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Lada Niva/Taiga/4x4 Urban Gebrauchtwagen

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Unsere Lada Niva/Taiga/4x4 Urban Meldungen

Lada Niva Travel (2021) im ersten Fahrbericht

Lada Niva Travel (2021) im ersten Fahrbericht

Zumindest von außen wurde er überarbeitet. Aber leider hat man dort aufgehört.
Erstmals seit zwei Jahrzehnten wurde das russische SUV radikal überarbeitet. Wie schlägt sich der einstige Niva-Nachfolger in der Praxis?
Lada Niva Off-Road

Lada Niva vs. UAZ Hunter: Ein unglaublicher 4x4-Trip durch Russland

Das Ziel: Ein uraltes Ungetüm aus der Deutschen Demokratischen Republik
Der Lada Niva und der UAZ Hunter fordern sich in Russland in Gegenwart eines kolossalen Bergbau-Baggers gegenseitig heraus.
Quadratisch, praktisch, gut: Den Lada 4x4 gibt es nun auch als edleren "Urban"

Der Lada Urban 4x4 im Test
Es ist eine Sinfonie: Das Getriebe singt, der Motor dröhnt und das Getriebe brummt. Klingt nach furchtbarem Auto, nicht wahr? Wir verraten, warum uns der Lada Urban 4x4 trotzdem Spaß gemacht hat
Lada Niva auf Safari-Tour: Der Allradler kann beklebt bestellt werden

Kurier des Sparens

Lada Niva 1.7i Autogas im Test
Mit einem Lada Niva kann man zwar nicht vor den Nachbarn angeben, aber beim Thema sparen hat der urige Allradler die Nase vorn. Und als Arbeitstier ist sich der Kurze für keinen Dreck zu schade.
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Lada Niva/Taiga/4x4 Urban Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Lada Niva Travel (2021) im ersten Fahrbericht

Zumindest von außen wurde er überarbeitet. Aber leider hat man dort aufgehört.

Vor kurzem haben wir berichtet, dass Lada wieder zwei Geländewagen namens Niva im Programm hat. Hier der bisherige 4x4, dessen Konzept auf das Jahr 1976 zurückgeht. Dort der eigentlich als Nachfolger des Veteranen konzipierte Chevrolet Niva. Er darf jetzt Lada heißen. Genauer gesagt: Lada Niva Travel. Unsere russischen Freunde und Kollegen haben ihn getestet.

Der alte "Niva" ist dem Untergang geweiht. Das stalinistisch anmutende harte Urteil für das ikonische Auto, wie wir es kennen, wurde von Luca de Meo, dem neuen strengen Chef des Renault-Konzerns, persönlich unterzeichnet. Wir erinnern daran, dass im Rahmen des sogenannten Renaulutions-Plans Lada eng mit Dacia zusammenarbeiten muss, um Budget-Modelle auf der gleichen CMF-B-Plattform zu entwickeln. Immerhin soll so im Jahr 2024 ein SUV mit der Retro-Optik des Ur-Niva kommen.

Doch die AvtoVAZ-Vertreter lassen sich nicht entmutigen und drücken in privaten Gesprächen ihre Zuversicht aus, dass die heimische Technik nicht unter dem ausländischen Druck sterben wird. Deshalb hat das Unternehmen von der Wolga kürzlich erhebliche Mittel in die Modernisierung des Forschungs- und Entwicklungszentrums und der Testlabors investiert. Es gibt genügend Ingenieurs-Aufwand für die Erprobung unter rauen Wetterbedingungen, die Entwicklung von Aggregaten und die Anpassung der Hardware an die fremde modulare Architektur.

Nach dem Erscheinen der komplett neuen Niva-Familie werden sie in der Lage sein, beide gegenwärtigen Geländewagen mit diesem Namen in der Produktion zu halten. Nach dem Vorbild des klassischen "Zhiguli", der fast 50 Jahre gebaut wurde. Zudem wird es in Russland eine stetige Nachfrage nach billigen und unprätentiösen Geländewagen geben. Nichtsdestotrotz ist es eine Sisyphusarbeit, sich heldenhaft zu zerreißen bei dem Versuch, beide Oldies halbwegs modern zu halten.

