Suzuki macht auch den neuen RAV4 zum Across

Wie gehabt ändert sich optisch wie technisch nur wenig gegenüber dem Toyota

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Seit Herbst 2020 hatte Suzuki den Across im Programm. Im Prinzip ein Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid mit anderen Logos. Da es bereits einen neuen RAV4 gibt, mutiert auch dieser wieder zum Across. Weitere Toyota-Derivate im Modellprogramm sind übrigens der e-Vitara (Urban Cruiser) und der Swace (Corolla). 

Optisch unterstreicht der neue Across seinen Anspruch durch eine klar gezeichnete Front mit markantem Kühlergrill, große Räder und robuste Radlaufleisten. Diese Gestaltungselemente verweisen nicht nur auf das SUV-Segment, sondern unterstützen auch die Geländetauglichkeit. Für das Exterieur stehen die vier Farben Massive Grey Metallic, Ever Rest Metallic, Super White und Attitude Black Metallic zur Wahl.

Suzuki Across (2026)

Der Innenraum folgt einer sogenannten Inselarchitektur, bei der zentrale Bedienelemente und Displays funktional gruppiert sind. In diese Struktur sind unter anderem das Audiosystem, der elektronische Wählhebel und weitere Steuerungseinheiten integriert. 

Die niedrig gehaltene Mittelkonsole verbessert das Sichtfeld nach vorne und trägt zum Fahrkomfort bei. Der Fahrersitz ist zehnfach elektrisch verstellbar und bietet eine Lordosenstütze. Zwei Sitzpositionen lassen sich über eine Memory-Funktion speichern. Der Beifahrersitz ist achtfach verstellbar. Beide Vordersitze verfügen über eine Sitzheizung mit drei Temperaturstufen und sind mit einer Kombination aus Stoff und Ledernachbildung bezogen.

Das digitale Cockpit besteht aus einem 12,3 Zoll großen Kombiinstrument und einem 12,9-Zoll-Zentraldisplay. Das Kombiinstrument kann individuell konfiguriert werden und bietet unter anderem Navigations- und Eco-Anzeigen. Über den zentralen Bildschirm lassen sich Klimaautomatik, Audio- und Navigationssystem steuern. Widgets ermöglichen eine Anpassung der Darstellung. Erstmals ist der Across zudem mit einem Head-up-Display ausgestattet, das Informationen wie Geschwindigkeit und Navigationshinweise in einer virtuellen Entfernung von vier bis sechs Metern auf die Windschutzscheibe projiziert. Drei Anzeigemodi stehen zur Auswahl.

Zur Serienausstattung zählen eine kabellose Ladeschale für Smartphones sowie fünf USB-C-Anschlüsse. Im Bereich Sicherheit nutzt der Across Millimeterwellenradar und eine Monokular-Kamera für das Pre-Collision System, das vor Kollisionen mit Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern warnt und durch Brems- und Lenkeingriffe unterstützt. Ergänzend arbeitet ein Notfall-Lenkassistent, der bei Bedarf korrigierend eingreift. Die Motorleistung wird bei niedrigen Geschwindigkeiten begrenzt, um unbeabsichtigtes starkes Beschleunigen zu vermeiden, auch beim Abbiegen.

Das Ladevolumen des neuen Suzuki Across beträgt 446 Liter nach VDA-Norm. Die elektrische Heckklappe kann auch per Fußbewegung geöffnet werden. Umgeklappte Rücksitze erleichtern den Transport größerer Gegenstände und erhöhen die Flexibilität im Alltag. Insgesamt bietet der Across fünf Sitzplätze, einen 55-Liter-Kraftstofftank und eine Batterie mit einer Kapazität von 22,7 kWh.

Angetrieben wird der Across von einem Plug-in-Hybridsystem der jüngsten Generation. Durch die Integration der Power Control Unit und des DC/DC-Wandlers in die vordere eAxle sowie den Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern konnte das System kompakter ausgelegt werden. Dies schafft zusätzlichen Raum im Innenraum und reduziert Leistungsverluste. Eine leistungsstärkere Batterie erhöht sowohl die elektrische Reichweite als auch die Gesamtreichweite bei Langstreckenfahrten.

Der 2,5-Liter-Vierzylindermotor mit der Bezeichnung A25A-FXS arbeitet mit einem Hubraum von 2.487 ccm, vier Zylindern und 16 Ventilen. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 14,0:1 erreicht er eine maximale Leistung von 105 kW bei 4.800 U/min sowie ein maximales Drehmoment von 227 Nm bei 3.200 U/min. Der Motor kombiniert Saugrohr- und Direkteinspritzung und wechselt je nach Fahrsituation zwischen beiden Systemen.

Ergänzt wird der Verbrennungsmotor durch zwei Elektromotoren. An der Vorderachse stehen 150 kW und 271 Nm zur Verfügung, an der Hinterachse 40 kW und 123 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein stufenloses E-CVT-Automatikgetriebe. Das serienmäßige E-Four-Allradsystem regelt die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse elektronisch und unterstützt die Fahrstabilität. Neben den Fahrmodi NORMAL, ECO und SPORT steht ein TRAIL-Modus zur Verfügung, der eine feste Drehmomentverteilung sowie eine gezielte Brems- und Antriebskraftsteuerung bietet.

Der adaptive Tempomat passt die Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss an, bremst bis zum Stillstand und nutzt Karteninformationen zur vorausschauenden Fahrweise. Weitere Systeme sind unter anderem Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff, Notbremssystem, Spurwechselassistent, proaktiver Fahrassistent, Querverkehrswarnung vorne, Müdigkeitserkennung sowie eine 360-Grad-Kamera mit 3D-Ansicht.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,1 Sekunden und der Abgasnorm Euro 6e-bis positioniert sich der neue Suzuki Across als technisch umfassend ausgestattetes Plug-in-Hybrid-SUV. Weitere Details will Suzuki zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Der bisherige Across kostete knapp über 58.000 Euro.

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Autor: Roland Hildebrandt