ANZEIGE

Citroen Gebrauchtwagen

Bild: Citroen Gebrauchtwagen

Citroen

André Citroën war einer der ganz großen Auto-Pioniere. Obwohl er als Pariser Lebemann mit dem eher suburban/ländlich geprägten Henry Ford wenig gemein hatte, befreundeten sich die beiden. Citroën führte nämlich als erster europäischer Autobauer die Fließband-Fertigung ein und war so vorübergehend größter Autobauer Europas.

Im Marketing ging er völlig neue Wege: Am Eiffelturm prange fast 10 Jahre lang ein senkrechter "Citroën"-Schriftzug. Charles Lindbergh orientierte sich an diesem Schriftzug, als er nach der ersten Nonstop-Atlantik-Überquerung nachts in Paris ankam. Und: Als erster Autobauer entdeckte Citroën die Frauen als Zielgruppe.

André Lefèbvre war das Technik-Genie hinter der Marke: Der erste Streich war 1934 das Modell Traction Avant – das heißt: Vorderrad-Antrieb. Kombiniert wurde das mit einer selbsttragenden Karosserie, die den Schwerpunkt tiefer legt, was die Straßenlage erneut verbessert gegen die typischen "Oldtimer". Das sind technische Konzepte, die bis heute up-to-date sind. Doch der Produktionsstart fiel ausgerechnet in die Weltwirtschaftskrise. Citroën musste seine Firma aufgrund der hohen Entwicklungskosten und Investitionen für die neue Fabrik an Peugeot verkaufen. Bald darauf erkrankte er, der bis dahin tagsüber arbeitete und nachts feierte, schwer und verstarb bald.

Danach folgte der Citroën 2CV. Wie der Käfer in Deutschland und der Fiat 500 war dieser ein Auto für die Massen – Zitat aus dem Lastenheft (Übersetzung laut Wikipedia): "Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter Benzin auf 100 km verbraucht. Außerdem soll es selbst schlechteste Wegstrecken bewältigen können und so einfach zu bedienen sein, dass selbst eine ungeübte Fahrerin problemlos mit ihm zurechtkommt. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht. Und schließlich muss das neue Auto wesentlich billiger sein als unser 'Traction Avant'. Auf das Aussehen des Wagens kommt es dabei überhaupt nicht an." Dabei: Ganz so hässlich fiel die "Ente" doch gar nicht aus.

Und schließlich "die DS" – eine Sensation 1955. In den romanischen Sprachen sind Autos immer weiblich – "la voiture" auf französisch. Und "DS" ergibt "De Es". Und das wiederum ergibt "Déesse" – französisch für "Göttin". Federung, Bremsen und Lenkung: Alles hydraulisch! Ein himmlisch schwebendes Fahrgefühl. Dazu eine einmalige, gestreckte Linienführung – mit hinteren Blinkern, die in den Dachverlauf eingebettet waren. Die überlegene Technik wurde endgültig zum Mythos, als Präsident Charles de Gaulle 1962 bei einem Attentat trotz eines zerschossenen Hinterreifens mit einer DS den Angreifern entfliehen konnte. Kein Wunder also, das die neue Premium-Marke des PSA-Konzerns "DS Automobiles" heißt.

In jüngster Zeit haben vor allem die besonders laufruhigen Diesel-Motoren des PSA-Konzerns für Furore gesorgt. Zudem waren die "HDI"-Motoren Vorreiter bei der Diesel-Partikelfilter-Technik.

Die Citroën-Minivans mit dem inspirierenden Beinamen "Picasso" entpuppten sich als absolute Volltreffer. Aber auch im SUV-Bereich fasst Citroën immer mehr Fuß: Allen voran mit dem Citroën-typisch eigenwilligen "C4 Cactus".

Günstige Citroën-Jahreswagen und hochwertige Citroën-Gebrauchtwagen werden unter der Marke "Citroën select" vermarktet.

 

Aktuelle Citroen Gebrauchtwagen-Angebote

 Bild zum Fahrzeug: Citroen C5 Tourer 2,0 HDi FAP Dynamic

Citroen C5 Tourer 2,0 HDi FAP Dynamic

09/2010
235.000 km
103 kW (140 PS)
€ 4.300
3451 Atzelsdorf
Händlerangebot
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel
grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Berlingo KW M BlueHDi 100 GRIP

Citroen Berlingo KW M BlueHDi 100 GRIP

08/2019
10 km
75 kW (102 PS)
€ 15.588
4030 Linz
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Van | Vorführwagen
Diesel
Banquise-Weiß
4 Türen
ANZEIGE
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 Aircross BlueHDi 100 S&S 6-Gang-Manuell Shine

Citroen C3 Aircross BlueHDi 100 S&S 6-Gang-Manuell Shine

02/2019
16.075 km
75 kW (102 PS)
€ 19.790
4030 Linz
Händlerangebot
Limousine | Gebrauchtwagen
Diesel
Breathing-Blau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Shine

Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Shine

05/2018
12.670 km
96 kW (131 PS)
€ 20.777
4030 Linz
Händlerangebot
Van | Gebrauchtwagen
Benzin
Sand-Beige
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 PureTech 110 Feel

