Der Volkswagen ID. Cross ist der Elektro-Crossover, der im Programm des deutschen Herstellers bislang fehlte. Außen kompakt, innen geräumig: Das rein elektrische Modell tritt im B-Segment an und bringt Abmessungen sowie Eigenschaften mit, die für den deutschen Markt interessant sind.
Im Mittelpunkt stehen hier vor allem die Innenraum-Details, eine der Stärken des ID. Cross. Bestellbar ist er bereits zu Preisen ab 37.450 Euro, wobei der Einstiegspreis in den kommenden Monaten mit weiteren Varianten sinken dürfte.
Cockpit und Bedienung
Das Cockpit des ID. Cross ist horizontal und aufgeräumt gestaltet. Die beiden wichtigsten Bildschirme liegen auf einer gemeinsamen Sichtachse. Vor dem Fahrer befindet sich ein 10,25-Zoll-Digitalinstrument, mittig auf dem Armaturenbrett sitzt der Touchscreen des Infotainments mit 12,9 Zoll.
Volkswagen setzt allerdings nicht ausschließlich auf Touchscreens. Im ID. Cross kehren zahlreiche physische Bedienelemente zurück, über die sich zentrale Funktionen und die Klimaanlage steuern lassen.
Zu den ungewöhnlicheren Funktionen zählt die Retrografik: ein Grafikmodus, der das digitale Kombiinstrument optisch an Volkswagen-Modelle der 1980er-Jahre und insbesondere an den ersten Golf anlehnt, wie auch schon im ID.Polo.
Auch die Ausstattung fällt umfangreich aus. Zu den Optionen gehört ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 425 Watt, zehn Lautsprechern und Subwoofer. Ebenfalls erhältlich sind elektrisch verstellbare Vordersitze mit pneumatischer 12-Wege-Massagefunktion, Memory-Funktion für den Fahrersitz sowie ein großes Panoramadach.
Materialien und Verarbeitung
Einer der interessantesten Aspekte des Innenraums ist der Versuch von Volkswagen, wieder stärker auf eine hohe wahrgenommene Qualität zu setzen.
Das Konzept "Pure Positive" zeigt sich in Stoffbezügen, weichen Oberflächen und Materialien, die den Innenraum wohnlicher wirken lassen sollen, als man es von einem kompakten B-SUV erwarten würde.
Natürlich hängen Qualitätseindruck und Niveau der Verarbeitung von Ausstattungslinie und Optionen ab. Ein besonders gut ausgestattetes Exemplar kann eine deutlich hochwertigere Atmosphäre bieten als die Einstiegsversion.
Auch das Panoramadach trägt zum Qualitäts- und Helligkeitseindruck im Innenraum bei. Es misst 740 x 905 mm und ist mit einem elektrischen Rollo kombiniert, wodurch das Raumgefühl an Bord zusätzlich verstärkt wird.
Platzangebot und Kofferraum
Gerade beim Raumangebot zeigt der ID. Cross einen der interessantesten Vorteile seiner Elektroarchitektur. Der Radstand und die MEB+-Plattform ermöglichen einen Innenraum, der im Verhältnis zu den Außenabmessungen besonders großzügig ausfällt.
Die Fondpassagiere profitieren von viel Bein- und Kopffreiheit, während der komplett ebene Boden den klassischen Mitteltunnel überflüssig macht.
Auch der Laderaum zählt zu den Stärken. Der Kofferraum fasst 475 Liter: ein sehr ordentlicher Wert für ein B-SUV und rund 20 Liter mehr als beim T-Cross mit Verbrennungsmotor. Unter dem Ladeboden befindet sich zudem ein besonders tiefes Fach, das hilft, kleinere Gegenstände oder Dinge, die nicht offen sichtbar sein sollen, besser zu verstauen.
Ergänzt wird das Ladevolumen durch einen vorderen Frunk mit 22 Litern. Das kleine Fach ist vor allem für das Ladekabel gedacht und schafft so zusätzlichen Platz im Hauptkofferraum.








