Hyundai hat damit begonnen, den neuen Bayon anzuteasern. Die zweite Generation des kompakten SUV wird in der kommenden Woche offiziell in Indien vorgestellt, ist aber für die ganze Welt geplant. Neben ersten Designskizzen veröffentlichte der Hersteller zwei Bilder, die Details von Scheinwerfern und Rückleuchten an der endgültigen Karosserie zeigen - ganz ohne Tarnung.
Der neue Bayon wurde als globales Modell entwickelt. Die Europa-Version dürfte wie bislang in der Türkei gebaut werden. In Brasilien soll der Bayon im Werk Piracicaba im Bundesstaat São Paulo auf derselben Plattform wie der dortige Hyundai i20 produziert werden.
Design soll sich deutlich vom i20 absetzen
Die Skizzen zeigen, dass der künftige Bayon im Gegensatz zu seinem Vorgänger deutlich kantiger auftritt und mehr nach SUV aussieht. Optisch eine klar andere Identität als der i20. An der Front erhält der Bayon eine hochgezogene, stark konturierte Motorhaube, ausgeprägte Kotflügel und robuste Elemente im unteren Bereich.
Die Scheinwerfer sind geteilt ausgeführt; das Tagfahrlicht trägt eine Signatur in Form eines "H". Hyundai bezeichnet diese Lösung als H-Edge. Die Ausrichtung der Heckleuchten erinnert uns an den Ioniq 5, aber auch an den Opel Mokka.
Nach Angaben des Herstellers folgt das Modell einer Weiterentwicklung der Designsprache "Art of Steel", die auf skulptural geformten Flächen, klar definierten Linien und optisch kräftigeren Proportionen basiert. Übersetzt aus der Sprache der Designabteilung soll der Bayon trotz kompakter Abmessungen und überwiegend urbaner Ausrichtung eine stärkere SUV-Präsenz erhalten. Vorbild ist hier der neue Tucson.
Die Bilder der endgültigen Bauteile bestätigen, dass ein Teil der zugespitzten Formen aus den Skizzen auch das Serienmodell erreichen wird. Die Scheinwerfer fallen schmal aus und tragen eine abgedunkelte Optik, während die Rückleuchten weit in die Seiten der Karosserie hineinreichen. Erwartet wird ein modernerer und auffälligerer Auftritt als beim i20.
Innenraum orientiert sich am neuen i20
Reale Fotos des Cockpits hat Hyundai bislang noch nicht veröffentlicht. Die offizielle Zeichnung zeigt jedoch, dass das Armaturenbrett stark an den neuen, in Brasilien produzierten i20 angelehnt ist. Die horizontale Anordnung, zwei nebeneinander platzierte Displays und die Gestaltung der Mittelkonsole, die in sozialen Netzwerken wegen ihrer Ähnlichkeit mit einer Heißluftfritteuse viral ging, rücken beide Modelle optisch eng zusammen.
Die Marke stellt einen technologisch geprägten Innenraum mit intuitiver Bedienung und umfangreichem Konnektivitätspaket in Aussicht. Die endgültige Ausstattungsliste wird allerdings erst bei der Präsentation bekannt. Entsprechend der Positionierung des Bayon sind Versionen mit digitalem Kombiinstrument und je 12,3 Zoll großem Multimediasystem, induktivem Smartphone-Laden sowie einem vollständigen Paket an Fahrerassistenzsystemen aus dem ADAS-Paket zu erwarten.
Offizielle technische Details zum neuen Bayon hat Hyundai noch nicht genannt. In Brasilien dürfte das SUV jedoch den bereits aus dem i20 und bestimmten Creta-Versionen bekannten Antrieb übernehmen. Dabei handelt es sich um den 1,0-Liter-TGDI-Turbo-Flexmotor mit Direkteinspritzung, kombiniert mit einer Sechsgang-Automatik.
Für Europa erwarten wir die bekannten Antriebe aus dem bisherigen Bayon. Zuletzt waren dies der 1.0 T-GDI mit 100 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe, der in der Ausführung mit 7-Gang-DKG eine 48V-Mildhybrid-Unterstützung bekommt. Im kürzlich überarbeiteten Schwestermodell Kia Stonic gibt es zudem auch noch 115 PS. Diesel oder Plug-in-Hybrid sind nicht vorgesehen, als rein elektrisches Bayon-Pendant kann der Hyundai Ioniq 3 betrachtet werden.








