Alpine hat auf der Paris Motor Show die A310 Vision enthüllt. Die Konzeptstudie greift die stilistischen Wurzeln der Marke auf und übersetzt den Charakter des historischen Vorbilds in eine zeitgemäße, retrofuturistische Formensprache. Anlass für die Vorstellung ist ein zweifaches Jubiläum: Die Marke feiert den 55. Geburtstag der vierzylindrigen Alpine A310 sowie das 50-jährige Jubiläum der V6-Variante.
Unter den Ikonen der Unternehmensgeschichte nimmt die ursprüngliche A310 einen besonderen Platz ein. Sie wurde 1971 als Nachfolgerin der legendären Berlinette vorgestellt und zeichnete sich durch eine straffe, geometrische Silhouette aus. Für die Entwicklung der neuen Studie orientierte sich das Designteam unmittelbar am historischen Original, wobei ein klassisches Modell direkt im Zentrum des Designstudios platziert wurde.
Synthese aus Tradition und moderner Technik
Die A310 Vision ist keine bloße Reproduktion, sondern eine eigenständige Designstudie. Das Fahrzeug vereint die puristische Formensprache der frühen Vierzylindermodelle mit dem kraftvolleren Auftritt der späteren V6-Versionen samt ihrer charakteristischen Radlaufverbreiterungen.
Mit einer Länge von 4,55 Metern, einer Höhe von nur 1,18 Metern und einer Heckbreite von 2,03 Metern bei einem Radstand von 2,45 Metern weist das Konzept flache und skulpturale Proportionen auf. Die Karosserie besteht aus Aluminium und wird durch einen schwarzen, von der Formel 1 inspirierten unteren Bereich sowie eine halbtransparente Kuppel für die Fahrgastzelle ergänzt.
A-förmige Räder spielen visuell auf die Scheibenräder der frühen Epoche an. Das Fahrzeug dient als Anschauungsobjekt für die kreativen Möglichkeiten der neuen Alpine Performance Platform (APP), die durch ihre Modularität neue Freiheiten bei Proportionen und Karosserieformen eröffnet. Eine spätere Serienfertigung dieses spezifischen Modells ist jedoch nicht vorgesehen.
Markante Designdetails und Ausblick auf das Interieur
An der Frontpartie sind die Scheinwerfer nahtlos integriert und werden beim Aktivieren des Fahrzeugs über einen sogenannten "Pop-down"-Effekt sichtbar. Eine S-Duct-Luftöffnung in der Motorhaube sowie das zentral verlaufende "Y zero"-Element prägen die Führung der Linien bis zum Heck. Dort befinden sich ein zweigeteilter Heckflügel in transparenter Optik sowie lamellenförmige Rückleuchten, die zugleich aerodynamischen Abtrieb erzeugen.
Obwohl der Schwerpunkt der Studie auf dem Exterieur liegt, lässt die Fahrgastzelle Einblicke in den Innenraum zu. Organisch geformte Sitze, Farbakzente im Colour-Blocking-Stil und physische Bedienelemente im Stil klassischer Hi-Fi-Technik prägen die Gestaltung des Cockpits. Die Alpine A310 Vision demonstriert, wie die Marke ihr historisches Erbe aufgreift und Impulse für künftige Sportwagenkonzepte setzt.








