Die Idee einer zweitürigen Kombilimousine auf Basis der Transaxle-Baureihen von Porsche blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Bereits in den 1980er-Jahren nutzt der spätere CarPoint-Gründer Andreas Freund über mehrere Monate einen Porsche 924 Turbo, den der Hannoveraner Veredler Günter Artz zu einem Kombi umgestaltet hat.
Diese Erfahrung prägt den Wunsch, ein vergleichbares Fahrzeugkonzept dauerhaft zu besitzen. Nach jahrzehntelanger erfolgloser Suche gibt schließlich der Automobildesigner Michael Söhngen den Anstoß zur Umsetzung eines eigenen Projekts. Anfang 2026 legt Söhngen erste Entwürfe für eine Shooting-Brake-Variante des Porsche 944 vor, die als Grundlage für den CarPoint GT-K44 dienen.
Michael Söhngen verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Berufserfahrung im Automobildesign, die 1989 bei Isdera unter Eberhard Schulz begann und über Stationen bei Gemballa sowie TechArt bis zur Gestaltung von Spezialfahrzeugen reicht.
Der Name GT-K44 setzt sich aus der Abkürzung für Gran Turismo und dem internen Kürzel für die Modellreihe 944 zusammen. Das in Karlsruhe ansässige Unternehmen CarPoint, das seit den 1980er-Jahren im Bereich der Restauration klassischer Porsche- und britischer Sportwagen sowie in der eigenen Ersatzteilfertigung tätig ist, übernimmt die handwerkliche Realisierung. Als Basis für das erste fertiggestellte Fahrzeug dient ein Porsche 944 S2 mit einem 3,0-Liter-Vierzylindermotor und einer Leistung von 211 PS.
Massiver Umbau mit viel Handarbeit
Die Umgestaltung vom Coupé zum Shooting Brake erfordert tiefgreifende Modifikationen an der Karosseriestruktur. Die ursprüngliche Dachlinie wird nach hinten verlängert, und die B-Säulen sowie die hinteren Seitenteile werden neu aufgebaut, um große Seitenscheiben aufzunehmen. Sämtliche neuen Dachelemente und die Heckklappe bestehen aus Stahlblech und werden manuell angepasst.
Das Karosserieblech zwischen den hinteren Leuchten wird entfernt, wodurch die neue Heckklappe tief bis zur Stoßstange reicht. Gleichzeitig erstreckt sich die Hecktür etwa 40 Zentimeter weit in die Dachfläche hinein, was den Ladevorgang vereinfacht. Die Rückleuchten des Serienfahrzeugs werden im Zuge des Umbaus getrennt.
Während die beiden inneren Felder als Reflektoren in die Heckklappe integriert sind, verbleiben die jeweils vier äußeren Felder mit den aktiven Lichtfunktionen an der Karosserie. Ein Dachspoiler mit dritter Bremsleuchte, eine Dachantenne und ein Heckscheibenwischer komplettieren die Heckansicht.
Im Innenraum bleibt die serienmäßige 2+2-Sitzkonfiguration des Porsche 944 vollständig erhalten. CarPoint passt den Dachhimmel und die hinteren Seitenverkleidungen an die neue Dachform an. Das Präsentationsfahrzeug präsentiert sich in einer oakgrünen Lackierung und mit Sitzbezügen im historischen Pascha-Muster. Kunden können jedoch alternative Stoffe wie Schottenkaro oder Pepita sowie individuelle Lederverarbeitungen wählen.
Ein 944 S2 muss mitgebracht werden
Für den Umbau empfehlen die Entwickler die Modellvarianten 944 S2 mit 211 PS oder die Turbo-Versionen mit 220 bzw. 250 PS, wobei das Basisfahrzeug vom Kunden bereitgestellt wird. Der reine Umbau erfordert mehrere hundert Arbeitsstunden und kostet im Grundumfang 100.000 Euro netto zzgl. Steuern. Die technische Begutachtung für die Einzelbetriebserlaubnis nach § 21 StVZO ist im Umbaupreis enthalten, während die behördlichen Gebühren für die Änderung der Fahrzeugpapiere vom Käufer getragen werden.








