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Unsere Renault R 4 Meldungen

Renault 4 (1961-1992)

Renault 4 (1961-1992): 60 Jahre im großen Rückblick

Die Modell-Chronik des meistgebauten französischen Autos
Über acht Millionen Exemplare des Renault liefen in 31 Jahren vom Band. Jetzt wird der Kult-Franzose 60. Wir zeigen seine Modellgeschichte.
Renault eWays

Renault 4: Erster Teaser der Elektro-Neuauflage

2024 soll eine Art SUV in Retro-Optik auf den Markt kommen
Zu den interessantesten Neuheiten der eWays-Pressekonferenz gehörte ein Bild mit den Silhouetten künftiger E-Autos von Renault und Alpine.
2021 Renault Kiger

Renault Kiger (2021): Neues 4-Meter-SUV für Indien

Als Dacia wäre doch auch was für Europa, oder?
Mit dem Kiger zeigt Renault ein kleines SUV für den indischen Markt. Wir haben Details zu Abmessungen und Motoren. Wäre er auch was für uns?
Platz sechs seit 1999: Renault R4

Renault R 4 in: Diese Autos sind besser als Aktien

Die Oldtimer mit der größten Wertsteigerung
Oldtimer: Eine gute Geldanlage, die gleichzeitig auch noch Spaß macht. Wir haben die Fahrzeuge herausgesucht, die in den letzten Jahren die größte Wertsteigerung erlebt haben. Halten Sie ihre Kontonummer bereit
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Renault R 4 in: Aus alt mach neu

Die coolen Retro-Konzepte von David Obendorfer
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Sieger Modellbau 1:24/25 Nutzfahrzeuge: Renault R4 Fourgonette

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Die besten Modellautos des Jahres 2015
Ob eigener Oldtimer oder Traumwagen: Immer mehr Menschen begeistern sich für Modellautos. Dafür sorgen immer neue Fabrikate und feine Details. Jetzt wurden die Modellfahrzeuge des Jahres 2015 gekürt
Preisangaben in den Meldungen gelten für Deutschland. Quelle: Auto-News

Renault R 4 Gebrauchtwagen News und Bilder im Automagazin

Renault 4 (1961-1992): 60 Jahre im großen Rückblick

Die Modell-Chronik des meistgebauten französischen Autos

Frankfurt, 21. September 1961: Die Autowelt pilgert zur Internationalen Automobil-Ausstellung an den Main. Ausgerechnet hier, wo man Kompaktklasse mit Käfer übersetzt, schiebt Renault einen absolut ungewöhnlichen Kleinwagen ins Rampenlicht. Der schlicht "R4" getaufte Neuling ist revolutionär anders als seine Zeitgenossen und diesen in vielerlei Hinsicht weit voraus.

Der R4 ist die weltweit erste Kombi-Limousine mit vier Türen, großer Heckklappe, geräumigem Gepäckabteil und variablem Innenraum. Vor 60 Jahren setzt er mit diesem Konzept Maßstäbe und kreiert einen Industriestandard, der in den Grundzügen bis zum heutigen Tag Bestand hat. Der R4 ist auch der erste Renault-Pkw mit Frontantrieb.

Wenngleich die deutsche Automobilpresse zunächst mit dem Renault 4 fremdelt: Das Konzept erweist sich als so genial, dass über die Jahre kaum Modifikationen erforderlich sind: Fast unverändert läuft der R4 genau 31 Jahre lang vom Band. Exakt 8.135.424 Exemplare festigen den Ruf eines unverwüstlichen Bestsellers.