Citroen C4 PureTech 110 Feel

05/2018
6.000 km
81 kW (110 PS)
€ 14.990
6068 MIls bei Hall
Händlerangebot
Limousine | Jahreswagen
Benzin | Schaltgetriebe
Perlanera-Schwarz
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Spacetourer BlueHDI 150 S&S 6-Gang M Shine

Citroen Spacetourer BlueHDI 150 S&S 6-Gang M Shine

04/2019
11.000 km
110 kW (150 PS)
€ 36.990
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Vorführwagen
Diesel | Schaltgetriebe
platinum grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Berlingo Komfort L1 BHDI75 netto 10.490,--

Citroen Berlingo Komfort L1 BHDI75 netto 10.490,--

06/2019
150 km
55 kW (75 PS)
€ 12.588
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Sonstige | Jahreswagen
Diesel | Schaltgetriebe
banquise weiss
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Shine EAT8 Aut.

Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Shine EAT8 Aut.

08/2019
7.500 km
96 kW (131 PS)
€ 32.880
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Geländewagen | Vorführwagen
Diesel | Automatik
artense grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 Aircross HDi 115 4x4 Seduction

Citroen C4 Aircross HDi 115 4x4 Seduction

02/2016
49.200 km
84 kW (114 PS)
€ 14.990
6370 Kitzbühel
Händlerangebot
Geländewagen | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe | Allrad
ANTARCTIQUE-WEISS
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 PureTech 82 5-Gang-Manuell Feel

Citroen C3 PureTech 82 5-Gang-Manuell Feel

07/2019
3.500 km
61 kW (83 PS)
€ 13.490
6370 Kitzbühel
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Limousine | Vorführwagen
Benzin | Schaltgetriebe
Mandelgrün
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 Aircross HDi 115 4x4 Seduction

Citroen C4 Aircross HDi 115 4x4 Seduction

02/2016
49.200 km
84 kW (114 PS)
€ 14.990
6068 MIls bei Hall
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Geländewagen | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe | Allrad
ANTARCTIQUE-WEISS
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

07/2019
10.000 km
81 kW (110 PS)
€ 14.990
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Limousine | Vorführwagen
Benzin | Schaltgetriebe
perlanera
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

07/2019
150 km
81 kW (110 PS)
€ 14.990
6020 innsbruck
Händlerangebot
Limousine | Jahreswagen
Benzin | Schaltgetriebe
banquise weiss
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 PureTech 82 5-Gang-Manuell Shine Shine

Citroen C3 PureTech 82 5-Gang-Manuell Shine Shine

07/2019
150 km
61 kW (83 PS)
€ 14.460
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Limousine | Jahreswagen
Benzin | Schaltgetriebe
perla nera
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

Citroen C3 PureTech 110 S&S 6-Gang-Manuell Shine

03/2019
150 km
81 kW (110 PS)
€ 16.090
6020 innsbruck
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Limousine | Jahreswagen
Benzin | Schaltgetriebe
sandbeige met.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Shine EAT8 Aut.

Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Shine EAT8 Aut.

05/2019
5 km
96 kW (131 PS)
€ 32.990
4600 Wels
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Geländewagen | Jahreswagen
Diesel | Automatik
Nacre Weiß-Metallic
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Spacetourer BlueHDI 180 S&S EAT6 XL Business Lounge

Citroen Spacetourer BlueHDI 180 S&S EAT6 XL Business Lounge

09/2018
29.000 km
133 kW (181 PS)
€ 41.490
4600 Wels
Händlerangebot
Kombi | Vorführwagen
Diesel | Automatik
Platiniumgrau-Met.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Jumpy KW Komfort+ M BlueHDi 95 mit Einparkhilfe € 14.290,--

Citroen Jumpy KW Komfort+ M BlueHDi 95 mit Einparkhilfe € 14.290,--

04/2018
25.900 km
70 kW (95 PS)
€ 17.148
4600 Wels
Händlerangebot
Sonstige | Vorführwagen
Diesel | Schaltgetriebe
Banquise-weiß
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C3 Picasso HDi 100 Seduction *Parksensor

Citroen C3 Picasso HDi 100 Seduction *Parksensor

03/2016
25.300 km
73 kW (99 PS)
€ 10.350
8480 Mureck
Händlerangebot
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel | Schaltgetriebe
rubirot met.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Berlingo 1,6 HDi 110 emotion FAP

Citroen Berlingo 1,6 HDi 110 emotion FAP

05/2012
92.000 km
82 kW (111 PS)
€ 5.990
3451 Atzelsdorf
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Gebrauchtwagen
Diesel
rot
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Feel Edition

Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Feel Edition

05/2017
27.160 km
96 kW (131 PS)
€ 16.543
4030 Linz
Händlerangebot
Van | Gebrauchtwagen
Benzin
Sand-Beige Met.
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C-Zero Airdream Seduction (mit Batterie)

Citroen C-Zero Airdream Seduction (mit Batterie)