Sie sind keine blinden Männer dort in Togliatti, sie sind sich des breiten Spektrums von Beschwerden am Niva der zweiten Generation wohl bewusst. Ja, der Benziner ist ausgelutscht (um es milde auszudrücken), es gibt keinen Diesel im Angebot, es gibt kein Automatikgetriebe, und es fehlt an legalem Offroad-Zubehör. Wie mir die Werksmitarbeiter erzählten, wurden zu jedem Zeitpunkt des GM-AvtoVAZ-Joint-Ventures ganz konkrete Rezepte für eine tiefgreifende Modernisierung des SUV diskutiert. Projekte wie der FAM-1 und das sensationelle Konzept Chevrolet Niva II beweisen es indirekt.

Das Problem liegt also nicht in der Faulheit der Ingenieure, dem Mangel an Ideen und auch nur zum Teil am Geld, sondern darin, dass ernsthafte Verbesserungen nicht schrittweise umgesetzt wurden. Man hätte zum Beispiel den kräftigen VAZ-16-Ventil-Motor für den Längseinbau unter der Haube adaptieren können, wie es die Drift-Fans beim heckgetriebenen Lada schon lange tun. Doch damit müsste man auch die Kraftübertragung verstärken, ebenso die Aufhängung und die Bremsen.

So stellt sich heraus - entweder alles auf einmal, in der Masse, oder nie und nichts. Was daraus vor dem Hintergrund der Änderung der Politikrichtung der Renault-Konzernleitung geworden ist, können Sie auf den Bildern sehen.

Geklont oder nicht?

Das Design ist das vernünftigste, was sich Lada unter den aktuellen Umständen leisten kann. Obwohl man sich finanziell nicht hat lumpen lassen: Das erste wirklich ernsthafte Restyling des Niva (das Update von 2009 "von Bertone" war wirklich gut) erforderte den Kauf von neuen Blechpressen und umfangreiche Modifikationen an der Karosserie.

Mit anderen Worten: Lada hat gute Arbeit geleistet, die Änderungen beschränkten sich nicht auf banale Kosmetik auf alten Verkleidungen, aber das Ergebnis wirkt durchwachsen. Die Kritiker waren nicht einmal peinlich berührt von der Tatsache, dass es immer noch leicht ist, das Modell von vor 20 Jahren an den typischen Türöffnungen zu erkennen. Vergleiche im Internet zeigten die überraschende Ähnlichkeit der Frontpartie des Niva Travel zum Toyota RAV4.

Seitlich erinnert der Lada an Modelle von Jeep. Sofa-Analysten kamen eilig mit einer Verschwörungstheorie: Angeblich hat der beleidigte Chefdesigner Steve Mattin auf diese Weise die letzten Grüße an ehemalige Arbeitgeber ausgesprochen.

Lada-Symphatisanten erwidern, dass all das nicht aus Bosheit getan wurde. Die Designer haben nicht einmal daran gedacht, japanische Crossover zu imitieren. Sprich, das Design wurde zu Zeiten von GM-AvtoVAZ genehmigt - lange bevor der heutige RAV4 offiziell vorgestellt wurde. Dann war es zu spät, die Optik zu korrigieren. Und das eckige Ausschneiden von Radkästen ist die weit verbreitete Entscheidung bei Fahrzeugen mit Allradantrieb.

Die Karosserie des Lada Niva Travel ist nur teilweise verzinkt.

Es gibt einige Ähnlichkeiten, und es wäre naiv, das zu bestreiten. Aber nicht zufällig habe ich die Welle der Internet-Schelte erwähnt. Es gibt nur wenige Menschen, die dem Lada Niva Travel leibhaftig gegenüberstehen, und in der "wilden Natur" wirkt der nicht so fotogene Geländewagen noch harmonischer. Einige Zeit wird vergehen und die Leute werden sich daran gewöhnen, obwohl die Diskussionen über Plagiate sicher noch lange weitergehen werden.

