Ineos Grenadier (2026): Modellpflege und Sondermodell

Der Geländewagen soll nun eine einfachere Bedienung sowie mehr Fahrkomfort im Alltag bieten

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Ineos Automotive ist mit dem Grenadier in das dritte volle Produktionsjahr gestartet und überarbeitet den Allradwagen für das Modelljahr 2026. Die Maßnahmen betreffen den Grenadier Station Wagon und den Quartermaster Pick-up und zielen auf eine verbesserte Alltagstauglichkeit und Fahrdynamik, ohne Geländefähigkeit, Leistung oder Fahrzeugcharakter zu verändern.

Die zentrale technische Änderung betrifft die Lenkung. Erstmals kommt ein Lenkgetriebe mit variabler Übersetzung zum Einsatz. Im Bereich um die Mittellage wurde die Übersetzung reduziert, was ein direkteres Lenkgefühl sowie höhere Präzision und Reaktionsgeschwindigkeit zur Folge hat.

Ineos Grenadier (2026)

Dies verbessert laut Ineos die Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten, bei Spurwechseln und Überholvorgängen sowie das Handling auf kurvigen Straßen. Die Übersetzung an den Endanschlägen bleibt unverändert, sodass die Geländeeigenschaften und die Leistungsfähigkeit der Modelle erhalten bleiben.

Zusätzliche Anpassungen an der Lenkung führen zu einer Verringerung des Wendekreises um rund fünf Prozent. Durch verlängerte Lenkanschläge steigt die Manövrierfähigkeit sowohl im urbanen Umfeld als auch im Gelände, insbesondere auf engen Strecken.

Im Innenraum kommen überarbeitete Komponenten der Klimatisierung zum Einsatz, die Heiz- und Kühlleistung verbessern und den Komfort für die Insassen erhöhen.

Die Fahrerassistenzsysteme wurden an aktuelle gesetzliche Vorgaben angepasst. Eine neue Funktion auf dem Startbildschirm ermöglicht es, den akustischen Alarm des vorgeschriebenen Intelligent Speed Assist mit einem Tastendruck zu deaktivieren, um Ablenkungen zu reduzieren.

Nach Angaben von CEO Lynn Calder handelt es sich um die bislang umfassendste Überarbeitung seit der Markteinführung. Die Modelle des Jahrgangs 2026 seien die ausgereiftesten Versionen des Grenadier und böten eine einfachere Bedienung sowie mehr Fahrkomfort im Alltag. Ob das den Absatz in Deutschland steigern wird? 2025 notierte das KBA insgesamt 481 Neuzulassungen für die Marke.

Ergänzend wird die Modellpalette um die Black Edition erweitert. Diese basiert auf der Fieldmaster-Version und ist sowohl als Station Wagon als auch als Quartermaster Pick-up erhältlich. Sie zeichnet sich durch ausschließlich schwarze Karosserie- und Designelemente aus, darunter 18-Zoll-Leichtmetallräder in Schwarz, ein Dark Exterior Pack mit schwarzem Kühlergrill und dunklen Unterfahrschutzplatten, getönte Scheiben sowie ein abschließbarer Reserveradkasten.

Im Innenraum kommen ein dunkler Dachhimmel und Teppich zum Einsatz. Die Lackierung ist ausschließlich in Inky Black verfügbar.

Die Preise für die Black Edition beginnen in Deutschland bei 82.890 Euro, Bestellungen sind ab sofort möglich. Die Produktion erfolgt in einem zeitlich begrenzten Fenster ohne feste Stückzahlbegrenzung. Die Preise der übrigen Modelle bleiben unverändert und starten bei 71.140 Euro für den Grenadier Utility Wagon, 72.640 Euro für den Quartermaster Pick-up sowie das Basismodell Grenadier und 81.890 Euro für die Trialmaster- und Fieldmaster-Versionen.

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Autor: Roland Hildebrandt