Er wird in 28 Ländern gebaut und in mehr als 100 Staaten verkauft. Als meistverkauftes französisches Exportauto dient der R4 auch als wesentlicher Baustein für die beginnende Globalisierung von Renault. Studenten und Professoren lieben ihn gleichermaßen; er ist Möbelwagen und Liebeslaube, Familienkutsche und Nutzfahrzeug. Blicken wir auf seine Modellgeschichte zurück:

1956

Renault-Generaldirektor Pierre Dreyfus (im Amt von 1955 bis 1975) diskutiert erstmals mit seinen Vorstandskollegen das Projekt eines kleineren, vielseitigen Wagens, der eine "große Hecktür haben soll und dazu einen Laderaum, dessen freier Zugang nicht durch Karosserie- und Mechanikteile behindert wird." Dreyfus stellt sich "ein Auto mit gutem Federungskomfort und guter Handlichkeit" vor.

1958

Die ersten Entwürfe haben mit dem späteren R4 allerdings kaum Ähnlichkeit. Nach vielen Vorstudien fällt im Herbst die Entscheidung zum Bau des R4, der noch die Entwicklungsnummer "350" trägt: Er soll nicht mehr als 350.000 (alte) französische Francs kosten. Offiziell erhält das neue Modell später die Projekt-nummer "112".

1959

Die endgültige Form der Karosserie wird festgelegt, und die weltweiten Test- und Erprobungsfahrten laufen an. Dabei legt der R4 rund 2,9 Millionen Testkilometer zurück. Die strapaziösen Touren führen ihn in die kältesten Zonen Schwedens, auf die kurvenreichen Buckelpisten Sardiniens, quer durch Wüstengebiete in Afrika und über menschenleere Gegenden in den USA. Die Fahrer leben förmlich im R4 und nennen ihr Gefährt "Marie-Chantal". Dieser Deckname wird in Telegrammen für die Renault-Zentrale in Paris verwendet.

1961

Der R4 feiert am 21. September auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt seine offizielle Weltpremiere. Er kommt zunächst in vier Versionen in den Handel: als R4, R4 L, als R4 L Super Confort sowie als minimal ausgestatteter R3, der jedoch nicht auf dem deutschen Markt angeboten wird. Am 4. Oktober folgt eine Galavorstellung zu Ehren des neuen "Vierers" im Palais de Chaillot in Paris. Am 6. Oktober öffnet der Pariser Autosalon. Damit debütiert der R4 offiziell in Frankreich.

1962

In Deutschland beginnt der Verkauf des neuen R4. Der Preis bei der Markteinführung beträgt 3.830 Mark. Im Herbst folgt der Marktstart des R4 Transporter als Kombi und Kastenwagen. In Frankreich wird der R3 wieder eingestellt, während am anderen Ende der Modellpalette der R4 Super die Baureihe ergänzt. Er besitzt neben einer verbesserten Ausstattung auch einen stärkeren Motor, der fortan aus 845 Kubikzentimeter Hubraum 26 PS mobilisiert. Ein Jahr später hält der stärkere Vierzylinder auch im R4 Standard und im R4 L Einzug.

1963

Der R4 erhält eine Heckklappe mit oben angebrachten Scharnieren und ein vollsynchronisiertes Getriebe. Der R4 Super wird durch den R4 L Super ersetzt. Im Dezember präsentiert Renault den zusammen mit dem Modemagazin "Elle" aufgelegten R4 "Parisienne". Kennzeichen sind Schotten- oder Rohrgeflechtmuster auf den Türen.

1964

Am 3. März rollt der 500.000ste R4 vom Band. Anstelle des R4 L Super tritt der R4 "Export". Einzelliegesitze sind gegen Aufpreis verfügbar. Last but not least erhält der unverwüstliche Franzose auch noch Allradantrieb: Der R4 "Sinpar 4x4" - so der Name des Zulieferers - eignet sich auch für schwieriges Gelände.

1965

Der R4 wird offiziell in "Renault 4" umgetauft. Die konsequenten Verbesserungen im Detail setzen sich fort: Alle Renault 4-Modelle erhalten neue Hauptbremszylinder, die kürzere Bremswege und eine höhere Standfestigkeit der Bremsen ermöglichen. Die Spurweite der Hinterachse wird um 40 Millimeter vergrößert und das Heizungs- und Lüftungssystem überarbeitet. Ein Bowdenzug betätigt fortan die Drosselklappe. Der Innenspiegel bekommt eine rechteckige Form und der Kofferraum des Renault 4 Export eine Abdeckung.