Russische Doppel-Spitze

Anderes ist sowieso wichtiger: unter Berücksichtigung des Designs haben die Entwickler nicht den Einsatzzweck des Autos vergessen. Die massiven Stoßfänger verbessern die Böschungswinkel. Außerdem wurde die Textur des Kunststoffs so gewählt, dass das Polymer keinen Bodenkontakt und keine Kratzer durch Äste mehr befürchten muss.

Ich habe versucht, mit einem Schraubenschlüssel hineinzupicken - das Material ist wirklich fest, aber Spuren sind kaum zu sehen. Es scheint, dass die Kerben um die vorderen Abschleppösen (jetzt gibt es ein Paar vorne und hinten) etwas größer geworden sind - es wird einfacher sein, das Seil mit einer Abschleppleine zu befestigen. Durchaus bemerkenswert ist die Achsverschränkung, wie Sie hier im Video sehen können:

Ein gesondertes Wort zur Optik. Gegen Voll-LED-Rückleuchten gibt es fast keine Einwände: LED-Elemente sind modern, hell und zuverlässig. Eine andere Sache ist, dass das Zerbrechen einer solchen Schönheit am Baum wahrscheinlich ziemlich ins Geld gehen wird, auch wenn die Produktion der Produkte bei der russischen Firma Osvar eingerichtet ist.

Die Scheinwerfer hingegen wurden vereinfacht: Separate Sektionen sind für Abblend-, Fern- und Tagfahrlicht zuständig, aber alle sind vom Typ Reflektor - es gibt keine einzelne Linse, wie früher. Die Lampen selbst sind übliche Halogen-Birnen. Leider haben wir es nicht geschafft, im Dunkeln zu fahren, aber Togliatti versicherte uns, dass die Beleuchtung nicht schlechter geworden ist.

Der Lada Niva Travel hat seine zwei Karosserievarianten beibehalten - der normale Fünftürer wird durch die Offroad-Version ergänzt. Die Unterschiede bei Letzterer sind die gleichen, wie bei dem Auto, das wir im Herbst getestet haben: Schnorchel, schwarzer Kunststoff-Bodykit, dunklere Felgen, innen nicht weniger düster.

Das Offroad-Paket enthielt früher eine Anhängevorrichtung. Nach dem Restyling wurde die Anhängerkupplung still und leise aus der Ausstattungsliste gestrichen, weil der Lieferant die interne Qualitätskontrolle von AvtoVAZ nicht bestanden hat. Ob diese Option in Zukunft zurückkehren wird, ist eine offene Frage.

Zwar kann der Niva Travel nur bedingt mit den beinharten "Expedition"-Modellen von UAZ verglichen werden. Aber es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, in naher Zukunft mehr ernsthafte Offroad-Ausrüstung wie Winde oder wirklich "böse" Räder im Werkszubehör zu sehen. Wie uns bekannt wurde, sind Arbeiten in dieser Richtung im Gange.

In der Zwischenzeit verspricht AvtoVAZ, den Lada Niva Travel Off-Road mit dem Universalreifen Cordiant All-Terrain zu bestücken, aber alle Testwagen waren mit dem Michelin X-Ice North 4 der Dimension 215/65 R16 ausgestattet. Übrigens eine durchaus gelungene Wahl für den Geländewagen, der nicht im tiefen Wald, sondern auf verschiedenen Straßen - von Stadtstraßen bis zu Winterwegen - fahren muss. Die Reifen sind zäh - halten souverän auf Schnee und Eis, sind leise und überhaupt nicht hilflos auf Feldern.

Unbeschwertes Vermächtnis

Generell ist die Umgebung von Samara und Togliatti ein kompetentes, natürliches Testgelände für Fahrwerksprüfungen. Es gibt genug typisch russische Felder und kaputte Provinzstraßen mit Schlaglöchern auf halber Strecke. Es gibt sogar eine angenehme Serpentine im Zhigulyov-Gebirge. Dort manövriert der Niva Travel adäquat und gehorcht richtig sowohl der Lenkung als auch dem Gas (wenn man nicht die Wahl des richtigen Ganges verpasst).

