Der Ford Explorer und Ford Capri erhalten offenbar in der Version Standard Range eine neue Batterie und einen verbesserten Elektromotor. Das melden zumindest Ford Europe und Ford Österreich; ob das auch für Deutschland gilt, müssen wir abwarten.
Bisher erhalten sowohl der Explorer als auch der Capri in der Version Standard Range RWD eine 52-kWh-Batterie mit NMC-Chemie. Dabei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die gleiche Batterie, die auch im VW ID.4/5 verwendet wird, denn Explorer und Capri basieren auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) des VW-Konzerns.
Künftig bekommen die Modelle eine neue Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit einer größeren Speicherkapazität. Laut Ford Österreich bietet diese 58 kWh netto. Die Reichweite steigt deutlich. Bisher wurden WLTP-Normwerte von 352-378 km beim Explorer und 370-393 km beim Capri genannt. Künftig sollen es bis zu 444 km beim Explorer und bis zu 464 km beim Capri sein - eine Steigerung von bis zu 17 Prozent. Zudem soll die LFP-Chemie auch häufigeres Aufladen auf 100 Prozent besser verkraften.
Statt der bisherigen 125 kW und 310 Nm bietet der neue Elektromotor 140 kW und 350 Nm. Zudem soll er ein besseres Ansprechverhalten bieten. Der Normsprint verkürzt sich von einheitlich 8,7 auf 8,0 Sekunden.
"Durch die Aufrüstung von Explorer und Capri mit der neuen LFP-Batterietechnologie erhöhen wir Reichweite und Langlebigkeit und halten die Fahrzeuge gleichzeitig für unsere Kunden erschwinglich", sagte Ford-Europa-Chef Jon Williams. Man nutze "modernste Innovationen", um ein besseres Produkt zu liefern.
Die Preise in Österreich bleiben gleich. In der Alpenrepublik sind die neuen Modellvarianten angeblich ab sofort bestellbar, auch wenn sie noch nicht im österreichischen Konfigurator stehen. Ausgeliefert werden sie in Österreich ab April. Im deutschen Konfigurator stehen noch die alten Versionen; auch die deutsche Presseabteilung hat sich noch nicht geäußert.
Unter dem Strich
Der Explorer und der Capri erhalten in der Basisvariante eine größere Batterie und einen stärkeren Motor. Ob das auch für Deutschland gilt, müssen wir abwarten. Doch auch wenn das nicht der Fall sein sollte, bleibt das Faktum interessant, denn beide Modelle basieren auf der MEB-Plattform des VW-Konzerns.
So gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist es eine Eigenentwicklung, die auf Ford beschränkt bleibt, was wir für unwahrscheinlich halten. Oder es handelt sich um das erste Anzeichen für die neuen Batterien der weiterentwickelten Plattform MEB+. Denn auf der IAA hieß es in einem Technik-Workshop von Volkswagen, die bekannten ID-Modelle würden neue Akkus erhalten, die von der Grundkonzeption her ähnlich sind wie beim neuen ID. Polo. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.








