Toyotas Mittelmotor-Teaser für den Tokyo Auto Salon 2026 entpuppte sich letztlich als ein getunter Daihatsu Hijet Kei-Truck. Doch wer gut im Warten ist, wird tatsächlich belohnt: Denn ein neuer Toyota mit einem Motor hinter der ersten Sitzreihe kommt tatsächlich.
Nach unzähligen Gerüchten und Jahren leidenschaftlicher Spekulation gibt es jetzt endlich eine offizielle Bestätigung. Ein Toyota, der die Richtung des MR2 einschlägt, ist unterwegs. Gazoo Racing wurde kürzlich als eigenständige Submarke für Performance-Modelle ausgegliedert. Und genau deren Oberster bestätigt jetzt die Arbeit an einem Mittelmotor-Modell.
Über die Entwicklung sprach Tomoya Takahashi in einem Interview mit Automotive News. Es gibt jedoch einen Haken: Wir müssen uns noch gewaltig gedulden. Die Prototypenerprobung habe laut Takahashi zwar bereits begonnen, eine Serienproduktion aber noch nicht in Sicht ist.
Das bislang unbenannte Modell befindet sich derzeit in der ersten von vier Entwicklungsphasen, bevor Kundenfahrzeuge vom Band laufen. Takahashi zufolge dauert es vier, wenn nicht fünf Jahre, bis das Projekt als Serienauto Realität wird. Anders gesagt: Im Best-Case könnte Gazoo Racing den neuen Kurvenräuber um 2030 herum auf den Markt bringen.
Toyota entwickelt einen starken Vierzylinder
Neben der Bestätigung eines neuen Mittelmotor-Performance-Modells und des Zeitplans erwähnte der GR-Präsident auch den in Frage kommenden Motor, den G20E. Dabei handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung: einen turboaufgeladenen 2,0-Liter-Benziner, der erstmals im GR Yaris M Concept erprobt wurde. Leisten soll dieses Aggregat mehr als 400 PS. In der Rennversion könnte der Vierzylinder sogar über 600 PS auf den Asphalt drücken.
Laut Takahashi seien die 300 PS aus dem kleineren 1,6-Liter-Dreizylinder, der im GR Yaris, GR Corolla und Lexus LBX Morizo RR zum Einsatz kommt, für ein Mittelmotor-Layout nicht ausreichend. Ja gut, das nehmen wir doch gerne so mit! Er sagte zwar nicht, welches Modell den neuen Motor bekommen soll, plausibel ist aber, dass ein neuer MR2 ein Top-Kandidat für den G20E ist.
Der neue Motor soll deutlich mehr Leistung liefern als der bisherige 2,4-Liter-Turbo, dabei aber zehn Prozent weniger Bauraum benötigen und niedriger verbaut werden können. Laut Toyota soll diese Maschine zudem bis zu 30 Prozent effizienter sein. Dieser Wert gilt jedoch möglicherweise nur für eine Hybridkonfiguration. Denn auch Takahashi bestätigt, dass der neue 2,0-Liter elektrifiziert werden kann und auch für Frontmotor-Anwendungen in Frage kommt.
Neuer MR2 und Celica?
Toyota baute bis 2007 Mittelmotor-Autos. Die Produktion endete erst mit dem Aus der dritten Generation des MR2. Es ergibt durchaus Sinn, ein neues Modell für einen Nachfolger des beliebten Roadsters heranzuziehen, als es in einen Hot Hatch wie den GR Yaris zu pressen. Letzterer dient aktuell zwar als Erprobungsträger, aber wir sehen wirklich keinen überzeugenden Grund für eine Serienversion.
Bevor der MR2 kommt, könnte Toyota noch einen anderen Sportwagen bringen. Celica-Testträger sind laut Cooper Ericksen, VP Product Planning für Nordamerika, bereits auf der Straße. Das Frontmotor-Modell befinde sich in einer "ziemlich weit fortgeschrittenen Entwicklung", zudem hätten Händler bereits Prototypen und Designskizzen gesehen. Da die Öffentlichkeit bislang nichts mitbekam, erscheint ein Serienstart vor 2028 eher unwahrscheinlich.








