Elektroautos zugelassen als in den vergangenen zwölf Monaten. Kein Wunder bei immer mehr bezahlbaren Neuankömmlingen wie dem VW ID.3 oder dem Opel Corsa-e. Und man muss nur einen Blick auf die E-Neuheiten für 2021 werfen, um zu verstehen, dass es in diesem Jahr mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen neuen Rekord geben wird. Entsprechend groß ist die Anzahl an neuen Elektrikern, auf die wir uns in 2021 freuen. Immerhin die Hälfte der Fahrzeuge in dieser Liste wird mit Strom betrieben. Der Rest reicht vom klassischen Mittelklasse-Auto über zwei deutsche Performance-Ikonen bis hin zum ultraflachen italienischen Supersportler. Auf welche Autos freuen Sie sich in diesem Jahr ganz besonders? Zu welchen Fahrzeugen interessieren Sie Testberichte am allermeisten? Schreiben Sie uns an redaktion@motor1.com. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Citroën Ami (2020) im Test: Play-Mobil

Was kann der winzige Elektro-Würfel?

Dieses Auto sorgt für Aufmerksamkeit. In jeder Hinsicht. Auf den Straßen Berlins ernte ich mehr Blicke als in einem Lamborghini. Die Passanten lächeln, strecken den Daumen nach oben, aber fragen sich vermutlich gleichzeitig, was zum Teufel das für ein Ding ist. Gestatten: der neue Citroën Ami.

Was ist das?

Bei kaum einem anderem Testwagen in letzter Zeit war diese Frage berechtigter. Die spontanen Meinungen reichen von "sympathisch" bis "hässlich". Wenden wir uns lieber den neutralen Fakten zu: Der Citroën Ami ist 2,41 Meter kurz, aber ungefähr so breit wie hoch. Dadurch ergibt sich die Würfelform. Den Namen "Ami" (französisch für "Freund") gab es bei Citroën schon einmal in den 1960ern beim Ami 6 und Ami 8.

Konzipiert ist der Citroën Ami für zwei Personen, einen Kofferraum im klassischen Sinne gibt es nicht. Aber man kann den Fußraum des Beifahrers nutzen, hier passen 63 Liter Gepäck hinein. Es gibt sogar eine Nische für einen Trolley-Koffer.

Im Blick hat Citroën mit dem Ami vor allem Jugendliche. Aus Frankreich kennen wir Leicht-Kraftfahrzeuge von Aixam oder Ligier, die lautstark auf maximal 45 km/h kommen. Diese kann man dort schon ab 14 Jahren fahren und zwar mit der Fahrerlaubnisklasse AM. Bei uns ist AM in einigen Bundesländern ab 15 Jahren möglich, meist aber erst ab 16.

Gemeinhin gilt AM als der "Roller-Führerschein" bis 50 Kubik, wer einen Auto-Führerschein besitzt, hat ihn inklusive. Aber mit AM darf man auch vierrädrige Fahrzeuge wie eben den Citroën Ami fahren. Er zählt zur Klasse L6e-BP und trägt somit in Deutschland nur ein Versicherungskennzeichen. Zugleich umgeht der Hersteller die weit aufwändigeren Sicherheitsvorschriften für richtige Autos. Airbags sucht man im Ami vergeblich.

Ob seiner winzigen Abmessungen ist der Ami außerdem als Alternative zu Elektrorollern und dem öffentlichen Nahverkehr in Großstädten gedacht. In Berlin oder Paris wäre man oft schon froh, überhaupt auf 45 km/h zu kommen.

In mancher Hinsicht greift der Citroën Ami Elemente des legendären 2CV auf und wird so zur Neo-Ente. So klappt man den unteren Teil der Seitenscheiben wie damals nach oben. Auch die Leistung von 6 Kilowatt (8 PS) sowie das Gewicht von 471 Kilogramm erinnern an die Ur-Version des 2CV.

Ermöglicht wird das geringe Gewicht des Ami durch die großzügige Verwendung von Kunststoff. Darunter steckt ein Stahlrohrrahmen. Falls Sie mit Blick auf die Fotos sagen: Die Kiste sieht vorne genauso aus wie hinten! ... dann haben Sie Recht. Das ist von Citroën beim Ami so gewollt, um den Fertigungsaufwand und die Anzahl der Teile niedrig zu halten. Beide Türen sind gleich, weshalb eine nach vorne und eine nach hinten öffnet.

