Die Serienproduktion des Skoda Peaq hat begonnen. Das große Elektro-SUV wird im Stammwerk Mladá Boleslav auf der gleichen Produktionslinie wie der Octavia Combi mit Verbrennungsmotor sowie die Elektromodelle Elroq und Enyaq gebaut. Durch diese Lösung wird maximale Flexibilität bei der Produktion erreicht.
Die ursprünglich für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor konzipierte Fertigungslinie wurde umfassend modernisiert, um auch Elektroautos (BEVs) produzieren zu können. Der Enyaq war 2020 das erste Elektroauto, das dort produziert wurde, gefolgt vom Elroq im Januar 2025 und nun vom Skoda Peaq.
In Mladá Boleslav wurden Kapazitäten für den Peaq und für die steigende Nachfrage nach dem Elroq und Enyaq freigemacht. Seit Mai 2026 wird dazu der Octavia Combi nicht mehr nur im Stammwerk, sondern auch im Werk Kvasiny produziert, zusammen mit der Octavia Limousine.
Der Peaq ist das größte Fahrzeug, das Skoda seit der Übernahme durch Volkswagen im Jahr 1991 produziert.hat Seine Einbindung in die bestehende Fertigungslinie erforderte erhebliche technische Anpassungen: Es wurden neue, größere Fertigungsschienen eingeführt, und für den Einbau der dritten Sitzreihe kam ein neuer Manipulator hinzu. Auch das Presswerk, der Karosseriebau und die Lackiererei wurden angepasst.
Bilder von: Skoda
Der Peaq basiert wie der Enyaq und Elroq auf dem Modularen Elektrobaukasten (allerdings in der weiterentwickelten Form MEB+). Der Octavia Combi dagegen beruht auf dem völlig andersartigen Modularen Querbaukasten (MQB).
Der neue Peaq wird in den Versionen 90 und 90x mit einer Batterie ausgestattet, die mit 91 kWh brutto und 86 kWh netto die größte im Elektrobaukasten ist. Daneben ist der Peaq 60 mit 63 kWh brutto und 59 kWh netto erhältlich. Beide Batterien werden ebenfalls in Mladá Boleslav produziert und alle drei Peaq-Versionen sind schon konfigurierbar.
Mit einer Länge von 4,87 Metern bietet der Peaq serienmäßig fünf Sitze, optional gibt es eine dritte Sitzreihe, womit sich ein Siebensitzer ergibt. Neu für Skoda sind die bündig eingelassenen Türgriffe und ein Panoramadach mit "Dynamic Shade Control". Darüber hinaus bietet das Auto bidirektionales Laden.
Mit der Resonanz der Kundschaft auf den Peaq ist Skoda zufrieden: Vom Bestellstart Ende Juni bis Ende Juli gingen in etwa einem Monat knapp 8.500 Bestellungen ein. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2025 wurden vom Elroq 95.300 Stück weltweit ausgeliefert, vom Enyaq 79.600 Exemplare.
Praktisch gleichzeitig mit dem Peaq läuft auch der Skoda Epiq an. Dieses Modell ist ab 25.900 Euro zu haben, aber zu diesem Preis noch nicht konfigurierbar. Erhältlich ist bisher nur der Epiq 55 zu Preisen ab 32.100 Euro. Das kleine Elektro-SUV wird seit Juni im spanischen Pamplona produziert. Das Schwestermodell VW ID. Cross wird ebenfalls dort gefertigt.
Unter dem Strich
Skodas Elektro-Portfolio umfasste bisher zwei Modelle, die sich beide sehr gut verkaufen: den Elroq und den Enyaq. Nun kommen zwei weitere Stromer hinzu. Am unteren Rand der Palette wird der kleine Epiq hinzugefügt, am oberen der Skoda Peaq. Bei allen vier BEVs handelt es sich um SUV-Modelle, eine Limousine oder einen Kombi gibt es mangels passender Plattform noch nicht. Die technische Basis dafür soll die Scalable Systems Platform (SSP) bilden, die aber erst Ende des Jahrzehnts startet. Auf der letzten IAA stellte Skoda eine entsprechende Kombi-Studie vor, doch auf die Serienversion werden wir noch ein paar Jahre warten müssen.