1966

Stolzes Jubiläum: Renault feiert am 1. Februar nach nicht einmal fünf Jahren die Produktion des millionsten Renault 4. Ein neuer Ausdehnungsbehälter optimiert die geschlossene Wasserkühlung des Erfolgsmodells. Als weitere Neuheit erhält der Renault 4 einen Instrumententräger mit verbesserter Übersichtlichkeit.

1967

Alle Modelle erhalten erstmals ein vollsynchronisiertes 4-Gang-Schaltgetriebe. Die Modellpalette deckt alle Ansprüche vom kostengünstigen Familienauto bis zum geräumigen Transporter ab.

1968

Die Scheinwerfer werden zum Modelljahr 1968 in den neu geformten Kühlergrill integriert. Gummipuffer zieren die ebenfalls neu gestalteten vorderen und hinteren Stoßstangen. Die Türen erhalten neue Innenverkleidungen.

1968

Mit 368.566 Exemplaren erreicht die Renault 4-Produktion in diesem Jahr ihren historischen Höchstwert. Insgesamt sind bereits mehr als zwei Millionen Renault 4, Kombi, Transporter und Fourgonnette vom Band gelaufen.

1969

Die verstärkte Vorderachse des Renault 6 wird auch für den Renault 4 übernommen. Für Frischluftfans erscheint die im Vorjahr auf dem Pariser Salon vorgestellte und bei Sinpar gebaute Karosserieversion "Plein Air" mit Faltverdeck ohne Türen.

1970

Die neue Heckklappe ermöglicht fortan auch die Bedienung mit nur einer Hand - praktisch beim Einladen. Der Durchmesser der Kolbenbolzen vergrößert sich von 14 auf 16 Millimeter. Der Anlasser erhält eine Anlasswiederholsperre, und die elektrische Anlage wird von Sechs- auf Zwölf-Volt-Betrieb umgestellt. Sämtliche Renault 4-Versionen werden mit Sicherheitsgurten vorne ausgestattet.

1970

Eine neue Open-Air-Version debütiert: Der Renault 4 Rodeo besitzt eine völlig neu gestaltete Kunststoffkarosserie mit mehrfach variierbarem Faltverdeck.

1971

Mit dem Kinofilm "Trafic" setzt der französische Regisseur Jacques Tati dem Renault 4 ein Denkmal, das Kultfilmstatus erreicht. Die Produktion der Renault 4-Baureihe durchbricht die Drei-Millionen-Schallmauer.

1972

Der Hubraum des Renault 4 für den französischen Markt wächst zum neuen Modelljahr von 747 auf 782 Kubikzentimeter. Die Motorleistung beträgt weiterhin 26 PS. Der Fond wird mit Verankerungspunkten für Sicherheitsgurte ausgerüstet.

1973

Die deutschen Versionen des Renault 4 erhalten mit 34 statt 26 PS deutlich mehr Kraft. Hierdurch steigt die Höchstgeschwindigkeit von 110 auf 120 km/h.

1974

Das 4-Gang-Getriebe des Renault 6 TL wird auch für den Renault 4 übernommen. In Frankreich ruft Renault exklusiv für den Renault 4 die Dirt-Track-Rennserie "Coupe de France Renault Cross Elf" ins Leben. Um die Kosten niedrig zu halten, entsprechen die Fahrzeuge der Serie. Nur Scheinwerfer, Windschutzscheiben und Radkappen dürfen entfernt werden. Auch ein Sport-Auspuff für den Sound ist erlaubt.