Dennoch behaupten die VAZ-Kenner, dass die neu gestaltete Frontpartie leichter geworden ist. So hat sich die Gewichtsverteilung zum Positiven verändert, ebenso wie die Stabilität des Fahrzeugs in der Bewegung. Wie auch immer, das Präfix "Travel" im Namen des modernisierten "Niva" wirkt wie ein misslungener Scherz.

Von welcher Art von Reisen sprechen wir, wenn selbst auf einer typischen Autobahn der Niva Travel nicht genug Kraft hat? Man fühlt sich wie ein Großvater am Lenkrad. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Fahrt von Petersburg auf der gebührenpflichtigen Autobahn M-11 - die Schilder erlauben das Fahren mit 130 km/h, und man ist gezwungen, mit 100-110 zu schleichen, wobei man schändlich überholenden Lastwagen ausweicht.

Theoretisch soll der Niva Travel 140 km/h schaffen. Aber das traut man sich gar nicht erst, weil der wilde Verbrauch von Super-Benzin und das zerstörerische Rumpeln aus Richtung des Motorraums und des Unterbodens einen davon abhalten. Außerdem muss es für die Beschleunigung dorthin lange bergab gehen: Unter der Haube steckt nämlich der 1,7-Liter-Vierzylinder mit 80 PS.

Ganz genau: Das Teil, was auch im einstigen 4x4, jetzt Niva Legend, steckt. Ja, der Vollgas-Modus für den uralten Achtventil-Motor ist der Normalfall. Willkommen in der parallelen Realität, in der es niemand eilig hat: Selbst laut Werksangabe braucht man 19 (!) Sekunden, um die erste Hundert zu nehmen.

Die hartleibige Kraftübertragung hat sich auch vererbt. Das Vor-Faceliftmodell störte mit der Führung des Fünfgang-Getriebes, die aktualisierte Version irritiert mit einem "dumpfen" Verteilergetriebe. Um es ein- oder auszuschalten (und das muss man bei einem so schwachen Motor regelmäßig tun), muss man den Wagen auf die alte Art hin- und herzerren und gleichzeitig den widerspenstigen Hebel betätigen. Außerdem funktionierte die Lampe der Achsverriegelungsanzeige nur hin und wieder. Und natürlich begleitet das Heulen der Zahnräder den Niva seit der Geburt des Designs.

Blick aus dem Fenster

Aber egal, die Fahreigenschaften des "Chevy Niva" sind oft beschrieben worden und haben mit dem Restyling, wie wir bereits herausgefunden haben, nichts an Aktualität verloren. Aber wenn das Festhalten an alter Technik durch das Geschäftsklima, das sich um AvtoVAZ gebildet hat, gerechtfertigt ist, dann ist die gleichgültige Einstellung zum Interieur fragwürdig.

Einerseits hat der Niva Travel alles, was für ein erträgliches Leben notwendig ist: Klimaanlage, Getränkehalter, eine leistungsstarke Heizung, elektrische Fenster und Spiegel, Sitz- und Frontscheibenheizung. Auf der anderen Seite hat die Aktualisierung des SUVs natürlich auch zu neu geschriebenen Preisschildern geführt. Und es wäre schön, wenn man neben der äußeren Dekoration auch innen sehen könnte, wofür man bezahlt.

Nachdem der Lada Niva die Vorsilbe Travel erhalten hat, ist der Preis in Russland im Durchschnitt um 2 Prozent gestiegen. Die Einstiegsversion kostet jetzt 747.900 Rubel (plus 1,4 Prozent), die Topversion liegt bei 905.900 Rubel (plus 2,9 Prozent). In Euro umgerechnet sind das knapp 8.200 Euro und rund 10.000 Euro.

Der Lada Niva Travel ist in acht Farben erhältlich, darunter das leuchtende Rot "Feyria". Camouflage wurde aus der Palette gestrichen, stattdessen wird nun die graublau-grüne Farbe "Amazonia" angeboten. Der Aufpreis für Metallic, also jede andere Farbe als Weiß, beträgt 9.000 Rubel (umgerechnet rund 100 Euro). Vor ein paar Monaten war es noch ein Drittel billiger...

