Toyota zeigt uns mit dem neuen C-HR+ den bisher wohl wichtigsten Pfeiler seiner Elektro-Strategie. Anders als die bereits erhältlichen Hybrid-Varianten basiert der C-HR+ nicht auf der TNGA-C-Architektur, sondern nutzt die dezidierte Elektro-Plattform e-TNGA. Dieser Plattformwechsel sorgt für signifikante Änderungen bei den Fahrzeugmaßen und der technischen Auslegung.
Mit einer Gesamtlänge von 4.520 Millimetern ist der Stromer 16 Zentimeter länger als die Hybrid-Modelle. Der Radstand wächst um 110 Millimeter auf 2.750 Millimeter, was vor allem dem Platzangebot im Fond zugute kommt. Durch die Integration der Batterie im Fahrzeugboden sinkt der Schwerpunkt im Vergleich zum Hybrid um 65 Millimeter. Aero-Maßnahmen senken den cW-Wert auf für diese Klasse bemerkenswerte 0,26.
Zwei Batterie-Größen, drei Leistungsstufen
Ein zentraler Aspekt der neuen Modellreihe ist die Batterietechnik. Alle Toyota C-HR+-Modelle sind mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet, die für eine stabile Leistungsabgabe und zeitgemäße Ladezeiten sorgen soll. Wie beim bZ4X verfügt die kleine 57,7-kWh-Batterie über 78 Zellen, während der größere 77-kWh-Stromspeicher aus 104 Zellen besteht. Die Module werden von Prime Planet Energy & Solutions (PPES) geliefert, einem 2019 gegründeten Joint Venture der Toyota Motor Corporation (51 %) und der Panasonic Corporation (49 %).
Für das Thermomanagement setzt Toyota serienmäßig auf eine Wärmepumpe sowie eine wasserbasierte Vorkonditionierung. Das System kann die Zellen vor dem Ladestopp gleichmäßig erwärmen oder kühlen, was laut Hersteller auch bei Temperaturen von bis zu -10 °C Ladezeiten von unter 30 Minuten (10 bis 80 Prozent SoC) ermöglichen soll. Die maximale DC-Ladeleistung liegt bei 150 kW. Beim AC-Laden ist der C-HR+ standardmäßig mit 11 kW ausgestattet, die Top-Ausstattung Lounge erhält ab Werk ein 22-kW-Bordladegerät.
Antriebsvarianten und Leistungsdaten
Die Kundschaft hat die Wahl zwischen drei Antriebskonfigurationen. Das Basismodell kombiniert den 57,7-kWh-Akku mit einem 123 kW (167 PS) starken E-Motor und Frontantrieb. Die Reichweite liegt hier bei 458 Kilometern nach WLTP. Die mittlere Variante setzt auf die 77-kWh-Batterie und einen Frontmotor mit 165 kW (224 PS). Diese Version ist auf maximale Effizienz getrimmt und erreicht mit 607 Kilometern den höchsten Reichweitenwert der Baureihe.
Das vorläufige Topmodell ist der C-HR+ mit Allradantrieb. Hier sorgen zwei Elektromotoren für eine Systemleistung von 252 kW (343 PS), was den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden ermöglicht. Die Reichweite der Allrad-Variante sinkt aufgrund des höheren Verbrauchs auf etwa 501 Kilometer. Die Anhängelast beträgt bei der AWD-Version 1.500 Kilogramm.
Im Innenraum weicht das Layout nur in Details vom Hybrid ab. Das digitale Kombiinstrument misst 7 Zoll, während das zentrale Infotainment-Display auf 14 Zoll wächst. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 416 Litern, wobei der Ladeboden um 74 Millimeter in der Höhe variiert werden kann.
Preise und Marktstart
Preislich startet der Toyota C-HR+ bei 38.990 Euro für die Ausstattungslinie Active. Privatkunden können den neuen Toyota C-HR+ ab 295 Euro monatlich leasen.
In der mittleren Ausstattungslinie Teamplayer (ab 45.990 Euro) verfügt der Toyota C-HR+ über den 224 PS starken Elektromotor an der Vorderachse und eine 77-kWh-Batterie. Top-Version ist der Toyota C-HR+ Lounge (ab 53.990 Euro), der eine umfangreichere Ausstattung mit der großen 77-kWh-Batterie und einem 252 kW/343 PS starken Allradantrieb kombiniert.
Die Auslieferungen beginnen im April 2026.