Pro Rennen treten bis zu 60 Fahrer gegeneinander an und bieten spannende Türklinkenduelle. Dies macht die Serie vom Start weg zum Erfolg. Bald kommen die Zuschauer zu Tausenden an die Pisten. Das Dirt-Track-Spektakel hat bis 1984 Bestand.

1975

Der Renault 4 bekommt zum Modelljahr 1975 einen Kühlergrill aus Kunststoff. Das Tankvolumen steigt von 26 auf 34 Liter. Nach dem Abstellen des Motors schwingen die Scheibenwischer automatisch in ihre Ruheposition zurück. Die Sicherheitsgurte erhalten optimierte Anlenk- und Verankerungspunkte.

1976

Eine moderne Drehstrom-Lichtmaschine versorgt die elektrischen Systeme an Bord. Zusätzlich erhält der Renault 4 eine Spannungsanzeige im Instrumententräger. Als neueste Version ergänzt der auf dem Pariser Salon des Vorjahres vorgestellte Renault 4 "Safari" das Modellprogramm. Seine auffallendste Besonderheit: eine lustige Inneneinrichtung mit Polsterbezügen, die einer Hängematte nachempfunden wurden.

1977

Der Renault 4 kommt in den Genuss einer besonders umfangreichen Modellpflege und erhält unter anderem eine Zweikreis-Bremsanlage, Halogenscheinwerfer, eine heizbare Heckscheibe, Rückfahrscheinwerfer, Automatikgurte, Kopfstützen und eine Verbundglas-Frontscheibe.

1977

Im September erreicht der Renault 4 als erstes französisches Automobil überhaupt den Produktionsrekord von fünf Millionen Fahrzeugen. Ein Kataphoresebad beugt bereits in der Produktion der Korrosion vor. Scheibenwischer mit zwei Wischgeschwindigkeiten sowie vergrößerte Wischerblätter sorgen auch bei schlechtem Wetter für den Durchblick. Ein neu gestalteter Tachometer und das Lenkrad des Renault 5 sorgen für ein moderneres Ambiente.

1978

Der neue Renault 4 GTL wartet mit einer besonders komfortablen Ausstattung auf und bekommt einen neuen Vierzylindermotor mit 1.108 Kubikzentimeter Hubraum und 34 PS Leistung. Das höhere Drehmoment von 73,5 Newtonmetern (bei 2.500 U/min) macht ihn besonders effizient. So verbraucht er laut ECE-Norm bei 90 km/h lediglich 5,4 Liter auf 100 Kilometern und im Stadtverkehr nur 6,3 Liter pro 100 Kilometern.

Diesen Motor erhält auch der neue Renault 4 Transporter F6, der jetzt über einen längeren Radstand verfügt. Die Leistung des weiterhin verfügbaren F4-Transporters sinkt bei unverändertem Hubraum von 845 Kubikzentimeter auf nur noch 27 PS. Auf Wunsch gibt es das Modell GTL auch mit Flüssiggas-Betrieb.

1979

Die Gebrüder Bernard und Claude Marreau beenden die Erstauflage der heute weltberühmten Marathon-Rallye "Paris-Dakar" mit einem allradgetriebenen Renault 4 Sinpar 4x4 als Zweite der Automobilwertung.

1980

Zum neuen Modelljahr erhält der Renault 4 Felgen, die sich für den Betrieb mit Schlauchlos-Reifen eignen. Die Ausstattung GTL erhält Automatik-Sicherheitsgurte auch auf den Rücksitzen. Der Fahrersitz des Renault 6 wird fortan auch in den Renault 4-Transporter eingebaut.

1980

Neuer Rekord: Die Produktion des Renault 4 durchbricht die Sechs-Millionen-Marke. Weitere Sporterfolge für die Gebrüder Marreau bereichern die Motorsportbilanz des unverwüstlichen Bestsellers: Mit einem modifizierten Allrad-Renault 4 werden sie Dritte der Paris-Dakar und Zweite der Rallye Tunesien - nur um vier Minuten von den Gesamtsiegern geschlagen.

