GWM ORA 5 (2026): Kompakt-SUV startet mit drei Antriebsarten

Drei gewinnt: Das neue Kompaktmodell ORA 5 vom Great Wall Motor setzt auf die volle Auswahl bei den Motoren

Motor1.com Deutschland: Auto-Tests, Auto-News und Analysen

Preisangaben, die eventuell im Artikel vorkommen, beziehen sich i.d.R. auf Deutschland.

Der chinesische Automobilhersteller Great Wall Motor erweitert sein Angebot in Deutschland ab Sommer 2026 um den neuen Ora 5. Das Modell folgt einer konsequent technologieoffenen Strategie und bietet Kundinnen sowie Kunden die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Antriebskonzepten. Neben einer rein elektrischen Variante stehen eine klassische Benzinversion und ein hochmoderner Vollhybrid mit neuartiger Getriebetechnologie zur Verfügung.

Das Prunkstück des neuen Portfolios ist die Hybridvariante. Sie kombiniert einen speziell entwickelten 1,5-Liter-Turbomotor mit 110 kW (150 PS) und einen 140 kW (190 PS) starken Elektromotor. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 164 kW (223 PS) und ein maximales Drehmoment von 476 Nm.

Die Kraftübertragung übernimmt ein intelligentes DHT-Getriebe, das auf einer Architektur mit zwei Gängen für den Direktantrieb basiert. Dieses System koordiniert die Motoren je nach Fahrsituation in sechs unterschiedlichen Betriebsmodi.

GWM Ora 5 (2026)

Eine technische Besonderheit ist die erste integrierte Entkopplung des Elektromotors innerhalb des Getriebes. Läuft der Benziner bei mittleren bis hohen Geschwindigkeiten im direkten Antrieb, schaltet das System den Elektromotor mechanisch ab. Diese Entkopplung reduziert Schleppverluste und senkt den Benzinverbrauch auf der Autobahn um bis zu 0,6 Liter je 100 Kilometer. Zudem nutzt GWM ein kompaktes Design, welches das Getriebegewicht um etwa 15 Prozent senkt und einen Wirkungsgrad von fast 98 Prozent erreicht.

Kraftvolle Fahrleistungen und optimierter Komfort

Im Fahrbetrieb spüren die Insassen die Schaltvorgänge oder das Zuschalten des Elektromotors kaum. Dieser Wechsel erfolgt in unter 200 Millisekunden. Die duale Motorsteuerung gleicht das Drehmoment so aus, dass die Beschleunigung ohne Zugkraftunterbrechung erfolgt. In 7,7 Sekunden sprintet der Ora 5 Hybrid aus dem Stand auf Tempo 100, während die Höchstgeschwindigkeit bei 185 km/h liegt. Trotz dieser souveränen Fahrleistungen begnügt sich der Hybrid mit einem WLTP-Verbrauch von 5,1 Litern Benzin und ermöglicht Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern.

Das europäische Entwicklungszentrum von GWM stimmte das Hybrid-System speziell auf die hiesigen Straßenbedingungen und Kundenwünsche ab. Neben der dynamischen Kalibrierung im realen Verkehr lag ein Schwerpunkt auf der Reduzierung von Geräuschen und Vibrationen.

Durch gezielte Dämmungsmaßnahmen sank der Geräuschpegel im Vergleich zu klassischen Hybridfahrzeugen um drei bis fünf Dezibel. Eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 1,09 kWh und sechsschichtiger Schutzstruktur speichert die rekuperierte Bremsenergie.

Elektro- und Verbrennungsvarianten im Detail

Wer komplett emissionsfrei unterwegs sein möchte, wählt die vollelektrische Version des Ora 5. Hier sorgt ein Elektromotor mit 150 kW (204 PS) für Vortrieb. GWM kombiniert diesen Antrieb mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie, die eine Kapazität von 58,3 Kilowattstunden besitzt.

Damit schafft der Stromer eine Reichweite von bis zu 435 Kilometern nach dem WLTP-Messverfahren. Der Ladevorgang an einer Schnellladestation von 10 auf 80 Prozent der Batteriekapazität dauert unter optimalen Bedingungen rund 30 Minuten.

Für klassische Langstreckenfahrer bietet GWM zudem einen reinen Verbrennungsmotor an. Dieser 1.5 Turbo leistet 118 kW (160 PS) und gibt seine Kraft über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die Räder ab. Der kombinierte WLTP-Verbrauch dieser Version liegt bei 6,9 Liter Benzin je 100 Kilometer.

Mit diesem breiten Antriebsportfolio will GWM ab Sommer 2026 auf dem deutschen Markt unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse abdecken. Bisher vertreibt die Marke hierzulande das kleinere Modell Ora 03 sowie Fahrzeuge der Wey- und Haval-Reihen.

© Motor1.com
Autor: Christopher Otto