BMW hat sich 2022 die Rechte an der Marke Alpina gesichert, doch die bereits bestehende Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen lief weiter - bis zum 31. Dezember 2025. Jetzt, da in München die Richtung vorgegeben wird, soll Alpina als Rivale zu Maybach positioniert werden und die Lücke zwischen der Kernmarke BMW und Rolls-Royce schließen. Bevor jedoch neue Modelle erscheinen, bekommt BMW Alpina zunächst ein neues Corporate Design.
Das neue Emblem bleibt seiner Herkunft treu und behält Einzeldrosselanlage und Kurbelwelle bei, wirkt im Design nun jedoch deutlich flacher. Dieser minimalistische Ansatz setzt sich fort: Das Schild sowie die roten und blauen Elemente sind verschwunden. Zu sehen war das aktualisierte Logo übrigens schon zuvor - es tauchte vor fast einem Jahr erstmals in einer Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) auf.
Noch ist unklar, ob die Plakette an Serienfahrzeugen exakt genauso aussehen wird - digitale Entwürfe lassen sich nicht immer 1:1 in ein physisches Emblem übertragen. Der Vergleich zeigt zunächst: Auch der bislang verwendete Chrom für die Ringe wurde entfernt. Zudem hat der Schriftzug eine dezente Evolution durchlaufen, auch wenn die Änderungen auf den ersten Blick kaum auffallen.
Bilder von: Alpina
Neben Emblem und Typografie nimmt BMW noch ein weiteres zentrales Alpina-Designmerkmal in die Hand. Die ikonischen 20-Speichen-Räder sollen überarbeitet werden und künftig mit einer diamantgedrehten, zweifarbigen Oberfläche daherkommen - eine Hommage an das Originaldesign aus den frühen 1970er-Jahren.
Während einige aktuelle BMW-Modelle auf Kunstleder setzen, sollen die neuen BMW-Alpina-Modelle serienmäßig ausschließlich mit hochwertigem Leder ausgestattet werden. Ein Blick ins Interieur künftiger BMW Alpina-Fahrzeuge wurde uns bisher nicht gewährt, doch die Münchner versprechen ein "außergewöhnliches Maß an Individualisierungsoptionen", eine "umfassende Farbpalette" sowie "eine Auswahl an edlen Materialien". Und weiter: "Auf diese Weise können zukünftige Besitzerinnen und Besitzer alles individuell gestalten - vom kleinsten Detail bis hin zu auffälligen Akzenten".
Offiziell ist noch nichts bestätigt, doch das erste BMW-Alpina-Modell soll voraussichtlich noch in diesem Jahr debütieren. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Produkt, sondern um eine luxuriösere Alternative zum 7er - konkret zur anstehenden Modellpflege der großen Luxuslimousine. Berichte deuten darauf hin, dass die Alpina-Variante einen anderen internen Code erhält: G72 statt G70. Das würde auf eine stärkere Abgrenzung hindeuten als bei der vorherigen Generation des 7er und seinem B7-Pendant.
Bilder von: Alpina
Motor1 meint: Manch einer mag argumentieren, dass am bisherigen Logo, Schriftzug oder Felgendesign nichts auszusetzen war - und dass BMWs Überarbeitung wie Veränderung um der Veränderung willen wirkt. Andererseits ist BMW Alpina technisch gesehen eine neue Marke, da war ein neues Corporate Design fast zwangsläufig.
Das neue Emblem folgt dem Weniger ist mehr-Trend, den man bei vielen aktuellen Logo-Updates sieht. Der überarbeitete Auftritt soll eine präzise und verfeinerte Ausführung vermitteln - wenn wir ehrlich sind, fehlt uns das alte Logo jetzt schon ein wenig.