04/2017
16.501 km
49 kW (67 PS)
€ 19.990
4030 Linz
Händlerangebot
Limousine | Vorführwagen
Elektro | Automatik
Antarctique-Weiß
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Shine

Citroen C4 Picasso PureTech 130 S&S Shine

03/2018
13.534 km
96 kW (131 PS)
€ 18.970
4030 Linz
Händlerangebot
Van | Gebrauchtwagen
Benzin
Onyx-Schwarz
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen Jumpy Kombi M BlueHDi 120 S&S

Citroen Jumpy Kombi M BlueHDi 120 S&S

08/2019
4.222 km
88 kW (120 PS)
€ 24.490
4030 Linz
Händlerangebot | MwSt. ausweisbar
Kombi | Vorführwagen
Diesel
Platinium Grau
5 Türen
 Bild zum Fahrzeug: Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Feel

Citroen C5 Aircross BlueHDI 130 S&S Feel

08/2019
560 km
96 kW (131 PS)
€ 29.490
4030 Linz
Händlerangebot
Geländewagen | Vorführwagen
Diesel
Perla-Nera Schwarz Met.
5 Türen

Unsere Citroen Meldungen

Citroen in: Neuer Citroën Berlingo im Test

Neuer Citroën Berlingo im Test

Massig Raum für Menschen und Material auf wenig Länge
Hochdachkombis bieten enorm viel Platz bei kompakten Außenmaßen. Das gilt auch für die neue Generation des Citroën Berlingo. Aber wie fährt sich das Auto?
Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Dieser schräge Typ war 1966 das meistverkaufte Auto Frankreichs
Aus heute Sicht wirkt das Design des Citroën Ami 6 ziemlich seltsam. Doch die kleine Limousine war ein voller Erfolg, Wir haben den Fahrbericht.
Citroen C4 Cactus Test 2018

Citroën C4 Cactus: Einstieg nun 1.700 Euro teurer

Wir stellen das Modell mit Ausstattungen und Motoren vor
Der Einstiegspreis für den Citroën C4 Cactus stieg nun gleich um 1.700 Euro. Der Hauptgrund dafür ist das Wegfallen der bisherigen Basisversion Live.
Citroen SpaceTourer The Citroe?nist Concept

Citroën SpaceTourer The Citroënist Concept

Wohnmobil-Studie mit komfortabler Note
Im Rahmen der Freizeitmesse ?Salon des Véhicules de Loisirs? 2019, die in Paris stattfindet, zeigt Citroën den SpaceTourer The Citroënist Concept.
Citroën Typ H

100 Jahre Citroën: Der legendäre Wellblech-Transporter Typ H

Kantiger Lieferwagen wurde zur Ikone
Citroën erinnert zum hundertjährigen Geburtstag der Marke an den legendären Wellblech-Transporter Typ H. Das Auto wurde ab 1947 über 30 Jahre lang gebaut.
Zeitreise: Unterwegs im Citroën 2CV

Zeitreise: Unterwegs im Citroën 2CV

Wie fährt sich die Ente heute?
Citroën feiert 2019 seinen 100. Geburtstag. Was liegt da näher als eine Ausfahrt im berühmtesten Auto der Marke, dem 2CV. Fasziniert die Ente immer noch?
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Citroen Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Neuer Citroën Berlingo im Test

Massig Raum für Menschen und Material auf wenig Länge
Paris, 22. Mai 2018 - Hochdachkombis sind eine eigenwillige Fahrzeuggattung. Schön sind sie allesamt nicht, weder VW Caddy noch Renault Kangoo, Citroën Berlingo oder Dacia Lodgy. Ihr Vorteil ist: Sie bieten ein unfassbares Kofferraumvolumen bei kompakten Außenabmessungen. Sie sind etwas für Leute, denen Nutzwert wichtiger ist als Image oder Design. Der Citroën Berlingo gehört zu den bekanntesten Autos der Klasse. Aber woher kommt eigentlich der Name? Nicht vom französischen Wort für Limousine (berline), sondern von einem französischen Bonbon-Klassiker namens berlingot. So ein berlingot ist eckig in der Grundform, hat aber abgerundete Ecken und Kanten. Das passte gut zum Berlingo der ersten Generation (ab 1996) genauso wie zum zweiten (ab 2008). Mitte September 2018 startet nun Generation drei. Wir haben den Wagen bereits getestet.

Quadratischer Querschnitt
Zunächst zur die Optik. Geblieben sind die Proportionen. Auf 4,40 Meter Länge (plus zwei Zentimeter) kommt ein fast quadratischer Querschnitt: Die Breite ist nur vier Millimeter größer als die Höhe (1,85 Meter). Dazu bekam der neue Berlingo die neue Marken-Optik, die den Autos Züge eines SUVs verleiht. Dazu gehören die Airbumps (Luftpolster an den Türen, die gegen Rempler schützen sollen) und der hohe Vorderwagen mit Leuchten in drei Ebenen. Wer die Modellpalette aufgereiht sieht, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Citroën mit der Vereinheitlichung des Markenlooks ein wenig übertrieben hat.

