Mercedes-AMG bringt neuen GLC 53 4MATIC+ als SUV und Coupé

Ein Reihensechszylinder mit Turbo sorgt für ordentlichen Schub

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Mercedes-AMG erweitert sein Performance-Portfolio im SUV-Segment um den neuen GLC 53 4MATIC+ als SUV und Coupé. Das Modell setzt dabei weiterhin auf einen leistungsstarken Sechszylinder-Antrieb. Im Zentrum steht ein weiterentwickelter 3,0-Liter-Reihenmotor mit doppelter Aufladung durch einen Abgasturbolader und einen elektrischen Zusatzverdichter, kombiniert mit einem 48-Volt-Bordnetz.

Der Reihensechszylinder im GLC 53 leistet 330 kW (449 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 600 Nm zur Verfügung. Kurzzeitig sind im Overboost-Modus bei 5.200/min bis zu 640 Nm für zehn Sekunden abrufbar. Die Kraftübertragung übernimmt das AMG SPEEDSHIFT TCT 9G Automatikgetriebe mit nasser Anfahrkupplung.

Mercedes-AMG GLC 53 4MATIC+ (2026)

Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 4,2 Sekunden, sofern das optionale AMG DYNAMIC PLUS Paket mit RACE START genutzt wird. Die Höchstgeschwindigkeit ist serienmäßig auf 250 km/h begrenzt und lässt sich mit dem AMG Drivers Package auf 270 km/h anheben.

Technisch wurde der Motor durch Mercedes umfassend überarbeitet. Ein neuer Zylinderkopf mit optimierten Ein- und Auslasskanälen, eine neue Einlassnockenwelle sowie eine vergrößerte Ansauganlage mit neuem Ladeluftkühler verbessern den Drehmomentaufbau und das Ansprechverhalten. Der optimierte Turbolader arbeitet mit einem Ladedruck von 1,5 bar. Der elektrische Zusatzverdichter liefert nun bis zu 7,5 kW Leistung und unterstützt vor allem bei niedrigen Drehzahlen die Gasannahme.

Ergänzt wird der Verbrennungsmotor durch einen integrierten Starter-Generator der zweiten Generation. Dieser ist in das Getriebegehäuse integriert und übernimmt Funktionen wie Rekuperation, Segeln, Lastpunktverschiebung sowie ein elektrisches Boosten mit bis zu 17 kW und 205 Nm. Gleichzeitig sorgt er für ein nahezu unmerkliches Start-Stopp-Verhalten.

Serienmäßig ist der Mercedes-AMG GLC 53 mit dem vollvariablen Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ ausgestattet. Die Kraftverteilung erfolgt variabel zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei gleichmäßiger Fahrt kann die Vorderachse vollständig entkoppelt werden, was der Effizienz dient. Ab ESP Sport wird die Auslegung heckbetonter.

In Verbindung mit dem optionalen AMG DYNAMIC PLUS Paket steht zudem ein Drift Mode zur Verfügung, der das Fahrzeug bei deaktivierten Stabilitätssystemen als reinen Hecktriebler agieren lässt. Voraussetzung ist das ebenfalls optionale elektronisch geregelte Hinterachs-Sperrdifferenzial.

Das Fahrwerk basiert auf dem AMG RIDE CONTROL System mit Stahlfedern und adaptiver Verstelldämpfung. Drei Kennlinien - Comfort, Sport und Sport+ - ermöglichen eine Anpassung zwischen Komfort und Dynamik. Die Dämpfer reagieren radindividuell auf Fahrbahnzustand und Fahrweise. Für Verzögerung sorgt eine AMG Hochleistungs-Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheiben von 390 Millimetern vorn und 360 Millimetern hinten.

Zur Serienausstattung zählen zudem eine dreistufige AMG Parameterlenkung sowie eine Hinterachslenkung mit bis zu 2,5 Grad Lenkwinkel. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenken die Hinterräder gegenläufig zu den Vorderrädern, was Wendigkeit und Rangierkomfort verbessern soll. Bei höherem Tempo erfolgt eine gleichläufige Lenkbewegung zur Stabilisierung.

Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt je nach Karosserievariante zwischen 9,9 und 9,4 l/100 km (SUV) beziehungsweise 9,7 bis 9,2 l/100 km (Coupé). Die CO₂-Emissionen bewegen sich zwischen 225 und 214 g/km beziehungsweise 220 und 209 g/km. Die gebremste Anhängelast steigt auf bis zu 2.400 Kilogramm.

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Autor: Roland Hildebrandt