Kia EV6 GT Facelift: Günstiger trotz mehr Power, neuer Technik

Jetzt unter 70.000 Euro und mit 478 statt 430 kW sowie mit simuliertem Gangwechsel à la Ioniq 5N

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Die Sportversion des Kia EV6 bekommt mit dem Facelift nicht nur eine größere Batterie und die simulierten Gangwechsel aus dem Hyundai Ioniq 5 N, sondern wird auch noch günstiger. Statt 72.990 werden nun für den EV6 GT nur noch 69.990 Euro verlangt, also 3.000 Euro weniger. Das teilt Kia nun offiziell mit. Das überarbeitete Modell ist bereits konfigurierbar; auch eine komplette Preisliste liegt bereits vor.

Durch die Preissenkung liegt der Wagen nun unter der Preisobergrenze für steuerlich förderfähige Elektro-Dienstwagen, die aktuell bei 70.000 Euro brutto liegt. Damit muss monatlich statt einem Prozent nur 0,25 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. 

Am meisten freuen darf man sich wohl auf die simulierten Gangwechsel, auch Virtual Gear Shift genannt. Passende Sounds und "Drehmomentanpassungen" machen den Gangwechsel für die Insassen spürbar. Ob das Ergebnis so überzeugend ist wie beim Hyundai Ioniq 5 N, müssen wir allerdings abwarten. Im obigen Video von Motor Weekend Worldwide hört sich der Sound für uns nicht besonders realistisch an.

Neben den Starmap-Tagfahrleuchten bietet die neue Optik auch andere Stoßfänger und einen modifizierten Diffusor am Heck. Innen gibt es ein neues Lenkrad, das nun mit kapazitiver Technik erkennt, ob man die Hände am Lenkrad hat. Dem Bild nach ist auch die neongrüne Mitten-Markierung neu, und der neongrüne GT-Button wanderte von rechts nach links:

Zu den weiteren Neuerungen gehören das Infotainmentsystem "Connected Car Navigation Cockpit" (ccNC), eine Fingerabdruck-Erkennung, ein digitaler Autoschlüssel, verbesserte Assistenzsysteme, eine verbesserte Lärmdämmung und ein optimiertes Fahrwerk.

Zu den Besonderheiten des GT gehören nach wie vor elektronisch gesteuerte Dämpfer (Electronic Control Suspension, ECS). Mit veränderter Dämpfungscharakteristik, modifizierten Stoßdämpfern und einer verbesserten Lenkungsabstimmung soll das System für viel Komfort, agiles Handling und ein Maximum an Stabilität sorgen.

Bei der Einführung von neuen Elektromodellen habe man generell "das Engagement und die Begeisterung des Fahrers im Blick" gehabt, so Kia-Europa-Chef Marc Hedrich. Es gebe viel Nachfrage nach den GT-Versionen, und so wolle man dieses Angebot in Zukunft noch erweitern. In der Tat stellte die Marke kürzlich erst den EV9 GT vor, der mit 374 kW jedoch deutlich schwächer ausfällt als der EV6 GT. Angekündigt ist auch eine GT-Version des EV3 mit Allradantrieb; hier wurde die Leistung noch nicht verraten.

Kia EV6 GT (2025)

Unter dem Strich

Der Kia EV6 GT mit 430 kW wurde bei Erscheinen fast schon enthusiastisch gefeiert, doch das Bessere ist des Guten Feind. Und so hatte seit dem Start des Ioniq 5 N Hyundai das bessere Blatt, wie wir nach unserer Testfahrt wissen. An diese denken wir immer noch mit feuchten Augen zurück. Wer glaubt, dass Elektroautos emotional nicht an sportliche Verbrenner heranreichen, dem empfehlen wir diesen Hyundai. Hoffen wir, dass der Kia genauso gut ist. Dann darf man sich doppelt freuen: über den niedrigeren Preis und über das sportliche Fahrgefühl. 

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Autor: Stefan Leichsenring