Kein Halt im Sitz
Die Basis für den neuen Berlingo ist eine Mischung aus der modernen EMP2-Plattform (Vorderwagen) und einer verstärkten Version der alten Berlingo-Plattform RG5 (hinterer Teil). So hat der Wagen hinten keine Mehrlenkerachse, sondern nach wie vor eine Verbundlenkerachse, wenn auch mit dickerer Traverse. Das Fahrwerk ist dennoch sehr wankanfällig. Das merke ich als Beifahrer schon in den ersten drei Minuten: Obwohl der Kollege am Steuer durchaus nicht wie ein Wilder fährt, fühle ich mich schon nach wenigen Momenten wie ein Gummiball in einer geschüttelten Tupperdose. Das kommt auch daher, dass die Sitze kaum erkennbaren Seitenhalt bieten. Nach dem Fahrertausch bestätigt der Kollege meinen Eindruck. Bei mir dagegen wird es besser, weil ich mich als Fahrer notgedrungen am Lenkrad festhalte.

Zeitreise: Unterwegs im Citroën Ami 6

Dieser schräge Typ war 1966 das meistverkaufte Auto Frankreichs

Ich muss zugeben: Dieses Auto gehört nicht zu denen, die man spontan als wunderschön ins Herz schließt. Zu schräg wirkt der Citroën Ami 6 auf den ersten Blick. Und doch weckt die kleine Franzosen-Limousine aus den 1960er-Jahren von Minute zu Minute mehr Sympathien bei mir. Man möchte fast sagen: Ein Typ wie Udo Lindenberg: Keine Naturschönheit, aber ein authentischer Typ mit vielen inneren Qualitäten. Zum 100. Geburtstag der Marke Citroën konnte ich den Ami 6 fahren.

Lassen Sie uns aber zuvor kurz zurückblicken: Nach der Premiere der legendären DS im Jahr 1955 klaffte im Citroën-Programm eine fette Lücke zwischen 2CV und DS. Gleichzeitig wurden die Kunden wohlhabender, ohne hingegen gleich so viel Geld zu haben, um sich eine DS leisten zu können. Die Lösung für markeninterne Aufsteiger hieß Ami 6.

Der Ami 6 verdankt seinen Namen dem Wunsch der Marke Citroën, mehr Frauen und Städterinnen als Kunden zu gewinnen. Das französische Ami six (die 6 steht auch für den Hubraum) wurde daher bewusst als Wortspiel zum englischen a Missis gewählt. Begleitet wurde die Markteinführung in Frankreich zudem von Werbeplakaten, die auf eine weibliche Zielgruppe ausgelegt waren. Damit nicht genug: "Ami" ist auch das französische Wort für "Freund".

Als Überraschung und echte Neuheit präsentierte Citroën der internationalen Fachpresse am 24. April 1961 auf dem Flugplatz von Villacoublay den Ami 6. Nur wenige Wochen später, am 9. Juni 1961, feierte die kleine Limousine ihre vielbeachtete Premiere im deutschen Händlernetz. Die Karosserie des Ami 6 mit den stark akzentuierten Linien und der nach hinten geneigten Heckscheibe sorgte für großes Aufsehen. Dabei hatte Designer Flaminio Bertoni die Vorgabe, ein Fahrzeug mit einem großen Kofferraum, einer optimalen Raumnutzung und Komfort für alle Passagiere zu entwickeln - und dies, ohne ein Kombi und nicht länger als vier Meter zu sein - perfekt umgesetzt. Bertoni, der auch die DS gestaltet hatte und 1964 starb, sah den Ami 6 als seinen gelungensten Entwurf an. Das mag verwundern, doch strenge Vorgaben gekonnt zu erfüllen, mag für manchen Designer befriedigender zu sein, als völlig freie Hand zu haben.

Also nichts wie hinein in den 3,91 Meter langen Ami 6: Hinten habe ich mit meinen 1,88 Meter nicht gerade viel Beinraum, aber tatsächlich eine gute Kopffreiheit. Clever gemacht, die Nummer mit der Heckscheibe. Dazu sitze ich vorne wie hinten auf sofaartigen Polstern. Nach links und rechts wird es dagegen ziemlich kuschelig, kein Wunder bei einer Fahrzeugbreite von nur 1,52 Meter.

Bereits im September 1961 wurde der Citroën Ami 6 um hintere Schiebefenster und einen von außen zu öffnenden Kofferraumdeckel ergänzt. Die neu konstruierten rechteckigen Scheinwerfer sorgten für eine um 26 Prozent höhere Lichtausbeute als die konventionellen runden Scheinwerfer.

Während der Innenraum des Citroën Ami 6 stark an das Interieur der DS erinnerte, war die Technik vom Citroën 2CV abgeleitet - so basierte unter anderem der luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor auf der Motorisierung der legendären Ente und wurde für den Citroën Ami 6 auf 602 Kubikzentimeter mit 21 DIN-PS (16 kW) bei 4.500 U/min vergrößert. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 105 km/h, der durchschnittliche Verbrauch lag bei 6 Liter/100 km. Im September 1963 erweiterte Citroën das Motorenangebot für den Ami 6 um ein stärkeres Triebwerk mit 24,5 PS (18 kW). Eine nochmals stärkere Motorisierung mit 32 PS (23,5 kW) folgte ab Modelljahr 1968.