Im Innenraum ist es immer noch eng, ein größerer Fahrer hat kaum Verstellmöglichkeiten, und der Multimedia-Bildschirm in den unsinnigen Auswüchsen der Frontblende erlischt nicht beim Ausschalten der Zündung. Es ist aber gut, dass sie bei AvtoVAZ eine Rückfahrkamera eingebaut haben - eine nützliche Sache, besonders bei matschigen Bedingungen.

Fazit

So stellt sich heraus, dass ein solch bedeutendes Ereignis - das erste Restyling seit vielen Jahren das Schicksal des zweiten Niva sehr wenig beeinflussen wird. Alteingesessene Fans werden sich vom Gesicht a la Toyota RAV4 nicht abschrecken lassen - das ist nicht der Grund, warum sie sich für Lada entscheiden.

Es macht auch keinen Sinn, auf ein neues Publikum zu warten, denn Niva Travel hat sich nicht grundlegend verändert. Der SUV wird also nach dem Prinzip "Tu, was du tun musst, und was sein wird, wird sein" existieren. Und vielleicht gibt es keinen anderen Ausweg.


Lada Niva vs. UAZ Hunter: Ein unglaublicher 4x4-Trip durch Russland

Das Ziel: Ein uraltes Ungetüm aus der Deutschen Demokratischen Republik

Bevor wir Ihnen von der Reise erzählen, die unsere Kollegen von Motor1 Russland unternommen haben und wie sich die beiden ausgewählten Geländewagen (Lada Niva und UAZ Hunter) verhalten haben, möchten wir Ihnen mehr über das Ziel erzählen, das sie nach kilometerlangen gepflasterten, unbefestigten und sumpfigen Straßen erreichten.

Vor dreißig Jahren kam eine "fremde" Spezies von Riesenbaggern - genannt Takraf ERs 710 - aus der DDR in die Sowjetunion. Einer davon wurde in ein Bergwerk in der Nähe von Woskresensk in Moskau geschickt - zunächst zur Gewinnung von Phosphorit und dann von Quarzsand für die Herstellung von Chemikalien und Glas.

Takraf ERs 710

Die Königin der Schaufelradbagger besteht aus 36 Eimern mit einem Fassungsvermögen von je 0,71 Kubikmetern, wiegt rund 1800 Tonnen und wird mit Strom aus einem Transformator für 6.000 Volt betrieben. Mit den wirtschaftlichen Problemen nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde das Woskresensker Bergwerk stillgelegt und der größte Teil der Ausrüstung verkauft.

Der Takraf ERs 710 ist eines der Dinge, die an Ort und Stelle geblieben sind, und obwohl er inzwischen zu einem riesigen Nest für Schwalben wurde, steuern viele technikbegeisterte Touristen diesen riesigen Steinbruch an, der eine der größten jemals gebauten Abbaumaschinen beherbergt.

200 km und 8 Stunden Fahrt

Noch vor der erzwungenen Quarantäne für das Coronavirus schlug mein Kollege Dmitri Laskow einen ungefähren Weg zu einem Kultobjekt wie dem Takraf ERs 710 vor. Er schaffte es auch, mit einem Skoda Karoq eine Erkundung zu machen, kam aber nicht an dem völlig geländegängigen Abschnitt vorbei und musste zu Fuß zum Takraf gehen.

Zwei Geländewagen wurden für diesen außergewöhnlichen Test ausgewählt: der Lada Niva und der UAZ Hunter. Von Moskau bis zum Takraf ERs 710 war die Strecke 200 km lang und dauerte etwa 8 bis 10 Stunden. Was die russischen Preislisten betrifft (nur um Ihnen eine Vorstellung zu geben): Nach einer weiteren Preiserhöhung stieg der Lada Niva Off-Road von 9.045 auf 9.737 Euro (zwei Versionen sind erhältlich), während der UAZ Hunter Expedition 11.840 Euro kostet.