Auch innen ist Hartplastik Trumpf, um den Preis niedrig zu halten. Ich nehme Platz: Die Sitze sind Kunststoff-Schalen mit Kunstleder-Einlagen als Polster. Der Fahrersitz lässt sich in der Länge verstellen. Gesamteindruck: Spartanisch, aber clever durchdacht.

Mir springt sofort die Geräumigkeit des Ami ins Auge. Zwei Personen kommen sich hier nicht in die Quere. Unterstützt wird der Eindruck durch die großen Glasflächen (Windschutzscheibe, Seitenfenster und Rückscheibe) und dem standardmäßigen Panoramadach.

Die Scheiben oberhalb der Karosserielinie machen 50 Prozent der Gesamtoberfläche aus, wodurch nicht nur das Gefühl der Geräumigkeit für Fahrer und Beifahrer, sondern auch das breite Sichtfeld maximiert wird. So lassen sich hoch angebrachte Ampeln perfekt betrachten.

Als Fahrer sitze ich relativ weit hinten. Vor mir spannt sich über die Breite der Windschutzscheibe eine massive Ablagenfläche, die vermutlich auch ein wenig als Knautschzone dient. Zu bedienen gibt es nicht viel: Drei Knöpfe zur Wahl der Fahrstufe links neben dem Fahrersitz, dazu Tasten für die Heizung in einer Art Mittelkonsole, auf der das Smartphone den Part von Radio und Navigation übernimmt. Dazu ein Lenkstockhebel, eine digitale Tacho-Einheit, fertig.

Wie fährt er sich?

Es kann losgehen: Bis zu 75 Kilometer weit soll der Citroën Ami nach WMTC-Zyklus (dem Motorrad-Pendant des WLTP) kommen. Für meine Stadtrundfahrt durch Berlin sollte das locker reichen. Leise ist der Ami nicht: Deutlich vernehmbar surrt er los. Viel Dämmung ist eben nicht, denke ich mir und klopfe auf die dünnen Plastiktüren.

Der Ami beschleunigt nicht rasant, aber ordentlich bis zu seiner Spitze von 45 km/h. Mehr ist wirklich nicht drin, dann klingt das Ganze auch schon ziemlich angestrengt. Doch in der baustellengeplagten Hauptstadt komme ich nur selten auf dieses Tempo. Schon eher nutzt mir der extrem kleine Wendekreis von 7,20 Meter und die fantastische Rundumsicht.

Auf schlechten Straßen zeigt sich ein Manko des Ami: Auch bedingt durch den kurzen Radstand ist trotz 14-Zoll-Räder so etwas wie Federungskomfort bestenfalls rudimentär vorhanden. Oft rumpelt es im Würfel. Der Korb Eier, der angeblich im Lastenheft des späteren Citroën 2CV stand, hätte hier schlechte Chancen. Bevor ich es vergesse zu erwähnen: In gut drei Stunden ist der Ami an einer Haushaltssteckdose wieder vollgeladen. Und sie können ihn quer zum Gehweg parken.

Aber macht das Ding denn wirklich Sinn?

Das ist die Frage, um die sich alles dreht. Kommen wir zunächst zum Preis: In Frankreich beginnt der Ami bei 6.000 Euro nach Abzug von 900 Euro Prämie. Für Deutschland stehen die Preise noch nicht fest, sie sollen sich aber in einem ähnlichen Rahmen bewegen. Gegen Ende des ersten Quartals 2021 rollt der Ami zu den Händlern.

Bedingt durch die L6e-Klasse kann man sich die Elektroauto-Prämie abschminken. (Das wäre auch zu schön ...) Aber regional gibt es Förderungen, zum Beispiel in München: Für drei- und vierrädrige Elektrofahrzeuge der EG-Klassen L5e bis L7e beträgt der Maximalbetrag dort 3.000 Euro.

Alle Fahrzeuge werden dort mit 25 Prozent der Nettokosten gefördert bis zu einem maximalen Betrag. Wahlweise werden die Leasingkosten über drei Jahre gefördert, denn so lange muss das Fahrzeug im Besitz bleiben.

Doch für wen lohnt sich der Ami? Schneller als 45 km/h ist er nicht, mehr km/h oder mehr Reichweite würden laut Citroën mehr konstruktiven Aufwand nach sich ziehen, auch bei der Homologation. Und ich möchte hinzufügen: Dann läge er preislich schon nahe an einem VW e-Up oder dem kommenden Dacia Spring mit E-Auto-Prämie.