Unter der Haube "meines" Autos arbeiten die erwähnten 24,5 PS, sie treffen allerdings auch auf nur 620 Kilogramm Auto. Das Cockpit ist schlicht, aber doch wesentlich schicker als im 2CV, die DS-Anleihen sorgen für viel Zeitkolorit. Wichtigstes Element ist die Revolverschaltung wie in der Ente. Auch im Ami 6 lautet die Devise also: Rausziehen, reinschieben, zur Seite drücken. Nach einigen Metern habe ich den Bogen heraus und wir gondeln gemütlich durch einen Vorort von Paris. Aus Kostengründen hat der Ami 6 keine Hydropneumatik, dafür ein Fahrwerk mit langen Federwegen. Gemütlichkeit ist Trumpf, einzig der typisch schnatternde Klang des kleinen Boxers könnte etwas dezenter sein. Nun gut, das ist die Sichtweise von 2019, in den 1960er-Jahren kümmerte das niemanden. Ganz im Gegenteil: 1966 avancierte der so bizarr anmutende Ami 6 mit 162.366 Zulassungen zum meistverkauften Auto Frankreichs.

Nach der viertürigen Limousine präsentierte Citroën 1964 auf dem Pariser Automobilsalon die Kombivariante, den Citroën Ami 6 Break. Abgeleitet von der Limousine verfügte dieser über dieselbe Technik, bot jedoch mehr Einsatzmöglichkeiten. Zwei Ausstattungen - Tourisme und Confort mit vier oder fünf Plätzen - und eine Nutzfahrzeugversion Service standen zur Wahl.

Nachdem die ersten 600 Ami 6 noch in den Panhard-Werken gebaut worden waren, konnte die Produktion im neuen Citroën Werk in Rennes-la-Janais (Bretagne) starten. Bis zum Ende der Produktion 1969 wurde der Ami 6 dort über eine Million Mal hergestellt. In Deutschland wurden über 10.000 Fahrzeuge zugelassen, ehe der Citroën Ami 6 im März 1969 vom optisch konventionelleren Ami 8 abgelöst wurde. Der Ami 8 hatte einen Vierzylinder unter der Haube, mit dem später auch der GS unterwegs war. Basierend auf dem Ami 8 entstand Ende 1969 noch ein ganz spezieller Typ: Der M 35 war ein Versuchsträger mit Einscheiben-Wankel, 267 Exemplare wurden zu Testzwecken an besondere Kunden verteilt.

Lust bekommen auf einen Ami 6? Dann sollten Sie etwas mehr Zeit bei der Suche einplanen. In Deutschland sind Ami 6 äußerst selten geworden, besser sieht es in Holland und Frankreich aus. Dort finden sich auch Anbieter für Ersatzteile, die Versorgung für den Ami 6 ist nämlich nicht so rosarot wie beim 2CV.

Im März dieses Jahres kehrte übrigens der Name Ami zurück. Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Citroën das elektrische Ami One Concept, es verkörpert eine "Vision von urbaner Mobilität". Das Ami One Concept wurde als emissionsfreie Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Zweirädern oder Scootern entwickelt und bietet neben einem kompakten, symmetrischen Design Platz für zwei Personen. Es kann - je nach Gesetzgebung des jeweiligen Landes - von jedem, der mindestens 16 Jahre alt ist, gesteuert werden; der Zugang zu den verschiedensten Carsharing- oder Mietangeboten erfolgt per App. Man darf gespannt sein, was daraus wird.


Citroën C4 Cactus: Einstieg nun 1.700 Euro teurer

Wir stellen das Modell mit Ausstattungen und Motoren vor

So schnell kann's gehen: Noch im Juni 2019 begann die Preisliste des Citroën C4 Cactus bei 17.690 Euro, nun geht nichts mehr unter 19.390 Euro. Der Wagen ist also plötzlich 1.700 Euro teurer im Einstieg. Der Hauptgrund dafür ist offenbar der Wegfall der bisherigen Basisversion Live. Wir nehmen die Sache zum Anlass, Ihnen den C4 Cactus mit Ausstattungen und Motoren vorzustellen.

Der C4 Cactus ist schwer in eine Schublade zu stecken. Technisch basiert er auf dem C3, nicht auf dem C4, wie der Name es nahelegt. Die Karosserie ist ein Zwischending aus Van und SUV, Citroën selbst nennt das Auto aber als "Kompaktlimousine". Den C4 Cactus gibt es nur fünftürig, die hinteren Seitenfenster sind jedoch nur Ausstellfenster. Auf den Markt kam das Auto im Jahr 2014, die "zweite Generation" (eigentlich eher ein Facelift) folgte schon 2018. Eine dritte ist nicht geplant, der Wagen dürfte also etwa 2022 auslaufen - zumindest, wenn man den üblichen Modellzyklus zugrundelegt. Die Verkaufszahlen sind in Deutschland auch nicht eben berauschend: Mit 1.700 Stück im ersten Halbjahr 2019 lag das Modell an siebter Stelle von den neun Modellen, die das Kraftfahrtbundesamt unterscheidet.

