Eines der meistverkauften SUVs in Europa kommt aus Korea - und wurde erst vor wenigen Monaten in Design und Ausstattung aufgefrischt. Wissen Sie, welches Modell gemeint ist? Natürlich der Kia Sportage. Die Optik wurde leicht überarbeitet. Unter der Haube gibt es wie gehabt Benziner, Diesel, Mildhybrid-, Vollhybrid- und Plug-in-Hybrid-Antriebe.
Der Sportage PHEV mit Allradantrieb ist der Protagonist in diesem Verbrauchstest. Auf unserer 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì kam ich mit dem überarbeiteten Plug-in-Hybrid auf einen ordentlichen Durchschnitt von 4,95 Liter/100 km. Die Spritkosten lagen bei 33,46 Euro (29,74 Euro für Benzin und 3,72 Euro Strom). Wie immer fuhr ich mit vollem Akku los. Beim Verlassen Roms im Elektromodus fuhr ich 57 km emissionslos, bevor der Motor ansprang.
Ordentlicher Verbrauch, aber nicht Spitze
Mit diesem Ergebnis positioniert sich der Kia Sportage Plug-in-Hybrid im mittleren bis unteren Bereich des Rankings unserer Testergebnisse in der Kategorie Plug-in-Hybrid. Er liegt gleichauf mit dem 2022 getesteten Cupra Formentor 1.4 e-Hybrid 245 CV DSG (ebenfalls 4,95 Liter/100 km), aber vor der neuen Alfa Romeo Tonale Ibrida plug-in Q4 (5,00 Liter), dem Mercedes GLA 250 e Plug-in Hybrid (5,10 Liter) und dem 2021 getesteten Jeep Compass 4xe (5,15 Liter).
Mehrere kompakte bis mittelgroße Plug-in-SUVs waren allerdings sparsamer als der neue Kia - angefangen beim Honda CR-V e:PHEV 2.0l (4,90 Liter), über den Cupra Terramar VZ 1.5 e-Hybrid DSG 272 PS (4,30 Liter), den BYD Seal U DM-i AWD (3,80 Liter), den Jaecoo 7 Super Hybrid (3,45 Liter) bis hin zu den Spitzenreitern Toyota RAV4 Plug-in Hybrid (3,25 Liter) und VW Tiguan 1.5 TSI eHybrid DSG (3,10 Liter).
Geräumig, komfortabel und technisch auf der Höhe
Mein Testwagen war ein italienischer Kia Sportage 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT GT-Line Plus. Dieser bietet einen 288 PS starken Antrieb auf Basis eines 1,6-Liter-Turbobenziners, Allradsystem und Sechsgang-Automatik sowie eine üppige Ausstattung.
Zur Serienausstattung der GT-Line Plus zählen LED-Scheinwerfer, 19-Zoll-Leichtmetallräder, abgedunkelte Scheiben, elektrisch einstellbare Vordersitze, Sitzheizung vorn und hinten, eine sensorgesteuerte Heckklappe, ein Glasschiebedach, ein Premium-Soundsystem von Harman Kardon, ein Head-up-Display, eine Dreizonen-Klimaautomatik sowie ferngesteuertes Parken.
Kostenpflichtige Extras wie das Premium Pack mit Forward Collision Avoidance Assist, Highway Driving Assist 2, Head-up-Display und belüfteten Vordersitzen (mit Memory-Funktion auf der Fahrerseite) treibt den italienischen Listenpreis auf 58.500 Euro. Für kleines Geld gibt es meinen Testwagen also nicht. Aber dafür erhält man ein sehr komfortables, modernes, kräftig anfahrendes und geräumiges SUV mit viel Platz für Passagiere und Gepäck. Auch Verarbeitung und Ausstattung liegen auf hohem Niveau, mit wenigen Schwächen.
Mit leerem Akku steigt der Benzinverbrauch deutlich
Die gute Effizienz auf der Teststrecke von Rom nach Forlì bestätigt sich im Alltag nicht in allen Situationen. Vor allem dann nicht, wenn man den Sportage mit leerem Akku in der Stadt oder auf der Autobahn bewegt. Der 42-Liter-Benzintank reicht für knapp 500 km pro Füllung; über 600 km sind nur auf idealen Strecken uns sehr bewusster Fahrweise möglich.
Mit vollem Akku (13,8 kWh) fährt der neue Sportage PHEV im Elektromodus knapp 60 km, mit Spitzenwerten von 75 km auf besonders verbrauchsgünstigen Überlandstrecken.
Verbrauch mit entleertem Akku
- Stadt-Umland-Mix: 7,8 Liter/100 km
537 km theoretische Reichweite - (Italienische) Autobahn: 9,1 Liter/100 km
457 km theoretische Reichweite - Spritspartest: 6,5 Liter/100 km
642 km theoretische Reichweite
Aus dem offiziellen Datenblatt
| Kia Sportage 1.6 T-GDi Plug-in-Hybrid AWD AT GT-Line Plus | |
| Antrieb | Plug-in-Hybrid (Benzin, 1.598 cm³) |
| Leistung | 228 PS |
| CO₂-Emissionen (WLTP) | 72 g/km |
| Typgenehmigung | Euro 6E-BIS |
Daten des Testfahrzeugs
Fahrzeug: Kia Sportage 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT GT-Line Plus
Grundpreis in Italien: 56.250 Euro
Testdatum: 13. Februar 2026
Wetter (Start/Ziel): Bewölkt, 18 Grad / Wechselhaft, 11 Grad
Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forlì: 71 km/h
Reifen: Nexen Winguard Sport 3 - 235/50 R19 103V XL M+S (EU-Label: C, C, 72 dB)
Verbrauch und Kosten
Bordcomputer: 5,2 Liter/100 km
An der Zapfsäule: 4,7 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten: 4,95 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,669 Euro/Liter (Benzin) - 0,27 Euro/kWh (Strom)
Reale Kosten: 33,46 Euro (29,74 Euro Benzin + 3,72 Euro Strom)
Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.
Und so ermitteln wir den Verbrauch
Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.
Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).
Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.
Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.








