Der neue A2 (2026) ist der effizienteste Audi aller Zeiten, sagt Audi

Es gibt neuen Informationen zu Aerodynamik und Verbrauch des ID.3 Neo-Bruders

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Audi macht den kommenden A2 e-tron Schritt für Schritt offiziell. Aktuell trägt der elektrische Kompaktwagen auf den neuesten Pressebildern noch die bekannte Tarnfolie. Im Herbst wird das Serienmodell vollständig enthüllt. Dann startet auch die Bestellphase, die ersten Auslieferungen sind noch für 2026 geplant. Gleichzeitig verrät Audi weitere Details zu Technik, Verbrauch und Aerodynamik - und bestätigt erstmals den Einsatz moderner Siliciumcarbid-Inverter.

Bereits jetzt zeichnet sich ab: Der A2 e-tron wird einer der effizientesten Stromer seiner Klasse. Mit einem WLTP-Verbrauch von nur 12,8 kWh/100 km in der 140-kW-Version samt Effizienzpaket unterbietet er seinen technischen Bruder, den VW ID.3 Neo, der im besten Fall auf 14,0 kWh/100 km kommt.

Fokus auf maximale Effizienz

Den niedrigen Verbrauch erreicht Audi mit einer ganzen Reihe technischer Maßnahmen. Erstmals kommen Siliciumcarbid-Inverter (SiC) zum Einsatz, die vor allem im Teillastbereich die Schaltverluste reduzieren. Hinzu kommen ein weiterentwickelter Permanentmagnet-Synchronmotor mit dünneren Lamellen, eine geänderte Dreiecksschaltung des Stators, ein besonders reibungsarmes Getriebeöl sowie eine lange Übersetzung von 10,2:1 für geringeren Energiebedarf bei höheren Geschwindigkeiten.

Auch die Aerodynamik spielt eine entscheidende Rolle. Mit einem cW-Wert von 0,24 zählt der A2 e-tron zu den windschnittigsten Fahrzeugen seiner Klasse. Optimierter Unterboden, Air Curtains, steuerbare Kühllufteinlässe und aerodynamisch gestaltete Räder tragen ebenso dazu bei wie eine effiziente Kühlstrategie, die sogar Ladeverluste reduziert. Den Wirkungsgrad beim AC-Laden gibt Audi mit 89,6 Prozent an.

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Anleihen beim historischen A2

Optisch nimmt der neue A2 e-tron bewusst Bezug auf seinen gleichnamigen Vorgänger aus den frühen 2000er-Jahren. Die lang gezogene Dachlinie und die zweigeteilte Heckscheibe erinnern klar an das damalige Aluminium-Leichtbaukonzept. Wie beim Original verzichtet Audi zudem auf einen Heckscheibenwischer.

Neu sind die sogenannten Winglet-Türgriffe, die bereits von ersten Erlkönigvideos bekannt waren. Statt klassischer Griffe kommen kleine Flügel mit integrierter Taste zum Einsatz. Wir sind hier skeptisch, können nicht nachvollziehen, warum immer mehr Hersteller (unter anderem auch BMW beim neuen X5) diese unpraktische und im Notfall sehr ineffiziente Lösung bevorzugen. An der Front sorgen zweigeteilte Leuchten mit schmalen LED-Tagfahrlichtleisten oberhalb der eigentlichen Scheinwerfer für einen modernen Auftritt.

Technik weitgehend vom VW ID.3 Neo übernommen

Unter dem Blech nutzt der A2 e-tron weitgehend die Technik des neuen VW ID.3 Neo und tritt ebenfalls in der Kompaktklasse an. Geplant sind vier Leistungsstufen mit 125, 140, 170 und 240 kW. Je nach Variante kommen Batterien mit 50, 58 oder 79 kWh netto zum Einsatz.

Die größte Reichweite soll die Version mit 170 kW und 79-kWh-Akku erzielen: Bis zu 649 Kilometer nach WLTP stellt Audi in Aussicht. Damit übertrifft der A2 e-tron den technisch eng verwandten ID.3 Neo um rund 22 Kilometer. Je nach Batterie DC-Ladeleistungen von bis zu 183 kW vorgesehen.

Preis oberhalb des ID.3

Kurzzeitig hatte Audi auf seiner Website bereits Preise und Ausstattungsdetails veröffentlicht. Demnach startet der A2 e-tron bei 38.200 Euro und positioniert sich damit deutlich oberhalb des VW ID.3 Neo.

Dafür fällt die Serienausstattung umfangreicher aus. Schon das Basismodell bietet unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, einen adaptiven Tempomaten sowie eine Rückfahrkamera. Sitz- und Lenkradheizung gehören ab der 140-kW-Version zum Serienumfang.

Unterm Strich deutet alles darauf hin, dass Audi beim A2 e-tron weniger auf technische Alleinstellungsmerkmale als vielmehr auf maximale Effizienz, hohe Reichweite und eine hochwertigere Ausstattung setzt. Die Technik stammt zwar weitgehend aus dem Volkswagen-Konzernregal, doch Aerodynamik und Feinschliff sollen den Unterschied machen. Ob das den spürbaren Preisaufschlag gegenüber dem ID.3 Neo rechtfertigt, wird sich spätestens zum Marktstart Ende 2026 zeigen.

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Autor: Stefan Wagner