Der C4 Cactus ist 4,14 Meter lang und hat einen Radstand von knapp 2,60 Meter. Damit ist er etwas größer als der C3 (4,00 Meter, Radstand 2,54 Meter). Dagegen ähneln die Daten stark den Maßen des 2017 gestarteten C3 Aircross (4,15 Meter, Radstand knapp über 2,60 Meter). Der Kofferraum (348 bis 1.170 Liter) ist allerdings deutlich kleiner als beim C3 Aircross, der 410 bis 1.289 Liter bietet.

Vier Motoren werden angeboten, zwei Turbobenziner und zwei Turbodiesel:

Wie der Zusatz "EAT6" andeutet, gibt es die stärkeren Motoren auf Benziner- und Diesleseite nur mit Sechsgangautomatik, die anderen Versionen haben eine Sechsgang-Schaltung. Alle Versionen erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Isc.

Die neue Basisausstattung Feel umfasst bereits das Nötigste: eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit USB-Anschluss und 7,0-Zoll-Touchscreen, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorne, und Zentralverriegelung mit Fernbedienung und sogar Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht sowie einen Tempomat. Die Version Origins setzt noch Parkpiepser hinten, eine Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Smartphone-Anbindung und 17-Zoll-Alufelgen drauf. Die Topvariante Shine bietet zudem elektrisch anklappbare Spiegel, Rückfahrkamera und ein Navigationssystem drauf. Die Alufelgen sind hier einen Zoll kleiner als bei Origins.

Zu den Besonderheiten des C4 Cactus gehören die Airbumps (eine Art Luftpölsterchen, die gegen Parkrempler schützen sollen), die ominöse Advanced Comfort Federung (die eigentlich nichts mit der Federung zu tun hat, sondern mit den Stoßdämpfern) und ein paar wirklich nette Designideen fürs Interieur.


Citroën SpaceTourer The Citroënist Concept

Wohnmobil-Studie mit komfortabler Note

Im Rahmen der Freizeitmesse Salon des Véhicules de Loisirs, die vom 28. September bis 6. Oktober in Paris stattfindet, präsentiert sich Citroën als einer der führenden Anbieter von Basisfahrzeugen im Wohnmobilsegment. Neben Freizeitmobilen auf Basis des Jumper stellt Citroën das SpaceTourer The Citroënist Concept aus: Der komfortable Van steht für grenzenlose Mobilität, denn er ist Lebensraum und Arbeitsort zugleich. Das Concept Car bietet Schlafplätze für zwei Personen, einen Arbeitsplatz sowie die Möglichkeit, ein Fahrrad sicher zu verstauen.

Der Name The Citroënist ist ein Augenzwinkern an die Fangemeinde der Marke Citroën. Die Studie ist auf den Freizeitgebrauch ausgerichtet und laut Hersteller "der ideale Begleiter für all diejenigen, die sich nach einer Auszeit sehnen". So bietet das SpaceTourer The Citroënist Concept viel Platz - unter anderem kann ein Fahrrad sicher verstaut werden, das in Partnerschaft mit Martone entwickelt wurde.

Farblich ist das Wohnmobil in Schwarz-Weiß gehalten. Details in Martone-Rot finden sich an Karosserie, den Reifen und den Sitzen. Verantwortlich für den Innenausbau (mit Aufstelldach) ist ein europäischer Wohnmobilausbauer. Das Concept Car bietet Schlafplätze für zwei Personen, Stauraum für ein Fahrrad (dank einer doppelten Schiene im Fahrzeugboden) und eine praktische, variable Multimedia-Unit, die sich in eine ebene Arbeitsfläche mit versenkbarem TV-Bildschirm verwandeln lässt.

Hinzu kommt eine erhöhte Bodenfreiheit und ein zuschaltbarer Allradantrieb von Dangel. Der 150-PS-Diesel mit manuellem Sechsgang-Getriebe rundet das Concept Car ab. Das exklusive Fahrrad Rider The Citroënist by Martone gehört mit zur Ausstattung und wurde in Zusammenarbeit mit Martone entwickelt. Es übernimmt die stilistischen Merkmale des SpaceTourer The Citroënist Concept und kann online für 950 Euro bestellt werden.


100 Jahre Citroën: Der legendäre Wellblech-Transporter Typ H

Kantiger Lieferwagen wurde zur Ikone

Die Marke Citroën feiert 2019 ihren hundertsten Geburtstag und erinnert in einer Artikelreihe an ihre legendärsten Modelle. Nach dem Typ A 10 HP und dem 5 HP von 1922 steht diesmal der Transporter Typ H im Fokus. Charakteristisch an dem Auto waren die kantige Form und die Wellblechkarosserie nach Art des legendären Flugzeugs Ju 52.

