Knapp ein Jahr nach dem Debüt des Habiton 6.0 legt Bürstner nach. Mit dem neuen Habiton 6.1 erweitert der Hersteller seine noch junge Mercedes-Baureihe um einen zweiten Grundriss. Statt Längseinzelbetten setzt der Neuzugang auf ein klassisches Querbett im Heck und richtet sich damit an Camper, die auf unter sechs Metern ein möglichst vertrautes Layout bevorzugen.
Mit dem Habiton 6.0 brachte Bürstner im vergangenen Jahr einen ungewöhnlichen Sprinter-Ausbau mit patentiertem Schiebebad und Einzelbetten auf den Markt. Parallel dazu wurde die Mercedes-Palette mit dem luxuriösen Bürstner Signature SMT nach oben erweitert. Der Habiton 6.1 ergänzt die Baureihe nun um eine zweite, klassisch geschnittene Variante.
Die Basis bildet weiterhin der 5,93 Meter lange Sprinter. Im Heck befindet sich jetzt ein großzügiges Querbett, davor ein geräumiges Bad und gegenüber die Küche. Bürstner verspricht außerdem einen besonders breiten Durchgang zwischen Küche, Sanitärbereich und Schlafraum. Im Wohnbereich ersetzt eine feste Loungesitzgruppe die bisherige Sitzanordnung des Habiton 6.0.
Auch technisch bleibt sich Bürstner treu. Der Habiton 6.1 setzt serienmäßig auf ein gasfreies Konzept mit Zwei-Zonen-Induktionskochfeld und Diesel-Hybrid-Heizung. Zur Grundausstattung gehören außerdem zwei Lithium-Batterien mit zusammen 300 Ah, ein 2.000-Watt-Wechselrichter sowie ein 110-Liter-Frischwasser- und 90-Liter-Abwassertank. Damit soll der Camper bereits ab Werk für längere autarke Standzeiten gerüstet sein.
Bilder von: BürstnerWer noch unabhängiger reisen möchte, findet im Konfigurator zahlreiche Möglichkeiten. Das Autarkie-Paket Advanced erhöht die Batteriekapazität deutlich und ergänzt einen stärkeren Wechselrichter sowie einen leistungsfähigeren Ladebooster. Darüber hinaus stehen ein beheizbares Schlafdach, Solarmodule, ein Winterpaket oder auf Wunsch auch eine wasserlose Clesana-Toilette zur Wahl.
Ebenfalls ausbauen lässt sich der Stauraum. Bürstner bietet verschiedene Heckstauraumsysteme mit ausziehbaren Schubladen an, die sich je nach Ausführung nach außen oder zusätzlich in den Innenraum öffnen lassen. Ergänzt wird das Angebot durch unterschiedliche Backrack-Lösungen für Fahrräder, Ersatzrad oder weiteres Reisegepäck und macht den Habiton so noch flexibler für längere Touren.
Bilder von: BürstnerPreislich startet der Bürstner Habiton 6.1 bei 78.999 Euro. Bereits die Serienausstattung fällt umfangreich aus und bringt unter anderem den gasfreien Ausbau, 300 Ah Batteriekapazität sowie den Mercedes Sprinter mit MBUX-Infotainmentsystem mit. Damit ist der Habiton schon ab Werk ordentlich ausgestattet, bevor überhaupt ein Häkchen in der Optionsliste gesetzt wird.
Wer den Camper anschließend individuell konfiguriert, kann ihn Schritt für Schritt an die eigenen Reisegewohnheiten anpassen. Mit mehr Autarkie, zusätzlichem Stauraum, Offroad-Zubehör und weiteren Komfortextras ist die 100.000-Euro-Marke schnell überschritten.
Bilder von: Bürstner
Wer häufiger Schotterpisten oder unbefestigte Wege unter die Räder nimmt, bekommt den Habiton 6.1 außerdem als HMX 6.1. Die Offroad-Variante basiert auf dem Sprinter 419 CDI mit 190 PS, Achtgang-Automatik und permanentem Allradantrieb. Zum HMX-Paket gehören unter anderem mehr Bodenfreiheit, Unterfahrschutz, Downhill Speed Regulation sowie eine elektrisch ausfahrbare Offroad-Trittstufe. Der Einstiegspreis liegt bei 92.999 Euro.
Mit dem Habiton 6.1 erweitert Bürstner seine Mercedes-Baureihe damit um eine naheliegende Querbett-Alternative zum bisherigen HM 6.0. Seine Premiere feiert der neue Habiton 6.1 auf dem Caravan Salon Düsseldorf 2026. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem der edle Atlantis Carbon 4x4, der auf Outdoor-Einsätze ausgelegte Sunlight Cliff 602 X sowie der auf VW Crafter basierte Carado CV595 X-Edition.








