Skoda Elroq und Enyaq (2026): Neuer 60er mit 140 kW und LFP-Akku

Enyaq und Elroq erhalten für 2026 ein großes Update: Neues 60er-Modell, Frunk, One-Pedal-Driving und ein Android-Infotainment.

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Der Skoda Enyaq und sein kleiner Bruder Elroq sind seit einiger Zeit nur noch als 85, 85X und RS konfigurierbar; für den Enyaq 60 und Elroq 60 werden im Konfigurator Nachfolgevarianten angekündigt. Nun verrät Skoda International, was sich dahinter verbirgt: eine 140-kW-Motorisierung und eine neue Batterie. Ansonsten erhalten die beiden Elektro-Baureihen One-Pedal-Driving, einen Frunk, einen Digital Key und ein neues Infotainment.  

Das Update für 2026 ist also keine Petitesse. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die neue 60er-Version. Die Grunddaten kennen wir bereits vom Ford Explorer und Capri, die bekanntlich ebenfalls auf der MEB-Plattform basieren. Der Skoda Elroq 60 und Enyaq 60 erhalten eine LFP-Batterie mit Cell-to-Pack-Architektur. Letzteres bedeutet, dass die Zellen ohne den Umweg über Module direkt zum Batteriepaket zusammengestellt werden. Mit 58 kWh netto ist sie etwas kleiner als die NMC-Batterie aus den alten 60er-Modellen, die 59 kWh netto bot. Außerdem wird der 150-kW-Heckantrieb durch einen mit 140 kW ersetzt.

Hier die Daten für den Elroq:

  Elroq 60 alt Elroq 60 Elroq 85 Elroq 85X Elroq RS
Antrieb RWD 150 kW RWD 140 kW RWD 210 kW AWD 210 kW AWD 250 kW
0-100 km/h
/ Spitze
8,0 Sek. /
 160 km/h
8,5 Sek. / 160 km/h 6,6 Sek. / 180 km/h 6,6 Sek. /
180 km/h
5,4 Sek. /
180 km/h
WLTP-Verbrauch 15,8-17,3 kWh k.A. 15,2-16,4 kWh 16,1-17,4 kWh 16,4-17,2 kWh
Akku netto 59 kWh 58 kWh 77 kWh 77 kWh 79 kWh
WLTP-Reichweite 395-428 km k.A. 531-573 km 503-540 km 523-547 km
DC-Ladeleistung 165 kW 105 kW 135 kW 175 kW 185 kW
DC-Ladedauer
10-80 %
24 min 26 min 28 min 28 min 26 min
Max. Anhängelast 1.200 kg 1.200 kg 1.000 kg 1.800 kg 1.800 kg
Preis (38.400 Euro) k.A. 44.180 Euro 46.450 Euro 53.050 Euro

Schlechtere Beschleunigung und längere Ladezeit: Es sieht so aus, als würde die neue Version eine Verschlechterung bedeuten. Außer vielleicht beim noch nicht bekannten Preis, denn LFP gilt als besonders günstige Batteriechemie. Auch Verbrauch und Reichweite wurden noch nicht verraten. Ford Explorer und Capri wurden in der neuen Version sparsamer. Vergleichspunkt war hier allerdings die 125-kW-Version, die dem nicht mehr angebotenen Elroq/Enyaq 50 entspricht. 

Im Folgenden die Daten des Enyaq; die neue Motorisierung wird aber auch im Enyaq Coupé eingeführt, für das die gleichen Daten gelten.

  (Alter Enyaq 60) Enyaq 60 Enyaq 85 Enyaq 85X Enyaq RS
Antrieb RWD 150 kW RWD 140 kW RWD 210 kW AWD 210 kW AWD 250 kW
0-100 km/h / Spitze 8,1 Sek. /
160 km/h
8,6 Sek. /
160 km/h
6,7 Sek. /
180 km/h
6,7 Sek. /
180 km/h
5,4 Sek. /
180 km/h
WLTP-Verbrauch 15,6-16,7 kWh k.A. 15,0-16,0 kWh 15,7-16,8 kWh 16,0-16,6 kWh
Akku netto 59 kWh 58 kWh 77 kWh 77 kWh 79 kWh
WLTP-Reichweite 408-432 km k.A. 545-578 km 514-541 km 538-556 km
DC-Ladeleistung 165 kW 105 kW 135 kW 175 kW 185 kW
DC-Ladedauer
10-80 %
24 min 26 min 28 min 28 min 26 min
Max. Anhängelast 1.200 kg 1.200 kg 1.000 kg 1.800 kg 1.800 kg
Preis 44.400 Euro k.A. 48.900 Euro 51.150 Euro 58.600 Euro