1981

Das Sondermodell Renault 4 "Jogging" erscheint. Die gesamte Baureihe erhält einen elektrischen Kühlerventilator mit Thermostat sowie ein zweistufiges Gebläse, neue Polsterstoffe und Außenfarben.

1982

Neue Produktions- und Montageverfahren verbessern insbesondere die Abdichtung der Karosserie. Außer in Frankreich wird der Renault 4 auch in Angola, Argentinien, Belgien, Chile, Elfenbeinküste, Ghana, Irland, Jugoslawien, Kolumbien, Madagaskar, Marokko, Portugal, Spanien, Tunesien, Uruguay und Zaire gefertigt.

1983

Das neue Modelljahr bringt umfangreiche Detailverbesserungen mit sich: Optimierter Rostschutz sorgt für mehr Korrosionsresistenz. Der neue Instrumententräger stammt aus dem Renault 18, das griffsympathischere Lenkrad aus dem Renault 5. Darüber hinaus werten neue Rückspiegel, hochwertigere Verkleidungen und neue Sitzbezüge den Evergreen auf. Alle Versionen mit 34 PS starkem 1,1-Liter-Motor werden erstmals mit Scheibenbremsen vorne ausgestattet.

1984

Neue Produktionsmethoden steigern die Qualität: Karosserie und Fahrzeugboden werden jetzt vor dem Einbau der Aggregate montiert und in ein Kataphoresebad getaucht, um nochmals den Korrosionsschutz zu verbessern. Neue Getriebeübersetzungen senken sowohl den Durchschnittsverbrauch als auch das Geräuschniveau im Interieur.

1985

Neue Außenfarben für alle Renault 4-Modelle. In Frankreich kurbelt das Sondermodell "Sixties" mit seinen zwei Panoramadächern für beide Sitzreihen und den knallbunten Sitzpolstern in den Farben der Karosserielackierungen den Absatz des Dauerbrenners nochmals an. Zum Jahresende läuft die Produktion des Kastenwagens Renault 4 F6 aus.

1986

Pünktlich zum 25. Geburtstag wird der umweltfreundliche, weil schadstoffarme neue Motor des Renault 4 GTL von der Bundesregierung für drei Jahre und zwei Monate von der Kfz-Steuer befreit. Der aktuelle Neupreis dieses Modells beträgt 12.100 Mark.

1987

In Frankreich wird die Modellpalette gestrafft. Übrig bleiben zwei Varianten: der Renault 4 TL Savane mit 956 Kubikzentimeter Hubraum und 34 PS sowie der Renault 4 GTL Clan mit dem 1,1-Liter-Aggregat anstelle des Renault 4 GTL.

1988

Der Renault 4 verabschiedet sich nach 27 Jahren und exakt 900.300 importierten Exemplaren mit dem auf 500 Exemplare limitierten Sondermodell "Salü" aus Deutschland. Verschärfte Abgasbestimmungen bereiten dem Langläufer den Garaus. Die Produktion für Frankreich und andere europäische Märkte läuft weiter. Der bedingt schadstoffarme Renault 4 Salü ist zum Preis von 12.590 Mark erhältlich. Günther Jauch, damals noch aufstrebendes Moderatorentalent, erwirbt den letzten in Deutschland verkauften R4 GTL.

1991

Schlussspurt mit dem "Carte Jeune". Das Sondermodell auf Basis des Renault 4 TL Savane betont mit modischem Logo auf der Karosserie und schicken Sitzpolstern im 1990er-Stil nochmals den ewig jungen Charakter des Klassikers.

1992

Die Produktion des Renault 4 endet nach einer Gesamtstückzahl von 8.135.424 Exemplaren mit dem Sondermodell "Bye-bye" (Auflage: 1.000 Stück).

