Alles kommt zurück: Der Renault 5, die Ente von Citroën und nun sogar eine seit 30 Jahren nicht mehr existente Automarke. Am 21. Oktober präsentierte Fiat den neuen Pandina Tributo Autobianchi, eine Sonderausführung der Pandina-Modellreihe. Die Vorstellung erfolgte auf den Tag genau 30 Jahre nach der Erstzulassung des letzten produzierten Autobianchi Y10.
Die Marke Autobianchi geht auf eine Gründung im Jahr 1955 durch Fiat, den Reifenhersteller Pirelli und den Fahrrad- sowie Motorradproduzenten Bianchi zurück. Fiat nutzte das Unternehmen in den Folgejahren vor allem zur Erprobung neuer technischer Konzepte wie des Frontantriebs und von Kunststoffkarosserieteilen. Ein frühes Modell war die ab 1957 gebaute Bianchina, die auf der Plattform des Fiat 500 basierte, jedoch mit einer eigenständigen Karosserie versehen wurde.
Im Jahr 1969 folgte der Autobianchi A112, ein fortschrittlicher Kleinwagen mit Frontantrieb, der bis 1986 in Produktion blieb und auch als Abarth-Variante gefertigt wurde. Im Jahr 1985 erschien der Autobianchi Y10 auf Basis des Fiat Panda. Charakteristisch für den Y10 war die steil abfallende, schwarz lackierte Heckklappe. Mit dem Ende der Produktion des Y10 im Jahr 1996 wurde die Marke Autobianchi eingestellt, während die Nachfolgemodelle ab der Baureihe Lancia Y unter dem Namen Lancia vermarktet wurden.
Optische Details vom Y10
Der Pandina Tributo Autobianchi greift Gestaltungsmerkmale historischer Autobianchi-Modelle auf. Für das Fahrzeug ist exklusiv der Farbton Platino verfügbar, der als Einfarblackierung oder in Kombination mit einem schwarz kontrastierenden Dach und einer schwarzen Heckklappe gewählt werden kann.
Bilder von: Fiat
Die schwarze Heckklappe bezieht sich direkt auf das Design des Autobianchi Y10. Zur Außenausstattung gehören zudem schwarz lackierte Außenspiegelkappen, ein Unterfahrschutz, ein seitlicher Schriftzug mit der Aufschrift Tributo Autobianchi sowie 15-Zoll-Leichtmetallfelgen mit spezifischen Nabendeckeln.
Im Innenraum gibt es leider kein Alcantara wie einst beim Y10. Stattdessen kommen hellsandfarbene Mikrofaserbezüge mit Karomuster und Logos auf den vorderen Kopfstützen zum Einsatz. Die Türverkleidungen sind farblich angepasst. Die Armaturentafel ist im Farbton Platino gehalten und wird durch schwarze Dekorelemente ergänzt. Instrumentenanzeige und Infotainmentsystem verfügen über eine spezielle Begrüßungsgrafik beim Starten des Fahrzeugs.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 verzeichnete die Pandina-Baureihe in Europa 100.000 Neuzulassungen, was einem Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Hauptmarkt ist Italien mit 86.000 Zulassungen zwischen Januar und September (plus 5 Prozent).
Im September 2026 entfielen in Italien 10.401 Neuzulassungen auf den Pandina Hybrid, was einem Marktanteil von 7,5 Prozent entsprach. Das Fahrzeug wird im Stellantis-Werk in Pomigliano dArco produziert. Die Autobianchi-Pandina dürfte Italien vorbehalten bleiben.








