Denza Z Cabrio: Über 750 kW starker Elektrosportler für Europa

Neben dem Cabrio soll es ein Coupé und eine Rennversion geben. Alle drei beherrschen das ultraschnelle Flash Charging von BYD.

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Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Denza, die Premiummarke von BYD, zeigt auf der Auto China in Peking den Denza Z als viersitziges Cabrio. Der Wagen bietet über 750 kW Antriebsleistung aus drei Motoren sowie das ultraschnelle Flash Charging. Das Auto soll zunächst in Europa und erst dann in China eingeführt werden.

Den Denza Z soll es als Cabrio, als Coupé und als Rennversion geben, schreibt CarNewsChina. Eine Studie des Coupés wurde bereits 2025 in Shanghai gezeigt; danach gab es Erlkönigbilder der geschlossenen Rennversion mit riesigem Heckflügel vom Nürburgring. Nun präsentiert Denza die offene Variante. Diese besitzt ein Stoffverdeck und wurde unter der Leitung von BYD-Chefdesigner Wolfgang Egger gestaltet, der früher bei Audi arbeitete.

Denza Z Cabrio (2026) auf der Auto China

Zur Technik hält sich Denza noch recht bedeckt. Der Hersteller verspricht mehr als 1.000 PS, also über 750 kW. Damit soll der Wagen in weniger als zwei Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Laut CarNewsChina basiert der Wagen auf der E3-Plattform, die auch den Denza Z9GT trägt, und bekommt wie dieser einen aus drei Motoren bestehenden Allradantrieb mit der Bezeichnung "Yi Sanfang". Zum Vergleich: Der Denza Z9GT, der als Gran Turismo wohl schwerer ist als der Z (zumindest als Coupé), braucht mit seinem 850-kW-Antrieb 2,7 Sekunden für den Normsprint.  

Der Denza Z verfügt über eine Leichtbau-Karosserie sowie ein "DiSus-M"-Fahrwerk mit magnetorheologischen Stoßdämpfern. Das heißt, die Viskosität des Hydrauliköls in den Dämpfern kann durch Anlegen eines Magnetfelds verändert werden, was wiederum die Härte der Dämpfung beeinflusst. Laut CarNewsChina besitzt der Wagen auch ein Steer-by-Wire-System. Die Luftführung auf der Fronthaube mit dem Lufteinlass soll den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen. Auffällig sind auch die Lufteinlässe vor den Hinterrädern.

Zudem wird der Wagen mit einer Blade-Batterie der zweiten Generation bestückt, welche das bereits erwähnte Flash Charging mit bis zu 1.500 kW ermöglicht. Europapremiere soll der Denza Z im Juli beim Goodwood Festival of Speed in Großbritannien haben. Dann werden wir vielleicht auch schon einen ungefähren Preis erfahren. Der Denza Z dürfte sich in ähnlichen Sphären bewegen wie der Z9GT, den es in Deutschland ab 115.000 Euro bereits zu kaufen gibt.

Von den erwähnten Lufteinlässen abgesehen, hat der Denza Z ein schlichtes, klassisches Sportwagen-Design. Während der Z9GT noch elektrisch ausfahrende Türgriffe hatte, die in China demnächst verboten sind, prangen in den beiden langen Türen des Z bereits Muldengriffe. Durch die luftigen Felgen sind große Bremsscheiben und gelbe Bremszangen zu erkennen.

Im Cockpit gibt es ein Instrumentendisplay, das in einer klassischen Hutze steckt, sowie einen frei stehenden Touchscreen. Dazu kommt eine hohe Mittelkonsole mit einem Startknopf. Auch sonst sind etliche physische Bedienelemente erkennbar, zum Beispiel in Form einer kleinen Klaviatur unter dem Mittendisplay.

Außer dem Denza Z zeigt der BYD-Konzern noch zahlreiche andere Elektroautos in Peking, von der SUV-Studie Ocean V über das 5,12 Meter lange Elektro-SUV Sealion 08 mit 480 kW und diverse Fahrzeugen der Marke Fangchengbao bis hin zur Serienversion des Yangwang U9 Xtreme. Außerdem setzt BYD den Fokus auf das Flash Charging und die Blade-Batterie der zweiten Generation.

Unter dem Strich

Der Elektro-Bestseller von BYD in Deutschland ist der kleine Dolphin Surf; größere Modelle wie der Seal oder der Sealion 7 spielen ebenfalls eine Rolle. Die Sportmodelle Denza Z9GT und Z werden sicher keine neuen Verkaufsrekorde aufstellen. Sie zeigen, dass der Konzern bei Antrieb, Reichweite und Schnellladen durchaus mit deutschen Premiummarken mithalten kann. Für das Design gilt das ganz genauso, wie man am Denza Z sieht. Dennoch wird es noch ein paar Jahre dauern, bis chinesische Hersteller in Deutschland als etablierte Marken gelten. Vertrauen wächst nicht über Nacht, und auch an der Bekanntheit seiner Modelle muss BYD noch arbeiten. 

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Autor: Stefan Leichsenring