1998

Die erste Renault 4L Trophy von Paris nach Marrakesch startet. Bei dem 6.000-Kilometer-Marathon in den Maghreb sind ausschließlich Studenten mit ihren "Vierern" startberechtigt. Moderne Navigationshilfen sind tabu. Die Renault 4L Trophy dient nicht allein dem Abenteuer, sondern verfolgt einen guten Zweck: Jeder Teilnehmer muss mindestens 50 Kilogramm Bildungsmaterialien für Schulkinder in Marokko mit sich führen.

2000

Bei der Rallye Griechenland bestreitet das Team Pinto dos Santos/da Silva die letzte Weltmeisterschaftsrallye mit einem Renault 4.


Renault 4: Erster Teaser der Elektro-Neuauflage

2024 soll eine Art SUV in Retro-Optik auf den Markt kommen

Zur eWays-Pressekonferenz am 30. Juni veröffentlichte Renault ein Bild von den Silhouetten künftiger Elektroautos. Für uns gehört es zu den interessantesten Informationen, die der französische Hersteller am vergangenen Mittwoch herausließ. Man setzt auf eine Mischung aus neuem Design und Retro-Optik. Für Renault-Fans wohl das Highlight: 2024 kommt eine Art Elektro-SUV mit vielen Anleihen beim legendären R4 (1961-1992).

Das Teaser-Bild wurde bei dem Event nicht gezeigt, es findet sich aber in den Präsentations-Charts zu der Veranstaltung. Sie zeigen acht von den 10 Elektroautos, die Renault bis 2025 herausbringen will. In der linken Spalte sind drei Elektroautos zu sehen, die sich wohl dem B-Segment zuordnen lassen und auf der Plattform CMF-BEV basieren.

Ganz unten ist der Renault 5 zu sehen, der in Renaults neuer ElectriCity in Nordfrankreich gebaut werden soll - von der Batterie bis zur Montage.

Das ähnlich aussehende Modell direkt darüber dürfte der neue Renault 4 sein - wenn er denn so heißt, denn Renault kommuniziert derzeit nur den internen Projektnamen 4ever. Die Silhouette passt zum kürzlich geleakten Prototyp:

Von diesem Modell hat Renault auch schon die Lichtsignatur gezeigt, die ebenfalls gut zum Leak-Modell passt. Sie zitiert unübersehbar die Frontpartie des über acht Millionen mal gebauten Renault 4 in der Ausführung ab 1978:

Noch eine Etage drüber ist offenbar eine Nutzfahrzeugvariante zu sehen. Unsere Kollegen von InsideEVs Frankreich vermuten einen Renault 4L. Nach dem Bild könnte das Auto von vorne bis zur B-Säule technisch mit dem R4 identisch sein, während hinten ein Kasten aufgesetzt ist. Dieses Fahrzeug würde historisch betrachtet die Idee der Fourgonette-Version des Renault 4 aufgreifen:

Der Wagen scheint auch etwas länger zu sein, was vielleicht durch einen verlängerten Radstand möglich wird - die Plattform CMF-BEV wird einen variablen Radstand (und auch eine variable Spur) haben, wie kurz zuvor bei dem Event gesagt wurde.

Die zweite Säule besteht offenbar aus Autos auf Basis von CMF-EV. Unten steht der Elektro-Mégane, während darüber ein neues Modell zu sehen ist:

Es scheint vor allem hinten etwas länger zu sein; wir vermuten, dass es sich um einen Kombi (also einen Mégane Grandtour) handeln könnte. Zu dem hellgrauen Element zwischen den beiden Autos haben wir eine Vermutung - aber dazu gleich noch mehr.

Die drei Autos in der rechten Säule sind die drei angekündigten Elektroautos von Alpine. Das Modell in der Mitte ist offenbar eine Alpine-Version des R5; sie bekommt einen kecken Dachspoiler und eine Hutze auf der Fronthaube. Damit erinnert Sie an den berühmten Renault 5 Turbo:

Das untere Modell dürfte ein Sportwagen sein - möglicherweise ein Ersatz für den konventionell angetriebenen A110, der vielleicht sogar den gleichen Namen trägt, denn der ist eingeführt und hat eine lange Tradition. Das oberste Modell in der dritten Spalte könnte eine viertürige Grand-Tourisme-Version des Elektro-A110 mit leichter SUV-Note sein.

