Nissan Juke startet 2027 als Elektroauto mit sehr kantigem Design

Nissan zeigt das Design des neuen Juke. Das kleine SUV wird 2027 rein elektrisch, nutzt Technik des Leaf und polarisiert optisch.

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Der vollelektrische Nissan Juke wurde nun im Rahmen des Nissan-Vision-Events in Japan enthüllt. Bei den veröffentlichten Bildern handelt es sich offenbar teilweise um Renderings. Die Optik wirkt extrem kantig. Das Interieur zeigt Nissan noch nicht.

Auch zur Technik des neuen Elektro-Crossovers hält sich der Hersteller komplett bedeckt. Gerüchteweise heißt es, dass der Elektro-Juke auf der Plattform des Renault Megane Electric aufsetzen soll, die auch den neuen Nissan Leaf trägt. Diese heißt bei Nissan CMF-EV, bei Renault neuerdings RGEV Medium.

So dürfte der Wagen auch viel Technik vom Leaf übernehmen. Das Kompaktmodell gibt es wahlweise mit 130-kW-Frontantrieb und 53 kWh netto oder mit 160 kW und 75 kWh. Ob die größere Batterie in den Juke hineinpasst, ist die Frage. Doch der Radstand der aktuellen Verbrennerversion liegt mit 2,64 Meter gar nicht so viel unter dem Achsabstand des Leaf (2,69 Meter). Schon der Leaf mit der großen Batterie bietet bis zu 624 km WLTP-Reichweite; der kleinere Juke dürfte damit noch weiter kommen. 

Laut David Moss, dem Chefentwickler von Nissan Europe, könnte der neue Juke über ein spezielles Fahrwerk verfügen, das ihn vom Leaf abhebt und seinen dynamischeren Charakter betont. Das berichtet Autocar.

Nissan Juke Electric (2027)

Eine Studie des Elektro-Juke namens Hyper Punk hat Nissan bereits 2023 gezeigt. Das kantige Design war schon damals deutlich erkennbar. Im Mai 2025 folgte dann ein erstes Teaserbild. Im November und Dezember 2025 gab es schließlich Erlkönigbilder von dem neuen Modell. Diese bestätigten die Karosserieform. Charakteristisch sind die sechseckigen Frontleuchten.

Die erste Generation des Nissan Juke startete im Jahr 2010. Seither wurden 1,5 Millionen Stück in Europa verkauft. Von Anfang an setzte Nissan bei dem Modell auf eine recht gewagte, polarisierende Optik. Der neue Juke der dritten Generation bleibt dieser Linie treu und setzt erstmals auf einen vollelektrischen Antrieb. Wie der neue Leaf wird auch der neue Juke über Vehicle-to-Grid-Technologie verfügen und dadurch die Integration von Elektrofahrzeugen in das Energieökosystem unterstützen, so Nissan.

Der vollelektrische Juke ergänzt das wachsende Elektroportfolio der Marke in Europa, zu dem neben dem Nutzfahrzeug Townstar vor allem der Micra, der Leaf und der Ariya gehören. Demnächst kommt noch ein vollelektrischer Kleinstwagen hinzu, bei dem es sich um eine Nissan-Variante des Renault Twingo Electric handeln soll. 

Der neue Nissan Juke wird im britischen Sunderland gebaut, wo auch der Leaf entsteht.  Das Werk soll in den kommenden Wochen mit einer testweisen Produktion des Juke beginnen. Auf die europäischen Straßen rollt der neue Elektro-Crossover aber erst im Frühjahr 2027. Zu den Konkurrenten dürften kleine Elektro-SUVs wie der VW ID. Cross, der Cupra Raval und der Kia EV3 sowie EV4 gehören. Laut Autocar soll neben der Elektroversion auch eine aktualisierte Hybridvariante der zweiten Juke-Generation weiter verkauft werden.

Unter dem Strich 

Der 2027 startende Nissan Juke mit Elektroantrieb wird technisch wohl nahe am größeren Leaf bleiben. So sind Reichweiten von deutlich über 600 km zu erwarten. Abheben soll sich das neue Modell anscheinend durch ein sportlicheres Fahrwerk und vor allem durch die extreme Optik. Das Design soll offenbar wie bei den bisherigen Juke-Generationen polarisieren, um nicht in der Masse von kleinen E-SUVs unterzugehen.

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Autor: Stefan Leichsenring