Anmerkung am Rande: Wir haben uns bei den Daten der bekannten Versionen 85, 85X und RS auf den deutschen Konfigurator gestützt; die Angaben in der Pressemeldung weichen zum Teil davon ab, insbesondere bei der Anhängelast und der Ladeleistung.

Abgesehen von der neuen Einstiegsversion erhalten die Modelle Elroq und Enyaq erstmals einen Digital Key: Nach der Kopplung des Smartphones mit dem Fahrzeug kann man dieses per Handy verriegeln, entriegeln und starten. Der Schlüssel lässt sich auch über die Wallet des Smartphones mit anderen teilen.

Auch wird ein verbessertes, Android-basiertes Infotainmentsystem eingeführt. Die Navi-Karten bieten nun auch die Google-Online-Suche, eine Satellitendarstellung und eine Übersicht über POIs (Points of Interest) entlang der Route. Bei der Laderoutenplanung kann man nun nach 20 Ladeanbietern filtern, darüber hinaus auch nach Ladeleistung und Verfügbarkeit. Zudem werden nun Bewertungen und Preise von Ladestationen angezeigt. 

Da der Skoda Powerpass nun integriert ist, kann man den Ladevorgang direkt über den Touchscreen autorisieren. Ein App-Store für Anwendungen wie Spotify und YouTube gehört ebenfalls zu den Neuerungen. Zudem wurde die MySkoda App verbessert. Sie liefert nun auch Fahrdaten, einschließlich des Stromverbrauchs. 

Eine weitere Neuheit ist Vehicle-to-Load (V2L): Damit kann man externe Geräte mit Strom versorgen. Dafür nutzt man entweder den Ladeanschluss über einen Adapter oder eine 230-V-Steckdose im Kofferraum. Zudem führt Skoda das One-Pedal-Driving bis zum Stillstand ein. Dazu bietet der B-Modus nun zwei Rekuperationsstufen, die über den Touchscreen oder die Schaltwippen am Lenkrad gewählt werden.

Ebenfalls neu ist ein 21-Liter-Frunk für das Ladekabel oder dergleichen. Die Fronthaube wird zudem mit Gasdruckfedern ausgestattet. Die belüftete Phone Box unterstützt darüber hinaus das kabellose Laden mit bis zu 25 W, die USB-C-Anschlüsse vorne und hinten bieten weiterhin bis zu 45 W.

Neu bei den Assistenzsystemen ist der Travel Assist 3.0, der für präzisere Spurführung, sanftere Geschwindigkeitsregelung und umfassendere Sicherheitsfunktionen sorgen soll. Neue Eckradarsensoren in den Stoßfängern vorn und hinten verbessern den Kreuzungsassistenten. Eine neue Innenraumkamera im Gehäuse des Rückspiegels ermöglicht eine bessere Überwachung der Aufmerksamkeit der Person am Steuer mittels Eye-Tracking.

Die Markteinführung des verbesserten Elroq und Enyaq ist für Mitte 2026 geplant.

Unter dem Strich

Skoda verbessert die Baureihen Elroq und Enyaq deutlich. Dazu gehören bisher vermisste Elektroauto-Features wie ein Frunk, One-Pedal-Driving und bidirektionales Laden. Aber auch das neue Android-Betriebssystem dürfte eine Verbesserung (wohl mitsamt der bekannten Google-Dienste Maps, Assistant und App-Store) darstellen. Die neue Basisversion mit 140 kW und einer etwas kleineren LFP-Batterie dagegen wird Nachteile bei Beschleunigung und Ladeverhalten bringen; ob das durch einen günstigeren Preis und einen verringerten Verbrauch ausgeglichen wird, müssen wir abwarten.

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Autor: Stefan Leichsenring