Der bekannteste Transporter der Citroën-Historie feierte seine Premiere auf dem Pariser Autosalon 1947 und traf den Zeitgeist: Die einfache Bauart, robuste Technik, Reduktion auf das Wesentliche und seine Vielseitigkeit machten den frontgetriebenen Transporter zu einem Kassenschlager. Das Auto wurde bis 1981 produziert, also über 30 Jahre lang.

Zahlreiche Karosseriebauunternehmen sorgten für eine große Vielfalt an Variationen des Typ H. Die verschiedenen Verlängerungen von Radstand und Überhang hinten erhielten die Bezeichnungen Modification A (40 Zentimeter Überhang) bis Modification F (1,2 Meter mehr Radstand und 60 Zentimeter längerer Überhang). Dacherhöhungen von 10, 20 oder 40 Zentimeter waren möglich. Zudem konnte man ein höheres Fahrerhausdach bestellen.

Die Drehstabfederung verschaffte dem Citroën Typ H neben der guten Straßenlage auch im unbeladenen Zustand einen hohen Federungskomfort. Der tiefe Einstieg und der u-förmige Versteifungsrahmen ermöglichten dem Team um Ingenieur Pierre Franchiset und Konstrukteur André Lefèbvre eine Vielzahl an Aufbauten: Karosserieverlängerungen, Hochdächer, Pritsche mit Doppelkabine und vieles mehr. Ab Werk gab es den Lieferwagen mit 4,28 Meter Länge und Fahrgestell mit Fahrerhaus.

Große Verbreitung fanden die Varianten des Citroën Typ H im öffentlichen Dienst, beispielsweise bei Feuerwehr oder Post. Das Angebot der Karosseriebauer richtete sich dagegen vor allem an mittelständische Betriebe. Zum Einsatz kam der Citroën Typ H hier unter anderem als Planwagen (auch mit Doppelkabine), Autotransporter, Niederflurhubwagen, Verkaufswagen, Bus, Kühlwagen, Wohnmobil, Tiertransporter, Bestattungswagen oder auch als rollendes Labor. Zudem wurde in einigen Varianten die hydropneumatische Federung der DS an der Hinterachse eingebaut, insbesondere bei Krankenwagen.

Der Citroën Typ H verfügte über Motor und Getriebe des Traction Avant und später der DS - jeweils rückwärts eingebaut, also mit dem Motor vor der Vorderachse - sowie mit entgegengesetzter Motor-Drehrichtung (Droit). Auch Dieselmotoren von Perkins und Indénor wurden angeboten. Hauptaugenmerk lag hier auf der extrem einfachen Zugänglichkeit zur Wartung des Motors - selbst der Ausbau konnte binnen kürzester Zeit erfolgen.

Bis zum 14. Dezember 1981 wurden insgesamt 473.289 Exemplare des Citroën Typ H in Frankreich (Quai de Javel / Aulnay-Sous-Bois), Belgien (Forest, 5.343 Fahrzeuge) und den Niederlanden (circa 10.000 Fahrzeuge) gebaut.


Zeitreise: Unterwegs im Citroën 2CV

Wie fährt sich die Ente heute?

Citroën feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Klar, das man dieses Ereignis groß feiert. Zu den eher seltsamen Einfällen gehört die satirische Umbenennung der Marke in Deutschland zu "Zitrön", zu den besseren Ideen, uns Journalisten hinter das Steuer von legendären Modellen zu setzen. In der Tat hat Citroën einige automobile Helden auf die Räder gestellt, denken wir nur an Traction Avant oder DS. Doch ein Fahrzeug überstrahlt sie alle: der 2CV alias "Ente".

Dabei kann in ihrem Heimatland mit "Ente" kaum einer etwas anfangen. Das Wassertier setzte sich vor allem in Deutschland und den Niederlanden durch, in Frankreich und anderen romanischen Ländern sagt man in Anlehnung an den Modellnamen (2CV gleich 2 Steuer-PS) lieber "Deux Chevaux" ("Döschewo") und ähnliches.

Dabei ist die Herleitung vom hässlichen Entlein durchaus passend. In meiner Kindheit, es muss um 1986 gewesen sein, besaß die Mutter eines Schulfreundes einen Citroën 2CV "Dolly" in rot-weißer Lackierung. Doll fand ich das Auto nicht, eher seltsam und zudem nervig, wenn die Ente auf dem Weg zur Schule mal wieder nicht anspringen wollte. Zu dieser Zeit war der 2CV bereits gut vier Jahrzehnte auf dem Markt. Ein ladenneuer Oldtimer für unverbesserliche Nostalgiker.

Die Geschichte des 2CV reicht zurück in die Mitte der 1930er-Jahre: Citroën war gerade von Michelin übernommen worden und die neuen Bosse forderten ähnlich wie drüben in Deutschland eine Art "Volkswagen". Nur noch eine Nummer spartanischer.