Zielgruppe 1: Junge Leute mit 15 oder 16, die mobil sein wollen, aber ebenso wie manch Erwachsener keine Lust auf knattrige Roller ohne viel Platz und Sicherheit haben. Zudem entfällt im Ami der lästige Helm, man ist wettergeschützt und kann bequemer jemanden mitnehmen. Hinzu kommt, dass ein E-Roller wie der kürzlich von uns getestete Peugeot e-Ludix auch schon 3.500 Euro kostet.

Zielgruppe 2: Großstädter, die aufgrund der Corona-Problematik nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren möchten, aber zugleich nur wenig Parkraum zur Verfügung. Hier ist der Citroën Ami quasi der radikalere Smart.

Zielgruppe 3: Rentner, die auf dem Dorf mobil bleiben möchten. Ein gutes Beispiel ist meine eigene Mutter: 76 Jahre alt, das Haus auf einem Berg etwa 1 Kilometer vom Supermarkt und Dorf entfernt. Dorthin führen ihre meisten Wege, wahlweise auch zum Arzt. Der Ami würde dafür ausreichen, zumal Busse nur rudimentär fahren und der Weg zur Haltestelle weit ist.

Aber er wäre zu langsam für die Fahrt in die Stadt über Bundesstraßen. Und die Traktion im Winter auf Schnee bleibt eine offene Frage. Pluspunkt: Aufladen in der eigenen Garage ohne zusätzliche Wallbox.

Zielgruppe 4: Camper, die sich einen Ami in die Garage ihres XL-Wohnmobils stellen, um vor Ort mobiler zu sein.

Fazit: 6/10

Der Ansatz des Citroën Ami ist clever, die Umsetzung ebenso. Hübsch ist diese "Neo-Ente" vielleicht nicht, aber ungemein praktisch. Wie besang es ein Schlager von 1939: Du hast Glück bei den Fraun, Bel Ami! Bist nicht schön, doch charmant.

Bel Ami hat aber dennoch ein Problem. Es ist nicht einmal der Preis, da es interessante Leasingangebote und regionale Prämien gibt. Sondern die Begrenzung auf 45 km/h. Hier sollte sich der Gesetzgeber besinnen und die 60 km/h aus DDR-Zeiten reaktivieren. Oder Citroën orientiert sich am Renault Twizy und bringt zusätzlich eine stärkere Version.


Citroën Ami (2020): Kleiner Elektro-Würfel geht in Serie

Nur 45 km/h schnell, nur 70 Kilometer Reichweite, aber ab 16 fahrbar

Citroën stellt die Serienversion des Ami vor. Sie sieht deutlich anders aus als die Designstudie Ami One vom Genfer Salon 2019. Das Elektro-Kleinstfahrzeug soll Ende 2020 auf den deutschen Markt kommen.

Der Name Ami wurde von französischen Klassikern übernommen. Der Citroën Ami 6 wurde in den 60er-Jahren gebaut; ihm folgte der Ami 8, der bis 1978 produziert wurde. Beide machten Mobilität erschwinglich. Nun greift die Marke mit dem Doppelwinkel erneut auf den Namen zurück.

Anders als der Klassiker wendet sich der Neuling allerdings ausschließlich an das urbane Publikum. Denn der Kleinstwagen besitzt einen reinen Elektroantrieb und kommt mit seinem 5,5-kWh-Akku nur etwa 70 Kilometer weit. Die Studie bot noch 100 Kilometer Reichweite. Vorteil des kleinen Akkus: Wenn er leer ist, lässt er sich sogar an einer normalen Haushaltssteckdose in nur drei Stunden wieder vollladen.

Auch die Leistung ist nicht gerade berauschend: Der E-Motor bietet gerade mal 6 kW also 8 PS. Damit erreicht der 485 Kilo leichte Winzling eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Wie mit einem 50er-Roller wird man damit zumindest auf der Landstraße zum rollenden Verkehrshindernis. Doch auch diese Limitierung hat einen Vorteil: Man kann das Wägelchen mit dem Roller-Führerschein (Klasse AM) fahren, den man schon ab 16 Jahren bekommt.

