BMW zeigt zahlreiche neue Bilder von der Studie des elektrischen M3. Darauf sind viele Details von Exterieur und Interieur deutlicher zu sehen als bei den bisherigen Studiobildern. Das BMW M Concept Neue Klasse wurde auf der Monterey Car Week in Kalifornien gezeigt.
Die Studie hatte ihre Weltpremiere bei den 24 Stunden von Le Mans im Juni. Auf der Monterey Peninsula, die etwa 190 Autokilometer südlich von San Francisco liegt, wird das Modell nun erstmals in Nordamerika gezeigt. Um die langjährige Tradition zu betonen, zeigt der Münchner Hersteller auch historische M3-Fahrzeuge - zum vierzigjährigen Jubiläum des Modells, wie BMW schreibt. Zu sehen ist unter anderem der E30 M3 der ersten Generation.
Am gestrigen Donnerstagabend präsentierte BMW im "House of M" im Zentrum von Monterey das BMW M Concept Neue Klasse. Es gilt als Studie des kommenden M3 mit Elektroantrieb. Offiziell gibt das Auto aber nur einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache von BMW M. Damit will man zeigen, wie BMW M die Technologie der Neuen Klasse einsetzen will.
Die neuen Bilder zeigen die Studie aus vielen Perspektiven. Gezeigt werden sowohl Exterieur als auch Interieur. Gut zu sehen ist der Luftauslass in der Fronthaube, der die Kühlung des Antriebs unterstützen soll. Auch die neuen M Yellow Lights und die Haifischnase sind gut zu sehen. Statt der senkrechten Lufteinlässe des normalen i3 hat der M3 zwei einzelne Leuchten links und rechts, und in der Mitte gibt es riesige Lufteinlässe sowie einen Frontsplitter:
Bilder von: BMW
Am Heck gibt es einen "Entenbürzel", also eine deutlich aufgestellte hintere Kofferraumkante. In der Mitte klafft eine tiefe Lücke. Außerdem sind wie vorn jeweils zwei Lichter senkrecht untereinander zu sehen, welche die Reflektoren des i3 ersetzen. Unten klaffen riesige Lufteinlässe:
Bilder von: BMW
Innen fällt der Schalter für die Fahrmodi N, R, D und B auf, der deutlich anders aussieht als beim normalen BMW i3. Auch die Mittelkonsole ist völlig anders gestaltet, während das Panoramic-Vision-Display und der Touchscreen in Parallelogramm-Form übernommen werden:
Bilder von: BMW
Ansonsten bietet die Studie ein Lenkrad mit Wippen links und rechts, die zum Wechseln der simulierten Gänge verwendet werden dürften - der elektrische M3 soll ja eine virtuelle Schaltung erhalten. Außerdem gibt es rote Tasten zum Aktivieren von zwei unterschiedlichen M-Modi. Die Rennsitze sind mit Hosenträgergurten ausgestattet. Hinter den Vordersitzen hat die viertürige Studie nur zwei Notsitze:
Bilder von: BMW
Das Serienmodell soll BMW M3 heißen, nicht iM3 oder i3 M. Den Antrieb übernehmen vier Elektromotoren, womit ein aktives Torque Vectoring ermöglicht wird: In der Kurve werden die äußeren Räder stärker angetrieben, womit der Wagen leichter eindreht. Die Systemleistung ist noch nicht bekannt, aber sie könnte 1.000 PS (735 kW) und mehr betragen.
Der M3 soll wie der i3 ein 800-Volt-System besitzen. Die Batterie bietet eine Speicherkapazität von über 100 kWh - der normale BMW i3 hat einen 109-kWh-Akku. Auch wenn es nahe liegt: Identisch werden die Batterien nicht sein, für den M3 wurde ein eigener Energiespeicher entwickelt. Soweit wir wissen, besteht sie wie beim i3 aus zylindrischen Batteriezellen des Formfaktors 4695, aber es schlängelt sich ein Kühlband zwischen allen Zellreihen durch, nicht nur zwischen jeder zweiten Reihe wie beim i3.
Unter dem Strich
Die neuen Bilder zeigen das BMW M Concept Neue Klasse deutlich besser als die bisher bekannten. Dazu gehören Details außen wie der Lufteinlass in der Fronthaube und der Entenbürzel sowie das Lenkrad mit den Schaltwippen und die Schalensitze mit Hosenträgergurten. Allerdings dürfte nicht alles davon in die Serie übernommen werden. Wann der elektrische M3 vorgestellt wird, ist noch nicht bekannt, aber er soll 2027 auf den Markt kommen.








