Neuer BMW Alpina in Nardo: Über 300 km/h sind erst die halbe Geschichte

Bei Hochgeschwindigkeitstests zeigt BMW Alpina erste Technikdetails, hält sich bei Leistung und Höchsttempo aber noch bedeckt

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Wie viel Alpina steckt noch in einem Alpina, wenn BMW selbst die Verantwortung übernimmt? Eine erste Antwort liefert ein getarnter Prototyp, den der Hersteller derzeit im italienischen Nardò erprobt. Mit V8, klassischen Viel­speichenrädern und mehr als 300 km/h zeigt er zumindest einige vertraute Eigenschaften.

Für die Hochgeschwindigkeitstests nutzt BMW den 12,6 Kilometer langen Rundkurs in Süditalien. Die kreisförmige Strecke, die Fiat 1975 eröffnete, ermöglicht ausgedehnte Fahrten bei extrem hohem Tempo. Dass die Anlage seit 2012 zu Porsche gehört, sollte man nicht unerwähnt lassen. Allerdings steht sie auch anderen Herstellern - wie jetzt BMW Alpina - zur Verfügung.

BMW Alpina Serienmodell bei Tests in Nardo

Schnell fahren, entspannt bleiben

Beim ersten Serienmodell, das eine große Limousine basierend auf dem 7er sein wird, geht es um die Abstimmung des gesamten Autos, vom Antrieb über das Fahrwerk bis zur Aerodynamik. Der V8 erhält eine eigene Motorsteuerung und Gaspedalkennlinie, die eine gleichmäßige Leistungsabgabe ermöglichen sollen. Auch das Getriebe passen die Entwickler an die höhere Leistung und die gestiegenen maximalen Motordrehzahlen an.

Bei den Rädern bleibt es beim bekannten Design mit 20 Speichen. Dazu kommen eigens abgestimmte Reifen mit einer zusätzlichen Schaumschicht, die den Komfort verbessern soll. Vier ovale Endrohre gehören ebenfalls zu den vertrauten Merkmalen. Was der V8 genau leistet und wo der Vortrieb endet, verrät BMW allerdings noch nicht.

BMW Alpina Serienmodell bei Tests in Nardo

Neue Verantwortung, bekannter Anspruch

Seit dem 1. Januar 2026 führt die BMW Group BMW Alpina als eigenständige Marke im Konzern. Für Kunden und Fans stellt sich damit die Frage, welche Eigenschaften der bisherigen Autos erhalten bleiben. Denn Alpina hat sich über Jahrzehnte mit Fahrzeugen einen Namen gemacht, die hohe Leistung mit einer ausgeprägten Eignung für lange Reisen verbinden.

Daran will BMW anknüpfen. Die angekündigte Ausrichtung auf Komfort, hohe Geschwindigkeiten und eine zurückhaltende Gestaltung passt zum bisherigen Profil. Ob die neuen Modelle diesen Anspruch auch im Alltag erfüllen, lässt sich anhand der veröffentlichten Testaufnahmen natürlich noch nicht beurteilen.

BMW Alpina Serienmodell bei Tests in Nardo

Bei der Fertigung ändern sich die Zuständigkeiten deutlicher. Künftige BMW-Alpina-Modelle entstehen in ausgewählten Werken des Konzerns, die auch umfangreiche Individualisierungen ermöglichen sollen. Besondere Außenfarben und persönliche Ausstattungsdetails gehören zum Konzept. Die traditionellen Alpina-Farben und das charakteristische Raddesign bleiben dabei erhalten.

Auch das Logo entwickelt sich weiter

Zum Neustart gehört ein überarbeiteter Markenauftritt, der die Herkunft weiterhin erkennen lässt. Der neue Schriftzug nimmt die asymmetrische Gestaltung der 1970er-Jahre auf und soll mittig am Heck sitzen. Im Emblem bleiben Einzeldrosselklappen und Kurbelwelle erhalten, nun mit klareren Linien und weniger Farbe.

BMW Alpina Serienmodell bei Tests in Nardo

Beim Auto selbst lässt BMW dagegen noch einige Fragen offen. Hubraum, Leistung und Drehmoment fehlen ebenso wie Preise und ein genauer Vorstellungstermin. er noch keine vollständige technische Vorstellung.

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Autor: Christopher Otto