Zu den Besonderheiten gehört, dass Fahrer- und Beifahrertür aus produktionstechnischen Gründen identisch sind. Die Beifahrertür öffnet sich normal, während die Fahrertür hinten angeschlagen ist, sich also wie eine Selbstmördertür öffnet.

Mit nur 2,41 Meter ist der Ami etwa 30 Zentimeter kürzer als der Smart Fortwo. Auch die Breite (1,39 Meter ohne Spiegel) ist noch geringer als beim Smart. Wie dieser ist der Ami ein Zweisitzer. Zum Kofferraumvolumen macht Citroën keine Angaben. Das Cockpit präsentiert sich spartanisch:

In Frankreich soll es den Ami für 6.900 Euro geben, nach Förderung sind es nur noch 6.000 Euro. Oder man zahlt einmalig 2.600 Euro und dann 48 Mal monatlich 20 Euro. Zudem gibt es das Auto im Free2Move-Carsharing von PSA zu einem Preis von 26 Cent pro Minute. Was das Auto in Deutschland kostet, ist noch nicht bekannt. Marktstart bei uns soll allerdings auch erst Ende 2020 sein.


Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Dieser schräge Typ war 1966 das meistverkaufte Auto Frankreichs

Ich muss zugeben: Dieses Auto gehört nicht zu denen, die man spontan als wunderschön ins Herz schließt. Zu schräg wirkt der Citroën Ami 6 auf den ersten Blick. Und doch weckt die kleine Franzosen-Limousine aus den 1960er-Jahren von Minute zu Minute mehr Sympathien bei mir. Man möchte fast sagen: Ein Typ wie Udo Lindenberg: Keine Naturschönheit, aber ein authentischer Typ mit vielen inneren Qualitäten. Zum 100. Geburtstag der Marke Citroën konnte ich den Ami 6 fahren.

Lassen Sie uns aber zuvor kurz zurückblicken: Nach der Premiere der legendären DS im Jahr 1955 klaffte im Citroën-Programm eine fette Lücke zwischen 2CV und DS. Gleichzeitig wurden die Kunden wohlhabender, ohne hingegen gleich so viel Geld zu haben, um sich eine DS leisten zu können. Die Lösung für markeninterne Aufsteiger hieß Ami 6.

Der Ami 6 verdankt seinen Namen dem Wunsch der Marke Citroën, mehr Frauen und Städterinnen als Kunden zu gewinnen. Das französische Ami six (die 6 steht auch für den Hubraum) wurde daher bewusst als Wortspiel zum englischen a Missis gewählt. Begleitet wurde die Markteinführung in Frankreich zudem von Werbeplakaten, die auf eine weibliche Zielgruppe ausgelegt waren. Damit nicht genug: "Ami" ist auch das französische Wort für "Freund".

Als Überraschung und echte Neuheit präsentierte Citroën der internationalen Fachpresse am 24. April 1961 auf dem Flugplatz von Villacoublay den Ami 6. Nur wenige Wochen später, am 9. Juni 1961, feierte die kleine Limousine ihre vielbeachtete Premiere im deutschen Händlernetz. Die Karosserie des Ami 6 mit den stark akzentuierten Linien und der nach hinten geneigten Heckscheibe sorgte für großes Aufsehen. Dabei hatte Designer Flaminio Bertoni die Vorgabe, ein Fahrzeug mit einem großen Kofferraum, einer optimalen Raumnutzung und Komfort für alle Passagiere zu entwickeln - und dies, ohne ein Kombi und nicht länger als vier Meter zu sein - perfekt umgesetzt. Bertoni, der auch die DS gestaltet hatte und 1964 starb, sah den Ami 6 als seinen gelungensten Entwurf an. Das mag verwundern, doch strenge Vorgaben gekonnt zu erfüllen, mag für manchen Designer befriedigender zu sein, als völlig freie Hand zu haben.

Also nichts wie hinein in den 3,91 Meter langen Ami 6: Hinten habe ich mit meinen 1,88 Meter nicht gerade viel Beinraum, aber tatsächlich eine gute Kopffreiheit. Clever gemacht, die Nummer mit der Heckscheibe. Dazu sitze ich vorne wie hinten auf sofaartigen Polstern. Nach links und rechts wird es dagegen ziemlich kuschelig, kein Wunder bei einer Fahrzeugbreite von nur 1,52 Meter.