In Russland gibt es zudem keine anderen Varianten auf dem Markt, deren Ausrüstung nicht der Genehmigung der Verkehrspolizei bedarf. Der UAZ Patriot mit einem Komplettpaket kostet rund 16.464 Euro.

Die Fahrzeuge im Detail

Der Lada Niva kostet etwa 2.000 Euro weniger als der UAZ, aber auf dem Papier sieht er in Bezug auf die Geländegängigkeit nicht so cool aus.

Dies sind seine Hauptmerkmale:

  • Selbsttragende Karosserie;
  • Permanenter Allradantrieb;
  • Differentialsperre;
  • Untersetzungsgetriebe;
  • Schnorchel;
  • Schutz des Motorraums;
  • Geländegängige Cordiant-Reifen, Größe 215/65 R16;
  • Bodenfreiheit 220 mm.

Nachfolgend sind die Merkmale des UAZ Hunter Expedition mit seinem extrem brachialen Design aufgeführt:

  • Fahrgestell mit Leiterrahmen
  • Aufhängung mit Starrachse
  • Der integrierte Allradantrieb kann zugeschaltet werden;
  • Untersetzunggetriebe;
  • Hintere Differentialsperre;
  • Winde;
  • Schutz der Spurstangen der Lenkung;
  • Reifen: BF Goodrich All-Terrain T/A K02, Größe 235/85 R16;
  • Bodenfreiheit: 241 mm

Obwohl der Lada Niva langsamer und lauter ist, ist er immer noch relativ "zivil" im Einsatz und verleiht dem "russischen Jeep" zumindest eine erträgliche Alltagstauglichkeit. Wir reden hier übrigens vom ehemaligen Chevrolet Niva, nicht vom Lada 4x4, der Geländekante aus den 1970ern.

Der UAZ Hunter ist nicht so. Hinter einer orangefarbenen Karosserie und einem altmodischeren Design als der Lada verbirgt sich ein nackter, roher Geländewagen, der immer am Limit gefahren werden muss.

Wenn Sie sich vor einem harten und sehr langen Kupplungspedal, quietschenden Bremsen, die ganz nach unten gedrückt werden müssen, oder Vibrationen fürchten, ist der UAZ nichts für Sie.

Verschiebbare Luftauslässe ersetzen die Klimaanlage. Die Spiegel können nur von Hand und nur von außen verstellt werden. Keine Musik und keine Airbags, und im Cockpit stößt man noch immer auf die Markierungen der 1970er-Jahre. Kein Wunder, schließlich geht die Grundkonzeption auf den UAZ-469 von 1973 zurück.

Der UAZ ist in der Vergangenheit verankert, aber er ist auch ein Modell, das Geduld lehrt und das trotz der Lecks oder der herausgedrehten Bolzen auch nach 10.000 km nicht schlappmacht und es Ihnen erlaubt, jedes Ziel zu erreichen. In Verbindung mit dem rudimentären Innenraum ohne jeglichen Komfort und Ergonomie ist der fast 2 Tonnen schwere Wagen noch immer mit einem alten 2,7-Liter-Benzin-Saugmotor mit 135 PS ausgestattet, kombiniert mit einem 5-Gang-Getriebe.

Von der Straße zum Kiefernwald

Bevor sie das Dorf Nowotscherkasskoe erreichten, verließen unsere Kollegen den Asphalt und fuhren auf einem Feldweg in einen malerischen Kiefernwald hinein. Das Gelände ist uneben, kann aber auch mit einem Auto befahren werden. Sie hielten jedoch an, um etwas Luft aus den Reifen zu nehmen.

Erstens wollten sie die Bewegung des UAZ etwas flüssiger machen; zweitens wollten sie prüfen, ob der Nivov-Reifen, der bei Standarddruck Probleme mit der Selbstreinigung der Lauffläche und damit der Haftung an der Beschichtung hatte, besser funktionieren würde.

