Skoda baut weiter fleißig an der Elektro-Palette. Der Peaq setzt sich von den Maßen her noch einmal über den Enyaq. Profilieren will er sich aber nicht nur über Abmessungen und Design, vor allem der Innenraum soll einen hohen Reisekomfort und Flexibilität bieten.
Serienmäßig kommt das Mittelklasse-SUV mit fünf Sitzplätzen, für 990 Euro Aufpreis gibt es ihn auch als Siebensitzer. Damit unterstreicht Skoda die familienfreundliche Ausrichtung und platziert den Peaq als Alternative neben der siebensitzigen Verbrenner-Alternative Kodiaq für alle, die viel Platz benötigen.
Das Cockpit
Das Armaturenbrett des Peaq folgt einem horizontalen, minimalistischen Aufbau. Die Luftausströmer erstrecken sich nahezu über die gesamte Breite des Innenraums. Das Ergebnis ist ein modern wirkendes aber funktionales Ambiente, ohne das der Raum überladen wirkt.
Im Zentrum steht das große 13,6-Zoll-Infotainmentdisplay auf Basis von Android Automotive. Das System ermöglicht die direkte Nutzung von Apps wie Spotify, YouTube und Google Maps an Bord. Vor dem Fahrer sitzt zudem ein 10-Zoll-Digitalinstrument. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein Head-up-Display mit Augmented Reality, das die wichtigsten Informationen direkt ins Sichtfeld projiziert.
Die Mittelkonsole ist zweistöckig aufgebaut und integriert zwei induktive Ladeflächen für Smartphones. Die Bedienphilosophie zielt darauf ab, physische Tasten zwar zu reduzieren, sie vor allem dort beizubehalten, wo Funktionen schnell erreichbar sein müssen - etwa bei Klimatisierung und Lenkradbedienung.
Interessant ist auch das optionale Relax-Paket, mit dem sich die Vordersitze nahezu vollständig zurücklehnen lassen. Die Sitze sind AGR-zertifiziert und bieten Massagefunktion sowie erweiterte Verstellmöglichkeiten. Elektrische Fußstützen und ein Klapptisch erlauben es zudem, das Auto auch während Standzeiten zu nutzen, etwa zum Arbeiten am Laptop.
Materialien und Verarbeitung
Die Individualisierung des Innenraums des großen E-Skoda erfolgt über fünf Design-Selection-Varianten: darunter die Sportline, die den Innenraum dynamischer interpretiert. Hier finden sich Alcantara-Details, Sitze mit integrierten Kopfstützen, Alupedale und ein sportliches Dreispeichenlenkrad. Die übrigen Konfigurationen setzen dagegen auf ein Zweispeichenlenkrad.
Foto von: Skoda
Bei den Bezügen bietet der Peaq Stoffe und Leder in verschiedenen Farbtönen, allerdings mit einer wichtigen Besonderheit: Alle Materialien kommen ohne Bestandteile tierischen Ursprungs aus. Zudem werden im Innenraum mehr als 50 Kilogramm recycelte Materialien eingesetzt.
Das Panoramadach ist ein weiteres prägendes Element. Mit einer Fläche von beachtlichen 2,12 m² erhöht es die Helligkeit im Innenraum deutlich. Das Glas ist elektrochrom und in neun Segmente unterteilt, deren Konfiguration über das Infotainmentsystem angepasst werden kann.
Platzangebot und Kofferraum
Gerade das Raumangebot zählt zu den größten Stärken des Peaq. Mit einem Radstand von knapp drei Metern bietet die zweite Reihe viel Beinfreiheit, sodass die Passagiere auch auf längeren Strecken komfortabel reisen können.
Die dritte Reihe, normalerweise ein Schwachpunkt großer siebensitziger SUVs, spielt im Peaq dagegen eine wichtige Rolle. Sind alle Sitze belegt, bleiben dennoch 399 Liter Kofferraumvolumen - genug für den Alltag einer größeren Familie.
Wird die dritte Reihe umgeklappt und auf die Fünfsitzer-Konfiguration gewechselt, steigt das Volumen auf rund 935 Liter. Mit allen umgelegten hinteren Sitzreihen werden 2.150 Liter erreicht. Die Sitze werden nicht ausgebaut, sondern vollständig umgeklappt und bilden so eine besonders gut nutzbare Ladefläche.
Hinzu kommt ein kleiner 37-Liter-Frunk vorn, der sich vor allem für Ladekabel oder kleinere Gegenstände eignet.