Entwerfen Sie ein Auto, das Platz für zwei Bauern in Stiefeln und einen Zentner Kartoffeln oder ein Fässchen Wein bietet, mindestens 60 km/h schnell ist und dabei nur drei Liter auf 100 km verbraucht. Es muss ausgesprochen gut gefedert sein, sodass ein Korb voll mit Eiern eine Fahrt über holprige Feldwege unbeschadet übersteht - so sollen die Anforderungen an den Konstrukteur André Lefèbvre gelautet haben.

Mit seiner geringen Geschwindigkeit, seiner einfachen Ausstattung und seinem kleinen Preis war das Toute Petite Voiture ("Ganz kleines Auto") ein Volksauto für Stadt und Land. 1939 war das TPV fertig und sollte noch im gleichen Jahr präsentiert werden. Aufgrund des Kriegsbeginns fand der Pariser Automobilsalon jedoch nicht statt; die 250 bereits gebauten Prototypen (siehe Foto) wurden verschrottet oder versteckt.

Im Nachhinein vielleicht gut so, wenn man sich solch ein Fahrzeug betrachtet. Die Ur-Ente hatte wirklich nur das an Bord, was die Gesetze vorschrieben. Etwa ein einziger Scheinwerfer, der später zentral auf der Haube thronte. Zumindest in Sachen 2CV kam der Krieg Citroën nicht ungelegen, denn der extrem spartanische TPV wäre wohl ein Flop geworden. Doch nun konnte man das Konzept noch einmal grundlegend modifizieren.

Enthüllt wurde der Citroën 2CV, ein im Vergleich zum TPV komplett überarbeitetes Modell, dann erst neun Jahre später, am 7. Oktober 1948, auf dem Pariser Automobilsalon. Der Legende nach war der damalige französische Staatspräsident von dem Anblick nicht sonderlich begeistert. Sein Volk musste anfangs bis zu sechs Jahre auf einen 2CV warten, der Grund war Rohstoffmangel. Der Beliebtheit tat es keinen Abbruch: Günstig in der Anschaffung und im Unterhalt, dazu vier Türen und relativ viel Platz. Das überzeugte vor allem die ländliche Kundschaft, für die der 2CV oft das erste Auto war.

Der neu entwickelte, luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor mit einem Hubraum von anfangs 375 Kubikzentimeter leistete 6,6 kW (9 PS) und war erstmals serienmäßig mit einem Viergang-Getriebe ausgerüstet. Es folgten zahlreiche weitere Entwicklungsstufen. Dabei hatte der ab 1970 in den Citroën 2CV6 eingebaute 602-Kubik-Motor zunächst 21 kW (28 PS). Bei allen Fahrzeugen war es möglich, den Motor mit Hilfe einer Kurbel zu starten.

Die erste Ausführung des Citroën 2CV mit 9 PS erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 70 km/h. Die letzten Typen mit 29 PS Leistung schafften Spitzengeschwindigkeiten von 113 km/h. Die Ente ist damit eines der wenigen Fahrzeuge, deren Leistung der Basismotorisierung sich im Laufe der Entwicklungsstufen deutlich mehr als verdreifachte.

Kurbeln muss ich zum Glück nicht, denn "meine" Ente ist ein 2CV Spécial, den es ab 1978 gab. Doch solche Feinheiten waren ab Mitte der 1970er-Jahre eigentlich schon fast egal, da die Ente längst zur Antiquität und Auto für Nonkonformisten mutiert war.

Auch heute noch beeindruckt die Einfachheit der Ente: Papierdünne Türen, die mit Nachdruck geschlossen werden wollen. Sesselartiges Gestühl. Weiche Federung. Ein praktisch nicht existentes Armaturenbrett. Und schließlich die Revolverschaltung. Na gut, erst einmal dem französischen Enten-Papa an meiner Seite zugucken. Sieht eigentlich nicht so schwer aus. Dann wollen wir mal. KNARZ! Okay, noch einmal mit mehr Gefühl. Die Schaltstange etwas herausziehen, dann nach links drücken und weiter herausziehen. Voila, der erste Gang ist drin. Mit dem typischen Boxerklang fahre ich los, aus allen Poren des 2CV atmet Entschleunigung und Gelassenheit. Durchatmen, zweiter Gang. Die Stange zurückschieben, drin. Dritter Gang: Den Apparat gerade herausziehen. Geht doch. Den vierten Gang bemühe ich gar nicht erst, der elastische Zweizylinder wogt uns mit relativem dumpfen Klang durch die Straßen. Daran könnte ich mich gewöhnen, zumal mit geöffnetem Rolldach.

Leider hat der Rostteufel die meisten der rund 5,1 Millionen Enten vergiftet. (3.868.631 viertürige Limousinen und 1.246.335 Lieferwagen (Kastenente), um ganz genau zu sein.) Mittlerweile sind gute Citroën 2CV keine Sonderangebote für Studenten mehr, sondern kratzen an der 10.000-Euro-Marke. Doch dann hat man sie bereits nach allen Regeln der Kunst für ein langes Leben fit gemacht, beispielsweise mit einem verzinkten Chassis. Passend zur goldenen 2CV-Devise: Der Weg ist das Ziel.

Vorbehaltlich Irrtümer und Schreibfehler. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
ANZEIGE
ANZEIGE