Nachdem sie an den Sommerhäusern und den Resten des Bahndamms vorbeigekommen waren, gelangten sie zu besagtem Steinbruch, wo die Touristen von einem bellenden Hund und einem geschlossenen Tor begrüßt werden. Zunächst scheint der Weg glatt und problemlos zu sein, vor allem jetzt, da der Herbst den Boden trockengelegt hat.

Doch nach einigen Kilometern zeigen sich die ersten Furchen, deren Tiefe mit der Entfernung von der Zivilisation immer mehr zunimmt. An manchen Orten ist der Weg sumpfig. Man kann nicht laufen, und manchmal kann eine harmlose Pfütze eine handfeste Grube verdecken.

Hier hat der UAZ sein Bestes gegeben. Als der Allradantrieb aktiviert wurde, fuhren die Kollegen dank der fast 32-Zoll-Räder ohne große Schwierigkeiten weiter. Der Lada Niva hingegen musste sich etwas mehr anstrengen. Die Räder mit kleinerem Durchmesser gaben sich mehr Mühe und wurden sicher nicht durch die mangelnde Traktion des 1,7-Liter-Benzin-Saugmotors mit 80 PS unterstützt. Besitzer eines Lada 4x4 werden den Klotz kennen.

Schnitzeljagd im Wald

Dann war es an der Zeit, von der Lichtung auf den unauffälligen Seitenweg zu wechseln. Hier benötigen die Fahrer bereits eine gewisse Kreativität und Einfallsreichtum bei der Wahl ihrer Fahrbahn. Manchmal haben die Besitzer des Steinbruchs versucht, den Durchgang mit Gräben zu blockieren, der Weg erreicht eine große Tiefe und an einigen Stellen ist es einfacher, tief in den Wald und um die Ruinen herumzufahren.

Es war einfacher, sich in einem wendigeren Niva durch das Labyrinth aus Baumstämmen zu bewegen, denn der UAZ ist sperriger und fühlt sich an engen Stellen nicht wohl.

Endlich am Ziel

Plötzlich spalten sich die Äste und die Augen sehen einen weiten Raum mit junger Vegetation und echtem Meeressand. Dies ist der Steinbruch Nummer 12, in dem der Takraf ERs 710 seine Tage verbringt.

Aus der Entfernung sieht er nicht so riesig aus, aber je näher man kommt, desto epischer wird der Anblick. Man ist nur ein kleines Insekt neben dem deutschen Giganten, der einen gleichzeitig an die Filme "Krieg der Welten" und "Mortal Engines: Krieg der Städte" erinnert.

Es war nicht möglich, das Innenleben zu fotografieren, aber wir können Ihnen sagen, dass die Takraf ERs 710 mit Ausnahme der rechten Fahrerkabine, deren Ausrüstung demontiert wurde, im Originalzustand erhalten ist. Überall gibt es Fabrikschilder in deutscher Sprache. Gebaut wurde der ERs 710 übrigens seinerzeit in Lauchhammer.

Es ist kein Zufall, dass junge Leute hier manchmal ein romantisches Picknick veranstalten. Bei Sonnenuntergang sieht die ehemalige Mine wie ein Naturreservat aus, komplett mit "Strand". Übrigens fuhren beide Geländewagen gemütlich auf dem Sand, nicht der Rede wert.

Fazit

Die Reise endete, unsere Kollegen kehrten ohne Verlust in die Zivilisation zurück, mit intakten Autos aus russischer Produktion, ohne jemals stecken zu bleiben. Natürlich hat der UAZ dank besserer Reifen, eines starken Chassis, starker Stoßstangen und eines Motors, der in der Lage ist, das richtige Drehmoment zu liefern, um aus schwierigen Situationen herauszukommen, weniger Arbeit geleistet.

Was den Lada Niva betrifft, können wir sagen, dass er es geschafft hat: Mit einem gut gewählten Reifendruck und einer gewissen Gelände-Erfahrung des Fahrers ist der Niva zu vielem fähig.


