Man kennt sie. Und irgendwie auch wieder nicht. Die Rede ist nicht von den eigenen Nachbarn, sondern von Autos, die so unauffällig blieben, dass sie heute nur eingefleischte Fans noch kennen. Solche Modelle müssen nicht zwangsläufig Flops gewesen sein, aber sie liefen unter dem Radar des gewöhnlichen Autokäufers.
In unregelmäßiger Folge holen wir hier unter dem Titel "Kennen Sie den noch?" solche Old- und Youngtimer aus dem Nebel des Vergessens.
Proton. Den Begriff kennt man vielleicht noch aus dem Chemieunterricht. Aber als Autohersteller? Sogar unsereiner als ausgewiesener Altblechexperte stand kürzlich etwas ratlos an der Aldi-Kasse, ein Hot-Wheels-Spielzeugauto des Proton Saga in der Hand. Maximal eckig, maximal unbekannt.
Nicht exportiert wurde ein automobiles Kuriosum: Der Proton Tiara (1996-2000) war baugleich mit dem Citroën AX, aber nur als Fünftürer erhältlich. Und wie ging es für Proton weiter? 1996 erwarb man die Mehrheit am britischen Automobilhersteller Lotus, seit 2003 besaß Proton 100 Prozent dieser Firma.
Im Dezember 2004 übernahm Proton die Mehrheitsbeteiligung am italienischen Motorradhersteller MV Agusta. Zu MV Agusta gehörten zu dieser Zeit neben der Stammmarke auch die Marken Husqvarna und Cagiva. Am Beginn des Jahres 2006 wurde diese Beteiligung allerdings wieder abgegeben.
2002 hatte Proton in Malaysia einen Marktanteil von etwa 60 Prozent. Dieser verringerte sich bis 2005 auf 30 Prozent. 2017 übernahm der chinesische Autohersteller Geely 49,9 Prozent an Proton und Lotus sogar komplett.