Bereits im September 1961 wurde der Citroën Ami 6 um hintere Schiebefenster und einen von außen zu öffnenden Kofferraumdeckel ergänzt. Die neu konstruierten rechteckigen Scheinwerfer sorgten für eine um 26 Prozent höhere Lichtausbeute als die konventionellen runden Scheinwerfer.

Während der Innenraum des Citroën Ami 6 stark an das Interieur der DS erinnerte, war die Technik vom Citroën 2CV abgeleitet - so basierte unter anderem der luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor auf der Motorisierung der legendären Ente und wurde für den Citroën Ami 6 auf 602 Kubikzentimeter mit 21 DIN-PS (16 kW) bei 4.500 U/min vergrößert. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 105 km/h, der durchschnittliche Verbrauch lag bei 6 Liter/100 km. Im September 1963 erweiterte Citroën das Motorenangebot für den Ami 6 um ein stärkeres Triebwerk mit 24,5 PS (18 kW). Eine nochmals stärkere Motorisierung mit 32 PS (23,5 kW) folgte ab Modelljahr 1968.

Unter der Haube "meines" Autos arbeiten die erwähnten 24,5 PS, sie treffen allerdings auch auf nur 620 Kilogramm Auto. Das Cockpit ist schlicht, aber doch wesentlich schicker als im 2CV, die DS-Anleihen sorgen für viel Zeitkolorit. Wichtigstes Element ist die Revolverschaltung wie in der Ente. Auch im Ami 6 lautet die Devise also: Rausziehen, reinschieben, zur Seite drücken. Nach einigen Metern habe ich den Bogen heraus und wir gondeln gemütlich durch einen Vorort von Paris. Aus Kostengründen hat der Ami 6 keine Hydropneumatik, dafür ein Fahrwerk mit langen Federwegen. Gemütlichkeit ist Trumpf, einzig der typisch schnatternde Klang des kleinen Boxers könnte etwas dezenter sein. Nun gut, das ist die Sichtweise von 2019, in den 1960er-Jahren kümmerte das niemanden. Ganz im Gegenteil: 1966 avancierte der so bizarr anmutende Ami 6 mit 162.366 Zulassungen zum meistverkauften Auto Frankreichs.

Nach der viertürigen Limousine präsentierte Citroën 1964 auf dem Pariser Automobilsalon die Kombivariante, den Citroën Ami 6 Break. Abgeleitet von der Limousine verfügte dieser über dieselbe Technik, bot jedoch mehr Einsatzmöglichkeiten. Zwei Ausstattungen - Tourisme und Confort mit vier oder fünf Plätzen - und eine Nutzfahrzeugversion Service standen zur Wahl.

Nachdem die ersten 600 Ami 6 noch in den Panhard-Werken gebaut worden waren, konnte die Produktion im neuen Citroën Werk in Rennes-la-Janais (Bretagne) starten. Bis zum Ende der Produktion 1969 wurde der Ami 6 dort über eine Million Mal hergestellt. In Deutschland wurden über 10.000 Fahrzeuge zugelassen, ehe der Citroën Ami 6 im März 1969 vom optisch konventionelleren Ami 8 abgelöst wurde. Der Ami 8 hatte einen Vierzylinder unter der Haube, mit dem später auch der GS unterwegs war. Basierend auf dem Ami 8 entstand Ende 1969 noch ein ganz spezieller Typ: Der M 35 war ein Versuchsträger mit Einscheiben-Wankel, 267 Exemplare wurden zu Testzwecken an besondere Kunden verteilt.

Lust bekommen auf einen Ami 6? Dann sollten Sie etwas mehr Zeit bei der Suche einplanen. In Deutschland sind Ami 6 äußerst selten geworden, besser sieht es in Holland und Frankreich aus. Dort finden sich auch Anbieter für Ersatzteile, die Versorgung für den Ami 6 ist nämlich nicht so rosarot wie beim 2CV.

Im März dieses Jahres kehrte übrigens der Name Ami zurück. Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Citroën das elektrische Ami One Concept, es verkörpert eine "Vision von urbaner Mobilität". Das Ami One Concept wurde als emissionsfreie Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Zweirädern oder Scootern entwickelt und bietet neben einem kompakten, symmetrischen Design Platz für zwei Personen. Es kann - je nach Gesetzgebung des jeweiligen Landes - von jedem, der mindestens 16 Jahre alt ist, gesteuert werden; der Zugang zu den verschiedensten Carsharing- oder Mietangeboten erfolgt per App. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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