Der Lada Urban 4x4 im Test
Haar, 9. November 2016 - Ein nicht einmal 3,70 Meter langes, geländegängiges Auto, in dem man hoch sitzt. Und all das zum günstigen Preis. Klingt verdächtig nach einer neuen SUV-Innovation, nicht wahr? Von wegen. Der Wagen, von dem hier die Rede ist, wurde vor 40 Jahren auf den Markt gebracht: der Lada 4x4, einst besser bekannt als Niva. Jetzt gibt es den Klassiker in einer "Urban"-Version, die Lada allen Ernstes als den "Hipster" anpreist. Gerät der kernige Russe also in die Fänge von hornbebrillten Soja-Latte-Trinkern mit Dauer-Ironiemodus? Wir haben den 4x4 Urban ausführlich getestet.

Fortschritt aus Sowjetzeiten
Wäre der Lada ein Mensch, würde er vermutlich schon bei der bloßen Erwähnung des Kürzels SUV vor lauter Lachen fast vom Stuhl fallen. Daran hat man in Togliatti anno 1976 nicht mal im Traum gedacht. Höchstens Suff. Nach Feierabend. Oder um den Erfolg des Niva alias 4x4 zu zelebrieren. Schließlich ist dieses Fahrzeug die größte Innovation, welche die sowjetische Autoindustrie je hervorgebracht hat. Indes eine nur maßvoll weiterentwickelte Innovation, wie der Blick auf das Äußere zeigt. Neue lackierte Stoßfänger verkürzen die Länge des 4x4 Urban gegenüber der Normalversion um sechs Zentimeter auf 3,64 Meter. Nur mal zum Vergleich: Ein Opel Karl ist länger.

Perfekte Aussichten
So gesehen passt der Beiname "Urban" also ideal. Man sitzt hoch auf ziemlich weichen Möbeln und genießt eine fast perfekte Übersicht. Die Motorhaube ist so gerade wie eine Tischtennisplatte und endet in einem rechten Winkel. Macht Sinn, besonders im Gelände sind kurze Überhänge der Hit. Hinzu kommen ausgezeichnete Sichtverhältnisse. 1976 ging es nicht nur in der Sowjetunion um gerade Flächen mit großen Fenstern. Und nicht darum, den achten Designpreis zu gewinnen oder möglichst viele Fahrzeugsegmente in einer Karosserie zu vereinen. Quadratisch, praktisch, gut. Punkt.

Kurier des Sparens

Lada Niva 1.7i Autogas im Test
München, 6. Dezember 2004 – Es ist wie mit der alten Jeans mit den Flicken auf dem linken Knie: Wirklich sehenlassen kann man sich damit nicht, aber auf der Baustelle ist sie echt bequem, praktisch und geht nicht so schnell kaputt. Ähnlich ist es mit dem Lada Niva: Man kann damit nicht vor den Nachbarn angeben, es sei denn, man wohnt in der Taiga ganz hinten rechts. Aber wenn es was zu tun gibt, packt er richtig zu.

10.000 Euro Neupreis für einen Geländewagen
Mit modernen Bewertungsmaßstäben an den Niva heranzugehen, wäre dem urigen Allradler gegenüber ungerecht. Also betrachten wir uns erst einmal den Preis: 10.000 Euro kostet der Niva. Als Neuwagen, wohlgemerkt. Dafür bekommt man einen richtigen Geländewagen, ohne Schnickschnack und ohne mit der Angst fahren zu müssen, einen Kratzer dranzumachen. Und wenn doch – einem Arbeitsgerät darf man schließlich ansehen, dass es benutzt wird.

Geschmackssache: Safari-Look
Unser Testwagen fällt auf, nicht nur wegen seiner als Sonderausstattung erhältlichen „Safari“-Beklebung. Sie erinnert an ein Zebra und ist nicht ganz Waschanlagen-resistent. Auch die Form des Niva erregt Aufmerksamkeit. Sie wurde in den siebziger Jahren kreiert, ist aber für einen Offroader gar nicht so unmodern. Schließlich dürfen ja die G-Klasse von Mercedes und der Defender von Land Rover im ähnlichen Kasten-Gewand ihren Wühl-Tätigkeiten nachgehen.
Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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