Tatsächlicher Verbrauch: Seat Arona 1.0 mit 95 PS im Test

Wie viel Benzin braucht das kleine SUV im realen Verkehr?

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2026 erhält der Seat Arona ein Facelift - es handelt sich bereits um das zweite im Leben des kleinen SUVs. Verändert wurden Design-Details und Ausstattung, bei den Antrieben bleibt das Modell aber dem reinen Benziner treu. Über Mildhybrid-Versionen wird erst 2027 wieder gesprochen.

Während ich auf den ersten elektrifizierten Arona warte, hatte ich nun Gelegenheit, den Seat Arona 1.0 EcoTSI zu testen. Ich fuhr den Turbo-Benziner mit 95 PS und manuellem Getriebe auf unserer Standard-Teststrecke, die 360 Kilometer lang ist und von Rom ins norditalienische Forlì führt. Dabei erzielte ich einen guten Durchschnittsverbrauch von 4,25 Liter/100 km. Die Kraftstoffkosten für die Fahrt beliefen sich auf 30,43 Euro.

  • Seat Arona (2026): Daten
  • Seat Arona (2026): Verbrauch
  • Seat Arona (2026): So viel verbrauchen die Konkurrenten
  • Seat Arona (2026): Fahreindruck

Seat Arona (2026): Daten

Ausstattung Seat Arona FR 1.0 EcoTSI 70 kW
Grundpreis in Italien 27.400 Euro
Testdatum 25. Mai 2026
Wetter (Start/Ziel) Heiter, 33 Grad / Heiter, 30 Grad
Kraftstoffpreis in Italien 1,989 Euro/Liter (Benzin)
Durchschnittsgeschwindigkeit Rom-Forlì 63 km/h
Reifen Hankook Ventus Prime 3
215/45 R18 89V XL
(EU-Label: B, B, 70 dB)

Seat Arona (2026): Verbrauch

Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit Fünfgang-Schaltgetriebe bietet eine Leistung von 95 PS. Damit zeigte sich der Seat Arona des Modelljahres 2026 in gängigen Fahrbedingungen recht konstant beim Kraftstoffbedarf, ohne jedoch ein Effizienz-Champion zu sein. Im Mix aus Stadt- und Landstraßen lag der Verbrauch für diese Klasse etwas hoch, doch das passt zum nicht elektrifizierten Benzinantrieb.

Der 40-Liter-Tank ermöglichte eine theoretische Reichweite von über 600 km. Spitzenwerte jenseits von 1.000 km sind auf idealen Außerorts-Strecken erreichbar - genau dort, wo sich der überarbeitete Arona besonders effizient zeigt.

Seat Arona (2026): Der Realverbrauch

Strecke Verbrauch und theoretische Reichweite
  • Mischbetrieb (Stadt und über Land)

6,4 Liter/100 km
624 km theoretische Reichweite
Autobahn
  • 6,6 Liter/100 km
    604 km theoretische Reichweite
Spritspartest
  • 3,2 Liter/100 km
    1.248 km theoretische Reichweite
Realer Durchschnittsverbrauch 4,25 Liter/100 km
Bordcomputer-Anzeige 4,3 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch 4,2 Liter/100 km

Seat Arona (2026): Technische Daten

  • Antrieb: Benzin, 999 cm³
  • Leistung: 95 PS
  • CO2-Emissionen (WLTP): 124 g/km
  • Leergewicht: 1.113 kg
  • Leistungsgewicht: 58,923 kW/Tonne
  • Abgasnorm: Euro 6E-BIS

Seat Arona (2026): Wie hoch sind die Benzinkosten?

Kosten Kosten
Tatsächliche Kosten (Rom-Forlì) 30,43 Euro
Monatliche Kosten (800 km pro Monat) 67,63 Euro
Reichweite mit 20 Euro 237 km
Reichweite mit einer Tankfüllung 941 km

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Seat Arona (2026): So viel verbrauchen die Konkurrenten

Der Seat Arona mit 95 PS starkem Benziner ordnet sich mit seinen 4,25 Liter/100 km ziemlich gut im Ranking unserer Testergebnisse ein. Er liegt gleichauf mit dem Skoda Kamiq 1.0 TSI 116 PS und ist sparsamer als Benziner-SUVs wie der VW T-Cross 1.0 TSI 95 PS (4,30 Liter/100 km), der Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 145 PS eDCT6 (ebenfalls 4,30 Liter), der Fiat 600 1.2 Hybrid 100 PS DCT (4,55 Liter) und der Jeep Avenger e-Hybrid (4,70 Liter) - um nur die jüngsten Tests zu erwähnen.

Seat Arona (2026)

Wer noch niedrigere Verbrauchswerte sucht, muss zu anderen Mildhybrid-Benzinern greifen, etwa zum Ford Puma 1.0 EcoBoost Hybrid 125 PS (4,10 Liter) oder zum noch kleineren Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 100 PS 48V iMT (3,75 Liter).

Seat Arona (2026): Was mir gefallen hat - und was nicht

Mein Testfahrzeug war ein italienischer Seat Arona FR 1.0 EcoTSI 70 kW, der mit zweifarbiger Metallic-Lackierung und 18-Zoll-Leichtmetallrädern auf einen italienischen Listenpreis von 29.065 Euro kommt. Zur Serienausstattung gehören bereits schwarze Dachreling, LED-Scheinwerfer mit integrierter Lichtsignatur, beheizbare und elektrisch anklappbare Außenspiegel, abgedunkelte hintere Scheiben, eine Zweizonen-Klimaautomatik, die elektronische Differenzialsperre XDS, Parksensoren vorn und eine Rückfahrkamera.

Was mir gefällt Was mir nicht gefällt
Einfache und praktische Bedienung Etwas veraltete Innenausstattung
Viel Stauraum Schlüsselloser Zugang nur als Extra
Gutes Platzangebot im Fond Armlehne und Abstandstempomat (ACC) nur als Extra
Geringer Kraftstoffverbrauch auf der Überlandstrecke  

Was mir gefallen hat, ist die einfache und praktische Bedienung des Arona. Er eignet sich auch für alle, die allzu moderne Technik im Auto ablehnen. Dazu kommt ein sehr intuitives Fahrverhalten. Ebenfalls gut sind das Platzangebot auf den Rücksitzen und das Kofferraumvolumen. Weniger überzeugt haben mich einige Kunststoffe und Details im Innenraum, die nicht mehr ganz zeitgemäß wirken, ebenso wie die Tatsache, dass Elemente wie die Mittelarmlehne vorn, der schlüssellose Zugang und Start sowie der Abstandstempomat (ACC) nur gegen Aufpreis erhältlich sind.

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.

© Motor1.com
Autor: Fabio Gemelli