Polestar bringt 2026 eine kombiartige Version des Polestar 4

Außerdem startet 2027 ein Nachfolger des Polestar 2, 2028 dann das Kompakt-SUV Polestar 7.

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Polestar kündigt "die größte Modelloffensive in der Geschichte des Unternehmens" an: Vier neue Modelle sollen in den kommenden drei Jahren auf den Markt kommen. Zunächst soll der auf der IAA vorgestellte Polestar 5 starten. Er wird ab Sommer ausgeliefert. 

Der Polestar 4 - das Coupé-SUV ohne Heckscheibe - soll eine neue Variante erhalten. Dabei handelt es sich offenbar um eine kombiartige Karosserievariante mit mehr Stauraum. "Wir kombinieren den Raum eines Kombis und die Vielseitigkeit eines SUVs mit der dynamischen Performance, die Polestar auszeichnet", sagte Polestar-Chef Michael Lohscheller dazu. Das rechte der beiden Teaserbilder zeigt, dass das Auto eine Heckscheibe bekommt:

Bilder von: Polestar

Die neue Variante soll "auf derselben herausragenden Technologie" basieren wie das bekannte Modell. Damit dürfte die Sustainable Experience Architecture (SEA) von Konzernmutter Geely gemeint sein, auf der der Polestar 4 beruht. Die neue Version soll laut Autocar die Bezeichnung Polestar 4 bekommen, während die aktuelle Variante Polestar 4 Coupé heißen wird.

Beide sollen nicht mehr in China, sondern in Korea gebaut werden, um die Strafzölle der EU und der USA zu vermeiden. Mit der neuen Version will die Marke eine breitere Kundengruppe ansprechen. Die Markteinführung erfolgt noch 2026, die Auslieferungen sollen im vierten Quartal 2026 starten, also frühestens im Oktober.

Zudem kündigt Polestar eine neue Generation des Polestar 2 an, deren Markteinführung für Anfang 2027 geplant ist. Dabei soll das Auto auch die Plattform wechseln; bisher basiert die Mittelklasselimousine auf der Compact Modular Architecture (CMA), die auch den Volvo EX40 und XC40 trägt. Der Wagen soll wie gehabt in China gefertigt werden.

Danach soll 2028 noch der Polestar 7 starten, der nach wie vor als Kompakt-SUV beschrieben wird, obwohl er technisch dem Volvo EX60 ähnelt, so Autocar. Demnach ist wohl ein 800-Volt-Modell zu erwarten. Man werde "ein progressives, performanceorientiertes Fahrzeug zu einem äußerst attraktiven Preis anbieten können - und das ‚Made in Europe‘", so Lohscheller. Mit dem Marktstart des Roadsters Polestar 6, bei dem es sich um die offene Version des Gran Turismo Polestar 5 handeln soll, ist erst nach 2028 zu rechnen. 

Bilder von: Polestar

"Nach unserem bislang besten Verkaufsjahr starten wir nun die größte Modelloffensive unserer Geschichte - mit vier neuen Premium-Elektrofahrzeugen innerhalb von nur drei Jahren", sagte Lohscheller.

Trotz eines herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds erzielte Polestar im Jahr 2025 sein bislang bestes Vertriebsergebnis. Laut Autocar wurden weltweit 60.000 Fahrzeuge verkauft, allerdings schrieb die Firma weiter Verluste. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein niedriges zweistelliges Wachstum beim Absatzvolumen - der Hersteller rechnet mit etwa 100.000 verkauften Autos. Der Absatzmix soll sich weiter zugunsten des Polestar 4 entwickeln.

Zudem will Polestar den Fokus noch stärker auf das Endkundengeschäft legen, wobei die Expansion des Vertriebsnetzwerks um weitere 30 Prozent helfen soll. Derzeit gibt es neun sogenannte "Polestar Spaces" sowie über 200 Servicebetriebe.

Unter dem Strich

Polestar plant offenbar eine Kombiversion des Polestar 4. Dabei dürfte die Marke weniger an so etwas wie den robusten, offroadtauglichen Toyota bZ4X Touring denken, sondern eher an eine stadtfeine Variante mit mehr Platz. Außerdem bekommt der 2020 gestartete Polestar 2 im nächsten Jahr einen Nachfolger und 2028 folgt das Kompakt-SUV Polestar 7. 

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Autor: Stefan Leichsenring