Unter dem Grand Tourisme findet sich wieder ein ominöses Element, das dem in der zweiten Säule ähnelt. Unsere Vermutung: Renault teasert hier ein Batterietausch-System an. Eine Wechsel-Batterie wie weiland bei Better Place würde bei einem auf Langstrecken ausgerichteten Grand-Tourisme-Modell Sinn ergeben.

Detaillierte Informationen zu den Einzelheiten der Renault-Elektropläne finden Sie auf InsideEVs.de, unserer Schwesterseite rund um das Thema Elektromobilität.


Renault Kiger (2021): Neues 4-Meter-SUV für Indien

Als Dacia wäre doch auch was für Europa, oder?

Andere Märkte, andere Modelle: Renault ist weltweit aktiv und überrascht stets mit speziellen Automobilen für China, Südamerika oder Indien. Mit dem neuen Kompakt-SUV Kiger stärkt Renault seine Präsenz auf dem wichtigen indischen Markt.

Die Neuentwicklung im City-tauglichen, 3,99-Meter-Format überrascht durch dynamisches Design, ein modern gezeichnetes Cockpit mit zeitgemäßem Infotainment und ein geräumiges Interieur. Als Motorisierung dient ein neu entwickelter Dreizylinder-Turbobenziner mit aktueller Technik.

Nach dem deutlich kleineren Kwid (einem Verwandten des Dacia Spring), dem Duster und dem ebenfalls 4,00 Meter langen Triber ist der Renault Kiger das vierte Modell der Marke auf dem indischen Markt. Renault hat sich auf dem Subkontinent in den vergangenen Jahren als absatzstärkster europäischer Anbieter etabliert.

Mit dem Kiger will Renault seine Position in einem dynamisch wachsenden Segment ausbauen. So stieg der Anteil der SUV-Modelle an der Kleinwagenklasse (B-Segment) in Indien seit 2015 um mehr als das Doppelte von 15 auf 34 Prozent.

Sehen wir uns den Kiger genauer an: Die Frontpartie erinnert an den neuen Dacia Sandero, aber auch den Dacia Spring. Die Heckansicht weist Parallelen zum Renault Captur auf. Hinzu kommen typische SUV-Elemente wie der rund um das Fahrzeug verlaufende Rammschutz und die funktionale Dachreling sowie eine erhöhte Bodenfreiheit von 20,5 Zentimetern.

LED-Tagfahrlichter, die weit in die Ecken gerückten Räder und die optionale 2-Farb-Lackierung runden den modernen, an urbane Zielgruppen adressierten Auftritt ab.

Der Radstand von 2,50 Metern bildet die Basis für ein laut Renault großzügiges Raumangebot im neuen Kiger. Der lediglich 3,99 Meter lange Fünfsitzer wartet mit einem Kofferraumvolumen von 405 Litern auf. Bei zusammengefalteter Rückbank steigt die Ladekapazität auf 879 Liter.

Weiteres Merkmal des Innenraums ist in den gehobenen Ausstattungen das ergonomisch günstig im Blickfeld des Fahrers platzierte Infotainmentsystem mit 8-Zoll (20,3-Zentimeter)-Touchscreen sowie kabelloser Smartphone-Integration und Spracherkennung per Apple CarPlay und Android Auto. Spontan fühlen wir uns ein wenig an den neuen Dacia Sandero erinnert.

Je nach Ausstattung sind außerdem das Multi-Sense-System zur Personalisierung des Fahrerlebnisses und das schlüssellose Zugangs- und Startsystem verfügbar.

