2024 hat Volvo dem XC90 bereits ein umfassendes Facelift geschenkt. Nur zwei Jahre später wird beim dicken Brummer noch einmal nachgelegt. Hauptaugenmerk der Schweden ist jedoch nicht die Optik oder der Innenraum, sondern der Antriebsstrang. Genauer gesagt geht es um den Plug-in-Hybriden.
Überarbeitet wurden beim Volvo XC90, wie beim XC60, der Benziner und die elektrische Komponente. In unserem ersten Test des Flaggschiffs war die vollelektrische Reichweite damals in Malmö mit maximal 62 Kilometern eher überschaubar. Das neue Aggregat kommt jetzt mit stattlichen 164 Kilometern.
Die Kapazität für den emissionslosen Ritt sammelt ein massiver 41,2-kWh-Akku (37,9 kWh netto) im Unterboden (Vorgänger: 19 kWh). Das ist etwa die Kapazität eines VW ID. Polo (37 kWh) oder eineinhalb Mal der neue Renault Twingo Urban Range (27,5 kWh). Einen elektrischen Verbrauch gibt Volvo derzeit noch nicht an. Inklusive neuem 68-Liter-Tank seien jedoch 1.100 Kilometer insgesamt möglich. Eine Durchquerung von Flensburg bis an den Fuß der Alpen sollte damit machbar sein.
An der Hinterachse arbeitet ein optimierter elektrischer Antrieb mit 130 kW (177 PS), ein verbesserter integrierter Starter-Generator sorgt mit 52 kW (71 PS) ebenso für mehr Leistung und Drehmoment. Auch der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo-Benziner wurde noch einmal überarbeitet.
Wie bei den kleinen Brüdern XC40 und XC60 werkelt das Aggregat zur Senkung von Verbrauch und Emissionen mit Miller-Steuerzeiten (früher Einlassschluss der Ventile für mehr Effizienz). Diese sorgen für einen höheren thermischen Wirkungsgrad und eine verbesserte Effizienz.
Der T8 AWD Long Range Plug-in-Hybrid kommt mit Achtgangautomatik und Allrad. Insgesamt leistet der neue Antrieb 339 kW (461 PS). Aufgewertet wurde auch das Laden mit einer maximalen AC-Leistung von 11 kW (ehemals 6,4 kW). Damit soll der leere Akku innerhalb von rund vier Stunden wieder voll sein.
Ansonsten bleibt der Volvo XC90 unverändert. Auch der B5 AWD Mild-Hybrid-Benziner bildet weiterhin den Einstieg für 81.490 Euro. Der neue Plug-in-Hybrid kostet mindestens 90.990 Euro und legt damit um 2.000 Euro gegenüber den bisherigen 88.990 Euro zu. Reichweite kostet!








