Alfa Romeo will seine Innenräume „detoxen“

Alfas Sensationsstudie Cuorerosso gibt einen Ausblick auf eine Zukunft mit weniger Display-Irrsinn und mehr physischen Bedienelementen

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Alfa Romeo ist der Ansicht, dass moderne Autoinnenräume zunehmend gleich aussehen - sprich: langweilig. Dem kann man durchaus zustimmen. Statt also dem Branchentrend zu immer größeren Touchscreens und immer weniger Tasten zu folgen, will der italienische Hersteller einen eigenen Weg einschlagen.

Im Gespräch mit Autoblog auf dem Pariser Autosalon 2026 kritisierte Alfa-Romeo-Produktchef Daniele Chiari die Technologielastigkeit vieler aktueller Fahrzeuge. Mit der neuen Konzeptstudie Cuorerosso zeigt die Kult-Marke, wie sie ihre Innenräume entgiften und Fahrern ein eigenständigeres Erlebnis bieten möchte.

Chiari formuliert es so:

Wir wollen unseren Innenraum entgiften. Alle haben einen kleinen Bildschirm, einen großen Bildschirm, zwei Getränkehalter und eine flache Mittelkonsole. Das wars.

Alfa Romeo Cuorerosso

Die Studie Cuorerosso gibt einen Ausblick

Der sagenhaft schöne Cuorerosso zeigt, wie Alfa Romeo seine Innenräume künftig neu denken könnte. Eines der markantesten Elemente ist das Instrumentendisplay Cannocchiale Vivente, inspiriert von den klassischen Rundinstrumenten früherer Alfa-Romeo-Modelle.

Die beiden Anzeigen bleiben im normalen Fahrbetrieb getrennt, können sich aber physisch zu einer einzigen Instrumenteneinheit zusammenschieben, wenn der Fahrer eine fokussiertere Darstellung wünscht.

Auch das zentrale Display ist ungewöhnlich. Alfa Romeo nennt es Magma Display. Statt einen klassischen Tablet-Bildschirm auf das Armaturenbrett zu setzen, integriert die Marke eine digitale Touchfläche direkt in die Mittelkonsole.

Ist das Fahrzeug ausgeschaltet, fügt sich das Display nahezu unsichtbar in die umgebende Oberfläche ein. Nach dem Einschalten erscheinen digitale Informationen und Bedienelemente. Ergänzt wird das Konzept durch einen Drehregler, einen Fahrmodus-Wahlschalter und physische Kippschalter - eine Kombination aus moderner Technik und klassischen Bedienelementen.

Alfa Romeo Cuorerosso

Diese Technik soll in Serienmodelle einziehen

Der Cuorerosso selbst wird es in seiner jetzigen Form wohl nicht in die Serie schaffen. Chiari bestätigte jedoch, dass Teile seiner Technik in künftigen Alfa-Romeo-Modellen zum Einsatz kommen sollen.

Als wahrscheinlicher Kandidat gilt die kommende Giulietta, die Nachfolgerin des 2020 in Rente geschickten Golf-Gegners. Sie könnte der erste Alfa Romeo werden, der einige Designelemente des Cuorerosso übernimmt - darunter vom Konzept inspirierte Exterieurdetails sowie Komponenten des eigenständigeren Innenraums.

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Autor: Jeff Perez