Bovensiepen Spider (2026): Überraschendes Z4-Comeback

Der Mann, der den ersten X5 entworfen hat, verpasst dem G29 eine subtile Überarbeitung

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Vor Kurzem erst haben wir uns vom Z4 verabschiedet. BMW hat die Produktion seines zweisitzigen Roadsters im Mai nah etwas weniger als acht Jahren beendet. Gebaut wurde er wie sein technischer Zwilling Toyota Supra bei Magna Steyer in Graz. Obwohl der Sportwagen damit praktisch Geschichte ist, kehrt er nun kurzzeitig zurück: mit 99 von Bovensiepen Automobile modifizierten Exemplaren.

Wer sich mit BMW auskennt, dem dürfte dieser Name bekannt vorkommen. Häufig wird fälschlicherweise angenommen, BMW habe 2022 die gesamte Firma Alpina übernommen. Tatsächlich wurde lediglich der Markenname übernommen. Das familiengeführte Unternehmen aus Buchloe firmiert inzwischen als Bovensiepen und wird die bis Ende 2025 gebauten Fahrzeuge weiterhin betreuen. Zudem entstehen nun neue Autos unter eigenem Namen.

Das erste Modell der neuen Ära war der Bovensiepen Zagato: ein zum Coupé umgebautes M4 Cabrio mit Karosserie aus Carbon und Design des berühmten italienischen Gestaltungsbüros. Danach folgte der 05 GT auf Basis des M5 Touring, gezeichnet von Frank Stephenson, dem Designer des ersten X5. Nun prägt Stephenson auch den Look des Bovensiepen Spider, der auf dem Z4 M40i basiert.

Bovensiepen Spider 2026

Ein letzter Auftritt für den Z4

Natürlich entstehen diese Autos nicht komplett neu. Aller Voraussicht nach basieren sie auf einigen der letzten Fahrzeuge, die vom Band liefen. Frank Stephenson, der auch am Design des ersten modernen Mini beteiligt war, hat dem Roadster eine dezente Überarbeitung verpasst. Sie umfasst einen in Schwarz Hochglanz ausgeführten Frontsplitter mit den charakteristischen 2 Spitzen, große Radhausentlüftungen in den vorderen Kotflügeln, Seitenschweller, einen Heckdiffusor und einen Ducktail-artigen Heckspoiler.

Die 20-Zoll-Schmiederäder würden dabei auch an einem der bisherigen Alpina-Modelle keineswegs fehl am Platz wirken.

Neben der optischen Aufwertung kitzelt Bovensiepen mehr Leistung aus dem BMW-B58-Motor. Der aufgeladene 3,0-Liter-Reihensechszylinder leistet nun 435 PS und 580 Nm - ein Plus von 95 PS und 80 Nm gegenüber dem serienmäßigen Z4 M40i. Die zusätzliche Kraft ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden und, mit optionalem Performance-Paket, eine Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h.

Innen gibt es auf Wunsch die noch von Alpina bekannten Volllederausstattungen in Lavalina-Leder. Die hauseigene Sattlerei setzt auch individuelle Kundenwünsche um, sagt Bovensieben.

Bovensiepen Spider 2026

Das klingt attraktiv, hat aber seinen Preis. Der Bovensiepen Spider startet in Deutschland bei 115.500 Euro. Für diese Summe bekommt man auch ein M4 Cabrio, sofern man sich bei der Optionsliste etwas zurückhält. Wer unbedingt noch einen Z4 haben möchte, bevor er endgültig verschwindet, kann bereits bestellen. Die Auslieferungen sollen im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen.

Bovensiepen Spider (2026)

Motor1 meint: Es hat etwas Passendes, dass der Z4 seinen letzten großen Auftritt ausgerechnet von den Menschen hinter Alpina bekommt. Der Roadster mag offiziell am Ende seines Lebenszyklus angekommen sein, doch Bovensiepen bereitet ihm mit einer limitierten Serie, mehr Leistung und einem Design-Feinschliff durch den Mann, der den ursprünglichen X5 mitgestaltet hat, einen exklusiveren Abschied. Bei nur 99 gebauten Fahrzeugen kommt man einem fabrikneuen Z4 mit einer ernsthaften Portion Exklusivität wohl kaum näher.

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Autor: Adrian Padeanu