Den Microlino gibt es in zwei Versionen: Die Standardvariante wird 90 km/h schnell, außerdem gibt es eine auf 45 km/h gedrosselte Version, die man schon ab 15 Jahren mit dem Führerschein der Klasse AM fahren kann. Nun gibt es auch die Möglichkeit, die 45-km/h-Version per Software auf 90 km/h aufzurüsten. So wächst das Wägelchen sozusagen mit.
In Deutschland und Österreich kann die auf 45 km/h limitierte L6e-Version nun auf 90 km/h entdrosselt werden; dann wird der Microlino auf die Klasse L7e umgeschrieben. Damit ist der Microlino das erste Leichtfahrzeug, das sich an das gestiegene Alter seiner Nutzerinnen und Nutzer anpassen kann. Voraussetzung ist dann aber der normale Autoführerschein (Klasse B).
Für das Upgrade sind folgende Schritte notwendig, die Micro als Paket für 690 Euro anbietet:
• TÜV-Gutachten
• Softwareseitige Leistungsanpassung
• Hauptuntersuchung zur Umschreibung
Die administrativen Kosten der Zulassungsstelle kommen offenbar noch dazu; sie werden direkt von der jeweiligen Behörde verlangt.
Mit dem Upgrade erweitert sich das Einsatzspektrum des Microlino deutlich: Aus dem urbanen
Einstiegsfahrzeug wird eine vollwertige Lösung für Überlandstrecken, schreibt der Hersteller. Zu den Vorteilen gehört, dass man das Fahrzeug nicht zu wechseln braucht. Die Möglichkeit, ein bestehendes Fahrzeug technisch aufzuwerten statt zu ersetzen, ist auch eine besonders nachhaltige Lösung, so Micro.
Der normale Microlino ist laut Konfigurator ab 19.490 Euro zu haben, den Lite gibt es ab 17.990 Euro. Darüber hinaus ist der Microlino Spiaggina für 25.990 Euro im Angebot, und es gibt eine Individualisierung für 1.500 Euro Aufpreis. Eine Staatsförderung wie für normale Elektroautos wird für Leichtfahrzeuge wie den Microlino nicht gewährt.
Unter dem Strich
Den Microlino Lite, also die auf 45 km/h gedrosselte Version, kann man nun per Software upgraden. Dann entfällt die Drosselung. Dafür zahlt man 690 Euro. Mit dem Connectivity-Paket bietet der kleine Stromer auch die Möglichkeit eines Over-the-Air-Updates. Aber damit dürfte das Ganze noch nicht beendet sein. Auch ein TÜV-Gutachten und eine Hauptuntersuchung sind noch nötig. Man muss also zum Händler oder zur Werkstatt. Davon gibt es eine ganze Menge in Deutschland.
Generell fällt uns immer wieder auf, wie teuer der Microlino ist für das, was er bietet. Mit dem Nutzwert des Wägelchens lässt sich der Kaufpreis von fast 20.000 Euro nicht rechtfertigen. Zumal es derzeit vollwertige Elektroautos gibt, die nach Abzug von Herstellerrabatt und Staatsförderung nur 8.000 Euro kosten. Aber sei's drum: Ein nettes, sympathisches Transportmittel ist der Microlino auf jeden Fall.