Als Motorisierungen stehen zwei 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner zur Wahl. Neben der Saugmotorvariante mit 72 PS, 5-Gang-Schaltgetriebe oder automatisiertem Easy-R-Getriebe bietet Renault für den Kiger eine Turbovariante mit 100 PS an.

Das Topaggregat in dem SUV-Modell mobilisiert ein maximales Drehmoment von 160 Nm und ermöglicht einen Kraftstoffverbrauch von 5 Litern Super pro 100 Kilometer. Renault kombiniert den Turbomotor mit dem 5-Gang-Schaltgetriebe oder einem CVT-Getriebe. Beide Motoren scheinen von den 1,0-Liter-Aggregaten des Sandero abgeleitet zu sein. Dort liefern sie 67 und 91 PS respektive 101 PS mit LPG.

Nun fragen wir uns beim Anblick des Renault Kiger: Wäre der nicht auch was für Europa? Größentechnisch würde er sich unterhalb des 4,23 Meter langen Captur einordnen. Der Captur nutzt übrigens wie der Clio und der Sandero die sogenannte CMF-B-Plattform. Hingegen steht der Kiger auf CMF-A+ und ist dadurch dem Dacia Spring näher.

Natürlich ist der Renault Kiger durch seine Produktion in Indien günstig zu fabrizieren. Hinzu kämen höhere Sicherheitsstandards in Europa. Allerdings scheint der Kiger kein absolutes Billigmodell zu sein. Und im Dacia-Programm wäre ja noch Platz für ein SUV zwischen Spring und Duster. Allerdings scheint diese Rolle vorerst an den neuen Sandero Stepway vergeben zu sein.


Renault R 4 in: Diese Autos sind besser als Aktien

Die Oldtimer mit der größten Wertsteigerung
Fragen Sie sich nicht manchmal auch "wohin mit dem ganzen Geld"? Es gibt so viele Möglichkeiten - Kunst, Aktien, Gold. Das ist Ihnen alles zu langweilig? Wie wäre es denn mit einem schicken Oldtimer? Eine gute Geldanlage, die gleichzeitig auch noch Spaß macht. Wir haben die Fahrzeuge herausgesucht, die 2016 im Vergleich zum Vorjahr und seit dem Start des Deutschen Oldtimer Indexes 1999 die größte Wertsteigerung erlebt haben. Außerdem geben wir Ihnen für einige Modelle Preise an, die von classic-analytics.de ermittelt wurden. Diese beziehen sich auf Fahrzeuge mit der Note Zwei.

Renault R 4 in: Aus alt mach neu

Die coolen Retro-Konzepte von David Obendorfer
Ob Fiat 500, Ford Mustang oder VW Beetle: Neu ist die Idee des Retro-Designs nicht. Aber oft wird sie eher schlecht umgesetzt oder wirkt schnell überholt. Vielleicht sollten die Autokonzerne bei David Obendorfer nachfragen. Der Industriedesigner entwirft extrem real anmutende Neuauflagen bekannter Klassiker. Wir zeigen in unserer Bildergalerie seine besten Ideen

Renault R 4 in: Meister des Maßstabs

Die besten Modellautos des Jahres 2015
Hand aufs Herz: Steht bei Ihnen ein Modellauto? Vielleicht sogar mehrere? Dann sind Sie mit ihrem Hobby nicht alleine: Immer mehr Menschen sammeln die kleinformatigen Autos. So ist ein kaufkräftiger Markt für die teilweise kostspieligen Wagen entstanden. Die Folge: Immer mehr Anbieter, immer mehr Details und eine immer größere Auswahl. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, die besten Stücke des Jahres 2015 zu finden. In 22 Kategorien hat die Zeitschrift "MODELL FAHRZEUG" die besten Miniaturen prämiert. Wir zeigen Ihnen die Gewinner in unserer Galerie.
Vorbehaltlich Irrtümer, Schreibfehler und Zwischenverkauf. automobile.at übernimmt entsprechend den Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und ggf. zum Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist.
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