Nissan Primastar Kombi (2026) trotz Upgrades günstiger

Man senkt die Preise für den Primastar Kombi deutlich, rüstet aber gleichzeitig bei Sicherheit und Technik für die neue Saison auf

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

In einer Zeit, in der Fahrzeugpreise meist nur den Weg nach oben kennen, geht Nissan beim aktuellen Primastar Kombi den entgegengesetzten Weg. Pünktlich zum Frühjahr 2026 korrigiert der japanische Hersteller die Preisliste deutlich nach unten: Die Sechssitzer-Variante ist nun ab 41.819 Euro (Ersparnis von 3.093 Euro) erhältlich, während der Neunsitzer bei 43.888 Euro startet und damit 3.094 Euro günstiger wird als bisher.

Wer fürchtet, dass Nissan im Gegenzug bei der Ausstattung spart, der irrt. Denn trotz des gesunkenen Einstiegspreises wurde das Angebot des Primastar Kombi vor allem mit Blick auf die Sicherheit erweitert: Ergänzend zu den bestehenden Assistenten wie Toter-Winkel-Warner, Spurhalteassistent sowie Abstandswarner und Verkehrszeichen-Erkennung integriert Nissan ab sofort serienmäßig ein kameragestütztes Fahrerüberwachungssystem.

Nissan Primastar (2025) mit Neungang-Automatikgetriebe

Auch optisch legt der Van zu und rollt künftig bereits standardmäßig auf 17-Zoll-Rädern statt der bisherigen 16-Zöller. In der Topausstattung Tekna kommen zudem lackierte Stoßfänger, lackierte Außenspiegel sowie getönte Scheiben ab der B-Säule hinzu. Unter dem Blech wurden Anpassungen an Fahrwerk und Karosserie vorgenommen, um die Verwindungssteifigkeit, die Laufruhe sowie das Ansprechverhalten der Bremsen weiter zu optimieren.

Nissan Primastar weiterhin in zwei Längen erhältlich

Nur im Innenraum ändert sich nichts: Das hochwertig gestaltete Cockpit zeichnet sich weiterhin durch Chrom-Bedienelemente und Dekoreinlagen in dunkler Carbon-Optik aus. Für hohe Alltagstauglichkeit sorgen zahlreiche, sowohl vom Fahrer- als auch vom Beifahrersitz gut erreichbare Stau- und Ablagemöglichkeiten mit einem Gesamtvolumen von mehr als 88 Litern. Dazu zählt unter anderem ein 54 Liter großes Fach unter der Beifahrer-Doppelsitzbank.

Der Nissan Primastar Kombi bleibt in zwei Längen verfügbar, wobei die L1-Version mit 5,08 Metern auf Wendigkeit im Stadtverkehr setzt, während die 5,48 Meter lange L2-Version deutlich mehr Stauraum hinter der letzten Sitzreihe für großes Gepäck bietet. Mit einer Höhe von 1,97 Metern bleibt der Van trotz seines Volumens für die meisten modernen Parkhäuser in Deutschland (meist mit 2,10 Meter Durchfahrtshöhe) geeignet.

Zweiliter-Dieselmotor bleibt der einzige Antrieb

Beim Antrieb vertraut Nissan weiterhin auf den bewährten 2,0-Liter-Dieselmotor. Dieser wird mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe in den Stufen 110 PS (81 kW) und 150 PS (110 kW) angeboten. Wer eine Neungang-Wandlerautomatik bevorzugt, kann zwischen 150 PS (110 kW) und der Topmotorisierung mit 170 PS (125 kW) wählen.

Ein wesentliches Merkmal für den Freizeit- und Arbeitseinsatz ist die Anhängelast, die bei den beiden stärkeren Motorisierungen bis zu 2.500 Kilogramm beträgt. Damit lassen sich laut Hersteller auch Pferdeanhänger sowie Auto- oder Bootstrailer souverän ziehen. Der kombinierte Verbrauch bewegt sich je nach Modell zwischen 6,9 und 7,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern, bei CO₂-Emissionen von 181 bis 186 g/km in der CO₂-Klasse G.

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Autor: Sönke Brederlow