Im Rahmen des strategischen Zukunftsplans futuREady der Renault Group forciert die Sportwagenmarke Alpine ihre globale Expansion und die konsequente Elektrifizierung ihres Portfolios. Nach einem Rekordjahr mit 10.970 verkauften Fahrzeugen und einem damit verbundenen dreistelligen Wachstum zielt das Unternehmen auf eine nachhaltige Profitabilität durch neue Modelle und eine verstärkte internationale Marktpräsenz ab.
Technologisches Herzstück dieser Entwicklung ist die eigenständig konzipierte Alpine Performance Platform (APP). Diese modulare Aluminiumarchitektur wurde spezifisch für die Anforderungen leichter Elektro-Sportwagen entwickelt und nutzt innovative Klebe- und Niettechnologien, um eine hohe strukturelle Steifigkeit bei gleichzeitigem Leichtbau zu gewährleisten.
Die Plattform bildet die Basis für die kommende Generation der Alpine A110, die in verschiedenen Karosserievarianten - als Coupé, Spider und 2+2-Sitzer - auf den Markt kommen wird. Die Produktion verbleibt dabei am historischen Standort in der "Manufacture Alpine Dieppe Jean Rédélé", um das industrielle Erbe und das spezifische Savoir-faire der Marke zu sichern. Ob diese Rechnung aufgehen wird? Porsche etwa schiebt seine elektrische 718-Baureihe immer weiter auf die lange Bank.
Die technische Konzeption der APP folgt dem Ziel, die markentypische Agilität in das Elektrozeitalter zu überführen. Um eine sportwagentypische Gewichtsverteilung von 40:60 zu erreichen, werden zwei separate Batteriepacks in die Fahrzeugarchitektur integriert.
Diese nutzen eine 800-Volt-Architektur sowie Cell-to-Pack-Technologie mit hoher Energiedichte, was sowohl das Gesamtgewicht reduziert als auch ultraschnelle Ladezeiten ermöglicht. Den Antrieb übernimmt eine neu entwickelte, elektrische 3-in-1-Hinterachse mit dualem Elektromotor und Siliziumkarbid-Wechselrichter (SiC), die eine präzise Steuerung von Drehmoment und Leistung garantiert.
Zentral gesteuert werden alle dynamischen Prozesse, vom Batteriemanagement bis hin zur aktiven Aerodynamik, durch das Alpine Dynamic Model (ADM ECU). Für eine optimierte Querdynamik sorgt zudem das System Alpine Active Torque Vectoring (AATV), welches die Drehmomentverteilung zwischen den Hinterrädern im 10-Millisekunden-Takt anpasst. Das Interieur orientiert sich an der Formel 1, mit einer tiefen Sitzposition und einem vertikal ausgerichteten Lenkrad, um die Fahrerin oder den Fahrer ins Zentrum des Geschehens zu rücken.
Laut Alpine-CEO Philippe Krief markiert die Einführung des ersten vollelektrischen Sportwagens auf APP-Basis den nächsten Schritt nach der Markteinführung der Modelle A290 und A390. Parallel zur Modelloffensive baut Alpine sein Vertriebsnetz massiv aus, das inzwischen 170 Standorte in 25 Märkten umfasst.
Die Strategie setzt dabei auf ein differenziertes Kundenerlebnis: Neben den klassischen Alpine Stores für Verkauf und Service fungieren die Ateliers Alpine - etwa in Paris, Barcelona und zukünftig in London und Mailand - als immersive Concept Stores mit Gastronomie und Simulatoren. Mit dem Zentrum "La Piste Bleue" an der Rennstrecke in Le Mans bietet die Marke zudem eine dedizierte Anlaufstelle für Fahrtrainings und Markenerlebnisse direkt an der Rennstrecke.








