Die meisten Schlagzeilen des Tages dürften sich um den neuen 3er und sein sechszylindriges Schwestermodell M350 xDrive drehen. Doch BMW bringt auch eine andere Art von 3er mit M-Emblem an den Start: den ersten i3 M60, eine M-Performance-Version der elektrischen i3 Limousine, die Anfang des Jahres vorgestellt wurde.
Technische Daten hält BMW noch zurück, denn der Marktstart ist erst für das kommende Jahr vorgesehen. Offiziell heißt es nur: "Als vollelektrisches Top-Modell ergänzt in naher Zukunft eine herausragend dynamische Variante das Portfolio des neuen BMW i3. Mit dem BMW i3 M60 xDrive feiert 2027 ein äußerst leistungsfähiges M Performance Automobil seine Markteinführung."
Die Pressebilder zeigen das Auto jedoch bereits vollständig. Mehr noch: BMW hat den i3 M60 schon mit optionalen M Performance Parts ausgerüstet, die ihn optisch näher an den aggressiver auftretenden elektrischen M3 rücken sollen, der ebenfalls im kommenden Jahr erwartet wird. Zahlreiche Carbon-Anbauteile sind verfügbar und günstig dürften sie kaum werden.
Ein wichtiges Puzzleteil fehlt allerdings weiterhin. BMW bezeichnet den i3 M60 zwar als "ultrapotent", verrät aber bewusst nicht, welche Leistung er tatsächlich bietet. Bekannt ist, dass er mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb kommt. Sicher ist auch: Er dürfte den regulären i3 50 xDrive deutlich übertreffen, der mit 345 kW (469 PS) und 645 Nm Drehmoment angegeben ist.
Der BMW i3 M60 dürfte richtig schnell werden
Entsprechend sollte er auch beim Sprint auf 100 km/h deutlich schneller sein als die 4,7 Sekunden, die das bisherige i3-Topmodell benötigt. Bei der Höchstgeschwindigkeit dürfte er zudem über den 200 km/h liegen, bei denen die Nicht-M-Variante eingebremst wird. Genau genommen setzt BMW natürlich einen elektronischen Begrenzer, aber die Richtung ist klar.
In Europa kommt der reguläre i3 im großzügigen WLTP-Zyklus bei der Reichweite auf bis zu 912 Kilometer. Auch hier gilt: Das M-Performance-Modell dürfte diesen Wert wegen seiner sportlicheren Auslegung kaum erreichen.
Beim Preis wird die M-Abteilung erwartungsgemäß einen Aufschlag verlangen. In Deutschland startet der i3 50 xDrive des Modelljahres 2027 bei 65.900 Euro. Wir gehen davon aus, dass der i3 M60 teurer wird als der bereits erwähnte M350 xDrive, der bei 80.900 Euro beginnt. Und die M Performance Parts, die auch für das Verbrennermodell angeboten werden, dürften den Preis zwangsläufig weiter nach oben treiben.
Der vollwertige elektrische M3 kommt bald
2027 dürfte außerdem der vollwertige elektrische M3 folgen - mit vier Motoren und künstlichen (Entschuldigung: simulierten) Gangwechseln. Man munkelt hier über rund 800 PS Leistung. Eine weitere Generation des Reihensechszylinder-Modells wird dagegen erst im Jahr darauf erwartet. Gerüchten zufolge soll der nächste Verbrenner-M3 ausschließlich mit Allradantrieb und Automatikgetriebe angeboten werden.
Offiziell ist das allerdings erst, wenn BMW es bestätigt. Selbst wenn der nächste M3 mit Verbrennungsmotor nur noch als xDrive kommt, dürfte er wie das aktuelle Modell und der kommende M350 einen reinen Hinterradantriebsmodus erhalten. All diese Modelle könnten später in diesem Jahrzehnt auch als praktischere Kombis erscheinen. Die normalen i3 Touring und 3er Touring dürften 2027 debütieren.
Neue 3er-Reihe und i3 starten im ersten Quartal 2027
Zunächst steht jedoch der Marktstart des i3 50 xDrive gemeinsam mit dem neuen 3er im ersten Quartal 2027 an. Ein Plug-in-Hybrid der 3er-Reihe kommt im nächsten Jahr nach Europa, wo der Diesel in diesem Kontext keine Rolle mehr spielt. Richtig gelesen: Im nächsten 3er gibt es keine Diesel mehr.








